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Neulich gespielt (2018)

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 4. August 2018, 08:59

welche Hausregel habt ihr denn für die Inc-Erweiterung?
Das Problem ist wie gesagt, dass die drei ausliegenden Grenzen nicht durchrotieren. Die Grenzen variieren in ihrem Ziel aber, d.h. einige sind eher am Anfang des Spiels gut (bringen Einkommen), anderer eher später (bringen Ruf). Damit sie durchrotieren bzw. attraktiver werden, haben wir zwei Regeln:

1. Grenzen werden erst am Rundenende aufgefüllt. Wenn niemand eine Grenze in der Runde gekauft hat, wird die älteste (also am weitesten Weg vom Nachziestapel) entfernt, der Rest nachgeschoben und aufgefüllt.
2. Grenzen werden erst am Rundenende aufgefüllt. Alle Grenzen, die nicht gekauft wurden, erhalten eine Münze darauf, werden also um 1 billiger.

Du kannst es ja mit beiden testen. Ich weiß leider nicht mehr, welche besser funktionierte.

PS: Wenn Du Stadtbau magst, solltest Du Dir unbedingt "Ginkopolis" anschauen. Liegt bei mir oberhalb von Quadropolis, aber unterhalb von Suburbia. Und auch "Between two Cities" ist gut, liegt bei mir aber ganz am Ende, weil man zu stark von der Spielintelligenz des Nachbarn abhängig ist. Und dann gibt es ja noch "Prosperity". Auch gut, für mich leicht unterhalb von Quadropolis. Also meine Reihenfolge: Suburbia > Ginkopolis > Quadropolis > Prosperity > Between two Cities.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 7. August 2018, 19:40

Nusfjord zu dritt: Worum geht's in dem Spiel? Ich zitiere die gesamte Einleitung der Spielregel: „Als Haupteigner an einem Fischereibetrieb auf den Lofoten seid ihr am Aufbau der Hafenlandschaft beteiligt.“ Wir fischen insgesamt 7 Runden vor uns hin, müssen mit dem Fisch aber sowohl unsere Dorfältesten füttern, weil man das mit alten Menschen ja so macht als auch Fisch-Dividenden an unsere Mitspieler und uns selbst ausschütten. Überzählig gefangene Fische kommen leider nicht in den Vorrat, sondern erstmal in Lager müssen von dort als Aktion verflüssigt werden. Apropos Aktionen: In seinem Zug kann man mit seinen drei Arbeiterscheiben Wälder abholzen oder wieder aufforsten oder zur kleinstädtischen Börse gehen und Anteile verkaufen oder Siegpunktgebäude bauen. Natürlich kann man auch neue Älteste anwerben. Die futtern einem wie gesagt zwar den Fisch weg, aber bringen dafür auch eine Spezialaktionsfeld mit. Und futtern stimmt nicht? Nach drei Fischen ist der Älteste erst einmal satt und gibt uns einen Fisch zurück ... hoffentlich, bevor er ihn gegessen hat.

Man merkt am Schreibstil, dass hier das Spiel mich als Zielgruppe komplett verfehlt hat. Das Thema wirkt extrem aufgesetzt. Das mit dem und den Fischen ist ganz nett, auch das Roden, Häuser bauen etc. Aber was der Aktienhandel in dem Spiel zu suchen hat, erschließt sich mir nicht. Es wirkt, als hätte man eine Mechanik (und ein andere Spiel) gehabt und darauf dann ein nordeuropäisches Thema gesetzt, weil Südeuropa schon zu abgegriffen war. Und dann macht das Arbeiter einsetzen nicht einmal viel Spaß. Es ist kein schlechtes Spiel und mechanisch passt es auch zusammen. Die Spielregel passt dafür scheinbar nicht. Ich musste sie nicht lesen, aber die Regel befinden sich im offiziellen Regeltext, in den Beispielen und in Anmerkungen. Auf die Schnelle dort etwas zu finden, gehört schon etwas Kunst. Ich müsste es nicht noch einmal spielen. (Wertung: 5)

Galaxy Trucker zu dritt: Ja, mit neuen Mitspielern ist Galaxy Trucker irgendwie echt kein erfreuliches Spiel ... also für die neuen Mitspieler. Der Rest grinst hämisch in sich hinein (oder manchmal auch aus sich heraus), wenn der Schrotthaufen der anderen auseinanderbröckelt. Aber so ist Galaxy Trucker. Selbst als Profi kann man sich vertun und kommt nicht ins Ziel, weil die Besatzung das Zeitliche segnet (wie in Episode III geschehen) oder man verliert so gut wie alles, was irgendwie nicht festgeschraubt ist. (Und nein, die Plättchen werden grundsätzlich nicht festgeschraubt, geklebt oder sonstwie attachiert ...)

Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, ich habe aber auch gewonnen. Ich denke, mit etwas Übung und gut zureden wird es noch die ein oder andere spaßige Partie geben. (Wertung: 9,0)

Kodama zu dritt: Zum Abschluss ließen wir noch Bäume wachsen. Super einfaches Spiel, dass von seiner Grafik lebt und nicht von den taktischen Finessen. Immerhin haben wir es jetzt das erste Mal richtig gespielt (Eine Astkarte darf nicht angelegt werden, wenn sie mehr als 10 Siegpunkte bringen würde.) und es macht dann immer noch Spaß, sein Bäumchen wachsen zu sehen. Und egal, ob eine riesige Eiche oder eher ein Bonsai, alle Spiele gerne mit und haben Spaß daran. (Wertung: 7,5)

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Ronny
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Ronny » 8. August 2018, 12:51

Ich habe gestern meine erste Partie Nah und Fern gespielt. Es war eine zweier Partie mit dem im Regelheft empfohlenen Einsteiger Szenario.

Ich hatte vorher schon Oben und Unten mehrmals gespielt und es irgendwann wieder verkauft. Damals störte mich das Gefühl, dass die Quests (Erkunden) weniger Hilfreich waren als z.B. ohne Quests ausbauen und Punkte machen. Außerdem war das Spiel immer dann zu Ende, wenn ich gerade erst das Gefühl hatte, dass ich jetzt ins Laufen komme.
Bei Nah und Fern hab ich keines der beiden Probleme.
Ziel des Spiels ist es seine 14 Zelte loszuwerden und dabei noch so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten...
1. Ich nutze per Workerplacement eines der Felder in der Stadt.
2. Ich gehe auf Reisen und erkunde die Gegend von meinem gewählten Szenario.
In der Stadt habe ich die Möglichkeit mir Teammitglieder aus 4 verschiedenen Fraktionen zu holen, die mir wieder rum Herzen, Schwerter, Augen oder Hände geben, die beim Sammeln, Kämpfen oder Questen behilflich sein können.
Das Spiel geht sehr leicht von der Hand und nach kurzer Einweisung über die Funktionen aller Felder, sowie das Reisen ausserhalb der Stadt, kann man schon loslegen.
Quests bzw. Ereignisse liegen auf der Karte verteilt aus und werden an den entsprechenden Orten ausgeführt. Dabei ist dies keine besondere Aktion, sondern kann einfach zusätzlich am Ende meines Zuges ausgeführt werden, wenn ich möchte. Ich verschwende also keine extra Aktion und hätte bei schlechtem Ausgang nicht einen Nachteil das ich nix bekomme. Das war bei Oben und Unten immer so extrem... entschied ich mich für ein Abenteuer und versagte, hatte ich nichts. Meine Mitspieler haben ohne Abenteuer gespielt und bekamen immer etwas. Selbst das Abenteuer war oft nicht so stark wie ein normales Feld. Aber bei Nah und Fern, mache ich zuerst meine normale Reisen-Aktion, kann ein Zelt bauen und dann noch zusätzlich die Quest machen. Das empfand ich als sehr positiv.
Beim Zeltbau bekommt man ebenfalls Rohstoffe (gibt nur Geld, Nahrung und Rubine) mit denen man wieder rum Artefakte aktiven/kaufen kann. Diese bringen ebenfalls Siegpunkte (Reisepunkte) und besondere Fähigkeiten oder Effekte.
Das spiel dauerte nicht ganz zwei Stunden, kam uns aber viel kürzer vor. Für mich ganz klar die bessere Entscheidung gegenüber zu Oben und Unten. Nach der ersten Partie eine 8/10 mit der Tendenz zur 9/10.

