Anzeige

Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
HHumpty.Dumpty
Brettspieler
Beiträge: 80

Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon HHumpty.Dumpty » 23. August 2010, 07:01

To:
From: Holger Gentemann
Subject: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)
Cc:



Hallo ihrs!

Ich möchte (siehe unten) das wirklich sehr gute Statement von Michael Weber zum Thema "Von Presseausweisen und Möchtegernrezensenten" aufgreifen und hier zum Ausgangspunkt eines eigenen Threads machen.


Die Idee der "White List" finde ich charmant.
So wie ich das sehe, kann es nur Gewinner, die es verdient haben zu gewinnen und Verlierer die es verdient haben zu verlieren, geben. Warum also machen wir das dann nicht einfach anstatt nur darüber zu REDEN?

Für 2011 (Spielmesse Essen) kann man das Projekt ja gerne der genannten "Fachgruppe Spiel" überantworten. Das würde aber bedeuten jetzt ein ganzes Jahr, eine ganze Messe zu verschenken. Und ggf. diese gute(?) Idee im Laufe des kommenden Jahres sterben zu lassen.

Wenn JETZT aber so ein Projekt gestartet wird - und dann ggf. auch noch gute Resultate erzielt - wird es in 2011 bestimmt eine Fortsetzung geben?

So wie ich das sehe, hat die Spielgemeinde hier alle Recourcen um so eine White-List aus der Taufe zu heben. Aufgrund der Zeit bis zur Messe Essen 2010 ist diese "White List 1.0" dann möglicherweise nicht ganz perfekt, aber reichen für eine erste Version nicht auch - na sagen wir mal ca. 90 % Perfektion?

Hier sitzt das benötigte Fachwissen, die richtigen "Insider" aus den regionalen Spielescenen und liest interessiert mit.
Und bis zur Messe Essen sind das noch gut acht Wochen hin.


In dem erstellen der "White List", wenn sich nur ausreichend viele Spielfreunde beteiligen, sehe ich kein Problem. Mann müsste sich nur auf die KRITERIEN einigen, unter denen jemand für die "White List" nominiert wird und die Diskussion hierzu kann parallel zum erstellen der Liste erfolgen, ggf. dann in diese Liste eingearbeitet werden.


Wichtig sind eigentlich nur drei Fragen(?):

1.) Wieviele Stände werden auf der Messe erwartet. Wieviele Exemplare der "White List" werden also ggf. (evtl. auch Mehrfachexemplare je Stand?) gebraucht?

Und was ist mit Spieleautoren, Verlagen die NICHT auf der Messe sind aber tagtäglich mit Anfragen zu sog. "Rezensionsexemplaren" konfrontiert werden? Vermutlich würde der eine oder andere gerne ein Exemplar dieser "White List" abnehmen. Es muß hier also ein Bedarf für eine erste "Auflage" ermittelt werden?

2.) Wie hoch sind die Druckkosten für diese Liste? Und wo kommt das Geld her? Ich würde mal vermuten, das so eine "White List" eher ein dünnes Din A 5 Heftchen sein wird. Also vom Umpfang überschaubar. So teuer kann der Druck da also, denke ich, nicht werden?

3.) Wer kümmert sich um den Druck, die Verteilung auf der Messe, die Organisation etc.?


Anmerkung zu 2.)
Wenn man mal vorsichtig andenkt, was Verlage, Messestände, evtl. an Geld sparen weil sie möglicherweise dank einer solchen "White List" jede menge "Freiexemplare" weniger verbrennen verschenken, könnte man ja hoffen das die größeren Verlage noch ein paar Euro in ihren Kaffekassen finden, mit denen sie die Kosten der Drucklegung finanzieren? So würde ich mir das jedenfalls in einer idealen Welt wünschen :)



Modus Operandi zum erstellen der White List:

Das stelle ich mir in etwa wie folgt vor.

Hierzu wird dann ein zweiter Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" aufgemacht.

In diesem Thread gibt es dann keine Diskussion.
Die Diskussion dazu findet HIER statt.

Es gibt einen Basiseintrag zu dem Thread. Unterteilt nach Postleitzahl-Bereichen.

also
PLZ 0
PLZ 1
PLZ 2
usw...

ggf. weitere Länder?
Gibt es auf der Spielmesse nennenswert Besucher aus USA, Korea, Frankreich, England, whatever, die nach Rezensionsexemplaren fragen? Und macht es Sinn das zu berücksichtigen?


Außerdem eine Übersicht der Regeln, nach denen ein Eintrag erfolgen soll.

Erste und oberste Regel für diesen Thread:

§1. Niemand, absolut niemand nominiert sich selber für die "White List". Man wird "nach Verdienst" nominiert oder gar nicht.

Wenn jemand meint, er kennt jemanden der auf die "White List" gehört, kopiert er den Basiseintrag und setzt "Person" unter die passende PLZ.

Der nächste kopiert den jeweils letzten gültigen Eintrag, ergänzt ihn durch seinen Zusatz... usw.
Bzw. löscht einen Eintrag, wenn sich z.B. jemand "eingeschlichen" hat, der nicht in die "White List" gehört. Das wird den regionalen "Insidern" sicherlich auffallen und die werden sich dann bestimmt zu Wort melden? Hier ist ggf. auch ein gerüttet Maß an "Civilcourage" gefordert wenn es heisst "Sorry - aber DU (aufgrund der von uns ausgehandelten Kriterien) nicht!".


