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Zahl der gespielten Partien: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten

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peer
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon peer » 16. November 2016, 18:36

Florian-SpieLama hat geschrieben:Also eine höflich und liebgemeinte Bitte, dass man vielleicht die Anzahl an gespielten Partien drunter schreibt würde ich noch vertreten können. Mich interessiert das zwar nicht, aber wenn andere das interessiert, dann könnte man vielleicht überlegen, dass eben drunter zu klatschen.

Wenn dann aber Forderungen kommen und gesagt wird etwas ist aber nur gut und richtig wenn xy erfüllt ist, halte ich das für ziemlich vermessen und ziemlichen Quatsch.


Ja, das ist ziemlicher Quatsch. Wer glaubt ich brauche 12 Partien um "Spiel des Wissens" richtig einzuschätzen (In allen Konstellationen!), den kann ich nicht ernstnehmen.
Ich freue mich aber dennoch auf die erste Rezension von den Exit-Spiele, die 10 in allen Konstellationen gespielt wurden. Ich wette, die Zeiten sind dann auch irgendwann unschlagbar!

Thygra
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Thygra » 16. November 2016, 18:59

Der Siedler hat geschrieben:Das finde ich interessant. Wozu veröffentlicht der Blogger? Damit seine Beiträge gelesen werden. Sonst bräuchte er sie ja nicht online stellen.

Du formulierst das so, als könnte es keine anderen Gründe geben, etwas ins Netz zu stellen. Da irrst du dich.

Und @Thygra: Die Brettspielrezensionen in Tageszeitungen sind ein gutes Beispiel. Denn dafür bezahlen die Leser typischerweise und können erst recht erwarten, dass ihnen eine ausgereifte Meinung präsentiert wird.

Auch solche Rezensionen landen nicht selten später im Internet, wo man sie gratis lesen kann.
André Zottmann (geb. Bronswijk)
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(u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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Malte
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Malte » 16. November 2016, 19:35

Schreibt jetzt einer von den mitlesenden Rezensenten die Anzahl der Spiele welche bis zu Rezi gespielt wurden drunter? Oder seid ihr Euch einig, dass ihr diese Information dem Leser vorenthalten wollt?

Ich persönlich würde es gerne wissen.

Es gibt ja auch viele Rezensenten, die machen kein Geheimnis daraus, das sie oft ein Spiel nur einmal spielen. Berühmtes Beispiel: Tom Vasel hatte vor Jahren selber auf BGG gepostet, das er viele Spiele nur einmal spielt und er sogar Ersteindrücke wiedergibt nachdem er nur eine Anleitung gelesen hat, bzw. bei einer laufenden Partie zugeschaut hat. Die Westparkgamer geben nach jeder Spielrunde ein Fazit und ändern soagr ihre Wertung, wenn es in einer Folgepartie dazu Anlass gibt.

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BGBandit
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 16. November 2016, 19:57

Genau deswegen nimmt Tom Vasel auch kaum noch einer ernst

Der rezensiert auch Spiele, die er gar nicht gespielt hat. So einen Scheiss fang ich gar nicht erst an, dann schreib ich lieber nix. Aber interessant, dass du ausgerechnet ihn als positives Beispiel anführst. Wo du doch 12x Spielen in unterschiedlichen Konstellationen gefordert hattest. Ich dachte dir ging es darum, dass die Rezensenten nicht oft genug spielen (was übrigens eine reine Vermutung von dir ist). Jetzt auf einmal geht es nur noch um Transparenz und dann ist alles gut?


Was heißt hier "die Westparkgamer ändern sogar ihre Wertung, wenn es in einer Folgepartie dazu Anlass gibt"

Das halte ich für selbstverständlich. Meine BGG-Liste wird permanent aktualisiert, wenn mir noch was auffällt

Ich hab erst gestern noch eine Rezension von August 2015 aktualisiert, weil sich was geändert hat. Allerdings haben wir Schreiberlinge da einen klitzekleinen Vorteil gegenüber den Youtubern. Ich würde denen also keinen Vorwurf machen wollen, wenn sie es nicht täten. Mal eben ne Zahl zu ändern ist ja kein Ding. Oder noch ne Zeile drunterzuschreiben. Ein Video zu ändern dürfte etwas aufwendiger sein.

btw: die Westparkgamer haben auch ein ganz anderes Format und analysieren z.B. ein "Zepter von Zavandor" mit Excel-Tabellen und Grafiken und Rechenmodellen und Fliwatüt. Einfach weil sie Bock drauf haben und weil sie es können.
http://www.westpark-gamers.de/ artikel anklicken -> runterscrollen bis "Der Ritterschlag von Zavandor"

Was deine Frage angeht: nein, ich zumindest nicht.

