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Frage: Wie Spiele bewerten bei BGG?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jerry

RE: "Clearly Broken"

Beitragvon Jerry » 19. März 2011, 18:13

Natürlich gibt es auch auf BGG keine ofizielle Definition des Begriffs "broken". Und die Diskussion wann ein Spiel so tituliert werden darf, wurde auch dort schon einige Male geführt. Eine ganz brauchbare, mögliche Definition findet sich hier:

http://www.boardgamegeek.com/article/6108878#6108878

(N.B. ist der ganze Thread lesenswert) "Broken" heisst also nicht "macht mir keinen Spaß" oder "da verliere ich immer" sondern am ehesten, dass das Spiel einen so fundamentalen Designfehler enthält, dass z.B. bestimmte, einfache Strategien mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Sieg führen, oder das ein Spiel stets unentschieden endet. In diesem Sinne ist z.B. "Tic Tac Toe" broken.

Für meine Begriff ist die "1" in BGG eine äußerst extreme Note (extremer noch als die "10") die nicht mehr allein durch persönlichen Geschmack begründet werden sollte sondern die auf weitere "technische" Gründe fußen sollte. Wenn man so wie "Zwobot" Caylus und 7 Wonders mit einer 1 bewertet, dann ist das in dem Bewertungsrahmen von BGG ziemlich abenteuerlich, denn auch wenn man diese Spiele vielleicht hasst wie Pest (warum auch immer): "Broken" sind sie ganz sicher nicht. Falls jemand anderer Meinung ist, würde ich gerne mal eine Begründung dafür lesen und zwar eine die über "FesteMitDemFußAusfstampfen" und "IchKannNotenVergebenWieIchWill" hinausgeht.

J.

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peer

RE: "Clearly Broken"

Beitragvon peer » 19. März 2011, 18:18

Hi,
Dirk Piesker schrieb:
>
> > Natürlich ist jede Definition willkürlich, aber man sollte
> > sich halbwegs an die BGG-Definition für broken halten, wenn
> > man ein Spiel so bewertet.
>
> Und wie lautet die?


Das Spiel ist klar (= nachvollziehbar) kaputt.

Wäre es Autogeek, würden wir uns dann darüber streiten ob "Die Farbe gefällt mir nicht", "Das Radio kann meinen Lieblingssender nicht empfangen" und "Der Innenraum stinkt nach Zigarretten" als "Das Auto ist kaputt" gelten?

ciao
peer

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Kudde
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RE: "Clearly Broken"

Beitragvon Kudde » 20. März 2011, 00:34

Dirk Piesker schrieb:
>
> > Natürlich ist jede Definition willkürlich, aber man sollte
> > sich halbwegs an die BGG-Definition für broken halten, wenn
> > man ein Spiel so bewertet.
>
> Und wie lautet die?
>
http://www.boardgamegeek.com/wiki/page/Glossary#toc25

Kudde

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Herbert

Volle Zustimmung!

Beitragvon Herbert » 20. März 2011, 08:14

Hallo Jerry,

Du sprichst mir aus der Seele.

Gruß aus dem Münsterland
Herbert

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Herbert

RE: Autogeek

Beitragvon Herbert » 20. März 2011, 08:21

peer schrieb

> Wäre es Autogeek, würden wir uns dann darüber streiten ob
> "Die Farbe gefällt mir nicht", "Das Radio kann meinen
> Lieblingssender nicht empfangen" und "Der Innenraum stinkt
> nach Zigarretten" als "Das Auto ist kaputt" gelten?

Das würden wir wohl tun. Wobei das Bemerkenswerte für mich nicht die Diskussion ist, sondern die Tatsache, wie manche user in BGG mit Noten umgehen. Was die wohl gesagt hätten, wenn sie in ihrer Schulzeit aus oberflächlichen Gründen ein "clearly broken" erhalten hätten?

Gruß aus dem Münsterland
Herbert

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Dietrich
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RE: Autogeek

Beitragvon Dietrich » 20. März 2011, 13:42

Noch einmal:
Für mich geht es hier in BGG ...
1. nicht um objektive Beurteilung, sondern um eine persönliche, also subjektive.
2. um eine Gedächtnisstütze der Einschätzung für mich persönlich und eben nicht für andere.

Auch wenn es durch die Durchschnittsnotengebung so aussehen mag, sehe ich immer noch, dass es nur um die eigenen Daten (Beurteilungen, Wünsche usw.) geht. Denn auch die übrigen Mitteilungen, die ich persönlich eingebe, sind nur für mich bestimmt und nicht für andere, wie z. B. Status, Privat-Info! Also muss das auch für die eigene Benotung gelten. Und man ist niemandem Rechenschaft schuldig, was man warum wie benotet - auch nicht Jerry!
(Jerry hat es mir sehr übel genommen, dass ich 'Twilight struggle' nur mit eins benotet habe - allerdings nur aus statistischen Gründen, leider ohne das anschließendes Zurücksetzen der Benotung. Dennoch bin ich auch der Meinung, dass ein Zweipersonenspiel nicht als ein typisches Brettspiel die 'Krone' tragen sollte, denn dann hätten wir Schach oder Go, die ja als Mannschaftsspiele eingesetzt werden.)

Es mögen manche das Ganze sportlich sehen ('Mein Spiel ist auf dem ersten Platz ...', 'Mein Spiel ist unter den zehn besten ...'). Jedoch erinnert es mich an den Wähler, der diejenige Partei wählt, die gerade am höchsten eingeschätzt wird, damit er dann freudig verkünden kann: "Wir haben gewonnen!", ungeachtet, dass er erst durch seine Stimme mit geholfen hat, dass es zum Sieg reicht.