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 8. August 2018, 15:00

Dee hat geschrieben:
welche Hausregel habt ihr denn für die Inc-Erweiterung?
Das Problem ist wie gesagt, dass die drei ausliegenden Grenzen nicht durchrotieren. Die Grenzen variieren in ihrem Ziel aber, d.h. einige sind eher am Anfang des Spiels gut (bringen Einkommen), anderer eher später (bringen Ruf). Damit sie durchrotieren bzw. attraktiver werden, haben wir zwei Regeln:

1. Grenzen werden erst am Rundenende aufgefüllt. Wenn niemand eine Grenze in der Runde gekauft hat, wird die älteste (also am weitesten Weg vom Nachziestapel) entfernt, der Rest nachgeschoben und aufgefüllt.
2. Grenzen werden erst am Rundenende aufgefüllt. Alle Grenzen, die nicht gekauft wurden, erhalten eine Münze darauf, werden also um 1 billiger.

Du kannst es ja mit beiden testen. Ich weiß leider nicht mehr, welche besser funktionierte.

PS: Wenn Du Stadtbau magst, solltest Du Dir unbedingt "Ginkopolis" anschauen. Liegt bei mir oberhalb von Quadropolis, aber unterhalb von Suburbia. Und auch "Between two Cities" ist gut, liegt bei mir aber ganz am Ende, weil man zu stark von der Spielintelligenz des Nachbarn abhängig ist. Und dann gibt es ja noch "Prosperity". Auch gut, für mich leicht unterhalb von Quadropolis. Also meine Reihenfolge: Suburbia > Ginkopolis > Quadropolis > Prosperity > Between two Cities.


Danke für die Tipps. Wir haben jetzt die Erweiterung auch endlich bekommen und direkt gespielt und ich muss sagen, dass ich zuerst enttäuscht war, dass die Rückseiten farblich nicht zum Grundspiel passen. Man erkennt beim Mischen leider deutlich, welche Teile zur Erweiterung gehören und welche nicht. Außerdem war ich überrascht, dass die Runden verkürzt wurden (da die Anzahl der Plättchen verringert wurde). Beides stört mich leider und ich bin ein wenig enttäuscht. Das mit der verkürzten Runde werden wir wohl ignorieren, da wir die Testrunde damit echt viel stressiger und kürzer fanden.
Naja, aber sonst sind die kleinen Miniziele (also die auf den Stapeln liegen) wirklich toll und generell auch die langen Plättchen sind super. Wir hatten das Problem mit dem Durchroutieren jetzt nicht und werde es erstmal normal spielen, aber wenn wir das Problem mal haben sollten, probieren wir eure Hausregeln mal aus!
Generell ist die Erweiterung trotzdem toll, aber eben doch mit Mäkeln (besonders mit der Rückseite ist richtig ärgerlich). Werden es aber jetzt immer mit Erweiterung spielen, ist schon viel variationsreicher und wird noch besser!

Und danke für die anderen Spieletipps, aber zwei Städtebauspiele reichen erstmal und Spielebudget ist für diesen Monat erst einmal aufgebraucht ;) (haben noch einige Bestellungen unterwegs).

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. August 2018, 19:31

Aber bei Nah und Fern, mache ich zuerst meine normale Reisen-Aktion, kann ein Zelt bauen und dann noch zusätzlich die Quest machen

Meines Wissens ist es andersrum (also erst das Quest und dann das Zelt), macht aber wenig aus (außer man verliert Herzen).

Ich fand Nah und fern auch gut, aber irgendwie kam ich nicht dazu eine Geschichte zu hören, die haben mir die anderen weggeschnappt. :(

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. August 2018, 19:34

dass ich zuerst enttäuscht war, dass die Rückseiten farblich nicht zum Grundspiel passen.
Ich bin nicht mehr sicher, ob das bei mir auch ist/war, aber eigentlich ist es ja egal. Du weißt dann ja maximal, dass als nächstes Plättchen im Stapel eins aus der Erweiterung kommt. Taktisch wirst Du dann aber nichts ändern, oder?

Außerdem war ich überrascht, dass die Runden verkürzt wurden
Ich fand es besser, weil man so wirklich eine echt schnelle Partie in 30 Minuten spielen kann. Aber Du kannst auch einfach weiterhin das Tableau aus dem Grundspiel nehmen. :)

Wir hatten das Problem mit dem Durchroutieren jetzt nicht und werde es erstmal normal spielen
Bei usn kam das auch erst, als wir die Grenzen besser kannten und irgendwann 3 blöde da lagen, die niemand kaufen sollte, weil man wusste, dass es Besseres gibt. :)

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Murdock
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Murdock » 9. August 2018, 07:32

Nachdem ich ewig hier nur mitlese, wollte ich jetzt auch mal kurze Eindrücke präsentieren. Zuerst einmal möchte ich aber Dee danken, das du hier so oft postest und mir schon viele Spiele näher gebracht hast, die ich nicht auf dem Radar hatte. Mach weiter so, ich lese gerne von deinen "Spieltagen".

Im Urlaub bin ich zu einigen Partien gekommen, hier meine Eindrücke (alle zu Zweit gespielt):

Brass - Lancashire (Strategie - Optimierungsspiel):
Ein sehr schönes, vom Spielmaterial auch hochwertiges Spiel. Es macht Spaß seine Industrie zu optimieren und der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht zu hoch. Die Regeln sind schnell verinnerlicht.
Note: 2-

Brass - Birmingham (Strategie - Optimierungsspiel):
Ist aus meiner Sicht die Weiterentwicklung des Originals. Viele Regeln wurden übernommen und einige "überarbeitet/verbessert". Die Komplexität hat noch ein bisschen zugenommen, der Spielablauf empfinde ich aber als etwas flexibler und daher besser korrigierbar. Wenn man sich entscheiden muss, würde ich auf jeden Fall zu Birmingham greifen. Leider konnte meine Frau so gar nichts mit den beiden Spiel anfangen. Habe daher das erste wieder verkauft, bei Birmingham muss ich halt 10 Jahre auf meinen Sohn warten, denn es gefällt mir sehr gut ;)
Note: 1-/2+

Everdell (Woker-Placement, Aufbauspiel):
In der Deluxe Ausgabe eins der schönsten Spiele die ich kenne. Da macht es alleine schon wegen dem Spielmaterial Spaß zu spielen. Das Material ist auch sehr gut und das Artdesign sehr schön. Die Regeln sind Rund, wobei nicht ganz ausreichend. Es gibt Situationen die vorkommen können, die leider nicht im Regelbuch geklärt werden. Aber das ist selten und meist nicht so tragisch. Nach einer Partie denkt man, dass das Spiel viel zu kurz ist, da man noch gerne einiges hätte machen wollen. Dann spielt man einfach noch eine Partie, da diese im 2er Spiel zumindest locker in einer Stunde gespielt werden kann. Etwas Glück muss man natürlich bei den Karten haben. Sehr wichtig hierbei - gut mischen! Hatten wir bei unserer ersten Partie wohl nicht gemacht, da waren zu viele Personen bzw. Gebäude direkt hintereinander, somit war es etwas schwieriger eine Stadt auf zu bauen. Je besser beide Anteile gemischt sind umso schöner ist auch das Spielerlebnis. Hier kann ich nur sagen, immer wieder gerne.
Note: 1-/2+