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Jerry
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Jerry » 16. November 2016, 23:50

Malte hat geschrieben:Es gibt ja auch viele Rezensenten, die machen kein Geheimnis daraus, das sie oft ein Spiel nur einmal spielen. Berühmtes Beispiel: Tom Vasel hatte vor Jahren selber auf BGG gepostet, das er viele Spiele nur einmal spielt und er sogar Ersteindrücke wiedergibt nachdem er nur eine Anleitung gelesen hat, bzw. bei einer laufenden Partie zugeschaut hat.

Tom Vasel ist kein Rezensent. Er war es vielleicht mal. Heute ist er nur noch ein Videoclown. :D
Das einzige was ich mir von The Dice Tower noch anschaue sind die Beiträge, in denen sie über Spiele ablästern, die sie aus irgendeinem Grund nicht leiden können. Das hat noch einen gewissen Unterhaltungswert. Erkenntnisgewinn abseits einer holzschnittartigen Regelskizze kann man dort ansonsten nicht mehr erwarten.

On Topic: Egal ob man Rezensionen für sinnvoll erachtet oder nicht, stimme ich zu, dass es guter Stil ist, klarzumachen, auf wie vielen Probepartien man ein Urteil stützt.

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Alexey
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Alexey » 17. November 2016, 00:34

Ich fände es generell, vor allem aber bei neu erschienenen Schwergewichten, die wenige Tage nach Erscheinen rezensiert werden, interessant.

Bei Malefiz spielt es natürlich keine Rolle.

Ich denke es hilft, die jeweilige Rezension einzuordnen.

Das man es niemandem vorschreiben kann ist klar, aber die teilweise stark emotionalen Reaktionen verwundern mich.

Was spricht konkret dagegen? Was würde man als Rezensent durch die Transparenz verlieren?

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BGBandit
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 06:00

Alexey hat geschrieben:Ich fände es generell, vor allem aber bei neu erschienenen Schwergewichten, die wenige Tage nach Erscheinen rezensiert werden, interessant.
.....

Was spricht konkret dagegen? Was würde man als Rezensent durch die Transparenz verlieren?


1. Manche Rezensenten bekommen die Rezensionsexemplare etwas früher, als sie im Handel sind

2. Einige Leute haben etwas mehr Zeit als andere

3. Es gibt schwarze Schafe, ohne Frage. Ich kenne 2 Rezensenten, von denen ich ganz sicher weiss, dass sie die Spiele max. 2x gespielt haben. Ich denke einige von euch hier wissen da auch Namen. Die haben es selbst zugegeben oder sich anderweitig entlarvt

Glaubt ihr aber wirklich, dass solche Rezensenten in Bezug auf euren Wunsch dann die Wahrheit drunterschreiben würden? Menschen, die ein Great Western Trail nach 1x spielen rezensieren und dann noch nichtmal "Ersteindruck" oder "Angespielt" drüberschreiben, so wie es die meisten Rezensenten der Wahrheit gemäß tun würden? Diese Menschen haben den Grundgedanken, warum sie einen Blog/Seite haben, irgendwie vergessen.

Die werden einen Teufel tun und das Ganze transparent machen. Die Leidtragenden wären die ehrlichen Rezensenten, die das tun würden. Das Ende vom Lied wäre doch lediglich, dass irgendwann alle einfach irgendeine Zahl drunterschreiben, nur um sich nicht angreifbar zu machen. Momentan besteht das "Lügenkonstrukt" lediglich darin, dass die Leute in dem Glauben gelassen werden, dass es im zweistelligen Bereich gespielt wurde. Der mündige Spieler weiss, dass es nicht so ist. Verführt die Leute doch nicht direkt zu lügen. Die ehrlichen Rezensenten würden im Netz solange auseinandergenommen, bis sie keinen Bock mehr haben und irgendwann aufhören zu schreiben. Egal wie gut die Rezension war. Und dann haben wir nur noch die Seiten, die wir nicht haben wollen. Wozu also das Ganze? Nur damit ihr das bestätigt bekommt, was ihr eigentlich sowieso schon wisst? Dass einige wenige einfach blind rauskloppen?

