Beitragvon Braz » 1. Juni 2010, 08:51
Hallo Marc,
Marc Gallus schrieb:
>
> Hallo Guido!
>
> Wir haben vor kurzem Chaos in der alten Welt gespielt vom
> Heidelberger Spieleverlag. Ehrlich gesagt war ich richtig
> enttäuscht. Das Spiel war zäh und dieses Spiel zieht extreme
> Nachdenker gerade zu magisch an...Leider:-(
Das stimmt: Der Grübelfaktor kann schon recht hoch sein bei dem Spiel.
> Obwohl mir das Spiel optisch gut gefallen hat, frage ich
> mich, ob das Spiel , für das , was es bietet, nicht zu viel
> Chrom hat. Irgendwie hat jeder eine vorgeschriebene
> Strategie, die man umsetzen muss. Steht sogar im
> Regelheft...Irgendwie hatte ich das Gefühl, in ein Korsett
> eingezwängt zu sein...
Gerade das sehe ich nicht so: Das Spiel bietet mE genug Strategiemöglichkeiten, um nicht eingezwängt zu werden: Die Einen können sich auch dem Plan teleportieren (vorausgesetzt die Karte ist vorhanden), die anderen müssen ihre Region gar nicht großartig gegen ende verteidigen, wenn sie schon Verderbnismarker drin liegen haben, da diese für den Beherrschungswert mitgerechnet werden (auch hier muss natürlich die Karte vorhanden sein).....
Kurzum: Ich finde das Spiel auch richtig genial. Klar, Spiele sind immer Geschmackssache....das Spiel gefällt mir aber auch richtig gut.
Das mit dem "Chrom" kann ich insofern nicht nachvollziehen, da es mE nicht "aufgebläht" ist, was schon alleine die 20-seitige Regel beweist. Das Spiel muss sich nicht extra aufhünschen, um zu gefallen.
Was mich an dem Spiel reizt: Jeder fährt eine andere Strategie, alles ist top ausbalanciert, ich wurde regelrecht "in das Spiel gezogen" -> will sagen: Ich habe die Zeit beim Spielen vergessen...und das schaffen bei mir nicht viele Spiele!
Gruß
Braz
>
> Nachdem ich hier so viel Gutes gelesen habe, hatte ich mir
> wirklich mehr davon versprochen...Echt schade:-(
> Nach der Partie hatte ich spontan das Gefühl, einen
> aufgepeppten El Grande Klon vor mir gehabt zu haben...Klingt
> komisch, war aber so...
>
> Ich habe das Gefühl, dass mittlerweile öfters Spiele mit
> unzähligen Sonderregeln und -karten aufgepeppt werden,nur um
> es komplexer werden zu lassen.Weiteres Beispiel: Fury of
> Dracula...Die Downtime war auch hier unsäglich lange und das
> "perfekte" Spielprinzip von Scotland Yard wurde hier solange
> aufgepeppt, dass es "unbedingt" komplex sein muss...
>
> Enttäuschte Grüße :-?
> Marc