Zu klären währe der Umpfang des Eintrages.

Mindestens Name.
Mindestens Publikationsform (Heftname, Webseite, Zeitschrift für die "Person" ggf. schreibt)

Weitere Datensätze
(Anschrift? Telefonnummer? betreuende Redaktion?) sind ggf. auszudiskutieren.


Was fehlt noch?

Die Betreiber der diversen Internet-Rezensionsseiten kennen sich bestimmt untereinader und wissen wer hier mit auf die Liste gehört.

Bleibt die Zunft der Pressejournalisten und ggf. Pressefotografen.

Hier dürften die Verlage Listen von Journalisten haben, mit denen sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht plaudert hier ja jemand aus dem Nähkästchen?


Es fehlt sowas wie eine Untergrenze für die Aufnahme auf die Whitelist um " Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster" aussen vor zu lassen. Diese gälte es auszuloten OHNE ambitionierte Newcommer mit offensichtlich noch sehr jungen Webseiten auf denen, weil sie eben noch sehr jung sind, noch nicht so viele Rezensionen nachzulesen sind, zu benachteiligen. Da es hier nur darum geht, eine realistische Zahl zu finden, sollte das zügig durchgewunken werden?


Ich könnte mir vorstellen, das nicht nur Rezensenten aller Coleur (incl. der problematischen "Möchtegernrezensenten") auf der Spielmesse nach "kostenlosen Freiexemplaren" fragen.


Bestimmt gibt es auf der Messe auch Leute, die ansagen

- hey hey, ich bin ORGA eines mehr oder weniger großen Spielevents, eines Cons - bekommen wir euer Verlagsprogramm gestellt?

- hallo hallo, ich bin "Mister Zampano" und in meiner Region DER Typ mit dem größten Spieleclub überhaupt. Ihr solltet uns unbedingt mal ein paar eurer Spiele als "Clubpaket" sponsorn. (Oh ja... zu diesem Thema hätte ich auch noch so einiges zu sagen... das ist glaube ich ein weites weites Feld).


Die Frage ist - weitet man so eine White List um eine entsprechende Rubrik gleich mit aus um eine wirklich "runde" Sache zu machen? Oder beackert man für die Version 1.0 erst mal nur einen Themenkomplex und schaut, wie und ob das funktioniert?

Außerdem bedarf es noch eines begnadenten Schreibers, der für die White-List eine Art "Flavour" Text entwirft, die dem Standbetreuer erklärt warum es toll ist dieses Werkzeug nun auch zu verwenden.


Letzte Frage - das Zeitfenster:

Bis zur Messe sind es noch ca. acht Wochen hin?

Vorschlag:
Der Nominierungs-Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" wird zum 01.09.10 eröffnet und zum 30.09.10 geschlossen.


Damit bleiben dann

- ca. eine Woche um die Regulatrien für die Liste im Grundsatz auszudiskutieren (der Feinschliff kann dann noch im September erfolgen?!)

- und im Anschluß (fast) drei Wochen um das ganze in Druck zu geben und die Liste zur Messe zu schaffen.
In Zeiten des Web 2.0 ist das doch eine Ewigkeit!


Last but not least:
Natürlich erwächst aus dem Eintrag in die "White List" KEIN Anspruch, auf der Messe von einem Stand irgendwelche Freiexemplare zu bekommen. Und natürlich kann so ein Stand auf der Messe auch weiterhin jeden "Möchtegernrezensenten" seine Freiexemplar-Spiele schenken. Aber so eine Liste bietet den Standbetreuern sicherlich gute Dienste, Diskussionen ob und wenn ja warum Freiexemplare zu unterbinden. "Stehst Du auf der Liste hier? Nein? Schade Schade aber auch, komm nächstes Jahr wieder..."


Habe ich etwas wichtiges vergessen?
Dann bitte ich das zu entschuldigen, dies ist eine spontane "Nacht & Nebel Aktion", die heute Abend spontan zusammen getippt wurde :)

Mit herzlichen und verspielten Gruessen!

Holger.



______________________________________________________________________________________________________________


ZITAT:

"Tja, was soll man sagen. Stimmt soweit. Das Problem sehe ich aber nicht in den Leuten, die versuchen, Rezensionsexemplare zu bekommen, sondern in denen, die ihre Spiele derartig unsinnig weggeben. Jeder, der zu einer Messe kommt, sollte sich vorher Gedanken machen, ob er Rezensionsexemplare gibt und an wen. Wer das nicht macht, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und steht spätestens nach der Messe dumm da.

Mich ärgert das auch. Denn obwohl wir mit Reich der Spiele zu den größten Online-Magazinen gehören, kommt es immer wieder zu netten Gespärchen der Art "Wir haben letztes jahr x Spiele weggegeben und wollen dieses Jahr nichts rausgeben". Heißt: Weil solche Schmarotzer und Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster Spiele abbekommen, die mit gesundem Szenewissen keiner bedienen würde, haben es auch die etablierten Rezensenten mitunter schwer.