Weil eins muss mal ganz klar sein: die wenigsten Rezensionen beruhen auf 30 Probepartien. Warum das nicht möglich ist, hab ich bereits lang und ausführlich erklärt. Das ist ne Schaumblase, weil die Leute einfach nicht drüber nachdenken, was überhaupt möglich ist. Klar gibt es Spiele, die habe ich 30x gespielt. Es gibt andere Spiele, die hab ich aber nur 3x gespielt.

Wenn es sich nicht gerade um ein Fabelsaft oder Mau Mau handelt, kann man im Prinzip aus einer Rezension auch rauslesen, ob das Spiel 1x oder mehrmals gespielt wurde. Man kann ein komplexeres Spiel nicht genau analysieren, ohne sich vorher intensiv damit beschäftigt zu haben. Das sieht man der Rezension einfach an. Genauso wie man mehrmals gespielt haben muss, um reinschreiben zu können, ob das Spiel zu zweit genauso funktioniert wie zu viert.

Wenn ich sehe, wie viele Details ein Martin Klein in seinen Rezensionen aus einem Spiel rausklamüsert, dann ist es mir auch egal, wie oft er das Spiel vorher gespielt hat.

Wie ich schon sagte: letzten Endes läuft die gesamte Beziehung Schreiber/Leser über Vertrauen. Im Endeffekt kann ich nämlich eine Rezension auch einfach mit dem, was ich mir im Internet anlese, komplett zusammenschreiben. Die Kollegen in Übersee haben die Spiele ja oft schon vor uns

Klar macht das keinen Sinn, weil das genau das Gegenteil von dem ist, was ein Rezensent eigentlich erreichen will: seine persönliche Meinung mitteilen. Und ich behaupte, dass es trotzdem welche machen. Die Gründe erschliessen sich mir nicht. Anders sind aber manche Rezensionen gar nicht zu erklären: wenn jemand abschreibt, schreibt er dummerweise nämlich auch die Fehler mit ab :D
Zuletzt geändert von BGBandit am 17. November 2016, 06:44, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 06:24

Bezüglich Tom Vasel:

Eines muss man sich in dieser Hinsicht vielleicht auch mal klar machen:

Rezensionen sind wie Spiele. Es bleiben die in Erinnerung, die Emotionen ausgelöst haben. Wenn heute ein Beispiel für eine positive Rezension angeführt wird, ist fast immer die Ora et Labora Rezension von Udo Bartsch dabei. Wenn eine negative Rezension gesucht wird, wird oft Tom Vasel genannt (Vasco da Gama z.B. weil er das Ding vom Dach gepfeffert hat)

5 Jahre später sind die aber immer noch in Erinnerung. Egal ob man sie für gut oder schlecht befunden hat. Diese 0815 Rezensionen vergisst man genau so schnell wie 0815 Spiele.

Tom Vasel hat eine Duftmarke gesetzt.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon sychobob » 17. November 2016, 07:14

BGBandit hat geschrieben:
Alexey hat geschrieben:Ich fände es generell, vor allem aber bei neu erschienenen Schwergewichten, die wenige Tage nach Erscheinen rezensiert werden, interessant.
.....

Was spricht konkret dagegen? Was würde man als Rezensent durch die Transparenz verlieren?