Orleans mit und ohne Erweiterungen (Worker-Placement):
Nach langer Zeit habe ich mir das Spiel doch zugelegt und ich muss sagen, Gott sei Dank. Es macht sehr viel Spaß und ist auch sehr unterschiedlich zu spielen. Was mir sehr wichtig ist, und z.B. an Russian Railroads gar nicht gefallen hatte. Manch eine Orleans-Erweiterung verbessert das Spielerlebnis noch einmal enorm, da mehr Abwechslung ins Spiel kommt. Kam bei meiner Frau trotz der Optik sehr gut an. Für mich gehört dieses Spiel für Genre-Liebhaber auf jeden Fall ins Spieleregal.
Note: 1-

Schiffsbauer der Nordsee (Karten-Einsatz-Spiel):
Ein schnelles Spiel für zwischendurch. Leider fehlte uns beiden aber das Gewisse etwas. Es ist nicht schlecht, aber. So richtig sagen warum es nicht gefunkt hat, kann ich auch nicht, aber manchmal ist es halt so ;) . Das Spiel ist rund und kann für eine Partie Zwischendurch gut gespielt werden.
Note: 3

Zug um Zug Skandinavien:
Ein sehr schönes Familienspiel. Funktioniert genauso gut wie z.B. die "Original Version (USA)". Aber da wir das schon in der Jubiläums-Edition haben, kann Zug um Zug Skandinavien wieder weg.
Note: 2-

Zug um Zug das Kartenspiel:
Für mich ist das Spiel von den Regeln her unnötig kompliziert. Zudem kann es in größerer Spielrunde sehr frustrierend werden, da man durch andere Spieler sehr gebremst wird. Für Zwischendurch ganz OK, aber man muss es wahrlich nicht im Regal stehen haben.
Note: 4

Great Western Trail (Worker-Placement, Deck Building):
Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft wir das gespielt haben, aber es kommt immer wieder gerne auf den Tisch. Freue mich schon riesig auf die Erweiterung. Muss ehrlich gestehen, das es eins meiner 3 Lieblingsspiele ist. Der Spielablauf/Regeln sind rund, es gibt sehr viele Strategien die zum Ziel führen (manche schwerer als andere aber Funktionieren tuen viele) und hat eine angenehme Spieltiefe und länge.
Note: 1

Thunderbirds (Cooperatives Spiel):
Das einzige cooperative Spiel, dass wir gespielt haben. Machte uns sehr viel Spaß und ist auch für ein Cooperatives Spiel sehr kommunikativ. Man muss sich schon sehr gut absprechen, wenn man gewinnen will, Dabei hatten wir das Gefühl, dass man zusammen direkt eine komplette Runde bespricht, und nicht nur einen Spielerzug. Fanden wir sehr ungewöhnlich aber dennoch gut. Das Spiel hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und das Artdesign ist ein 1A (wenn man die Serie mochte ;) ).
Note: 2

Räuber der Nordsee mit beiden Erweiterungen (Worker-Placement):
Wie man erkennen kann, mögen wir Worker-Placement Spiele besonders gerne^^. Durch beide Erweiterungen ist das Spiel in meinen Augen "wunderbar". Viele Strategien führen zum Ziel, man kann flexibel auf bestimmte Situationen reagieren und Spiellänge/tiefe ist auch sehr gut. Das Grundspiel alleine empfand ich etwas zu eintönig. Die Komponenten sind gehobener Standard. Es ist auch wieder eins der Spiele bei denen ich immer mit spielen würde.
Note: 2+/2

Patchwork (Puzzelspiel):
Nettes Zweipersonenspiel, wenn man nicht viel Zeit hat oder für Zwischendurch. Regeln sind leicht und schnell gelesen.
Note: 3

Cottage Garden (Puzzel-Spiel):
Ist vom Spielprinzip ähnlich wie Patchwork. Finde die Regel aber etwas zu komplizier geschrieben, Nach dem Regelbuch dachte ich zu erst, "Habe ich da alles verstanden, klingt kompliziert". Der Spielablauf selber ist aber dann doch einfach und schnell. Empfinde das Spiel selber aber als zu "stupide".
Note: 4

Bärenpark (Puzzel-Spiel):
Das Spielprinzip ist genauso wie beide Spiele vorher. Hier empfinde ich aber sowohl die Regeln als auch den Ablauf viel besser als bei Cottage Garden. Man muss auch etwas mehr nachdenken, was mir persönlich besser gefällt. Da es für 4 Personen geeignet ist, darf es neben Patchwork im Regal bleiben. Cottage Garden wird verkauft.
Note: 2-

Kingdom Builder:
Ein sehr schönes Familienspiel. Kommt immer wieder auf den Tisch. Die Regeln sind einfach aber mit einer angenehmen Spieltiefe. Das Spiel spielt sich schnell, so dass man auch gerne 2-3 Spiele hintereinander spielen kann.
Für Familien kann ich es sehr gut empfehlen. Klappt zu zwei auch sehr gut.
Note: 2

Da es mein erster Beitrag hier war, will ich noch etwas zu meiner Notenvergabe sagen - alles sehr subjektiv ;).

Note 1: sind Spiele die eine große Spieltiefe haben, bei denen es mehrere Wege zum Ziel gibt. Und bei denen auch die Regeln stimmen. Also ein Rund um gelungenes, komplettes Spiel.

Note 2: sind Spiele die gerne gespielt werden, bei denen aber noch etwas fehlt um "komplett" zu sein.

Note 3: sind Spiele bei denen es doch Sachen gibt, die einfach schlecht sind oder fehlen. Es sind aber dennoch Spiele die ich mitspielen würde ohne drüber nach zu denken. Es sind aber keine Spiele die ich selber vorschlagen würde.

Note 4: sind Spiele am Rande des - ich Spiele diese Spiele nicht. Es sind halt solche die man mitspielt, wenn man sich auf nichts anderes einigen kann ;)

Note 5: Der Rest der Spiele.

Note 6: Sind diese Spiele bei denen ich lieber Spülen gehe, Hausputz mache oder anderes um nur nicht mitspielen zu müssen. Ganz im Ernst, das sind Spiele bei denen ich einfach nicht mitspiele, da ich sie persönlich nicht leiden kann. Es sind überwiegend Spiele mit zu hohem Glücksfaktor oder "Gegner ägern"- Faktor. Dafür bin ich einfach nicht geschaffen :). Um mal zwei Spiele zu nennen - Monopoly und Mensch ärgerer dich nicht.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Emirio » 9. August 2018, 08:47

Dee hat geschrieben:
dass ich zuerst enttäuscht war, dass die Rückseiten farblich nicht zum Grundspiel passen.
Ich bin nicht mehr sicher, ob das bei mir auch ist/war, aber eigentlich ist es ja egal. Du weißt dann ja maximal, dass als nächstes Plättchen im Stapel eins aus der Erweiterung kommt. Taktisch wirst Du dann aber nichts ändern, oder?

Das ist mir weder bei deinem Spiel/Erweiterung, noch bei meinem Spiel/Erweiterung aufgefallen.
Egal ob das strategisch nutzbar ist, es würde auch mich einfach stören.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 9. August 2018, 20:33

Emirio hat geschrieben:
Dee hat geschrieben:
dass ich zuerst enttäuscht war, dass die Rückseiten farblich nicht zum Grundspiel passen.
Ich bin nicht mehr sicher, ob das bei mir auch ist/war, aber eigentlich ist es ja egal. Du weißt dann ja maximal, dass als nächstes Plättchen im Stapel eins aus der Erweiterung kommt. Taktisch wirst Du dann aber nichts ändern, oder?

Das ist mir weder bei deinem Spiel/Erweiterung, noch bei meinem Spiel/Erweiterung aufgefallen.
Egal ob das strategisch nutzbar ist, es würde auch mich einfach stören.