Ich bin der Meinung, dass Verlage sich eine White-List machen sollten. Ich bin der Meinung, dass für angefragte Rezensionsexemplare eine Rezension auch innerhalb von einer gewissen Zeit zu veröffentlichen ist. Und ich bin der Meinung, dass viel zu viele Leute ihre eigene Mini-Seite machen oder den Journalisten raushängen lassen, obwohl sie von Spielen keine Ahnung haben und auch keinen Raum für Rezensionen haben.

Das alles trägt dazu bei, dass alle unzufrieden sind. Den Ball sehe ich aber bei den Verlagen. Messen müssen gut vorbereitet sein.

Und wenn dann irgendwann nicht zuletzt aus diesem Grund Verlage Rezensionsexemplare nur noch gegen vergünstigte Preise rausgeben, stelle ich Reich der Spiele ein. Uns bezahlt nämlich auch niemand für unsere Arbeit. In dem Sinne ist es ein Geben und Nehmen. Bezahlte Rezensionsexemplare - noch dazu, dass ich die Spiele an unsere Leute weitergebe und wegen der Entfernung an rund 30 Leute verschicke - kommen mir nicht ins Magazin. Wer als Verlag kein Geld hat, um 20-30 Rezensionsexemplare an ausgewählte Schreiber abzugeben, muss damit leben, dass es keine Rezensionen gibt. Jedenfalls nicht bei uns. Das soll gar nicht in Abrede stellen, dass Spiele in der Herstellung Geld kosten, aber "richtige" Rezensenten wollen sich ja auch nicht das Regal füllen, sondern leisten eine gute und zum teil nervtötende Arbeit (wer rezensiert schon freiwillig absolute Gurken und testet die auch noch mehrfach?!). Das Gejammere der Verlage ist deshlab zwar verständlich, aber letztlich sind sie selbst verantwortlich.

Ich hoffe, dass die Verlage lernen und vor allem Neuaussteller endlich mal zur Vernunft kommen. Nicht jeder mit einem Presseausweis (und ich meine den ECHTEN!) ist ein Spielerezensent, nicht jeder mit einer Webseite muss kostenlose Rezensionsexemplare bekommen und erst recht ist noch lange nicht jeder mit einer Presse-Eintrittskarte irgendwie wichtig oder Rezensent und auch nicht jeder Mitarbeiter eines Magazins muss ein Exemplar bekommen, denn manchal hat schon ein anderer eins "abgeholt". Die Arbeit der Sichtung liegt aber eindeutig bei den Verlagen.

Vielleicht kann ja mal jemand die besagte White-List anfertigen. Vielleicht ja die Fachgruppe Spiel. Diese Liste könnte doch dann jeder Aussteller bekommen. Damit wäre doch allen geholfen. Ich denke auch, dass eine solche Liste nach guten Kritierien fair zusammengestellt werden könnte. Dann haben alle die, die wirklich gute Arbeit leisten, eine gesündere Vertrauensbasis, die von den genannten Schmarotzern zerstört wird.

Michael Weber

info@reich-der-spiele.com "

Zitat Ende:

Benutzeravatar
gimli043
Kennerspieler
Beiträge: 1063
Wohnort: Heinsberg
Kontakt:

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon gimli043 » 23. August 2010, 08:41

Hallo Holger,

die Idee finde ich prinzipiell super und denke auch durchaus, dass das Spielbox-Forum durchaus in der Lage ist eine solche Liste fast perfekt hinzubekommen.
Natürlich kennt man nicht jeden, aber doch die meisten. Bei den restlichen Leuten müssen die Verläge dann eben wie bisher selbst entscheiden.

>2.) Wie hoch sind die Druckkosten für diese Liste? Und wo >kommt das Geld her? Ich würde mal vermuten, das so >eine "White List" eher ein dünnes Din A 5 Heftchen sein >wird. Also vom Umpfang überschaubar. So teuer kann der >Druck da also, denke ich, nicht werden?

>3.) Wer kümmert sich um den Druck, die Verteilung auf der >Messe, die Organisation etc.?

Warum professionell Drucken und unnötige Kosten produzieren. Man könnte das Ding doch hier oder bei unknowns.de oder sonst irgendwo als PDF zum freien Download bereit stellen.

Viele Grüße,

Rene'

Benutzeravatar
sholari
Brettspieler
Beiträge: 66

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon sholari » 23. August 2010, 09:10

Moin,

also so ganz verstehe ich die Diskussion nicht. Warum wollen/sollen wir (oder ihr) euch darum kümmern? Wenn die Verlage das als Problem ansehen würden, wären sie sicher längst aktiv geworden.
Wenn der VW-Händel an der Ecke jedem der evtl mal ein Auto kaufen will, eines übers Wochenende leiht, interessiert mich das auch nicht.

Die Diskussion entsteht doch ausschließlich aus diesem "Unrechts-Gefühl", da bekommt jemand etwas, das ich nicht bekomme, was ihm nicht zusteht.

Und besteht denn überhaupt ein Intresse der Verlage daran, so eine Liste zu nutzen?