1. Manche Rezensenten bekommen die Rezensionsexemplare etwas früher, als sie im Handel sind

2. Einige Leute haben etwas mehr Zeit als andere

3. Es gibt schwarze Schafe, ohne Frage. Ich kenne 2 Rezensenten, von denen ich ganz sicher weiss, dass sie die Spiele max. 2x gespielt haben. Ich denke einige von euch hier wissen da auch Namen. Die haben es selbst zugegeben oder sich anderweitig entlarvt

Glaubt ihr aber wirklich, dass solche Rezensenten in Bezug auf euren Wunsch dann die Wahrheit drunterschreiben würden? Menschen, die ein Great Western Trail nach 1x spielen rezensieren und dann noch nichtmal "Ersteindruck" oder "Angespielt" drüberschreiben, so wie es die meisten Rezensenten der Wahrheit gemäß tun würden? Diese Menschen haben den Grundgedanken, warum sie einen Blog/Seite haben, irgendwie vergessen.

Die werden einen Teufel tun und das Ganze transparent machen. Die Leidtragenden wären die ehrlichen Rezensenten, die das tun würden. Das Ende vom Lied wäre doch lediglich, dass irgendwann alle einfach irgendeine Zahl drunterschreiben, nur um sich nicht angreifbar zu machen. Momentan besteht das "Lügenkonstrukt" lediglich darin, dass die Leute in dem Glauben gelassen werden, dass es im zweistelligen Bereich gespielt wurde. Der mündige Spieler weiss, dass es nicht so ist. Verführt die Leute doch nicht direkt zu lügen. Die ehrlichen Rezensenten würden im Netz solange auseinandergenommen, bis sie keinen Bock mehr haben und irgendwann aufhören zu schreiben. Egal wie gut die Rezension war. Und dann haben wir nur noch die Seiten, die wir nicht haben wollen. Wozu also das Ganze? Nur damit ihr das bestätigt bekommt, was ihr eigentlich sowieso schon wisst? Dass einige wenige einfach blind rauskloppen?

Weil eins muss mal ganz klar sein: die wenigsten Rezensionen beruhen auf 30 Probepartien. Warum das nicht möglich ist, hab ich bereits lang und ausführlich erklärt. Das ist ne Schaumblase, weil die Leute einfach nicht drüber nachdenken, was überhaupt möglich ist. Klar gibt es Spiele, die habe ich 30x gespielt. Es gibt andere Spiele, die hab ich aber nur 3x gespielt.

Wenn es sich nicht gerade um ein Fabelsaft oder Mau Mau handelt, kann man im Prinzip aus einer Rezension auch rauslesen, ob das Spiel 1x oder mehrmals gespielt wurde. Man kann ein komplexeres Spiel nicht genau analysieren, ohne sich vorher intensiv damit beschäftigt zu haben. Das sieht man der Rezension einfach an. Genauso wie man mehrmals gespielt haben muss, um reinschreiben zu können, ob das Spiel zu zweit genauso funktioniert wie zu viert.

Wenn ich sehe, wie viele Details ein Martin Klein in seinen Rezensionen aus einem Spiel rausklamüsert, dann ist es mir auch egal, wie oft er das Spiel vorher gespielt hat.

Wie ich schon sagte: letzten Endes läuft die gesamte Beziehung Schreiber/Leser über Vertrauen. Im Endeffekt kann ich nämlich eine Rezension auch einfach mit dem, was ich mir im Internet anlese, komplett zusammenschreiben. Die Kollegen in Übersee haben die Spiele ja oft schon vor uns

Klar macht das keinen Sinn, weil das genau das Gegenteil von dem ist, was ein Rezensent eigentlich erreichen will: seine persönliche Meinung mitteilen. Und ich behaupte, dass es trotzdem welche machen. Die Gründe erschliessen sich mir nicht. Anders sind aber manche Rezensionen gar nicht zu erklären: wenn jemand abschreibt, schreibt er dummerweise nämlich auch die Fehler mit ab :D

Auf BGG werden bei den Reviews häufig die gespielten Partien und die Spielerzahl der Partien genannt und ich habe noch nie gesehen, dass dafür jemand angegangen wurde. Du vermutest hier Probleme die sich in der Praxis aber bisher nicht gezeigt haben.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 07:25

Weil BGG ein englischsprachiges Portal ist und keine dt. Rezensions-Seite. Das ist ne ganz andere Erwartungshaltung dort

Wir sind hier in Nörgeldeutschland

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon sychobob » 17. November 2016, 07:35

BGBandit hat geschrieben:Weil BGG ein englischsprachiges Portal ist und keine dt. Rezensions-Seite. Das ist ne ganz andere Erwartungshaltung dort