Unterschied Sagrada und Sagrada Erweiterung.jpeg
Unterschied Sagrada und Sagrada Erweiterung.jpeg (311.64 KiB) 1423 mal betrachtet

Habe es mal abfotografiert. Ist auf Fotos natürlich nie so gut zu erkennen, aber selbst so sollte man sehen, dass die Erweiterung viel heller ist. Und es ist jetzt kein absolutes No-Go, aber es beeinflusst beim Mischen und Auswählen der Teile schon, da man so indirekt versucht, eine gute Mischung zu kriegen und z.B. niemals alle Erweiterungsplättchen reintut oder keins, da man es ja mischen will. Und wenn man es vermeiden kann, sollten natürlich Erweiterungen nie extrem rausstechen...

So, dies ist neu bei uns auf dem Tisch gelandet:
Räuber der Nordsee mit allen Erweiterungen
Das Grundspiel hat uns ja schon sehr gefallen, sodass ich es bei BGG mit 9 von 10 Punkten bewertet habe. Dennoch war es noch nicht perfekt, da je nach Pech z.B. Handkarten sinnlos waren und die Mitglieder selten ausgetauscht wurden, wenn sie erstmal gut waren. Daher wussten wir, dass die Erweiterungen direkt ins Schwarze treffen würden, da sie genau diese Punkte verändern und noch mehr Spielspaß bringen.
Heute haben wir es nun mit beiden Erweiterungen gleichzeitig gespielt und ehrlich gesagt, werden wir es nur noch so spielen.
Räuber der Nordsee alles.jpeg
Räuber der Nordsee alles.jpeg (244.67 KiB) 1423 mal betrachtet

Es ist zwar auf dem Tisch schon ein wenig breiter, aber alle Änderungen sind in unseren Augen einfach perfekt. Die Spielertableaus z.B. sind absolut toll und man fragt sich, warum die nicht vorher dabei waren. Die Erweiterung mit der Halle der Helden ist super, da das Met noch einmal mehr Effekte rein bringt und die zusätzliche Möglichkeit, offene Mitglieder auf die Hand zu nehmen, auch sehr hilfreich ist. Auch die Aufträge sind super und bieten eine neue Strategie, die nicht zu vernachlässigen ist. Die Drafting-Methode sorgt auch für einen schnelleren Einstieg in das Spiel, sodass man schneller andere Aktionen auswählt. Auch die Erweiterung Felder des Ruhm ist durch die zusätzlichen neuen Effekte klasse! Durch die Wunden ist man gezwungen, öfter seine Mitglieder zu wechseln und nutzt dazu die Walküre auch effektiver. Auch die Ruhmesleiste ist spannend, da man so auch belohnt wird, wenn man ein sehr starkes Team hat und einfachere Raubzüge startet. Wobei ich lustigerweise die neuen Würfel am genialsten finde, denn dadurch fühlt es sich viel thematischer an. Vorher war einem ja absolut bewusst, was bei einem Raubzug passiert und ob es alle Mitglieder überleben oder nicht. Nun ist man durch die Würfel jedesmal gespannt, ob der Raubzug eben doch nicht so einfach über die Bühne läuft und man vielleicht weitere Wallküren würfelt. Dazu haben wir uns für das leichtere Aufbauen die Box und die Metallmünzen gegönnt und diese tragen auch enorm zum Spielspaß bei. Habe selten so geniale Münzen gesehen!
Alles in allem wurde das Spiel durch die Erweiterungen von einem fast perfekten Spiel zu einem perfekten Spiel, wobei es auch zeitlich nun viel länger dauert, es sich aber nicht so anfühlt.

Tal der Kaufleute
Dazu haben wir uns Tal der Kaufleute mit allen bisher möglichen Tieren geholt (und ich muss zugeben, der Ersteindruck durch die niedlichen Grafiken hat uns damals vor allem dazu gebracht, sich mit dem Spiel auseinander zusetzen und es auf die Wunschliste zu packen).
Tal der Kaufleute alle Tiere.jpeg
Tal der Kaufleute alle Tiere.jpeg (275.4 KiB) 1423 mal betrachtet

Bei dem Spiel handelt es sich um ein "Deckbau- und abbau"-Spiel, bei dem man verschiedene Tiersorten (Anzahl abhängig von der Spieleranzahl) mischt, sodass man sehr viel Varianz hat.
Es wird fälschlicherweise mit Dominion oder anderen Deck Buildern verglichen, dabei ist es schon sehr anders. Man baut sich zwar ein Deck auf, aber gekaufte Karten werden direkt auf die Hand genommen und als Ziel hat man eine bestimmte Auslage, die durch eigene Karten erzeugt wird. Dabei verliert man die Karten und so ist es ein ständiges Kaufen und Weglegen. Doch das macht das Spiel eben auch sehr besonders und einzigartig und absolut spaßig. Durch die verschiedenen Tierarten kommen absolut unterschiedliche Strategien vor, da jedes Tier eine eigene Vorgehensweise hat. Eine Tiersorte nutzt oft einen Würfel, eine andere ärgert gerne, eine andere hat passiv Effekte und nutzt Aktionen des Gegners usw. D.h. jede Kombination ist anders und jedesmal ist eben auch die Spielart anders. Bisheriger Liebling von mir sind die freundlichen Wüstenfüchse :D Dort ist man je nach Karte so freundlich und tauscht Karten untereinander (ohne die Mitspieler um Erlaubnis zu fragen) oder man schenkt jedem etwas, profitiert aber natürlich selber auch sehr stark davon. Man sieht also, es gibt je nach Tierart auch viel Interaktion untereinander.
In den vorherigen Kritiken habe ich ab und zu gelesen, dass einige finden, dass durch das Ablegen als Endbedingung das richtige Deckbaufeeling nicht rüberkommt, da man sofort mit der Ablage anfängt. Das hatten wir bislang gar nicht, da man am Anfang natürlich schon einmal teure Karten für später kauft, die man sich bei einer zu frühen Ablage nur schwer leisten kann und einige Karten möchte man nicht abgeben, da die Effekte zu gut sind. Dennoch ist es natürlich so, dass man einige Karten nur kurz im Deck hat und dann auslegt, aber dies finde ich gerade gut. Denn so kann man den Effekt zwar mal nutzen, aber manche Effekte bringen nicht so viel bzw. passen vielleicht gerade nicht so zur Strategie und so kann man die gekauften Karten sinnvoll loswerden, ohne sie wegwerfen zu müssen.
Also wir mögen das Spiel sehr gerne und es könnte echt zu einem Liebling werden.
Falls sich jemand noch wie wir direkt beide Spiele und die Biber kaufen möchte, hier ein kleiner Hinweis. Die Biber passen mit Müh und Not noch aufgeteilt in beide Packungen, sodass es gerade noch zugeht, wobei der eine Deckel schon übersteht. Da wir bisher alle Schwerkraft Spiele gesleevt haben, wird dies erstmal das erste Spiel sein, welches nicht gesleevt werden kann, da dann nichts mehr in die Boxen passen würde.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 12. August 2018, 15:08

@Murdock: Danke, dass Du meine Beiträge liest. Es freut mich, wenn Du sogar noch ein paar Tipps mitnehmen kannst. Da macht das Schreiben gleich noch mehr Spaß! :)

Kanagawa zu dritt: In Kanagawa sind wir japanischen Maler und versuchen alle das schönste Gemälde zu zeichnen. Die Karten in der Auslage geben die möglichen Motive vor, nur erfordern sie spezielle Farben. Die wiederum erhält man, wenn man ein Gemälde umdreht und auf die Art mehr Farben oder mehr Pinsel erhält. Siegpunkte gibt es für erreichte Ziele wie besondere Tiere, Menschen oder Gebäude zu malen.