Gruß aus HH

Benutzeravatar
peer

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon peer » 23. August 2010, 09:47

Hi,
naja, ich mache ja viele Interviews mit internationalen Kleinverlagen (vor der Messe). Die fragen im Gegenzug öfter nach Tipps und ich sage den immer, die sollen sich überlegen, wie sie das mit Reziexemplaren machen wollen. Und natürlich fragen sie auch, wen ich so empfehle. Eine Liste wäre da schon hilfreich.
Aber: Wenn sich da nun alle Webseiten einfach eintragen (und natürlich arbeiten alle Webseite ja seriös), ist nicht viel gewonnen, denn es sind doch recht viele. Kaum ein Kleinverleger kann sich leisten, all denen Exemplare zu geben. an brauhct eine Vorauswahl - aber wer soll die treffen?

Ich empfehle denen übrigens sie sollten auf jeden Fall
- Spielphase
- Reich der Spiele
- Hall9000
- Cliquenabend
-Spielbox
-Fairplay

einplanen. Alles andere ist optional.
ciao
peer

Benutzeravatar
Michael S.

SPIELEREI ??

Beitragvon Michael S. » 23. August 2010, 10:27

Hi Peer,

und nach Deiner Meinung ist die "Spielerei"auch nur "optional"? Vielen Dank, das sitzt etwas unter der Gürtellinie!

tschüß

Michael

Benutzeravatar
Michael S.

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Michael S. » 23. August 2010, 10:31

Hi sholari,

leider gibt es ein schönes Wort in Deutschland: Neidhammel - und dann macht man einfach eine "Whitelist"....

tschüß

Michael

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: SPIELEREI ??

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. August 2010, 11:12

Diese Reaktion (die ich inhaltlich nicht beurteilen kann) zeigt, warum ein "White List"-Projekt im wesentlich wohl nur ein großes Maß an Ärger und Streit produzieren würde ...

Benutzeravatar
PzVIE-spielbox
Kennerspieler
Beiträge: 957

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon PzVIE-spielbox » 23. August 2010, 11:28

Irgendwie kann ich das alles nicht nachvollziehen.

Jemand, er das professionell betreibt, wie die z.B. die Spielbox, wird wohl sowieso die Spiele von den Verlagen geschickt bekommen - wenn nicht, sind sie vielleicht für den Markt zu unwichtig ...?
Ansonsten kann sich so eine Institution wohl auch die paar Euro pro Ausgabe leisten, um Spiele zu *kaufen*!

Benutzeravatar
Michael S.

Re: SPIELEREI ??

Beitragvon Michael S. » 23. August 2010, 11:39

Hallo Ralf,

genauso - man hat ein "Sommerloch" und dieses Loch muß man ausfüllen! Irgendwie ist das überflüssig, bisher ( ich bin seit 1984 dabei!) gibt es warme Luft aus hohlen Bäuchen ( ich weiß, ein schiefer Vergleich) und bisher hat es doch auch geklappt,oder:smile:?

tschüß

Michael

Benutzeravatar
Martin

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Martin » 23. August 2010, 11:43

Hallo Holger,

ist ja wirklich bewundernswert, mit welch hohem Aufwand Du Dich um die Probleme Dritter kümmerst - und dass, ohne dass die Dritten dies überhaupt als Problem sehen.

Ich denke, es wird auch weiterhin so sein, dass jeder Verlag selbst entscheidet, wem er die Spiele schenkt und wem nicht. Wer sichs leisten kann verteilt sie halt an jeden Spielkreis, wer nicht eben nicht. Und wer als Kleinverlag hier Lehrgeld zahlet, wird beim nächsten Mal vorsichtiger sein.

Die Zusammenarbeit mit Journalisten und solchen, die sich dafür halten, basiert zudem zu einem großen Teil auf persönlichem Kontakt. Jeder Presseverantwortliche eines Verlages wird in der Praxis seine eigene "White List" (oder besser: Presseverteiler) haben und die Hilfe von Hobbyspielern und Forumnutzern dankend ablehnen.

Martin

Benutzeravatar
peer

Re: SPIELEREI ??

Beitragvon peer » 23. August 2010, 11:44

Hallo,

Michael S. schrieb:
>
> Hi Peer,
>
> und nach Deiner Meinung ist die "Spielerei"auch nur
> "optional"? Vielen Dank, das sitzt etwas unter der Gürtellinie!

Sorry, die Spielerei hatte ich irgendwie gerade nicht auf den Kasten...

Aber das zeigt natürlich genau das Problem: Meine Liste ist ebenso optional wie die Spielerei (Kleiner Scherz ;-) ). Niemand ausser den Verlagen kann beurteilen wer wie arbeitet und die Verlage werden eine solche Liste nicht unbedingt anfordern und wenn sich jeder selbst draufsetzt ist sie sinnlos.
Ich habe keine Ahnung um (nur um beim Beispiel zu bleiben) die Spielerei arbeitet, wie schnell/umfangreich/fair sie bewertet, wie groß ihre Bedeutung für die Spieleszene und für die Szene aussenrum ist etc. Insofern mache ich die Liste auf Anfrage auch mehr oder minder nach meinem subjektiven Gefühl - was ich den Leuten auch sage.

nix für Ungut,
Peer

Benutzeravatar
Michael Weber
Kennerspieler
Beiträge: 390
Wohnort: Hannover
Kontakt:

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Michael Weber » 23. August 2010, 11:54

Wennich schon zitiert werde, bitte ich auch mein Posting so zu verstehen, wie ich es geschrieben habe.