Wir sind hier in Nörgeldeutschland

Viele von uns Deutschen sind doch auch auf BGG unterwegs. Statt dort rumzunörgeln weil jemand nach nur drei Partien rezensiert, diskutieren wir hier und wünschen uns Transparenz.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 07:39

Wenn hier im Forum einer eine Rezension zu Spiel XY veröffentlicht, nörgelt auch keiner. Weil es eben ein Forum ist und keine eigenständige Seite, wo irgendwie ganz andere Bedingungen herrschen

Sobald man eine Seite für sich allein hat, wird die Professionalität eines ausgebildeten Journalisten mit Spezialgebiet Kulturkritik erwartet. Solange man sich nur in einem Forum bewegt, erwartet niemand irgendwas, weil man nur ein ganz normaler User ist
Zuletzt geändert von BGBandit am 17. November 2016, 07:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon SpieLama » 17. November 2016, 07:42

Tobi und ich haben die Frage "Wie oft spielt ihr ein Spiel bevor ihr es rezensiert" vor einiger Zeit schon in einem Video beantwortet, siehe https://youtu.be/rIBUPZql-vI?t=17m37s. Ob wir bei SpieLama in Zukunft die Zahl der gespielten Partien in unseren Rezensionen nennen, diskutieren wir gerade intern.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 07:51

zuspieler hat geschrieben: Ob wir bei SpieLama in Zukunft die Zahl der gespielten Partien in unseren Rezensionen nennen, diskutieren wir gerade intern.


Wieso intern, wieso nicht hier? Mich würden die Pros und Contras durchaus interessieren, völlig unabhängig vom Ergebnis.

Vielleicht bin ich ja nur überängstlich, aber dass mich das Thema interessiert, dürfte nach dem Video jetzt spätestens klar sein :D (Video von 2015)

btw: so untransparent sind wir übrigens gar nicht. Viele Rezensente haben sich längst irgendwo dazu geäußert, wie oft sie Spiele spielen.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon SpieLama » 17. November 2016, 07:58

BGBandit hat geschrieben:Wieso intern, wieso nicht hier? Mich würden die Pros und Contras durchaus interessieren, völlig unabhängig vom Ergebnis.

Weil wir alle Dinge erst intern diskutieren :). Sobald wir zu einem Ergebnis gekommen sind, kann ich das Ergebnis sowie die wichtigsten Pro- und Contra-Punkte aber gerne hier veröffentlichen. Das kann jedoch etwas dauern.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 07:59

Super Danke

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Axel Bungart
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Axel Bungart » 17. November 2016, 09:42

Ich finde Maltes Bitte (so steht es in der Überschrift, nicht Forderung) sehr interessant und durchaus gerechtfertigt. Da geht es auch überhaupt nicht um Objektivität sondern um Gründlichkeit. Ein Spiel wie Trajan oder Mombasa durchdringt man eben nicht in zwei Partien, und damit kann der Leser meine Aussage über das Spiel selbst relativieren. Dann kann ich mir beim nächsten Mal überlegen, in wieweit ich es zulassen will, dass mein Urteil relativiert werden muss. Man kann das auch Glaubwürdigkeit nennen.

Malte, Du hast zwar vielleicht etwas undifferenziert eine bestimmte Anzahl an Partien empfohlen, darüber kann man wohl diskutieren, aber insgesamt hielte ich die Angabe auch für hilfreich für den Leser (so sie denn stimmt).
Gruß
Axel

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon BGBandit » 17. November 2016, 10:43

Axel Bungart hat geschrieben:Ich finde Maltes Bitte (so steht es in der Überschrift, nicht Forderung) sehr interessant und durchaus gerechtfertigt.


