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Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

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Ina-spielbox
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Ina-spielbox » 5. Januar 2015, 19:49

Die Anzahl Nennungen aus der Tabelle, die Ralf verlinkt hat.
Ich hatte sie einfach kopiert.

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Gabi Goldschmidt
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 5. Januar 2015, 19:51

bei mir sieht es so aus:

Aquashere : geht so (1)
Orleans: sehr hoher Spielreiz (7)
Die Staufer: sehr trocken(1)
Zhan Guo: Durchgefallen (2)
Deus: hoher Spielreiz (8)
Arler Erde: noch nicht gespielt
Five Tribes: durchgefallen (3)
Murano: hoher Spielreiz (8)
Das Vermächtnis: muss ich noch mal spielen (1)
Kanban: mehr Arbeit als Spiel (1)
Auf nach Indien: ganz nett (3)

in Klammern die gespielten Partien

Ciao Gabi

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Braz
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Braz » 5. Januar 2015, 20:19

ah...ok...merci B-]

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Braz
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Re: Imperial Settlers

Beitragvon Braz » 5. Januar 2015, 20:30

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Also hattet Ihr noch überhaupt kein Spiel aus Essen 2014, daß
> Eure Erwartungen nicht erfüllt hätte. Auch eine schöne Bilanz.

hehe

nein, sooo würde ich es nicht formulieren ;-)

Ich hatte nur einige Spiele in Essen, bei denen ich unsicher war, ob sie meinen Geschmack treffen, in Essen angetestet und mir erst überhaupt nicht geholt.

Überhaupt nicht gefallen hat mir:

[b]Samurai Spirits[/b]: Einfach zu beliebig. Da spiele ich lieber andere Kartenspiele

[b]Realms of Wonder[/b]: Wunderhübsche Ausstattung, aber spielerisch hat es mich in keinster Weise überzeugt


[b]The Witcher[/b]: Fiel bei mir ebenso in Essen durch.

[b]Urban Panic[/b]: Fiel in Essen gnadenlos durch. War im Vorfeld auf meiner Beobachtungsliste. Danach ratzfatz wieder drunten. Keine Spannung im Spiel.

Gruß
Braz

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Jackofheart
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Jackofheart » 5. Januar 2015, 21:41

Orleans, Blueprint finde ich super.
Machi Koro, El Gaucho finde ich gut.
Beasty Bar, Auf nach Indien, waren so lala...
Grog Island, Colt Express, Das Vermächtnis sind bei mir durchgefallen.

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Micha A.
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Micha A. » 5. Januar 2015, 21:58

Überzeugt haben mich:

Nehemia
The Manhattan Project
Medieval Academy
Black Fleet
El Gaucho

Gut fand ich:

Staufer (Irgendwie sehr gut, aber irgendwie auch viel zu steril)
Orleans
Deus

Schrecklich fand ich:

Koryo
New Haven
Five Tribes
Sultaniya
Patchistory
Paititi


Und der Rest liegt irgendwie dazwischen oder ist noch ungespielt...

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Micha A.
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Micha A. » 5. Januar 2015, 21:58

Vergessen zu erwähnen:

> Überzeugt haben mich:

Colt Express

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Stefan Ziemerle
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Stefan Ziemerle » 5. Januar 2015, 22:50


Von den im Vorfeld Top 10 Spiele habe ich inzwischen leider nur genau die Hälfte gespielt.

Davon fanden wir zwei Spiele richtig überzeugend:

Aqua Sphere
Orléans

Von den Spiele die nicht auf dieser Liste waren hat uns
Patchwork noch voll überzeugt

Verspuelte Grüße

Stefan

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Ina-spielbox
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Ina-spielbox » 5. Januar 2015, 23:21

Vergessen habe ich noch:

The Manhattan Project - voll überzeugend
Historia - gut, aber auch etwas trocken
Rolling Japan: hat was von Qwixx, aber deutlich anspruchsvoller

Ina

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Braz
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Re: Imperial Settlers

Beitragvon Braz » 5. Januar 2015, 23:24

ok...nach der kurzen Pause, weiter mit dem "Bashing":

[b]Strife[/b] hatte mich enttäuscht. Nicht weil das Spiel an sich so schlecht wäre, nur weil die Übersetzung echt übel und falsch ist. Nach anfänglicher Skepsis holte ich mir dennoch die deutsche Version. Ich hoffe stark, dass es ein versprochenes Update diesbezüglich gibt.