1.) Es geht darum, dass eine solche Liste hilfreich wäre, um den "gut arbeitenden" Rezensenten und den Verlagen gleichermaßen die Arbeit zu erleichtern.
2.) Diese Liste kann nur und ausschließlich von den Verlagen selbst kommen. Deshalb habe ich die Fachgruppe Spiel genannt.
3.) Denn anders als hier viele glauben, eght es nicht um 5-10 Webseiten, die "Rezensionsexemplare über Gebühr und ohne Gegenwert abgreifen), sondern auch um Print-, Radio-, und TV-Medien.

Ich möchte nachdrücklich davor warnen, hier im Forum eine solche Liste zu erstellen, denn der Gemeinschaft fehlt hier dann doch (ja!) die Einsicht in die Verlagsabläufe. Zumal nicht jeder Verlag gleich vieole oder wenig Spiele weggeban kann und möchte. Deshalb sollte eine solche Liste eh nur

4.) ein Hilfsmittel zur Orientierung sein. Sie hilft dabei nicht wirklich, um Rezensenten auszuschließen, sondern nur, um welche einzuschließen.

Also, bitte dieses Vorhaben hier lassen. Das bringt HIER nichts (und ich darf das neidlos sagen, denn ich bin ja schon vorgeschlagen).

Michael

Benutzeravatar
Michael Weber
Kennerspieler
Beiträge: 390
Wohnort: Hannover
Kontakt:

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Michael Weber » 23. August 2010, 11:54

Wennich schon zitiert werde, bitte ich auch mein Posting so zu verstehen, wie ich es geschrieben habe.

1.) Es geht darum, dass eine solche Liste hilfreich wäre, um den "gut arbeitenden" Rezensenten und den Verlagen gleichermaßen die Arbeit zu erleichtern.
2.) Diese Liste kann nur und ausschließlich von den Verlagen selbst kommen. Deshalb habe ich die Fachgruppe Spiel genannt.
3.) Denn anders als hier viele glauben, eght es nicht um 5-10 Webseiten, die "Rezensionsexemplare über Gebühr und ohne Gegenwert abgreifen), sondern auch um Print-, Radio-, und TV-Medien.

Ich möchte nachdrücklich davor warnen, hier im Forum eine solche Liste zu erstellen, denn der Gemeinschaft fehlt hier dann doch (ja!) die Einsicht in die Verlagsabläufe. Zumal nicht jeder Verlag gleich viele oder wenig Spiele weggeban kann und möchte. Deshalb sollte eine solche Liste eh nur

4.) ein Hilfsmittel zur Orientierung sein. Sie hilft dabei nicht wirklich, um Rezensenten auszuschließen, sondern nur, um welche einzuschließen.

Also, bitte dieses Vorhaben hier lassen. Das bringt HIER nichts (und ich darf das neidlos sagen, denn ich bin ja schon vorgeschlagen).

Michael

Benutzeravatar
peer

Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon peer » 23. August 2010, 12:01

Hi,
in der Zwischenzeit stapeln sich die Emails mir Beschwerden, dass Seite xYZ nicht drazuf ist oder ZXY drauf ist oder warum a doch besser arbeitet als c oder was weiß ich.
Also, Liebe Leute von Acessory, AEIOU, Abspiel, Auszeit, BrettspielReport, Buchrezicenter, Buchwurm, Spieltruhe, Poeppelkiste, Darmstadt spielt, Institut Juleiqa, Ludonauten, Wrstpark Gamers, Spielhimmel, Spielende, Spiel des Jahres, Hiespielchen, Michas Spiel mit mir, Spielecheck, Spielpizza, Spielmonster, Spieletest, Spielwiese, Spielirgendwas und alle anderen (die ich keine Lust habve aus http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/HTML_Frame.py?lang=DE&frames=1 abzutippen):
Natürlich seid ihr alle integrale Bestandteile der Spieleszene und so.

Noch einmal: Die Liste ist rein subjektiv und mit der Nennung ging es mir um genau diesen Punkt zu illustrieren, den Michael im Prinzip schön mit seinen Posting unterstrichen hat: Eine solche Liste ist entweder unvollständig oder zu lang, Jedenfalls aber subjektiv schlicht nicht zu erstellen. Es gibt keine Möglichkeit genau zu begründen warum a auf der Liste ist und b nicht. Und sind beide auf der Liste, beschwert sich c. Und sind alle auf der Liste nützt sie nix mehr.
Also: Demonstration gelungen, Emailkorb voll.
Jetzt aber wieder Ruhe geben, ja?

;-)

Augenzwinkernde Grüße,
Peer

Benutzeravatar
Michael Weber
Kennerspieler
Beiträge: 390
Wohnort: Hannover
Kontakt:

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Michael Weber » 23. August 2010, 12:01

sholari schrieb:
> Warum
> wollen/sollen wir (oder ihr) euch darum kümmern? Wenn die
> Verlage das als Problem ansehen würden, wären sie sicher
> längst aktiv geworden.

Das können sie ja oft leider nicht, weil Neulinge die Messe meist nicht richtig einschätzen.