Ich mag Spiele mit japanischem Thema. Kanagawa gefällt mir aber auch aufgrund des recht einfachen Spielprinzips und der umwerfenden Grafik. Recht schnell erklärt und recht schnell gespielt. Ein Kritikpunkt ist nur, dass es so viele Ziele gibt, dass ich gerne vergesse, zu überprüfen, ob ich vielleicht eines erfüllt habe. (Wertung: 8,5)

Ascension: Realms Unraveled zu dritt: Von den diversen Deckbuildern auf dem Markt mag ich Ascension sehr gerne (nach Kanzume Goddess, aber vor Nightfall). Es ist nicht perfekt, spielt sich dennoch sehr gut. In Realms Unraveled ist neu, dass die Helden und Konstrukte nicht nur einer Fraktion angehören, sondern zwei. Zusätzlich können Helden und Konstrukte, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, in bessere Versionen transformiert werden.

Ich spiele Ascension am liebsten mit der Lebensbund-Fraktion, da diese sehr gut untereinander interagiert. Dazu konnte ich mit der Leere-Helden Karten ausdünnen und durch ein Konstrukt alle Void-Helden als Lebensbund-Helden betiteln, was noch mehr Interaktion ergab. In meinem Kartendeck hatte ich am Ende des Spiels zwar nur läppische 28 Punkte, aber während des Spiels konnte ich 54 Siegpunkte durch Synergie-Effekte und Monster machen. Schade, dass es nur die ersten sechs Spiele/Erweiterungen auf Deutsch gab. (Wertung: 8,0)

Ganz schön clever zu dritt: Für mich wäre es das bessere Kennerspiel 2018 gewesen, aber naja. Einfacher Spielablauf und dennoch schön zum Knobeln. Erstaunlich fand ich unsere Punktezahl mit einem Neuling. Der hatte 214 Punkt, ich als Sieger 250. Vor allem hatten wir alle als niedrigste Stufe irgendwas zwischen 24 und 30 Punkten, was natürlich noch einmal entsprechende Boni mit zwei Füchsen gab. Super Spiel jedenfalls, auch wenn die 30 Minuten Spielzeit echt untertrieben sind (wir brauchten 60 Minuten). (Wertung: 8,0)

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 14. August 2018, 20:15

Ich habe in den letzten Tagen eine Menge gespielt und daher schreibe ich nur besondere Erfahrungen.

Scythe (zu viert):
Man hat ja eine Menge von diesem Spiel gehört und schon allein die Qualität der Materialien und das Aussehen wurde enorm gelobt. Wir konnten das Spiel ausprobieren (mit Personen, die das Spiel schon kannten) und so konnten wir uns einen eigenen Eindruck verschaffen.
Zur Qualität und der Optik kann ich nur sagen, dass die Qualität wirklich gut ist (obwohl die Vertiefungen in den Spielertableaus sehr eng sind) und die Optik gefallen muss. Mir sagt die Kriegsoptik gar nicht zu und daher finde ich es nicht so wunderschön, wobei ich trotzdem verstehen kann, wenn man die Optik mag.
Aber naja, das Spiel ist ja entscheidend und nicht unbedingt die Optik. Wir haben es also gespielt und obwohl mein Mann und ich das Spiel nicht kannten, sind wir beide in Führung gegangen und ich habe sogar mit Abstand gewonnen. Dabei habe ich meine Volkfähigkeit nicht genutzt und auch sonst hatte ich keine besonderen Karten. Aber an sich hatte ich eigentlich einfach eine Strategie mir überlegt und hab diese unabhängig von den anderen verfolgt. Diese würde ich so auch einfach beim nächsten Mal spielen, sodass sich für mich einfach überhaupt keinen Wiederspielreiz ergibt. Generell habe ich jetzt auch nicht jeden Zug enorm geplant und mich teilweise wegen der Downtime gelangweilt. Ist einfach nicht mein Spiel und ich muss nicht nochmal spielen, würde es aber für andere tun.

Werwölfe Vollmondnacht (zu fünft):
Dieses Spiel haben wir alle in der Gruppe zum ersten Mal gespielt und da bisher Tempel des Schreckens gut lief, dachte ich, dieses Spiel würde auch gut laufen. Aber fehlanzeige. Hat uns allen irgendwie nicht zugesagt und war leider ein Fehlkauf, da ich immer zu Tempel des Schreckens greifen würde...

Berge des Wahnsinns (zu fünft):
Bis auf eine Person kannten wir alle das Spiel und wir mögen es auch alle. Wir sehen es aber vor allem als lustiges Partyspiel mit ein bisschen Anspruch, nehmen es aber auch nicht so ernst und wollen nicht zwingend gewinnen. In dieser Konstellation haben wir es zum Kennenlernen auch vor allem nur durchgespielt und sind einfach den Berg hochgestiegen. Es hat aber super viel Spaß gemacht und wir haben einfach nur nonstop gelacht. So muss ein Spiel einfach sein!

Dinosaur Island (zu zweit):
Dinosaur Island.jpg
Dinosaur Island Eindrücke (Deluxe Edition)
Dinosaur Island.jpg (972.05 KiB) 1170 mal betrachtet

Auf dieses Spiel haben wir uns schon sehr gefreut. Seitdem mein Mann von diesem Spiel erfahren hat, wollte er es haben, aber leider sind wir keine Kickstarter Leute und daher konnten wir es nicht kriegen. Auch das nachkaufen hat sich als sehr schwierig erwiesen und ich bin immer noch erstaunt, dass dieses Spiel mit dem Thema und dem Spielspaß nicht nach Deutschland kommt! Das sollte ja eigentlich auch Nichtspieler schon allein wegen dem Thema und der Aufmachung ansprechen und könnte daher wirklich gut in die Läden kommen.
Zum Glück haben wir aber sogar für ein super Preis-Leistungs-Verhältnis die Deluxe-Variante bekommen und konnten es heute zum ersten Mal spielen. Und ich sage nur: Wow!
Hammer Spiel!
Die Optik war zwar damals nicht sofort meins, aber auf dem Tisch ist das Retro-Feeling absolut toll und die Farben lockern die Stimmung sehr auf. Auch die ganzen Bilder und die Materialien sind der Hammer. Zum Glück haben wir die Deluxe Variante bekommen (aus Not hätten wir auch die Standard Variante inzwischen gekauft), denn die Münzen sind im Vergleich (siehe Bild, 1 und 5 in Pappe wären Standard, 1,5,10 in schweren Münzen sind Deluxe) wirklich fantastisch. Sie sind ein bisschen schwer, aber das ist alles noch im Rahmen und lädt praktisch zum Rumspielen mit den Münzen ein. Auch die Dinosaurier Meeple sind klasse und man hat zwar trotz großer Auswahl nicht jeden Dino, der im Spiel auftaucht, aber doch genug um immer einen ähnlichen Meeple nutzen zu können. Auch hier gibt es Vertiefungen in den Spielerboards, allerdings sind diese ausreichend groß, sodass man die Cubes nicht mit Gewalt (wie in Scythe) reindrücken muss. Man hat insgesamt so viele qualitativ hochwertige Materialien bekommen, dass die Box strategisch gefüllt werden muss, damit sie noch zugeht und wir die Standard Sachen sogar weggepackt haben.

