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SdJ: Verwirrung um die Listen

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Jerry

SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Jerry » 24. Mai 2011, 08:16

Zunächst:
Dies soll keine Meckerei an den für die verschiedenen SdJ nominierten und empfohlenen Spiele sein. M.E. findet sich auf den Listen ein guter Querschnitt durch einen überdurschnittlichen Jahrgang.

Eine Sache aber fällt wie ein roter Faden auf: ich habe seit gestern in vielen Foren und Webseiten rumgelesen und allenthalben herrscht doch eine gewisse Verwirrung darüber, dass es zwar einen neuen Preis (KdJ) gibt, aber scheinbar(!) keine dazu passende Empfehlungsliste. Man findet z.B. etliche Kommentare die fragen, warum denn "7 Wonders" ein Kennerspiel sei und Die Burgen von Burgund nur ein Standardspiel ;-)

Natürlich beruht das auf einem Missverständnis aber dieses Missverständnis scheint mir derzeit eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Vielleicht sollte die Jury auf ihrer Webseite (und später bei der Preisverleihung) etwas deutlicher herausarbeiten, dass die Empfehlungsliste die nun existierenden Katergorien "Standard" und "Kenner" kombiniert. Vorher war diese Differenzierung ja nicht notwendig weil es nur einen Hauptpreis gab. Wollen mal hoffen, dass Handel & Verbraucher sich nicht gleichermaßen irritieren lassen. Vielleicht liegt obige Fehlwahrnehmung ja auch nur an dem Tunnelblick von uns Spielergeeks ;-)

J.

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Michel
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Michel » 24. Mai 2011, 09:32

Je zerstückelter und kleinteiliger diese Listen werden, desto verwirrender würde es, denke ich.

Wahrscheinlich unterschätzt man den Wald- und Wiesenkäufer - von Ausnahmen abgesehen (und denen ist eh mit nichts zu helfen) ist der durchaus in der Lage, Altersempfehlung und weitere Hinweise auf der Schachtel zu lesen. Ein Spiel von der Empfehlungsliste mit dem Hinweis "ab 12 Jahren" kauft man dann für seine Familie mit Grundschulkindern z.B. eher nicht.

Thygra
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Thygra » 24. Mai 2011, 10:23

Ich pflichte dir bei. Ich halte eine eigene Empfehlungsliste für das Kennerspiel für sinnvoller. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt von mir an der Jury. (Abgesehen von meiner persönlichen Enttäuschung über ein nicht nominiertes Mondo, aber das ist wohl eine Geschmacksfrage. :cry: )

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Ulrich Roth
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Ulrich Roth » 24. Mai 2011, 12:02

Thygra schrieb:
>
> Ich pflichte dir bei. Ich halte eine eigene Empfehlungsliste
> für das Kennerspiel für sinnvoller. Das ist aber auch der
> einzige Kritikpunkt von mir an der Jury.

Für den Benutzer der Liste(n) wäre das sicher wünschenswert, da übersichtlicher.

Für die betroffenen Spiele (und Verlage) sähe die Sache womöglich anders aus, denn eine graue Empfehlung könnte von manchem ja auch als Warnung ("Achtung - kompliziert!") aufgefasst werden.

Im Falle des grauen Hauptpreisträgers und der zwei Nominierten wird dieser Negativeffekt vermutlich locker kompensiert. Für graue Listenkandidaten hingegen wäre es wohl eine zweischneidige Sache.

Ich nehme an, dass das von der Jury gewählte Vorgehen aus diesem Dilemma resultiert.
Auf der gemeinsamen Liste wird zwar auch vor den höheren Einstiegshürden "gewarnt", aber die betroffenen Spiele werden aus Normalspielersicht zumindest nicht explizit ausgegrenzt.

>(Abgesehen von
> meiner persönlichen Enttäuschung über ein nicht nominiertes
> Mondo, aber das ist wohl eine Geschmacksfrage. :cry: )

Ich hätte unbedingt "Blockers" ("Uptown") nominiert. Das wäre schon letztes Jahr mein S.d.J. gewesen! :cool:

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gimli043
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon gimli043 » 24. Mai 2011, 12:18

... die Spiele befinden sich echt schon in der Grauzone :)

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Arne Hoffmann

Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Arne Hoffmann » 24. Mai 2011, 13:34

Moin moin,

dass hier Verwirrung herrscht, kann ich gut nachvollziehen - 3 Hauptpreise und 2 Empfehlungslisten erscheint anfangs rätselhaft.

In der Visualisierung wäre diese "Verwirrung" m.E. schnell zu beheben, indem ich über die Empfehlungsliste das SdJ und das KdJ quasi gleichberechtigt drüber stelle. Dann stehen die beiden Pöppel nebeneinander und über ihren jeweils nominierten Spielen. Darunter wäre dann die Empfehlungsliste. Dies würde auch das Verhältnis der beiden Preise zueinander widerspiegeln, wie ich es bisher aus den Aussagen der Jury herauslas.