[b]Star Wars - Imperial Assault[/b] *duck*
Ja, das Spiel hat mich in DIESER Demoversion in keinster Weise überzeugt. Ich verstehe das, dass man Spieler möglichst schnell durch seine Demoversionen durchschleußen möchte, da man nur 1 oder 2 Demo-Kopien des Spiel hat, ABER was war das denn für eine abgespeckte Demoversion. Der Erklärbar erkärt im Schnelldurchlauf und auf Zeitdruck das Spiel...dann gibt es 2 kurze Runden und das Spiel ist vorbei. Sorry, Heidelberger, das war nix. So brauch ich keine Spielvorstellung. Ich bin mir zielmich sicher, dass das Spiel ein Potential hat, das "weit" über der gezeigten Demoversion liegt. Aber die war nix. 15 Minuten erklärt....5-10 Minuten gespielt.... :sad:
...aber das Spiel mag gut sein, daher möchte ich ihm jetzt nicht vorab unrecht tun.


...generell ist es bei mir vor Essen so, dass ich mir rel. viele Spielregeln oder Spielregel-Videos anschaue. Da weiß ich dann schon einigermaßen genau, was ein Spiel für mich sein könnte und was mir nicht gefallen wird. Von daher ist meine Ausbeute an Spielen, die ich nicht mag, nach Essen recht gering. Ich kauf nur wenige Spiele blind.

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Braz
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Braz » 5. Januar 2015, 23:28

Micha A. schrieb:
>
> Schrecklich fand ich:

> Patchistory
Jetzt echt? Wieso???
Patchistory ist mE eins der wenigen innovativen Spiele der letzten Jahre mit seinem Patchmechanismus. Es ist für mich weiterhin ein Highlight und ich spiele es extrem gerne.

BTW: Demnächt probiere ich mal Warfighter, welches ich geschenkt bekommen habe. Wehe das ist nix :-P :-D

Grüßle

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Braz
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Braz » 5. Januar 2015, 23:35

kurze Frage noch zum Warfighter: Ist bei dir der Spielplan auch aus laminiertem Papier oder gab es bei den KS eine andere Version?!

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Micha A.
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Micha A. » 6. Januar 2015, 09:16

Braz schrieb:

> > Patchistory
> Jetzt echt? Wieso???

Der Mechanismus ist nicht schlecht und nach dem lesen der Regel hatte ich mich sehr auf das Spiel gefreut. Klang alles wirklich super. Aber:

- Man spielt weitestgehend solitär vor sich hin (Ausnahme: Bietmechanismus, Handelswege)
- Der Bietmechanismus ist viel zu hart (wenn's dumm läuft gibt man viel Geld für ein Schrott-Teil aus)
- Die Ausgangssituationen sind auf eine unausgewogene Art sehr unterschiedlich
- Das Spiel kommt nicht nur langsam in Gang, sondern ist auch über die komplette Spieldauer zäh ohne wirkliche Höhepunkte.


> BTW: Demnächt probiere ich mal Warfighter, welches ich
> geschenkt bekommen habe. Wehe das ist nix :-P :-D

Also, ein paar "Issues" gibt's da mittlerweile auch (weiß nicht, ob Du die Diskussionen auf BGG verfolgst):

- Regel m.M.n. DVG-typischer Schrott
- Punktuell nicht gut ausbalanciert (z.B. "Unarmed"-Diskussion)
- Material suboptimal (Der Plan - ja, bei mir auch nur Papier - ist totaler Schrott, es fehlen Markierer für alles mögliche, ständiges Raussuchen bzw. Einmischen der ortskarten hätte man deutlich eleganter gestalten können...)

Aber das Spiel bietet genug Möglichkeiten, sich die Dinge selbst so hinzuregeln, dass es passt. Auch wenn ich von DVG mittlerweile eine echt schlechte Meinung habe. Meines Erachtens hauen die nur zeug möglichst schnell und weitgehend ungetestet auf den Markt.