Aber wie ist das Spiel?
Auch hammermäßig. Man hat 4 Phasen, in denen man insgesamt versucht, seinen eigenen Dinosaurier Park zu bauen. In der 1. Phase forscht man und setzt seine Laboranten ein, um DNA zu erforschen, mögliche Dinosauriercodes zu entdecken oder sein Labor aufzustocken. In der 2. Phase wirtschaftet man, indem man sein Geld ausgibt um entweder Spezialisten, Attraktionen oder Laborfähigkeiten kauft. In der 3. Phase arbeitet man dann in seinem Labor oder im Park, in dem man seine Arbeiter wie in normalen Worker-Placement-Spielen einsetzt, wobei man eben die Möglichkeiten in der 2. Phase individualisieren konnte. Im Labor kann man dann die in der ersten Phase entdeckten DNA-Stränge nutzen, um Dinos zu züchten oder neue DNA zu erarbeiten. Außerdem kann man Geld sammeln, die Sicherheit im Park erhöhen (denn je nach Anzahl und Gefährlichkeit der Dinos und einer Besonderheit aus der ersten Phase steigt die Gefahr) oder die Gehege zu vergrößern. All die Vorarbeit aus den ersten drei Phasen wird dann in der vierten und letzten Phase hoffentlich zu einem gut besuchten Dinosaurier Park führen, denn in der vierten Phase bekommt man dann Besucher je nach Attraktivität des Parks (die sich aus den Dinosauriern ergibt), die Eintritt zahlen (außer Hooligans, die prügeln sich so rein) und natürlich auch Platz benötigen, damit jeder zufrieden ist. Zufriedene Besucher geben dann je nachdem Siegpunkte oder Geld. Wenn man aber den Park nicht sicher genug gemacht hat und die Gefahr zu groß ist, werden einige Besucher auch einfach von den Dinos gefressen :D
Und so geht es dann immer weiter, bis gewisse Ziele erfüllt werden. All das mit sehr viel Varianz.
Also wir sind schon direkt begeistert und lieben das Spiel. Es hat absolut Spaß gemacht und ist sehr vielseitig, thematisch und variationsreich. Kann es jedem nur empfehlen!

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Mitspieler » 14. August 2018, 23:32

Maery hat geschrieben:Dinosaur Island (zu zweit):
Hammer Spiel![..] Es hat absolut Spaß gemacht und ist sehr vielseitig, thematisch und variationsreich. Kann es jedem nur empfehlen!
Dein Bericht macht wirklich Laune auf das Spiel, Maery.
Aber trotzdem, wenn ich mir die Bilder anschaue - - auch, wenn man von den seltsamen Quietschefarben absieht, wirkt das Spiel mit den vielen tabellenartigen Zählfeldern/Zählleisten leider so arg unatmosphärisch und abstrakt...



P.S. An dieser Stelle mal vielen Dank für Deine tollen, ausführlichen und bebilderten Spielberichte!
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 15. August 2018, 05:42

@Maery: Interessanter Spielbericht. Ich dachte mir danach: Wir werden nie am Spieletisch zusammenkommen. ;) Scythe kam bei mir super an, allein wegen der Atmosphäre. Berge des Wahnsinns fand ich dagegen eher schlecht und langweilig.

Wo wir uns ggf. einigen können, ist Dinosaur Island. :) Ich wills mir in Essen dieses Jahr endlich anschauen. Es gibt ja eine neue Erweiterung und mit Duelosaur Island ein 2-Spieler-Spiel.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 15. August 2018, 11:26

Dee hat geschrieben:@Maery: Interessanter Spielbericht. Ich dachte mir danach: Wir werden nie am Spieletisch zusammenkommen. ;) Scythe kam bei mir super an, allein wegen der Atmosphäre. Berge des Wahnsinns fand ich dagegen eher schlecht und langweilig.

Wo wir uns ggf. einigen können, ist Dinosaur Island. :) Ich wills mir in Essen dieses Jahr endlich anschauen. Es gibt ja eine neue Erweiterung und mit Duelosaur Island ein 2-Spieler-Spiel.


Naja, Berge des Wahnsinns ist für uns halt ein Partyspiel und das ist ja eh abhängig von den Gruppen und Scythe habe ich keinen Wiederspielreiz gesehen, bin aber natürlich auch offen für Vorschläge oder Anmerkungen. Also wenn du mir sagen kannst, wie ich dort auch den Wiederspielreiz sehe oder dass es sich lohnt, bin ich ja offen für Meinungsänderungen meinerseits ;) Und ja, guck dir Dinosaur Island auf jeden Fall an. Wir haben die Erweiterung und das Stand Alone Spiel auch schon vorbestellt :D

Mitspieler hat geschrieben:Dein Bericht macht wirklich Laune auf das Spiel, Maery.
Aber trotzdem, wenn ich mir die Bilder anschaue - - auch, wenn man von den seltsamen Quietschefarben absieht, wirkt das Spiel mit den vielen tabellenartigen Zählfeldern/Zählleisten leider so arg unatmosphärisch und abstrakt...

P.S. An dieser Stelle mal vielen Dank für Deine tollen, ausführlichen und bebilderten Spielberichte!

Dankeschön =)

Also zu der Optik und den Farben:
Bin halt 90er Jahre Kind und daher passt es für uns einfach mit den Neon-Farben, den Gadgets, usw. Schon bei der Erweiterung sind man ja Walkie Talkies und einen Walkman auf dem Cover, Nostalgie pur ;) Wobei ich ja auch schon zugegeben habe, dass ich es damals beim Entdecken vor einem Jahr auch ungewöhnlich und komisch fand. Inzwischen passt es aber wirklich für mich :D

Zur Abstraktheit:
Also wenn man Jurassic Park/ World liebt bzw. mag, dann fühlt sich das Spiel alles andere als abstrakt an.
alle vier Phasen Dinosaur Island.jpg
In Leserichtung alle vier Phasen
alle vier Phasen Dinosaur Island.jpg (1.05 MiB) 1049 mal betrachtet

In der ersten Phase (oben links) hatte ich ja schon im Spielbericht beschrieben, forscht man und sucht daher in Bernstein nach neuen "Dinosaurier-Rezepten" oder allgemein DNA-Spuren. Dies ist eben sehr zufällig, da man nie vorher weiß was man findet und daher passen meiner Meinung nach eben auch die Würfel sehr gut. Die Worker (Forscher im Reagenzglaslook, also auch passend) setzt man eben ganz normal wie in einem Worker-Placement ein und alles ist thematisch passend, da man eben alles macht, was man sich von Dinosauriern Forschern so vorstellt ;)
In der zweiten Phase (oben rechts) kann man eben neue Spezialisten anheuern, Attraktionen kaufen usw und auch das ist nicht abstrakt, sondern durch die Bilder und Texte alles immer noch thematisch.
In der dritten Phase (unten links) sind wirklich einige tabbellenartige Zählfelder, aber wenn man im Thema drin ist, ist das auch nicht abstrakt, denn dies sind eben die Kühlfächer, in denen man DNA lagert und das wird auch bildlich dargestellt. Außerdem hat man wie auf einem Monitor die Angabe der momentanen Gefahr (auch durch Zählsteine) und der momentanen Sicherheit im Vergleich. Also alles macht schon Sinn.
Phase vier (unten rechts) ist natürlich am wenigsten abstrakt.
Weitere Zählleisten sind nur die Siegpunktleiste wie bei jedem Spiel, die hier eben Ruhm und Prestige angeben und noch eine Zählleiste, die den momentanen Hype und damit die Besucheranzahl angibt.

Also ist natürlich Meinungssache, aber ich fand das Spiel absolut thematisch und es hat sich wirklich wie das Planen eines eigenen Jurassic Parks angefühlt ;)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Mitspieler » 15. August 2018, 11:51

Maery hat geschrieben:Zur Abstraktheit:
In der dritten Phase (unten links) sind wirklich einige tabbellenartige Zählfelder, aber wenn man im Thema drin ist, ist das auch nicht abstrakt, denn dies sind eben die Kühlfächer, in denen man DNA lagert und das wird auch bildlich dargestellt. Außerdem hat man wie auf einem Monitor die Angabe der momentanen Gefahr (auch durch Zählsteine) und der momentanen Sicherheit im Vergleich. Also alles macht schon Sinn.

Hi Maery, erstmal natürlich vielen lieben Dank, dass Du so ausführlich und anschaulich auf meine Gedanken eingegangen bist!

