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Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

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achim

Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon achim » 28. Februar 2011, 16:13

Bin gerade mal wieder am archivieren. Zur Zeit sortiere ich Verkaufskataloge diverser Anbieter. Einen Katalog von Spielbrett 88/89 habe ich mir etwas genauer angesehen. Man was habe ich damals noch für (Import-)Spiele ausgegeben. Wenn ich bedenke, wie wenig ich damals vor fast 25 jahren verdient habe und die damaligen Preise betrachte, lebt man heutzutage dagegen im Spiele-Schlaraffenland.
Einige Beispiele: Warrior Knights 78,90DM, Kings and Things 58,90DM, Civilisation (deutsch) 68,90DM, Britannia 64,90DM,Imperium Romanum 99,80DM, 1830 69,90DM, Supergang 99,00DM Blood Bowl 88,90DM. Golfgame 156,00DM.

Regelübersetzungen wurden damals nicht ins Internet gestellt, sondern teilweise (Spielbrett) zum Verkauf angeboten:
Merchant of Venus 10,00DM, Kings & Things 10DM, Full Metal Planète 8DM usw.

Und das war bereits zu Zeiten des "großen Aufbruchs". Noch einige Jahre früher musste man noch stärker die Taschen ausleeren.

Die Spiele von International Team kosteten bereits um 1980 zwischen 80 und 100DM.

Gruß
Achim

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Jerry

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Jerry » 28. Februar 2011, 16:55

achim schrieb:

> [... Spielepreise 1990 ...]
> Einige Beispiele: Warrior Knights 78,90DM, Kings and Things
> 58,90DM, Civilisation (deutsch) 68,90DM, Britannia
> 64,90DM,Imperium Romanum 99,80DM, 1830 69,90DM, Supergang
> 99,00DM Blood Bowl 88,90DM. Golfgame 156,00DM.

Schöne Aufstellung, vielen Dank :-)
Rechnen wir das doch mal in aktuelle Preise um.

Laut http://www.wko.at/statistik/prognose/inflation.pdf steht der Verbraucherpreisindex im Jahr 2011 bei 155% des Jahres 1990. Nimmt man deine alten Preise und rechnet sie inflationsbereinigt in Euro des Jahres 2011 um erhält man:

Warrior Knights: 62,40 ¤
Kings and Things: 46,58 ¤
Civilisation: 54,49 ¤
Britannia: 51,32 ¤
Imperium Romanum: 78,92 ¤
1830: 55,28 ¤
Supergang: 78,29 ¤
Blood Bowl: 70,30 ¤
Golfgame: 123,37 ¤

Einge dieser Spiele sind ja nach wie vor erhältlich. Aktuelle Preise:

Warrior Knights: 33 ¤ [b]Preis um 48% gesunken[/b]
Kings and Things: 33 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
Britannia: 37 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
Blood Bowl: 55 ¤ [b]Preis um 21% gesunken[/b]

In der Tat. Spiele sind viel billiger geworden. Zumindest in Deutschland. Wie's anderswo aussieht müsste man mal recherchieren. Zumindest in den USA z.B. sind Brettspiele relativ zur Kaufkraft gerechnet deutlich teurer als hierzulande.

J.

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Tom Hilgert
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Beiträge: 211

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Tom Hilgert » 28. Februar 2011, 21:16

Jerry schrieb:

> Laut http://www.wko.at/statistik/prognose/inflation.pdf steht
> der Verbraucherpreisindex im Jahr 2011 bei 155% des Jahres
> 1990. Nimmt man deine alten Preise und rechnet sie
> inflationsbereinigt in Euro des Jahres 2011 um erhält man:

Der Link ist sehr interessant. Gibt es das irgendwo noch als Onlinerechner? Sprich gib DM-Preis ein und erhalte den mit Inflation hochgerechneten Euro-Preis

>
> Einge dieser Spiele sind ja nach wie vor erhältlich.
> Aktuelle Preise:
>
> Warrior Knights: 33 ¤ [b]Preis um 48% gesunken[/b]
> Kings and Things: 33 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
> Britannia: 37 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
> Blood Bowl: 55 ¤ [b]Preis um 21% gesunken[/b]
>
Das haut nicht so ganz hin oder? Waren alle Games Workshop Spiele made in England und sind jetzt alle Fantasy Flight made in China. Subjektiv empfinde ich Spiele seit 3 Jahren oder so als viel zu teuer, aber die Diskussion hatten wir ja schon.