Tiger Leader ist z.B. sehr ähnlich zu TAL. Tal hat mittlerweile 200+ Regelfragen.
Was tut DVG: kopiert die TAL-Regeln weitestgehend, anstatt zu verbessern. Diese Ignoranz finde ich eine Unverschämtheit (gleiches gilt für HL -> PLD)

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nora
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon nora » 6. Januar 2015, 09:32

Hallo zusammen,

Wir haben gespielt:

1.ZhanGuo -- sehr gut
2. Deus -- sehr gut am häufigsten gepielt (5)

3. Orleans -- in Ordnung
4. Splendor -- in Ordnung

5. Mythotopia -- geht so, zu lang
6. Auf nach Indien -- geht so, etwas verwirrend
7. Machi Koro -- geht so

8. Patchistory -- nie wieder, sehr zäh und es geht gar nichts voran
9. Im Tal der Könige -- nie wieder, die Schrift auf den Karten ist eine Frechheit
10. Johari -- nie wieder, die falschen Edelsteine sind ätzend
11. Black Fleet -- nie wieder, reines Familien- Ärgerspiel

Außstehend sind noch:

Alchemisten
Castle of Mad King Liu
The Golden Ages
Mangrovia
Nations das Würfelspiel

Ciao
Nora

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gimli043
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon gimli043 » 6. Januar 2015, 09:44

Unsere Highlights sind:

Die Alchemisten
Andor II
Aquasphere
Arler Erde

Colt-Express (bei genügend Mitspielern)
There is freedom! Just behind the fences we build ourselves.

Thygra
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Thygra » 6. Januar 2015, 10:50

Braz schrieb:
>
> Micha A. schrieb:
> >
> > Schrecklich fand ich:
>
> > Patchistory
> Jetzt echt? Wieso???
> Patchistory ist mE eins der wenigen innovativen Spiele der
> letzten Jahre mit seinem Patchmechanismus. Es ist für mich
> weiterhin ein Highlight und ich spiele es extrem gerne.

Innovation bedeutet aber doch nicht automatisch auch Spielspaß. Ich finde Patchhistory auch sehr innovativ, aber spielen mag ich es kein zweites Mal. Es trifft meinen Geschmack halt überhaupt nicht.
André Zottmann (geb. Bronswijk)
Thygra Spiele
(u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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Braz
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?gen g

Beitragvon Braz » 6. Januar 2015, 11:04

Hi Micha,

zu Patchistory: deine Punkte empfinde ich nicht so ( wenngleich ich sie auch schonmal auf BGG von andren so gelesen hatte), da das Bieten ab dem 3 Personenspiel sehr ähnlich zu vielen Bietspielen ist. Man legt einen Geldbetrag auf ein Landschaftsteil, das man haben möchte und ein anderer, der es auch haben möchte, legt mehr drauf, worauf ich mein Gebotenes auf ein anderes Teil legen muss oder die Ausgangssumne überbieten muss, sollte ich das erste Teil haben wollen. Ein "Problem " wird es bei einem Spiel für 2 Personen, bei dem ich ein Blind Bidding habe und meinen Geldbetrag in der geschlossenen Faust vorstrecke. Da kann es echt sein, dass ich gnadenlos zu viel biete und daher voll überbezahle.
Deine Kritikpunkte wurden aber auch in dieser Form schon von Rhado in seinem Regelvideo aufgeführt und er sieht diese Pkunkte recht ähnlich wie du.

Zu der Ausgangssituation: Da muss es wohl eine Regelvariante von Fans auf BGG geben. Richard fand das erste Zeitalter sehr zäh und so soll es eine inoffizielle Variante geben, bei der jeder die gleichen Landschaftsplättchen bekommt und man sie nach Belieben auslegt und das Spiel kompetitiver erst im Zeitalter 2 startet. Quasi gehört dann Zeitalter 1 noch zum Spielaufbau.

Das Argument des Solospiels empfand ich nicht so, da Handelsstraßen zu allen Spielern gebaut werden können und so ein stetiger Druck herrscht sich auf das Milität oder die Abwehr zu konzentrieren, damit man nicht angegriffen wird. Da die Handelsstraßen schon zu Beginn ab einem 3 Personenspiel ausliegen, herrscht dieser "Druck" meiner Meinung nach schon von Beginn an. Dies ist beim 2 Personenspiel anders, bei dem erst einmal die Handelsstraßen gebaut werden müssen und erst später ins Spiel kommen.

Zu DVG: Hattest du auch viele Regelfragen zu TAL oder war das Spiel für dich von Anfang an Recht verständlich?! Ich frage deswegen, weil du ja anfangs von TAL doch recht angetan warst, oder?

Der Spielplan zu Warfighter ist echt mäßig ;)
Aber es ist wohl für DVG recht typisch und wird erst ab den sog. Deluxe Edition zu einer Mounted Map.
ich hatte deswegen nach dem Spielplan gefragt, weil DVG beim Fleet Commander Nimitz dies so gemacht hatte: den Kickstartern wurde eine Mounted Map "gegönnt", hingegen mE das Spiel in der Standard Edition mit einem Papierplan ausgeliefert wird. Daher meine Frage, ob es beim Warfighter ähnlich war....du warst ja beim KS dabei, oder?!