Bezüglich der Abstraktheit verstehe ich Deine Meinung jetzt besser, finde einige Spielbestandteile aber trotzdem optisch (grafisch) unnötig abstrakt umgesetzt .
Ich hatte mich tatsächlich zum einen auf die Zählfelder der "dritten Phase" bezogen und zum anderen auf das separate Board, das nur aus Zählfeldern besteht (es war in Deinem Posting vom 14.8. auf dem 2.Foto zu sehen, neben dem Stoffsäckchen). Vermutlich ist das eine davon die Siegpunktleiste? Die ist total abstrakt, aber man hätte sie doch auch thematisch (etwa als Weg durch die Insel) gestalten können!
Ähnlich die Zählfelder der "dritten Phase": Thematisch mögen sie ja passen (Kühlfächer?), aber eben optisch nicht - da hätten sie schöner angepasst/eingebunden werden können.

Dass Spielflächen, die nur der Spielmechanik dienen (meistens Tabellen/Zählleisten), oftmals unnötig abstrakt dargestellt sind (vermutlich wegen der Übersichtlichkeit), stört mich übrigens bei vielen "thematischen" Spielen. Beispielsweise bei Great Western Trail (besonders die große graue, tabellenartige Kästchenfläche links auf dem Hauptspielplan, die finde ich schrecklich, sie passt optisch überhaupt nicht zu dem Landschaftsplan, sondern (zer)stört m.E. das atmosphärische Feeling des Spiels).

Liebe Grüße!
Daniel
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 15. August 2018, 17:06

Mitspieler hat geschrieben:Hi Maery, erstmal natürlich vielen lieben Dank, dass Du so ausführlich und anschaulich auf meine Gedanken eingegangen bist! [...]
Ich hatte mich tatsächlich zum einen auf die Zählfelder der "dritten Phase" bezogen und zum anderen auf das separate Board, das nur aus Zählfeldern besteht (es war in Deinem Posting vom 14.8. auf dem 2.Foto zu sehen, neben dem Stoffsäckchen). Vermutlich ist das eine davon die Siegpunktleiste? Die ist total abstrakt, aber man hätte sie doch auch thematisch (etwa als Weg durch die Insel) gestalten können!
Ähnlich die Zählfelder der "dritten Phase": Thematisch mögen sie ja passen (Kühlfächer?), aber eben optisch nicht - da hätten sie schöner angepasst/eingebunden werden können.

Hi Daniel, kein Problem, ich diskutiere gerne und finde sowas ja auch interessant ;)
Also ja, an sich sind die Kühlfächer zwar immer noch abstrakt bzw. optisch nicht mega geil, aber sie sind übersichtlich und ich wüsste auch keine Alternative dazu.
Zu der Zählleiste:
Siegpunkt- und Hype-Leiste.jpg
Siegpunkt- und Hype-Leiste.jpg (335.11 KiB) 1004 mal betrachtet

Jaa, die ist wirklich thematisch gar nicht passend. Wobei ich auch da einfach sagen muss, dass ich auch hier keine Alternative hätte, denn als Weg auf einer Insel z.B. wäre sie ja auch noch einmal extra und bei den einzelnen Parks würde sie eher stören. So ist es zumindest übersichtlich, denn die obere Leiste gibt den Hype an und sagt an, wie viele Besucher man in der vierten Phase bekommt und die untere Leiste eben die Siegpunkte, die auch jede Runde die Startreihenfolge angibt. Also muss man an sich eben auch alles im Überblick haben. Verstehe dich aber jetzt noch besser, denn jaa, das ist wirklich überhaupt nicht thematisch schön designed.
Wobei ich dir auch zustimme, dass einige Spiele in dem Sinne nie thematisch absolut perfekt sind. Aber ich muss trotzdem sagen, dass ich so viele schlimmere Spiele kenne und hier beim Spielen dann einfach thematisch trotz der genannten Kritikpunkte von dir einfach super drin bin und es mich wirklich nicht stört. Es geht eben oft darum, wie das Spielgefühl sind und ob man dort aufgeht oder nur die Mechanik bemerkt.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 15. August 2018, 17:44

@Maery: Für mich war Scythe sehr gut wiederspielfähig aus folgenden Gründen: 1. Ich hatte zwei unterschiedliche Charaktere und habe deren Fähigkeiten auch voll ausgenutzt. Auch, was die Mechs können, unterscheidet sich ja. 2. Durch die anderen Playerboards muss man die Strategie immer leicht anpassen. 3. Die eigenen Ziele geben jedesmal eine ganz andere Richtung vor, zumindest die ersten Runden bis zur Erfüllung. Insgesamt: es gibt so viel Variabilität, dass man nicht nur nach Schema F vorgehen kann, wenn man vorne mitspielen will.

Oder anders: Auch Marco Polo kann man spielen, ohne den eigenen Char zu nutzen, aber es ist nicht ratsam. ;)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 23. August 2018, 23:22

In letzter Zeit haben wir viele bekannte Spiele gespielt, die ich gerade nicht weiter kommentiere.

Aber auch zwei neue Spiele:
Heaven & Ale
Wir haben uns schon vorher über die neuen Spiele informiert und wussten vom Spielprinzip, dass es nicht unser Spiel ist. Ein Freund hatte das Spiel aber und wir wollten dem ganzen dann doch eine Chance geben und haben es ausprobiert mit 2 Erfahrenen und eben wir 2 Neulingen (also was dieses Spiel anbelangt).
Und mein Mann und ich haben beide schon nach 2 Runden erkannt, welche Fehler wir begangen haben, doch es war zu spät. Dies ist wirklich ein Spiel, bei dem jeder Zug zählt und man Fehler nicht ausradieren kann! Die 4 Runden danach waren für uns einfach nur Tortur, denn man konnte schon da den Vorsprung der Erfahrenen nicht mehr rausholen. Wir haben zwar mehr als 0 Punkte erreicht, aber eindeutig viel zu wenig zum Gewinnen. Dennoch haben wir beide auch keine Lust auf eine neue Partie, denn uns war schon klar, dass es eigentlich nur bestimmte Strategien zum Gewinnen gibt und keine Varianz, da auch die beiden Erfahrenen einfach ihre Strategie spielen konnten und absolut unabhängig von der variablen Auswahl waren. Und solche Spiele mögen wir nicht. Wir stehen auf Varianz an Strategien und auch ein Spielgefühl, dass sich nicht wie das pure Abarbeiten von bekannten Zügen ist. Also dies ist wirklich nicht unser Spiel.

Great Western Trail
Dieses Spiel haben wir als Schnäppchen gekauft und schon seit einem halben Jahr immer hin und her überlegt, ob wir es wollen oder nicht. Jetzt haben wir uns entschieden und es zum ersten Mal gespielt.
Great Western Trail.jpg
Great Western Trail.jpg (700.59 KiB) 787 mal betrachtet

Die Kombination aus Deck Building, Worker bewegen, Plättchen sammeln und Spielbrett ausbessern hat uns wirklich gut gefallen. Ich muss gestehen, dass mein Mann dieses Spiel haben wollte und ich es erst nicht so ansprechend fand und die Idee, Kühe zu deckbuilden war nicht so meins. Jetzt gebe ich zu, dass alles wirklich passt und alles gut harmoniert. Auch die Kühe sind klasse und insgesamt passt der Stil und es sieht auch gut aus.
Es gab wirklich viele möglichen Strategien, wobei man natürlich das Deck Building nicht außer Acht lassen sollte. Trotzdem kann man entweder viele Häuser bauen, seinen Zug schnell bewegen, auf die Siegpunktplättchen gehen und die Zielkarten verfolgen. Alles davon ist wichtig und variabel und ich freue mich wirklich auf die nächste Partie, da ich weiß, dass es hier wirklich anders sein wird und man trotzdem je nach Auslage anders agieren wird.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 24. August 2018, 16:40