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Jerry

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Jerry » 28. Februar 2011, 22:25

Tom Hilgert schrieb:

> [ http://www.wko.at/statistik/prognose/inflation.pdf ]
>
> Der Link ist sehr interessant. Gibt es das irgendwo noch als
> Onlinerechner? Sprich gib DM-Preis ein und erhalte den mit
> Inflation hochgerechneten Euro-Preis

Naja ... die Formel ist doch sehr einfach: Alten Preis einfach mit Inflationsrate/Eurokurs (also hier 1.55/1.96) multiplizieren und fertig. Für andere Zeiträume musst du dir natürlich die jeweiligen Jahres-Inflationsraten recherchieren und aufmultiplizieren.


> > Einge dieser Spiele sind ja nach wie vor erhältlich.
> > Aktuelle Preise:
> >
> > Warrior Knights: 33 ¤ [b]Preis um 48% gesunken[/b]
> > Kings and Things: 33 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
> > Britannia: 37 ¤ [b]Preis um 30% gesunken[/b]
> > Blood Bowl: 55 ¤ [b]Preis um 21% gesunken[/b]
> >
> Das haut nicht so ganz hin oder?

Aber hallo haut das hin. Insbesondere produktionsintensive Spiele mit vielen Figuren sind [b]erheblich[/b] billiger geworden (sofern es die früher überhaupt gab)


> Subjektiv empfinde ich Spiele seit 3 Jahren oder so
> als viel zu teuer, aber die Diskussion hatten wir ja schon.

Such mal die Preise im Ausland raus (z.B. funagain.com in den USA). Du wirst staunen.

J.

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Chregi Hansen
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Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Chregi Hansen » 1. März 2011, 08:54

> > Subjektiv empfinde ich Spiele seit 3 Jahren oder so
> > als viel zu teuer, aber die Diskussion hatten wir ja schon.
>
> Such mal die Preise im Ausland raus (z.B. funagain.com in den
> USA). Du wirst staunen.



Dafür braucht ihr nichts in die USA abschweifen, dazu genügt ein kurzer Abstecher zum kleinen Nachbarn im Süden.

Gruss aus der Schweiz

Chregi (der sich an die hohen Preise im eigenen Land gewöhnt hat)

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peer

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon peer » 1. März 2011, 09:17

Hi,
Tom Hilgert schrieb:
4
> Spiele made in England und sind jetzt alle Fantasy Flight
> made in China. Subjektiv empfinde ich Spiele seit 3 Jahren
> oder so als viel zu teuer, aber die Diskussion hatten wir ja
> schon.

Ja, vor vier Jahren ;-)

Es wird ja alles wirklich teurer, deswegen ja auch Inflation. Leider sagen die Preise absolut nicht aus, wieviel Kaufkraft man damals hatte (also mit dem Einkommen und den Lebenserhaltungskosten verrechnet).

Ich hatte mal ausgerechnet, dass die erste Risikoausgabe inflationsbereinigt heute knapp 80¤ gekostet hätte - insofern werden Spiele gemessen am Standardeinkommen eher billiger (wobei es ja die kalte Progression gibt, insofern ist das alles viel komplizierter).
Vielleicht kann ja mal ein BWLer seine Abschlussarbeit zu dem Thema "Spielepreise" verfassen ;-)

ciao
peer

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Pattmeyer
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Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Pattmeyer » 1. März 2011, 09:37

Kann man nicht den Big Mac Index verwenden?
:-)
Pat

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Der Einsiedler
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Beiträge: 386

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Der Einsiedler » 1. März 2011, 17:37

16,95 bei http://www.yatego.com/anderwelt/p,4b0a84f456587,46c3ff81855c48_8,im-wandel-der-zeiten-w%C3%BCrfelspiel---bronzezeit

SCNR :-)

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Lorion42
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Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Lorion42 » 2. März 2011, 12:57

http://www.lindcom.de/Lindcom/Home/Statistik/kaufkraft.pdf

Kaufkraftindex 1988: 289,70
Kaufkraftindex 2010: 453,87

Macht ungefähr eine Erhöhung um 50% oder 35% weniger als heute...
Man kann also von den Inflationspreisen nochmal 35% abziehen, wenn mich nicht alles täuscht:

