Beitragvon Michael Weber » 4. Januar 2010, 23:18
Nun ... -->
Brazley schrieb:
> Wie Marc bereits ausgeführt hat, kann es enorm nervig und
> nachteilig sein, wenn eine Kombination von vier Klötzchen
> angestrebt wird, diese aber beim besten Willen nicht
> zusammenzukriegen ist, weil die Würfelwürfe nicht passen.
> ganz konkret damit um? Oder wählst Du ausschliesslich
> Plättchen, die gefahrloser zu haben sind?
Macao ist ein Paradebeispiel dafür, wie man den angeblichen Glücksfaktor selbst steuern kann. Wer auf Risiko spielt und spät eine "4er-Farbe" kauft, der ist selbst schuld, wenn es am Ende nicht reicht. Wenn man eine solche Karte nimmt, dann so, dass die Wahrscheinlichkeit eines Aktivierens so groß ist, dass man sie nehmen kann. Die wenigen Runden, wo man mal beim Kartenwählen vom späteren Zufall abhängig ist, sind quasi nicht vorhanden.
Auch kann man im Vorfeld schon ganz gut ausmachen, welche der jeweils offenen Karten man bekommen kann. Es ist also ein taktisches Moment, die Steine bei passenden Würfelergebnissen schon VOR einem beabsichtigten Kartenerwerb zu sammeln.
Auch ist es doch völlig klar, dass man versuchen kann, die Würfelergebnisse so zu wählen, dass man in verschiedenen Runden auch verschiedene Aktionssteine zur Verfügung hat. So viel "Unglück" spreche ich auch dem größten Pechvogel ab, wenn er das nicht hinbekommt. Wer natürlich immer nur auf die 5er und 6er geht und dabei die niedrigen Zahlen nur bei akuten Bedarf abdeckt, mag ein-, zweimal im Spiel "Glück" haben, aber mittel- und langfristig wird er bei Macao chancenlos sein.
Wer es schafft, bei den Aktionssteinen sehr flexibel zu bleiben, der hat nie Probleme und kann wunderbar auf die Gegner UND die Karten reagieren. Und das hat wahrlich nichts mit Glück oder Zufall zu tun. Wohlgemerkt: Der Glücksfaktor ist hier in dem Sinne eh per Definition eigentlich keiner, weil die Würfelergebnisse für alle Spieler gleich sind. Es kommt eben darauf an, das Beste daraus zu machen. Und das hat weit weniger mit Glück zu tun, als man nach ein oder auch zwei Partien denken mag.
Michael