> Die Diskussion entsteht doch ausschließlich aus diesem
> "Unrechts-Gefühl", da bekommt jemand etwas, das ich nicht
> bekomme, was ihm nicht zusteht.

Ich habe nicht so richtig gesehen, wo sich hier jemand von den Rezensenten wirklich beschwert hat, etwas nicht zu bekommen. Das Ausgangsposting ging um Spieleveranstaltungen und in der Diskussion wurde völlig zurecht darauf hingewiesen, dass es auch darum geht, dass "frische" Verlage dann die Notbremse ziehen und (fast) gar keinem mehr Spiele zu Rezension überlassen. Was hat das mit Neid zu tun? Das ist ein Problem, dass Verlage UND Rezensenten UND am Ende die Leser betrifft. Neid ist das allenfalls von denen, die solche Rezensionsexemplare nur einsammeln, weil sie das Spiel im Regal haben wollen. Da kann ich nur sagen, dass das bei den großen Online- und Printmagazinen auf keinen Fall die Motivation ist. Ausnahmen mögen einzelne Rezensenten dieser Magazine sein, die aber in der Regel nicht selbst "einsammeln" gehen.


> Und besteht denn überhaupt ein Intresse der Verlage daran, so
> eine Liste zu nutzen?

ich bin sicher, dass es viele Erst-Aussteller (oder auch im zweiten und dritten Jahr) sehr nützlich fänden. Ansonsten bleibe ich dabei, dass diese Liste hilfreich ist, aber ganz bestimmt nicht hier entworfen werden kann.

Michael

Benutzeravatar
Mikos
Kennerspieler
Beiträge: 370

Re: SPIELEREI ??

Beitragvon Mikos » 23. August 2010, 12:02

Hallo

Erstmal denke ich, dass es bei der Diskussion bzw. der Auswahl der Rezensenten für die Whitelist in erster Linie um Onlineredaktionen geht. Die paar Zeitschriften, die es gibt, werden denke ich soweiso ihre Daseinsberechtigung haben und auf die Liste kommen, denn ohne vernünftige Arbeit würden die sich ja gar nicht halten.

Zweitens ging es den Leuten hier ja um das zusammentragen von Rezensenten. Peer sprach von "Ich empfehle denen übrigens" und "sie sollten auf jeden Fall", was durchaus darauf hindeutet, dass da wohl noch einige Rezensenten hinzu kommen werden.

Wenn das unter der Gürtellinie war, dann hast du den Gürtel aber ziemlich hoch geschnallt ;-)
Er hat nur Rezensenten vorgeschlagen. Etwas unschöner könnte es werden, wenn unterschiedliche Meinungen über die Arbeit eines Rezensenten aufeinander treffen...

Gruß, Mike

Benutzeravatar
Thomas Reh
Kennerspieler
Beiträge: 427

Re: Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon Thomas Reh » 23. August 2010, 12:26

Tja peer,

da hast Du anscheinend in ein Wespennest gestochen. Trotzdem muss ich über diese Reaktion der Website Betreiber ein wenig schmunzeln.

Gruss
Thomas
(für den gilt, nur ein selbst gekauftes Spiel ist ein gutes Spiel :wink: )

www.spielen-geht-immer.de

Benutzeravatar
peer

Re: Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon peer » 23. August 2010, 12:38

Hi,
Thomas Reh schrieb:
>
> Tja peer,
>
> da hast Du anscheinend in ein Wespennest gestochen. Trotzdem
> muss ich über diese Reaktion der Website Betreiber ein wenig
> schmunzeln.

;-)

Ich wolte noch darauf hinweisen - bevor es wieder Missverständnisse gibt, dass ich die genannten Seiten zufällig aus Luding abgeschrieben habe - nicht dass sich die alle beschwert hätten (auf die Information halte ich den Deckel und werde das auch privat nicht ausplaudern...)

ciao
peer

Benutzeravatar
Thomas Reh
Kennerspieler
Beiträge: 427

Re: Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon Thomas Reh » 23. August 2010, 12:43

Hallo peer,

das war mir schon klar, aber irgend jemand hat sich beschwert, sonst hättest Du es ja nicht geschrieben.

Gruss
Thomas

www.spielen-geht-immer.de

Benutzeravatar
Pattmeyer
Kennerspieler
Beiträge: 172

Re: Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon Pattmeyer » 23. August 2010, 12:51

Es sind Momente wie dieser, wo ich das Forum für seinen hohen Unterhaltungswert schätze ;-)
Pat

Benutzeravatar
Michael S.

Re: SPIELEREI ??

Beitragvon Michael S. » 23. August 2010, 13:15

Hallo Peer,

kein Problem ( ich hatte leider ein :smile: vergessen...), aber Du hast doch die SPIELEREI schon gelesen, oder :grin:?

tschüß und alles Gute

Michael

Benutzeravatar
Thomas Reh
Kennerspieler
Beiträge: 427

Re: Nachtrag: Die Geister, die man rief

Beitragvon Thomas Reh » 23. August 2010, 13:29

Pattmeyer schrieb:
>
> Es sind Momente wie dieser, wo ich das Forum für seinen hohen
> Unterhaltungswert schätze ;-)
> Pat

So soll es sein. :wink:

Gruss
Thomas

Benutzeravatar
HHumpty.Dumpty
Brettspieler
Beiträge: 80

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon HHumpty.Dumpty » 23. August 2010, 13:31



Hallo Martin!
Hallo auch Ole (betrifft genanntes Unrechts-Gefühl)

So gegen 100 % dieser Diskussion hier wird von Spielerezensenten und Betreibern entsprechender Webseiten geführt. Zumindestens habe ich diesen Eindruck.