Und deswegen ignorieren wir den Rest seines Beitrags? Den Teil mit dem "Hosen runterlassen", "Gebt die Informationen preis", "Spielt doch Neuerscheinungen zwölf mal in allen Konstellationen. Oder habt ihr etwas nicht genug Mitspieler, die bereit sind, einen Titel so oft zu spielen?! Oder fehlt die Zeit, oder beides? Aha, da ist das Problem"

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Zuletzt geändert von BGBandit am 17. November 2016, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Throwdown » 17. November 2016, 11:13

wie soll man den ein Spiel wie Mombasa so ausführlich testen? Das spielt dauert bei uns ca 2-3 Stunden. Das Spiel soll der Rezensent dann 5,6,7,8,9 mal spielen? Ja dann muss man wohl arbeitsloser und kinderloser Single sein und einen Arbeitslosen Freundeskreis haben die dann auch noch Bock haben ein Spiel 5,6,7,8,9 mal hintereinander zu spielen und das ohne Bezahlung. Da dürfte der Output recht schmal werden. Mir reicht ein grober Überblick über die Regeln und das Thema . Ist das Paket dann interessant hole ich mir noch Infos oder kaufe es. Dafür brauch ich aber keine Doktorarbeit über das Spiel.
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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Axel Bungart » 17. November 2016, 16:03

BGBandit hat geschrieben:
Axel Bungart hat geschrieben:Ich finde Maltes Bitte (so steht es in der Überschrift, nicht Forderung) sehr interessant und durchaus gerechtfertigt.


Und deswegen ignorieren wir den Rest seines Beitrags? Den Teil mit dem "Hosen runterlassen", "Gebt die Informationen preis", "Spielt doch Neuerscheinungen zwölf mal in allen Konstellationen. Oder habt ihr etwas nicht genug Mitspieler, die bereit sind, einen Titel so oft zu spielen?! Oder fehlt die Zeit, oder beides? Aha, da ist das Problem"

Imperativ + Provokation?

Nur weil jemand Rezension als Überschrift wählt, isses ja auch lange noch keine Kulturkritik ...


Gut, ich habe seinen Beitrag auf das (mir) Wesentliche reduziert. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm genau darum ging. Ob man das jetzt - zugegebenermaßen - provokant verpacken muss .... Aber ich empfand nicht, dass die Provokation im Vordergrund stehe. Daher gehe ich darauf auch nicht weiter ein.
Zuletzt geändert von Axel Bungart am 17. November 2016, 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Axel

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon sychobob » 17. November 2016, 16:17

Throwdown hat geschrieben:wie soll man den ein Spiel wie Mombasa so ausführlich testen? Das spielt dauert bei uns ca 2-3 Stunden. Das Spiel soll der Rezensent dann 5,6,7,8,9 mal spielen? Ja dann muss man wohl arbeitsloser und kinderloser Single sein und einen Arbeitslosen Freundeskreis haben die dann auch noch Bock haben ein Spiel 5,6,7,8,9 mal hintereinander zu spielen und das ohne Bezahlung. Da dürfte der Output recht schmal werden. Mir reicht ein grober Überblick über die Regeln und das Thema . Ist das Paket dann interessant hole ich mir noch Infos oder kaufe es. Dafür brauch ich aber keine Doktorarbeit über das Spiel.

Ein Spiel wie Mombasa sollte der Rezensent aber definitiv häufiger als 5, 6 mal gespielt haben. Wie soll er sonst über Skalierung über die Spielerzahl, Balancing der verschiedenen Strategien, Anzahl der verschiedenen Strategien, Langzeitspaß usw. schreiben können. Wenn es nur um Thema und Regeln geht kein Thema, da reicht es dann wenn er die Regeln mal gelesen hat. Das ist dann aber für mich kein Review, Test oder Rezension mehr.

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Axel Bungart » 17. November 2016, 16:27

Throwdown hat geschrieben:wie soll man den ein Spiel wie Mombasa so ausführlich testen? Das spielt dauert bei uns ca 2-3 Stunden. Das Spiel soll der Rezensent dann 5,6,7,8,9 mal spielen? Ja dann muss man wohl arbeitsloser und kinderloser Single sein und einen Arbeitslosen Freundeskreis haben die dann auch noch Bock haben ein Spiel 5,6,7,8,9 mal hintereinander zu spielen und das ohne Bezahlung. Da dürfte der Output recht schmal werden. Mir reicht ein grober Überblick über die Regeln und das Thema . Ist das Paket dann interessant hole ich mir noch Infos oder kaufe es. Dafür brauch ich aber keine Doktorarbeit über das Spiel.