Viele Grüße

- Arne - (findet auch heuer Nominierungen und Empfehlungsliste sehr gelungen - würde man sich nur diese Spiele kaufen, hätte man langanhaltend Spaß und Abwechslung. Genau eine solche Empfehlung erwarte ich. :-) )

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tech7
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon tech7 » 24. Mai 2011, 18:32

Ich fände eine getrennte Empfehlungsliste für das KennerSDJ auch besser. Aber im Endeffekt ist es eh wurscht, da die Leute nur die Gewinner kaufen werden und diejenigen die mehr kaufen weitere Informationsquellen haben. Ich würde es schon für einen Erfolg halten wenn das Kennerspiel des Jahres nicht vom Handel/Kunden ignoriert wird, wie die vorigen Sonderpreise (jetzt mal unabhängig davon welches es wird).

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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Annabelle78 » 27. Mai 2011, 01:11

Aber wenn man denn mal im Handel einen Tag - sagen wir kurz vor Weihnachten - verbringt und beobachtet, wonach die Leute schauen und was sie dabei übersehen sieht man Folgendes:

Gucken - "oh Spiel des Jahres-Pöppel. Also gut. Also gekauft", egal ob da "nominiert für das Spiel des Jahres", "Auf der Empfehlungsliste Spiel des Jahres" oder "Sonderpreis Spiel des Jahres" drauf steht. Die Leute, die sich nicht damit beschäftigen, sehen diese "Sonderhinweise" nicht, sondern nur den Pöppel und ob der rot, grau oder blau ist - egal.

Nachdem ich seit ein paar Jahren während Spieleaktionen im Handel Kunden beobachte, sind also offensichtlich sowohl Preisträger, Nominierte und Spiele auf der Empfehlungsliste allesamt Kaufempfehlungen für Kunden in Läden ohne eingehende Beratung. Und dafür bekommt man meist doch recht nette Sachen, die einen hohen Wiederspielreiz haben. Die Listen an sich schaut sich kein Mensch an, der einfach nur ein Spiel haben oder verschenken möchte.

Verspielte Grüße.
A.

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Annabelle78
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Annabelle78 » 27. Mai 2011, 01:25

PS: Ich habe sogar mal gesehen, dass einer Anno Domini Spiel des Jahres gekauft hat, weil er dachte, das wäre das aktuelle Spiel des Jahres... Es muss also offenbar nichtmal der Pöppel sein ;-)

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Dirk Piesker
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Dirk Piesker » 27. Mai 2011, 12:44

Was Du beschreibst kommt bestimmt vor. Vielleicht auch häufig. Aber falls das der Normalfall sein sollte, würden die Verkaufszahlen für den Gewinner eines SdJ doch nicht so singulär steigen. Ohne wirkliche Zahlen zu kennen vermute ich aber, dass Nominierte Spiele und Spiele auf der Empfehlungsliste deutlich weniger profitieren.

Wäre aber mal ein interessanter Vergleich.


Viele Grüße,
Dirk

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tech7
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon tech7 » 27. Mai 2011, 17:28

Das kommt bestimmt vor, aber mir wurde mal von einem Verlag gesagt (war Helfer und wir kamen auf diese SDJ-Sonderpreise ins Gespräch), dass Empfehlungsliste/Sonderpreise zwar dafür gesorgt hat dass ein paar Exepmlare mehr verkauft wurden aber diese die durch den Preis verursachten Kosten (Neudruck der Schachteln) nicht immer gedeckt wurden und wenn dass der Mehrgewinn nicht erwähnenswert war. Wirtschaftlich ist nur der SDJ etwas wert (im moment).

So kenne ich das eigentlich auch, die Leute kaufen den SDJ und das wars.

Thygra
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Re: SdJ: Verwirrung um die Listen

Beitragvon Thygra » 28. Mai 2011, 00:26

tech7 schrieb:
> Das kommt bestimmt vor, aber mir wurde mal von einem Verlag
> gesagt (war Helfer und wir kamen auf diese SDJ-Sonderpreise
> ins Gespräch), dass Empfehlungsliste/Sonderpreise zwar dafür
> gesorgt hat dass ein paar Exepmlare mehr verkauft wurden aber
> diese die durch den Preis verursachten Kosten (Neudruck der
> Schachteln) nicht immer gedeckt wurden und wenn dass der
> Mehrgewinn nicht erwähnenswert war. Wirtschaftlich ist nur
> der SDJ etwas wert (im moment).

Die Empfehlungsliste wirkt sich in der Tat kaum auf die Verkäufe aus, aber Nominierungen und Sonderpreise können die Verkaufszahlen durchaus verfünffachen oder verzehnfachen. Wirtschaftlich sind also auch diese Dinge einiges wert.

Wieso ein Neudruck der Schachteln nötig sein soll, verstehe ich allerdings nicht. Auf die bereits gefertigten Spiele kann man Aufkleber setzen, das kostet kaum etwas. Und für die Neuauflage gibt man neue Druckdaten ab, das kostet lediglich eine Arbeitsstunde für den Grafiker.


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