Was ich sehr schade finde - denn das, diese Personengruppe ist gar nicht mein "Thema". Mir geht es um die Auswirkung, die diese "Freiexemplarjäger" erzielen. Genauer die Wirkung auf der "Con-Scene". So wie mir die Situation beschrieben wurde sind NICHT NUR die etablierten Rezensenten der Scene "Opfer" dieser "Möchtegernrezensenten". Sondern vor allem die Spiele-Cons. Und damit in letzter Konsequenz wir Spieler. Vor allem - ich bin da zugegeben furchtbar egoistisch und voreingenommen - ICH.


Wenn "Freiexemplarjäger" sich Kofferweise mit Spielen eindecken und dieses Verhalten dann letzendlich zu meinem Spielspaß geht (zu deinem Martin auch. Und auch zu dem von Ole!) finde ich den Aufwand nicht zu groß, dieses Thema vor der aktuellen Messe 2010 einmal auf den Tisch zu legen.

Wenn diese Möchtegernrezensenten aller Coleur ihre Spielesammlung für lau ausbauen möchten, sollen sie das doch bitte bitte mit ehrlicher ARBEIT so gestalten, das die Spielgemeinschaft darunter nicht leidet. Möglichkeiten dazu gibt es durchaus.

- ich habe vor einer Generation oder so selber mein Quantum an Spielerezensionen gefertigt. Ich weiß noch wie das geht. Und wie aufwendig das ist. Wer sich in Essen oder auf andere Events Kofferweise mit "Rezensionsexemplaren" eindeckt, kann innerhalb eines Jahres bequem die Zeit finden, einen beträchtlichen Teil dieser Spiele tatsächlich zu rezensieren. Schafft jemand in dieser Zeit nicht ein einziges dieser Rezensionsexemplare zu bearbeiten... also wie unsozial der Spielgemeinde gegenüber ist das denn bitteschön?

- wer sich nicht zum schreiben berufen fühlt, kann sich in der Spielescene als Supporter oder Spiele-Erklärbär profilieren. Sei es für einen Verlag. Sei es für einzelne Spieleläden die sich dieses "Extra" für Messen erlauben. Der Lohn dieser Tätigkeit besteht im allgmeinen wohl in Naturalien(???) (Spiele halt) die nach dem einen oder anderen Punktesystem für verdienstvollem "Einsatz an der Front" vergeben werden.


Ich neide keinem einzigen ehrenvollen Rezensenten auch nur eines der vielleicht 888 Spiele, die er im heimatlichen Keller stehen hat und von denen ich weiß, das er jedes einzelne dieser Spiele im laufe der letzten 15 Jahre mit Herzblut und auf hohem Niveau rezensiert hat. Auch und vor allem deshalb nicht, weil mir als normalen Spieler von der Basis diese Rezensionstätigkeit ein hohes, wichtiges Gut ist. Eine gute Rezensionssammlung im Netz ist für mich doch ein echter "Geldwerter Vorteil" der mir ggf. viel viel Geld einsparen hilft (Stichwort Kaufentscheidung).


Und wenn da mal ein "Freiexemplarjäger" ein Spielchen oder zwei oder drei für sich "erbeuten" kann. Herrgott und bitteschön. Das ist doch auch kein Thema. Mir geht das um Leute, die das auf einem systematischen Niveau betreiben, wo die "Beute" nicht mehr in "x Spiele" sondern in "Y KOFFER voll" gezählt wird.

An genau dieser Stelle kommt nämlich folgende Problematik auf (ich wiederhole mich hier herzlich gerne nochmal):


Nochmal also:

Den folgenden Punkt hat mir ein namenhafter Spielevent-Organisator unserer Region aus seiner erlebten Praxis heraus erklärt und das ist mir - leider - erschreckend einsichtig.


Verlage haben einen "Spieletopf".
Aus diesem "Topf" werden alle Anfragen von Rezensenten bedient. Dieser Punkt ist hier nun glaube ich rauf und runter und unter Bedacht jeder denkbaren Nuance ausdiskutiert worden???


Also zum nächsten Punkt:

Aus diesem "Topf" werden AUCH alle Anfragen von Cons, von Spielevents bedient. Egal ob kleine, mittlere oder große Events.

Jedes Spiel also, das nun aus diesem "Topf" zur persönlichen Bereicherung abgegriffen wird, fehlt dann als z.B. "Leihspiel" einem dieser Spielevents.

Problematisch ist das vor allem für die kleinen und mittelgroßen Cons. Diese müßen nämlich bei den Verlagen, insbesondere bei den kleineren Spieleverlagen rudern und strampeln, um auch nur ein paar Leihspiele, geschweige denn "Spiele zur weiteren Verwendung" (bei Folgeveranstaltungen) zu erhalten. Denn gerade die KLEINEREN Spielverlage haben nicht das Geld um zahllose Rezensions/Con-Frei-Exemplare vorzuhalten. (Diese Aussag wurde hier ja nun auch x-mal bestätigt, lest die Postings der geehrten Rezensenten!)