Gestern die erste Runde Root mit 4 Spielern, ich spielte die Eyrie (Vögel). Gewonnen hat am Ende die Woodland Alliance knapp vor den Marquie de Cat. Ich fand das Spiel absolut großartig, es ist im Grunde ein Wargame mit süssen Waldtieren und extrem asymetrischen Fraktionen. Die Katzen beherrschen zu Anfang im Grunde den Wald und versuchen möglichst viele Gebäude zu bauen und Einheiten zu rekrutieren um ihre Macht zu erhalten. Die Vögel sind die ehemaligen Herrscher und versuchen durch geschicktes ausbreiten und das bauen von Nestern ihre Macht wieder zu erlangen, die Waldtiere sind quasi die Rebellen/Guerrillas die gegen die Unterdrücker kämpfen und der Vagabund spielt quasi die anderen Fraktionen gegeneinander aus bzw. ist neutral und auf seinen eigenen Vorteil aus. Das ganze ist Regeltechnisch sehr schön umgesetzt und noch relativ schnell erklärt, natürlich muss man 4 ver. Regeln erklären, es ist aber einfacher als in Vast, da einfach mehr Schritte einheitlich sind. Das Artwork ist super (hat was von einem Kinderbuch) und das Material lässt keine wünsche offen, da passt alles. Ich habe die Kickstarter Version mit zwei weiteren Völkern (Flussvolk und Eidechsen). Dieses Spiel kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen, bekommt von mir auf BGG nach meinem Ersteindruck erstmal 9 Punkte, würde ich jederzeit wieder spielen!
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon hgzwopjp » 24. August 2018, 22:46

Maery hat geschrieben:Auch die Kühe sind klasse und insgesamt passt der Stil und es sieht auch gut aus.


Das stimmt, trotzdem fehlt mir einfach eine Rasse: das Dob mit dem Wert 0... :cool:


PS. Hat diese Seite nur bei mir eine Ladezeit im Minutenbereich, wenn überhaupt was ankommt?

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 25. August 2018, 01:52

hgzwopjp hat geschrieben:PS. Hat diese Seite nur bei mir eine Ladezeit im Minutenbereich, wenn überhaupt was ankommt?


nein. Ich habe die letzten Tage auch gewaltige Probleme mit Ladezeiten und manchmal gar keine Seite.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 25. August 2018, 02:16

Hier auch...
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 27. August 2018, 01:11

Meine Freundin und ich haben heute meine 2 Geschenke zu zweit ausprobiert.

Zunächst Century - Fernöstliche Wunder

Ich finde Century - Die Gewürzstraße richtig klasse und hatte mich sehr auf den zweiten Teil der Trilogie gefreut.
Bei Fernöstliche Wunder haben wir einen modularen Spielplan aus Plättchen (eine Art Hex-Felder mit Verschnörkelungen) auf dem man mit seinem Schiff hin und her schippert.
Dabei tauschen wir Gewürze hin und her um Aufträge zu erfüllen und damit Siegpunkte zu erhalten.
Es gibt noch ein paar Feinheiten, aber im groben ist es das. Ein Worker-Movement-Spiel mit ganz simplen Ressourcen-Management.

Wir fanden es wieder richtig gut. Das Material ist schön gestaltet, aber auch recht schlicht, was hier aber mehr elegant statt schnöde wirkt. Es gibt wenig Material, es ist super einfach zu erklären und man findet ruckzuck rein und dann ist eine Partie ruckzuck vorbei. Es gibt nur ein kleines Manko: Die Züge kommen noch etwas schneller rum als bei Der Gewürzstraße, weil es etwas weniger zu überlegen gibt. Das Dilemma den richtig Zeitpunkt zu wählen, wann man was macht (Karte kaufen oder spielen? Wann nehme ich meine Karten wieder auf?) fällt etwas weg. Man kann ziemlich gut vorausplanen ohne Angst zu haben, es wird einem etwas weggeschnappt. Trotzdem finde ich es sehr gut nur Die Gewürzstraße noch besser.

Ich freue mich aber auf die Kombination beider Spiele. Da es bei den Gewürzinseln die Karten wieder gibt, vermute ich, dass das meine liebste Variante wird.

(Wegen Verknüpfung Fortsetzung im nächsten Beitrag)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 27. August 2018, 01:52

(Fortsetzung...)

Danach spielten wir das einfache Einführungsspiel von Nah und Fern

Auch hier haben wir eine Fortsetzung oder geistigen Nachfolger eines anderen Spieles. Nur hier ließ mich der Vorgänger Oben und Unten völlig kalt.
Das was ich in den Rezensionen sah und hörte gefiel mir irgendwie nicht.

Anders bei Nah und Fern. Die Aufmachung und der Atlas, sowie die Kampagnen-Modi ließen es gleich interessant erscheinen und versprach direkt mehr "Sinn" hinter den Begegnungen/Story-Elementen.

Bei Nah und Fern haben wir einen Charakter mit dem wir 2 grundlegende Aktionen ausführen können. Entweder können wir ihn in die Stadt schicken, um, je nach Gebäude, Ressourcen zu sammeln oder zu tauschen oder z.B. Abenteurer für unsere Crew anzuheuern.
Oder aber wir schicken ihn auf Wanderschaft, wo er sich auf einer Landkarte (dem Atlas) bewegt, Bedrohungen überwindet, Lager errichtet oder Aufgaben aus dem Buch der Begegnungen erledigt.
Auch hier kann man den Charakter als Worker sehen, den wir zwischen den Aktionsfeldern hin und her bewegen.
Am Ende geht es auch hier um Siegpunkte, die wir für die verschiedensten Sachen kriegen. So gibt es Siegpunkte für Häuptlinge, die zu uns kommen, wenn wir 4 Banner ihrer Fraktion haben oder für Handelsrouten, die wir mit unseren Camps verbinden. Die wichtigste Quelle sind jedoch die Artefakte. Diese werden am Anfang gedraftet, um sie dann in seinem Zug von der Hand zu spielen, sofern man die Ressourcen bezahlen und/oder den nötigen Ruhm vorweisen kann. Dazu bringen die Artefakte nicht nur Punkte, sondern haben auch dauerhafte (oder End-Game) Boni, die recht stark sein können.

Auch dieses Spiel fanden wir richtig klasse und ich freue mich schon darauf eine Kampagne anzugehen, denn ich glaube, dann wird es noch besser.
Die Züge in der Stadt sind blitzschnell erledigt und sollte man in das gleiche Gebäude wie ein Mitspieler wollen, kommt es zu einem Duell. Das Wandern auf dem Atlas geht auch schnell, es sei denn man hat eine Begegnung, aber dann können alle der kleinen Geschichte lauschen. Daher gibt es keine langweilige Downtime.
Es gibt viele Möglichkeiten für taktische und strategische Überlegungen, was mir besonders gefällt. Gerade bei der Handelsaktion kann man viel grübeln, was man wie tauschen möchte.
Die Geschichten waren jetzt (gewollt) etwas zusammenhanglos, aber trotzdem witzig und gut geschrieben.
Auch das Material ist einfach super. Der Zeichenstil von Ryan Laukat ist mal ein etwas anderer und er gefällt mir gut. Das Spiel sieht mit dem Atlas auf dem Tisch einfach super aus! Die Karten haben eine eigenartige aber coole Haptik, man kann sie nur nicht so gut mischen. Seltsam finde ich nur, dass Rubine sowohl als Plastik- als auch als Papp-Marker dabei sind. Mischen fände ich doof und ich kann mich nicht entscheiden, welche ich nehmen will. Die Plastik-Rubine sehen cool aus pimpen das Erscheinungsbild noch etwas auf. Die Papp-Marker sehen aber genau aus, wie bei der Ikonographie und passen besser zu den anderen Ressourcen aus Pappe. Aber das ist ein reines Monk-Problem :P

Ich freue mich mega auf weitere Partien und die einzelnen Modi zu testen, denn ich bin mir sicher, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben und das es noch besser wird!

Zur Vollständigkeit: Century habe ich, Nah und Fern meine Freundin jeweils ganz knapp gewonnen.
Zuletzt geändert von Florian-SpieLama am 27. August 2018, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.


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