Warrior Knights: 62,40 ¤ * 65% = 40,56 ¤
Kings and Things: 46,58 ¤ * 65% = 30,28 ¤
Civilisation: 54,49 ¤ * 65% = 35,42 ¤
Britannia: 51,32 ¤ * 65% = 33,36 ¤
Imperium Romanum: 78,92 ¤ * 65% = 51,30 ¤
1830: 55,28 ¤ * 65% = 35,93
Supergang: 78,29 ¤ * 65% = 55,89 ¤
Blood Bowl: 70,30 ¤ * 65% = 45,70 ¤
Golfgame: 123,37 ¤ * 65% = 80,19 ¤

Sieht dann mit aktuellen Preisen verglichen schon ganz anders aus...

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peer

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon peer » 2. März 2011, 14:33

Hi,
Lorion42 schrieb:
>
> http://www.lindcom.de/Lindcom/Home/Statistik/kaufkraft.pdf
>
> Kaufkraftindex 1988: 289,70
> Kaufkraftindex 2010: 453,87
>
> Macht ungefähr eine Erhöhung um 50% oder 35% weniger als
> heute...
> Man kann also von den Inflationspreisen nochmal 35% abziehen,
> wenn mich nicht alles täuscht:

Die Kaufkraft beeinhaltet aber die Inflation, insofern sollte man nicht 2x abziehen.

> Warrior Knights: 62,40 ¤ * 65% = 40,56 ¤
> Kings and Things: 46,58 ¤ * 65% = 30,28 ¤
> Civilisation: 54,49 ¤ * 65% = 35,42 ¤
> Britannia: 51,32 ¤ * 65% = 33,36 ¤
> Imperium Romanum: 78,92 ¤ * 65% = 51,30 ¤
> 1830: 55,28 ¤ * 65% = 35,93
> Supergang: 78,29 ¤ * 65% = 55,89 ¤
> Blood Bowl: 70,30 ¤ * 65% = 45,70 ¤
> Golfgame: 123,37 ¤ * 65% = 80,19 ¤
>
> Sieht dann mit aktuellen Preisen verglichen schon ganz anders
> aus...

So oder so: Wirklioch viel Teurer ist da nix. ;-)

ciao
peer (weiß noch, dass "Empiures in Arms" bei Das Spiel früher 120DM gekostet hat)

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achim

Re: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon achim » 2. März 2011, 15:19

Hallo peer,

Claus Voigt war jemand, der bis zum Schluß versucht hat, die Preise nicht zu senken. Sein Spielekatalog "Der Spieler" konnte allerdings meist nicht mit den günstigen Angeboten von "Adam spielt" und anderen Versendern mithalten. Zwischenzeitlich ist auch dieser Vertriebsweg (Katalogbestellung)schon wieder Geschichte.

Interessant (war) ist auch folgende Preispolitik (lt. mir vorliegenden Flyer): "Das Spiel" hatte zur Spiel 99 folgendes Angebot (in DM) publiziert:

Fanorona, saxum, Baubylon, Conga, Imago, Nachbarn

Donnerstag 50,--
Freitag 55,--
Samstag 60,--
Sonntag 65,--
Montag 75/79,--

Die Spiele wurden also täglich teuerer.

Kurze Zeit später im Januar 2002 gab es dann die Spiele im Ausverkauf für ca. 40,-- DM, Restbestände gab es wiederum einige Zeit später für 10 Euro.

Da ich (fast) alles aufhebe, was im weitesten Sinne mit Spielen zu tun hat, habe ich noch ziemlich viel Schriftverkehr mit "Das Spiel" aus der Zeit so ab 1988. Da hat immer ein gewisser M. Stobbe unterschrieben. Was der wohl heutzutage so macht? :grin: :wink:

Gruß
Achim

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

RE: Verkaufspreise im Wandel der Zeiten

Beitragvon Klaus Knechtskern » 2. März 2011, 18:56

"peer" hat am 02.03.2011 geschrieben:

> ciao
> peer (weiß noch, dass "Empiures in Arms" bei Das Spiel
> früher 120DM gekostet hat)

Na das wäre ja heute ein Schnäppchenpreis ;-)


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