Nunja, letztlich empfehle ich mit einer Rezension ein Spiel entweder oder mein Urteil impliziert eben das Gegenteil. Wenn ich aber eine Meinung öffentlich abgebe, sollte diese schon fundiert sein. Ansonsten sollte ich es vielleicht seinlassen. Das ist, als würde ich Dir ein 100-seitiges Buch empfehlen, obwohl ich nur die ersten dreißig Seiten gelesen habe. Da hat man einen Eindruck von der Geschichte und vom Stil des Autors, mehr nicht.
So würde ich eine Rezension von Mombasa (um bei dem Beispiel zu bleiben) für unvollständig halten, wenn man das Spiel nur zweimal gespielt hat.
Es gibt ja Rezensenten, die unglaublich viel spielen. (Ich beneide diese.) Wenn ich aber die Zeit nicht dafür aufbringen kann (auch verständlich), muss ich eben andere Spiele rezensieren, die nicht so einen Aufwand erfordern.
Gruß
Axel

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Axel Bungart » 17. November 2016, 16:27

sychobob hat geschrieben:
Throwdown hat geschrieben:wie soll man den ein Spiel wie Mombasa so ausführlich testen? Das spielt dauert bei uns ca 2-3 Stunden. Das Spiel soll der Rezensent dann 5,6,7,8,9 mal spielen? Ja dann muss man wohl arbeitsloser und kinderloser Single sein und einen Arbeitslosen Freundeskreis haben die dann auch noch Bock haben ein Spiel 5,6,7,8,9 mal hintereinander zu spielen und das ohne Bezahlung. Da dürfte der Output recht schmal werden. Mir reicht ein grober Überblick über die Regeln und das Thema . Ist das Paket dann interessant hole ich mir noch Infos oder kaufe es. Dafür brauch ich aber keine Doktorarbeit über das Spiel.

Ein Spiel wie Mombasa sollte der Rezensent aber definitiv häufiger als 5, 6 mal gespielt haben. Wie soll er sonst über Skalierung über die Spielerzahl, Balancing der verschiedenen Strategien, Anzahl der verschiedenen Strategien, Langzeitspaß usw. schreiben können. Wenn es nur um Thema und Regeln geht kein Thema, da reicht es dann wenn er die Regeln mal gelesen hat. Das ist dann aber für mich kein Review, Test oder Rezension mehr.


So ist es.
Gruß
Axel

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Der Siedler » 17. November 2016, 16:46

Ich bin ja froh, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe. Habe es allerdings gestern irgendwann aufgegeben, mich hier noch weiter zu wiederholen. Mir scheint es, als würden sich die Blogger hier iwie gegängelt fühlen in ihrer Meinungsfreiheit, aber darum soll es ja gar nicht gehen. Auch die Formulierung des Eingangsposts scheint hier ein großer Aufhänger zu sein, obwohl das ja gar nicht das ist, was die Befürworter der Grundidee befürworten. Sondern halt die Grundidee :D
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Ganz aktuell: Bericht #213 vom 11.12.2019 - Diesmal neudabei: Imhotep

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Re: Eine Bitte an alle Spiele Rezensenten...

Beitragvon Harry2017 » 17. November 2016, 16:46

Wo steht denn, dass ein Test jegliche Strategie abdecken und austarieren muss? Ein Test sollte grundsätzlich doch grob sagen ob einem das Spiel gefällt, oder nicht / ob es grundsätzlich funktioniert und ob es Spaß macht. Alles andere ist für mich eher eine wissenschaftliche Auswertung von dem Spiel mit einem auseinandernehmen der einzelnen Strategien/Möglichkeiten. Eine Rezension ist doch keine Strategie-Erfolgsanalyse, sondern eine grobe Spieleinschätzung. Eine leicht veränderte Strategie macht doch nicht auf einmal ein ganz neues / anderes Spiel aus dem Ding...

Ein Test sollte offenbaren ob ein Spiel Spaß macht - Und stellt sich da irgendeine große Änderung zwischen Partie 3 und Partie 12 ein? Bei mir sehe dann fast jeder Test so aus: Hab nun in kürzester Zeit 12 Partien hinter mir, so langsam kann ich aber auch mal wieder was anderes Spielen :D


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