Generell halte ich DVG für wirklich gut, da die Spiele die besten Solospiele sind, die ich kenne....aber mit deinen Punkten gebe ich dir auch recht. vieles könnte besser sein...bei dem Preis....

;-)

Als denn, dann auf bald.

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Ralf Arnemann
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The Witcher

Beitragvon Ralf Arnemann » 6. Januar 2015, 11:16

> The Witcher: Fiel bei mir ebenso in Essen durch.
Oh Jammer, von Thema und Designer her war das bei mir ganz oben auf der Liste (habe es nur noch nicht zu fassen gekriegt).
Was hat Dir da nicht gefallen?

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Micha A.
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Micha A. » 6. Januar 2015, 11:30

"Thygra" hat am 06.01.2015 geschrieben:

> Innovation bedeutet aber doch nicht automatisch auch
> Spielspaß. Ich finde Patchhistory auch sehr innovativ, aber
> spielen mag ich es kein zweites Mal. Es trifft meinen
> Geschmack halt überhaupt nicht.

Sehe ich genau so. Ich fand z.B. auch das Action-Slide in Eggerts "Monte Christo" Spiel total gut - das Spiel selbst aber eher mäßig. Leider.

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Micha A.
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?gen g

Beitragvon Micha A. » 6. Januar 2015, 11:40

Hi Braz,

> ähnlich zu vielen Bietspielen ist. Man legt einen Geldbetrag
> auf ein Landschaftsteil, das man haben möchte und ein
> anderer, der es auch haben möchte, legt mehr drauf, worauf
> ich mein Gebotenes auf ein anderes Teil legen muss oder die
> Ausgangssumne überbieten muss

Bei Evo oder Amun Re ist das ja ähnlich. Der Unterschied ist aber, dass man dort beim Wechseln auf ein "schlechteres" (unerwünschteres) Feld auch den Geldbetrag reduzieren kann. Bei Patchistory nicht, da bleiben die gebotenen Beträge bestehen und Du wechselst u.U. volle Tröte auf ein Teil, das eh keiner wollte (und das man bei Evo z.B. dann extrem billig bekommen hätte).



> Zu DVG: Hattest du auch viele Regelfragen zu TAL oder war das
> Spiel für dich von Anfang an Recht verständlich?!

Mein erstes Spiel war HL:CAO - da dachte ich nach dem Lesen "ok, alles klar" und bei der ersten Partie hatte ich dann ziemlich viele Fragezeichen. Damals hatte ich Dich doch per Mail kontaktiert, und Du hattest mir weiter geholfen.

TAL klappte mit diesem Wissen danach dann ganz gut.

Aber die regeln bei allen DVG-Spielen finde ich mittlerweile echt grottig. Miese Struktur, alles muss man sich irgendwo zusammen suchen, viele Spezialfälle nicht geklärt (auch wenn sie vielleicht gar nicht so speziell sind) und nur mäßiger Support in den Foren durch DVG selbst (er beantwortet häufig nur die sehr einfachen Fragen, bei den komplexeren hält er sich sehr bedeckt, was mich zur Vermutung bringt, dass er die Situation so gar nie hatte und bedacht hatte, was mich weiterhin vermuten lässt, dass das Playtesting nur sehr begrenzt war. Worauf z.B. auch die m.E. z.T. unschaffbaren Szenarien bei FC:R hindeuten).

> Ich frage
> deswegen, weil du ja anfangs von TAL doch recht angetan
> warst, oder?

Vom Spiel selbst bin ich immer noch angetan.
Das ist ja das blöde: Die Spiele an sich sind echt klasse - aber die B-Note ist unter aller Sau.


> Der Spielplan zu Warfighter ist echt mäßig ;)

Den brauchst Du auch nicht. Ohne benötigst Du viel weniger Platz, und sein Aufbau ist ohnehin nicht optimal. Wirst Du noch merken.


Gruß
Micha

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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Braz » 6. Januar 2015, 11:54

Thygra schrieb:

> Innovation bedeutet aber doch nicht automatisch auch
> Spielspaß. Ich finde Patchhistory auch sehr innovativ, aber
> spielen mag ich es kein zweites Mal. Es trifft meinen
> Geschmack halt überhaupt nicht.

Da sind jetzt 2 Punkte in einem erwähnt worden ;-)

Zum einen hatte ich nicht "generell" (!) behauptet, dass Innovation gleich Spielspaß ist und zum Andreren ist "Spielspaß" natürlich ein relativer Begriff, der von jedem anders wahrgenommen wird, wie ein gutes Essen, ein gutes Weinchen etc.

Spielspaß bedeutet für mich definitiv nicht ausschließlich, dass ich lachend vor dem Spieltisch sitze.

Spielspaß bedeutet bei mir, dass ich:

1) ....in ein Thema versinken muss. Bei abstrakten Spielen muss es der Mechsnimus und die Spannung sein, die mich reizen und mein "Drumherum" vergessen lassen.

2) ...ein Spiel interessant finde. Interessant finde ich nichr die x-te Variation vom Carcassonne-Thema. Interessant finde ich nicht die x-te Variation von Stone Age, Säulen der Erde usw. Interessant finde ich neue Spielmechanismen. Interessant finde ich neue Spielethemen. Interessant finde ich ein neues Spielgefühl.

Spielspaß bedeutet bei mir, dass ich in ein Spiel eintauchen kann, die Außenwelt zeitweise vergessen kann, in das Thema oder den Mechanismus "eintauche", mich am Tisch beim Spielen wohl fühle.

Patchistory hat für mich mit dem Patchmechanismus, der mit eine Ziv-Spiel gepaart ist, das erreicht.
Das Spiel ist für mich
a) fordernd (Bietmechanismus)
b) es ist spannend, da ich aufgrund von Handelsstraßen, auf der Mitspieler gezwungen werden voranzuschreiten, der ständigen Bedrohung eines Kriegs ausgesetzt sind.
c) es ist fordernd wegen dem Patchmechanismus und der Platziereung der eigenen Männchen auf dem Spielfeld
d) es macht mir Spaß ein Gleichgewicht zwischen "Patchen", militärischem Aufbau, Ökonomie und Bieten auf Landschaften zu finden

(Bitte jetzt nicht über "Spannung" in Punkt b diskutieren. Für den einen ist Freitag der 13. mörderisch spannend für den anderen ein Einschlafmittel. Spannung empfindet jeder anders und ist eine subjektive Wahrnehmung.)

Es gibt genügend Leute, die "Through the Ages"/"Im Wandel der Zeiten" sehr schlecht empfinden (http://www.hall9000.de/html/spiel/im_wandel_der_zeiten), obwohl es IMHO innovative war. Das ist ihr gutes Recht.
Spielspaß definiert jeder anders, n'est-ce pas ?! ;-)

Gruß
Braz

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Ralf Arnemann
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RE: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?gen g

Beitragvon Ralf Arnemann » 6. Januar 2015, 12:02

> Bei Patchistory nicht, da bleiben die gebotenen
> Beträge bestehen und Du wechselst u.U. volle Tröte
> auf ein Teil, das eh keiner wollte (und das man bei
> Evo z.B. dann extrem billig bekommen hätte).
Das klingt jetzt aber sehr nach "It's not a bug, it's a feature".
Wenn die Regel so ist, dann muß man halt etwas vorsichtiger bieten als in Evo. Und in Bietkämpfe mit höheren Beträgen nur reingehen wenn man sicher ist, sich auch durchsetzen zu können.

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Jürgen Eberhardt
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Jürgen Eberhardt » 6. Januar 2015, 12:29

Folgende Essen-Spiele habe ich bereits gespielt:

- Aqua Sphere - sehr gut
- Orléans - sehr gut, der große Favorit in unserem Spieletreff, kam bislang jede Woche zum Einsatz, zum Teil mehrfach!
- Die Staufer - gut
- Deus - sehr gut
- Arler Erde - sehr gut
- Five Tribes - ganz okay
- Murano - ganz okay
- Auf nach Indien - gut
- Abyss - ganz okay
- Patchwork - gut
- 7 Steps - ganz okay, aber nur zu zweit, bei mehr Spielern zu wenig Einfluss

Bislang gab es noch kein Spiel das mir nicht gefallen hat. 2014 ist deswegen für mich ein außergewöhnlicher Jahrgang!

Interessant ist ein Vergleich der Vorab-Hitliste mit der Fairplay-Scoutliste (Mindestens 20 abgegebene Stimmen):

1,76 Arler Erde (25 Stimmen)
1,87 AquaSphere (54)
1,93 Orléans (73)
1,96 ZhanGuo (79)
1,98 Alchemists (40)
2,00 The Manhattan Project (22)
2,02 Deus (41)
2,16 Murano (44)
2,17 Die Staufer (114)
2,23 Euphoria (22)

Diese beiden Listen sind fast deckungsgleich!

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Braz
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Re: The Witcher

Beitragvon Braz » 6. Januar 2015, 12:55

was mir nicht gefallen hatte?

Ich mag das ganze System des Spiels in Bezug auf das Thema nicht. Ich spiele Thema Witcher auf dem PC schon ab dem ersten Teil. Was mich am PC Spiel reizt ist die Entwicklung der eigenen Skills, das Erkunden von neuen Ortschaften, die Interaktion mit andren Charakteren, spannende Quests, das stete Leveln des eigenen Charakters.

Was mich am Brettspiel stört?
Fast alles. Ich hätte es z.B. Gut gefunden, wenn man die Landschaft erkunden muss und sie nicht durch ein statisches Brett vorgegeben ist. Mage Knight oder Descent seien mal exemplarisch als Gegenbeispiele genannt, bei denen ich meine Ortschaften erst erkunden muss und nie genau weiß, wohin ich ziehe, bzw. was mich nun erwartet. Beim Witcher ziehe ich, ähnlich eines Rennspoels, auf einem Fest vordefiniertem Plan und sammle alle möglichen Arten von Tokens, die ich zum Bestehen meiner Quest brauche. Die Tokens verdiene ich mir nicht, ich bekomme sie automatisch, wenn ich auf die Ortschaft ziehe.

Des Weiteren mag ich beim PC Spiel das Entwickeln des eigenen Tech Trees. Das kann ich zwar hier auch, nur ist die Entwicklung etwas zufällig, indem ich 2 Karten ziehe und mir eine dabei aussuche. Ich hätte einen fixen Tech Tree besser gefunden, bei dem ich mich ab einem gewissen Zeitpunkt spezialisieren muss. Gehe ich in die eine Richtung, um das eine final zu entwickeln oder gehe ich in die andere Richtung, um eine andere Eigenschaft zu entwickeln. Die Entwicklung auf dem Brettspiel ist zufällig und gibt keine Spezialisierung vor.

Die Interaktion mit anderen Spielern ist gegeben, beschränkt sich aber mE auf das Ausspielen von Karten, auch wenn ich an anderen Orten mich gerade aufhalte. Will sagen: das Spiel hat für mich einen Rennspielcharakter, bei dem ich möglichst schnell irgendwelche Tokens einsammle, bevor es ein Anderer tut. Im Grunde ein - und jetzt schlagt bitte nicht auf mich ein- komplexeres Elfenland *duck*

Von the Witcher hätte ich mir ein Spiel ähnlich eines Descent oder Mage Knight gewünscht. Wie schon erwähnt: ein modularer Spielbrett mit einem sog. "Fog of War", bei dem nicht weiß, was als nächstes kommt. Des Weiteren hätte ich einen Tech Tree gut gefunden, der mich meine Spezialisierung aussuchen lässt. Abenteuer hätten nicht nur mit Karten abgehandelt werden müssen, sondern als Figuren im Kampf ähnlich eines Descent.

Im Grunde hätte ich mir ein anderes Spielsystem gewünscht.

Gruß
Braz

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Ronny
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Re: Essen 2014 - was wird wirklich gespielt?

Beitragvon Ronny » 6. Januar 2015, 13:59

Nach der Messe habe ich nicht alles bisher gespielt, was ich auch gekauft habe (die Freunde wollen auch ihre Spiele mal spielen :), aber hier meine Spiele und deren Noten (1 = Schlecht - 10 = Perfekt)

Hyperborea - 09
Patchistory - 09
Black Fleet - 09
Cyclades Erw. Titans - 09
Terra Mystica Erw. Feuer und Eis - 09

Concordia Erw. Britannia&Germania - 08
Deus - 08
Die Staufer - 08
Uruk II Die Entwicklung geht weiter - 08
Zombie 15 - 08


Beasty Bar - 07
Cash n Guns 2.Edition - 07
Five Tribes - 07
Lost Legacy Sternenschiff - 07
Wir sind das Volk

Bania - 06
Empire Engine - 06
Grog Island - 06
Onward to Venus - 06


Einige neue Spiele kamen bei mir schon vor der Messe auf den Tisch:

Camel Up - 07
Cappuchino - 07
Concept - 07
Istanbul - 08
Helios - 08
Lewis & Clark - 08


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