Wenn da also nun so ein "Möchtegernrezensent" an die Verlage herantritt und in nennenswertem Umfang deren Spieletopf "abschöpft", schädigt das (auch) die sog. CONscene. Und nimmt damit der Spielgemeinde jede Menge Spielspaß!

Denn ich als Spieler gehe zu diesen Spielecons, um dort (auch) die aktuellen Spieleneuheiten des Jahres auszuprobieren, ggf. Kaufentscheidungen zu treffen. Und jedes Spiel, das auf diese Weise von genannten "Freiexemplarjägern" unsozial "abgegriffen" wird und in deren privaten Spielesammlung verschwindet... findet NICHT seinen Weg auf die kleinen und mittelgroßen Spielecons. Kann daher von UNS (von mir, ich bin da bekennend egoistisch!) Spielern nicht entdeckt, nicht ausprobiert, nicht kennengelernt werden. Wird deshalb evtl. auch nicht gekauft.

Das macht die Cons kapput. Und beraubt die Spieler von der "Basis" jeder Menge potentiellem Spielspaß.

Das ist, wie gesagt die Argumentation eines Spielevent-Organisators aus unserer Region.



Schade finde ich hier nur, das sich hier fast ausschließlich Spiele-Rezensenten zu Wort melden und die Zunft der Spielecon-Betreiber derzeit etwas shweigsam daneben steht - ich bin sicher, auch diese Spielfreunde hätten den einen oder anderen interessanten Beitrag mitzuteilen.


Es handelt sich hierbei auch nicht um ein "Sommerloch" Thema wie an anderer Stelle geschrieben wurde. Die Messe findet halt statt wenn sie stattfindet und es macht vermutlich weniger Sinn diese Diskussion NACH der Messe anzuregen als sie VOR der Messe auf den Tisch zu legen. Nach der Messe währe das Thema für weitere 12 Monate Schall und Rauch...


So - und jetzt muß ich wieder zu meinem Tagewerk übergehen.


Herzliche und verspielte Gruesse!


Holger.

Benutzeravatar
Martin

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Martin » 23. August 2010, 15:29

Hallo Holger,

ich stimme Dir in weiten Teilen zu. Ich finde es auch ärgerlich, wenn irgendwelche Leute massenhaft Spiele sammeln, nur um sie als Trophäe im Keller einzulagern. Das machen im übrigen auch nicht nur Hobby-Onlineredakteure, sondern auch gestandene SdJ-Jury-Mitglieder, die mal eben mit ihrer Visitenkarte wedeln und den Standbetreiber auffordern, die gesamte Neuheitenpalette zuzusenden (Hab ich so erlebt). Manches Spiel findet sich dann auch anschließend unter Kleinzeigen auf spielbox.de.

Dennoch ist und bleibt es Aufgabe der Verlage, dies zu regeln. Von jedem verschenkten Spiel verspricht sich ein Verlag einen wie auch immer gearteten Mehrwert. Eine Rezension in der Brigitte wird da sicherlich höher eingeschätzt als Max und Ernas Spielkreis. Wo hier die Grenze ist, liegt naturgemäß im Ermessen des Verlags. Ob die sich Belegexemplare bereits erfolgter Veröffentlichungen zeigen lassen oder dem freundlichen Lächeln des sog. Journalisten vertrauen liegt allein in deren Verantwortung, ebenso wie die Frage, ob ein Con unterstützt wird oder eine Schülerzeitung.

Eine durch Mitglieder des hiesigen Forums erstellte White-List halte ich in diesem Zusammenhang für unsinnig, da sich kein Verlag darum kümmern wird.

Gruß

Martin

Benutzeravatar
Knut

Re: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)

Beitragvon Knut » 23. August 2010, 16:05

Martin schrieb:
>
> (...) Das machen im
> übrigen auch nicht nur Hobby-Onlineredakteure, sondern auch
> gestandene SdJ-Jury-Mitglieder, die mal eben mit ihrer
> Visitenkarte wedeln und den Standbetreiber auffordern, die
> gesamte Neuheitenpalette zuzusenden (Hab ich so erlebt).
> Manches Spiel findet sich dann auch anschließend unter
> Kleinzeigen auf spielbox.de.

Habe ich Dich jetzt richtig verstanden, dass Du einzelnen Jury-Mitgliedern unterstellst, wahllos Spiele abzugreifen und sie dann hier unter Kleinanzeigen zu verkaufen?

> ... Eine
> Rezension in der Brigitte wird da sicherlich höher
> eingeschätzt als Max und Ernas Spielkreis.

Mag sein, dass sie höher eingeschätzt wird; ob sie dem Verlag tatsächlich mehr bringt, sei dahingestellt. Als ich vor Urzeiten noch die Pöppel-Revue machte, erzählte mir der Betreiber eines Kleinstverlags ganz begeistert, dass er nach einer Rezension in der Pöppel-Revue mehr Spielbestellungen erhalten habe als nach einer Vorstellung des Spiels in der Frankfurter Rundschau.

Knut


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste