Anzeige

Asara-Diskussion-Zielgruppe

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
CaptainGen
Kennerspieler
Beiträge: 188

Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon CaptainGen » 18. Oktober 2010, 14:01

Nur zur Richtigstellung, weil im anderen Thread beklagt wird, ich würde ein Spiel in den Dreck ziehen, obwohl es nicht ‚für mich als Zielgruppe’ gemacht ist, und das sei arrogant.
Ich halte Asara auch komplett unabhängig von der Zielgruppe wirklich für totalen Müll. Ich mag auch einfach Familienspiele, z.B. Fits aus dem gleichen Verlag ist wirklich toll.
Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen, der das Spiel mag, ist das sein gutes Recht. Kann ich nix dran ändern.

Und man sollte auch nicht immer relativieren mit:“Bin halt nicht die Zielgruppe“, wenn mam ein Spiel nicht mag. Asara hat meiner Meinung nach sogar eklatante Schwächen in der Mehrheitenwertung, weil es ein ständiges Hin-und-her ist (bei voller Besetzung) und ich in der letzten Runde mal ganz schnell Mehrheiten verlieren kann ohne was tun zu können.

Prinzipiell kann man jetzt wieder grundsätzlich diskutieren: "Wieviel Objektivität muss sein?". Ich als Freund des 'Gonzo-Journalismus' würde mir viel mehr poelmische Texte wünschen anstatt der oft braven, langweiligen Texte der Spielbox.

Thygra
Kennerspieler
Beiträge: 3159

Re: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon Thygra » 18. Oktober 2010, 14:21

Nun ja, ich finde die Formulierung "totaler Müll" nicht polemisch. Sie ist einfach nur überzogen. So schlecht kann Asara gar nicht sein, dass es in den Müll gehört.

Übertreibung wird heutzutage als Stilmittel viel zu inflationär benutzt.

Benutzeravatar
Spielkind76

Re: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon Spielkind76 » 18. Oktober 2010, 14:35

MeinungCaptainGen schrieb:
>
> > Und man sollte auch nicht immer relativieren mit '
Bin
> halt nicht die Zielgruppe', wenn mam ein Spiel nicht
> mag.

Hi CaptainM,

das ist im Grunde genau meine Meinung. Ein Spiel wird nicht dadurch besser, wenn das Argument lautet, es wäre eben für die wenig spielende Familie gemacht...

Ein blödes Familienspiel, das evtl. nicht richtig funktioniert, empfehle ich doch nicht noch der Familie, die sowieso nicht oft spielt! Denen muss ich doch die einfachen, guten Perlen in die Hand drücken, damit ich sie für das Hobby "Spiel" begeistern kann! Und davon gibt es wahrlich genug!!!

Im Fall von "Asara" kann ich da noch nicht mitreden, da ich das Spiel noch nicht gespielt habe. Ich werde mir aber ab Donnerstag eine Meinung bilden!

Aber dich denke, Dein Statement bzw. die Richtigstellung war gut, da es in Deinem Posting schon ziemlich herablassend rüberkam!

Viel Spaß in Essen,

Jens

Benutzeravatar
Golbin
Kennerspieler
Beiträge: 1218
Wohnort: Rheda-Wiedenbrück
Kontakt:

Re: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon Golbin » 18. Oktober 2010, 16:48

CaptainGen schrieb:
> Asara hat meiner Meinung nach sogar eklatante Schwächen
> in der Mehrheitenwertung, weil es ein ständiges Hin-und-her
> ist (bei voller Besetzung) und ich in der letzten Runde mal
> ganz schnell Mehrheiten verlieren kann ohne was tun zu können.


Ich wei0 nich wie oft du Asara gespielt hast, meine Anzalh ist zweistellig. Man kann sich gerade gegen diesen "zufällige" Mehrheitenverlust
(a) gut schützen
(b) auch mit Punkteteilung zufrieden geben und anderes machen
und da gäbe es noch
(c) andere Wertungen wie das Gold, die - einmal Gold gebaut - unabhängig von den Mitspielern Punkte bringen.

Also, ich halte ganz subjektiv Sara für ein sehr gutes Spiel:

http://www.poeppelkiste.de/rezensionen/2010/asara/asara.php

Golbin

Benutzeravatar
Michael Weber
Kennerspieler
Beiträge: 390
Wohnort: Hannover
Kontakt:

Re: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon Michael Weber » 18. Oktober 2010, 17:08

CaptainGen schrieb:
> ist (bei voller Besetzung) und ich in der letzten Runde mal
> ganz schnell Mehrheiten verlieren kann ohne was tun zu können.


Also, wer beklagt, dass er bei Asara in der letzten Runde seine Mehrheiten verliert, kann genauso jammern, dass er bei einem 10km-Lauf am Ende doch noch kassiert wird. Beides liegt nicht am Wettbewerb, sondern am Spieler.

Ich glaube, dass es nicht besonders innovationsfreudig ist und dass erfahrene Spieler damit mehr anfangen können als gelegentlich spielende Familien. Alle können damit klarkommen, aber nur wer sich auf die teilweise fiesen Mechanismen einlässt, wird siegen können.

Abgesehen davon kann ich ein bisschen verstehen, warum Asara spaltet. Aber nicht immer hat alles mit Geschmack zu tun. Manchmal gibt es ganz objektive Gründe oder zumindest definierbare Ramenbedingungen, warum etwas gut oder schlecht ist. Da muss niemand sagen, dass ein Spiel Geschmackssache ist. Ist es meistens nicht. Für den Spielspaß trifft das vielleicht zu, aber nicht für die Qualität eines Spiels. Und in diesem Fall reizt Asara wirklich dazu, es einfach mal schlicht nicht zu mögen.

Ich finde Asara auch gar nicht soooo toll, aber ich spiele es dennoch irgendwie total gerne. Widerspruch? Ja, schon. Aber genau das ist es ja.

Michael
( mit seiner Sicht auf das Spiel: http://www.reich-der-spiele.com/kritiken/Asara )

Benutzeravatar
peer

Re: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon peer » 18. Oktober 2010, 18:28

Hi,
ich stimme dir weitestgehend zu. Asara hat viel, was mir nicht gefällt: Angefangen bei der Wertung (ich mag diese "Höchster Turm, Bester Turm, meisten verschiedene, meisten gleiche, Goldschmuck, Turm der am besten zur Haarfarbe passt..."- Wertungen nicht) und dann weiter mit dem Glücksfaktor bei den Fenstern und dem etwas umständlichen Bau selbst.
Doch irgendwie erzeugt Asara zumindest bei mir eine gewisse Spannung und damit auch Spielspaß. Ich muss es allerdings nicht besitzen - Spielen tue ich es aber gerne ab und an.

ciao
peer

Benutzeravatar
Micha A.
Kennerspieler
Beiträge: 1340

RE: Asara-Diskussion-Zielgruppe

Beitragvon Micha A. » 18. Oktober 2010, 23:26

Die Zielgruppe ist mir persönlich bei meiner subjektiven Einschätzung völlig wurscht. ICH spiele das Spiel in einer mir angemessen erscheinenden Runde, also muss es MIR gefallen. Tut es das nicht, dann halte ich es (subjektiv) für ein schlechtes Spiel (Btw.: ich teile auch Deine Meinungen zu Ramses Pyramid, dem Tal der Abenteuer und dem österreichischen Spielepreis allgemein).

Soweit stimme ich Dir zu, da kann Helmut mal wieder rumjammern, so viel er will und hier im SPIELERforum seine Kaffeekränzchenspiele hochhalten, so viel er will ;-)

Bei Asara speziell stimme ich Dir nicht zu, weil es mir persönlich nämlich gefällt. Sehr gut sogar. Obwohl es in der Tat kein Element gibt, was irgendwie aufsehenerregend wäre (vor meiner ersten Partie hat ein es bereits gespielt habender auch etwas abfällig gemeint, es böte nichts neues und sei nur ein lauer Aufguß bekannter Mechanismen).

Aber: Ich brauch nicht das neue, einzigartige. Natürlich ist es toll, wenn ein Spiel mit irgendeinem innovativen Pfiff überraschen kann. Aber wie viele Spiele tun das schon?

Und Asara hat eigentlich alles, was ich mir von einem Spiel wünsche:
- Angenehme Spieldauer
- Es "brennt" an allen Ecken
- Angenehme Entscheidungszwänge / normalerweise in jedem Zug einige Optionen, dennoch
- wenig Leerlauf / Wartezeiten
- Normalerweise Spannung bis zum Schluß

Gruß
Micha


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 45 Gäste