Schönes Wochenende,
Dietrich

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peer

RE: Autogeek

Beitragvon peer » 20. März 2011, 15:01

Hi,
wie gesagt: Jeder kann so bewerten wie er will. Nur sind die Noten eben öffentlich und wer seine eigenen Regeln aufstellt, der darf sich nicht wundern, dass er darauf angesprochen wird.

Du kannst auf der Strasse auch tragen was du willst (so lange du was trägst), aber wenn du mit nem prolligen T-Shirt rumläufst, darfst du dich nicht beschweren, wenn sich andere Leute darüber lustig machen.

Man kann nicht beides haben: Öffentlich benoten, wie man will UND dafür akzeptiert werden, dass man anders benotet als vom System vorgesehen.
Du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Die Noten sind aber bei BGG nunmal NICHT privat, sondern öffentlich.

Übrigens: Mir sind die Durchschnittsnoten meiner Lieblingsspiele völlig wuppe (nicht so sehr die Noten meiner Kreationen, das ist aber wohl verständlich), denn der Durchschnitt ist nunmal nur bedingt aussagekräftig. Aber irgendwie nutzt man BGG ja auch zur Infomationsbildung und da stören Noten Einser wie "Ich mag keine Wargames", "Der Autor ist mir gegenüber immer unhöflich" oder "Ich mache statistische Experimente" einfach, weil die das Bild verzerren. Auch das musst du verstehen - das hat nichts mit "Sportlichkeit" zu tun, sondern schlicht mit der Suche nach Infos über Spiele, die man selbst nicht gespielt hat.

ciao
peer

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zwobot
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RE: Autogeek

Beitragvon zwobot » 20. März 2011, 16:36

Dietrich schrieb:
> Also muss das auch für die eigene Benotung gelten. Und man
> ist niemandem Rechenschaft schuldig, was man warum wie
> benotet - auch nicht Jerry!


Du sprichst mir aus der Seele.

Gruß nicht aus dem Münsterland
zwobot

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Re: Frage: Wie Spiele bewerten bei BGG?

Beitragvon zwobot » 20. März 2011, 16:39

Thygra schrieb:

> [...] aber es wirkt auf mich so, als
> hätten Sie den Sinn der Skala nicht verstanden, wenn ich mir
> Ihre Bewertungen so anschaue. Da kann ich gut nachvollziehen,
> wenn Leute Nachrichten an Sie senden ...

Werte Frau oder Herr Thygra,

Was habe ich ihrer hochgeschätzten Meinung nach denn nicht verstanden?

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Dirk Piesker
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RE: "Clearly Broken"

Beitragvon Dirk Piesker » 20. März 2011, 16:50

Hallo J,

auch volle Zustimmung.

Der Teilthread entwickelte sich ja nur aus meinem Widersperuch zu Michas Aussage, ein "clearly broken" wäre besser objektiv messbar als jede andere Note der Skala.

Ich mag aber nicht weiter diskutieren, Du kannst Dich beim Lesen also gerne auf den erten Absatz meines Posts beschränken :-)

Viele Grüße,
Dirk

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Dirk Piesker
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And now to sth completely different...

Beitragvon Dirk Piesker » 20. März 2011, 20:05

> http://www.boardgamegeek.com/wiki/page/Glossary#toc25

[ Das Spiel ] ... hat Probleme, die zu einem negativen Spielerlebnis führen.

Toller Beleg...
Seufz...



Lassen wir es gut sein.

Mal was anderes:
Wann kommt denn die neue Spielbox?

:grin:

Dirk

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Herbert

Taktische Benotung

Beitragvon Herbert » 21. März 2011, 10:01

> (Jerry hat es mir sehr übel genommen, dass ich 'Twilight
> struggle' nur mit eins benotet habe - allerdings nur aus
> statistischen Gründen, leider ohne das anschließendes
> Zurücksetzen der Benotung. Dennoch bin ich auch der Meinung,
> dass ein Zweipersonenspiel nicht als ein typisches Brettspiel
> die 'Krone' tragen sollte, denn dann hätten wir Schach oder
> Go, die ja als Mannschaftsspiele eingesetzt werden.)

Taktische Benotung also. Wir bewerten es mal schlechter, als wir es wirklich finden, damit es nicht auf Nummer eins kommt.

Aber die Noten sind ja nur zur eigenen Gedächtnisstütze ...

Gruß aus dem Münsterland
Herbert

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Dietrich
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Re: Taktische Benotung

Beitragvon Dietrich » 21. März 2011, 11:09

Nein!
Bitte meinen Text noch einmal durchlesen!

Die Benotung war nicht aus [b]taktischen[/b] sondern aus [b]statistischen [/b] Gründen erfolgt, als [i]Twilight Struggle[/i] gerade so eben den ersten Platz übernahm.
Ich wollte ausprobieren, ob sich meine 'Note 1' und 'keine Note' im Ergebnis unterscheiden.
Ich hatte dann aber vergessen, die 'Note 1' wieder zur 'keine Note' zurückzusetzen.

Gruß, Dietrich

Thygra
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Re: Frage: Wie Spiele bewerten bei BGG?

Beitragvon Thygra » 21. März 2011, 11:19

zwobot schrieb:
> Was habe ich ihrer hochgeschätzten Meinung nach denn nicht
> verstanden?

Das wurde inzwischen weiter oben ausführlich erläutert, die Definition von "clearly broken".

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Herbert

Re: Statistische Benotung

Beitragvon Herbert » 21. März 2011, 12:41

Ich hatte eben auch weitergelesen ...

Gruß aus dem Münsterland
Herbert


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