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[RF] Gold am Orinoko

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Ulrich Roth
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[RF] Gold am Orinoko

Beitragvon Ulrich Roth » 14. September 2013, 01:42

In einer Rezension habe ich gelesen:

"Der braune Würfel lässt einen Baumstamm ein bis drei Felder vom Felskopf wegtreiben. Der weiße Würfel erlaubt einem der beiden eigenen Abenteurer einen bis drei Schritte."

Auf einer Abbildung der beiden Würfel war aber zumindest auf dem weißen eine 4 zu sehen... :???:

Kann mich bitte jemand aufklären, wie die Augenverteilung auf den Würfeln ist, und wie es sich mit dem (angeblichen) Zug-Maximum von 3 verhält?

Zusatzfrage: Sind die Gold-Werte 2,3,4 gleich häufig, also je 6x vorhanden?

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hannes
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Re: [RF] Gold am Orinoko

Beitragvon hannes » 14. September 2013, 10:06

Hi Ulrich

>"Der weiße Würfel erlaubt einem der beiden eigenen Abenteurer einen bis drei Schritte."

Das ist falsch. Man zieht mit einem Abenteurer prinzipiell genau so viele Felder weit, wie der weisse Würfel Augenpunkte zeigt. Wobei die Bewegung bei Aufnahme von Gold vorher enden kann und wobei besetzte Felder beim Überspringen nicht mitgezählt werden.
Die Anleitung enthält sogar es ein Beispiel mit einer gewürfelten Vier.

> Kann mich bitte jemand aufklären, wie die Augenverteilung auf den Würfeln ist>

Gerne: Die Verteilung der Augenzahlen auf dem weissen Würfel ist 1,2,2,3,3,4. Auf dem braunen Würfel ist die Verteilung 1,1,1,2,2,3.

>Zusatzfrage: Sind die Gold-Werte 2,3,4 gleich häufig, also je 6x vorhanden?

Antwort: Ja.

Ich habe GaO noch nicht gespielt, aber mal einer Partie zugeschaut. Es scheint mir doch recht viel Zufall im Spiel zu sein. Aber als Familienspiel finde ich's OK. Und vom Material her ist es ein sehr schönes Spiel.

Abgeklärte Abenteurergrüsse
hannes

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Ulrich Roth
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Re: [RF] Gold am Orinoko

Beitragvon Ulrich Roth » 14. September 2013, 12:10


Alles klar, besten Dank!

> Es scheint mir doch recht viel Zufall im Spiel zu sein.

Ist ja auch ein Würfelspiel, so wie Backgammon, hö hö (und deshalb interessiert es mich auch).

Wie viel Einfluss man wirklich hat, lässt sich - wie immer - am besten feststellen, indem man es um Geld (oder leckere Naturalien) spielt.

:lol:

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Harald
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Re: [RF] Gold am Orinoko

Beitragvon Harald » 14. September 2013, 12:39

Der weiße Würfel hat tatsächlich eine derart große Spannweite - 1 bis 4 -, dass damit sämtliche taktischen Überlegungen ausgehebelt werden können. Das wirkt alles ein wenig unbalanciert: http://kids.gamesweplay.de/2013/08/gold-am-orinoko.html .

Gruß Harald

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Ulrich Roth
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Re: [RF] Gold am Orinoko

Beitragvon Ulrich Roth » 21. September 2013, 13:28

Harald schrieb:
>
> Der weiße Würfel hat tatsächlich eine derart große Spannweite
> - 1 bis 4 -, dass damit sämtliche taktischen Überlegungen
> ausgehebelt werden können. Das wirkt alles ein wenig
> unbalanciert:
> http://kids.gamesweplay.de/2013/08/gold-am-orinoko.html .

Interessant, eure Bewertung!

Ich habe "Gold am Orinoko" jetzt in allen Besetzungen mehrfach gespielt, und komme mehr oder weniger zum umgekehrten Schluss:

> Die Schachtelangabe „ab 7 Jahren“ weist darauf hin,
> dass das Spiel unschlüssig ist, ob es nun kindlich
> oder erwachsen sein möchte.

Könnte es nicht so sein: Der Autor wollte ein Spiel schaffen, bei dem Kinder Spaß und eine Chance haben, das aber auch für Erwachsenen nicht trivial oder langweilig ist. Für meine Begriffe ist ihm das hervorragend gelungen!
(Statt "Kinder" / "Erwachsene" könnte hier auch "Naive Drauflosspieler" / "Abgezockte Zugoptimierer stehen.)

> Zwar ist die Regel an sich einfach, aber einen
> guten Zug hinzubekommen, ist eine für jüngere Kinder
> dann doch zu knifflige Herausforderung.
> Gleichzeitig bedeuten die Würfel einen derart
> erheblichen Glückfaktor, dass sich die taktischen
> Überlegungen älterer Kinder oft als unwichtig
> entpuppen. Diese unstimmige Balance führt dazu,
> dass das Spiel keine Zielgruppe vollständig
> befriedigen kann.

Siehe oben. Das Spiel hat so viele Stellschrauben (Verteilung der Würfelaugen, Goldwerte von denen die Hälfte unbekannt ist, Zahl der Figuren, Länge der Strecke und damit des Spiels u.v.a.), dass der vorhandene Zufalls("Glücks-")faktor höchstwahrscheinlich genau so beabsichtigt ist, mit dem Resultat: Jeder kann gewinnen, auf längere Sicht zahlt sich "gutes" Spiel aber aus.

Das muss ja eigentlich auch so sein, wenn es in einer typischen Spielstellung zig verschiedene Zugmöglichkeiten gibt. Davon die objektiv allerbeste auszuwählen ist manchmal eine echte Herausforderung.

Mein Fazit: Tolles Spiel, unbedingt ausprobieren!

:-))


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