Beitragvon Bernd » 28. April 2000, 11:36
Hallo Stephan,
auch in unserer Runde ist das Spiel nicht unumstritten. Während ich es toll finde, fand unser "Grübler" es zu chaotisch, da auf dem Brett ziemlich viel geschieht. Meiner Meinung nach hat er aber nur schlecht gespielt :-)
Der Spielablauf ist eigentlich recht simpel. Während der normalen Runden bringt man Spielsteine ins Spiel, deckt sich mit Zeremoniekarten ein, und löst Zeremonien aus. Während der Zeremonien, an deren Ende einen Wertung stattfindet, verschiebt man seine Spielsteine auf dem Brett, um mindestens von einer der drei Figurenarten die meisten Figuren in dem zu wertenden Gebiet zu haben.
Besonders gefiel mir, daß man immer seine Mitspieler im Auge behalten muß (wieviele Zeremoniekarten haben sie? Wieviele und welche Figuren haben sie in und um das Feld herum, in dem ich eine Wertung auslösen möchte? usw.) und das Gleichstände bei Wertungen durch die Sitzreihenfolge gelöst werden. Das ganze Spiel macht einen sehr durchdachten Eindruck, ohne konstruiert zu wirken. Auch die einzelnen Mechanismen wirken nicht aufgesetzt, sondern sind sehr gut in das Spiel integriert. Und das ist bei einem abstrakten Taktikspiel nicht immer der Fall.
Probespielen sollte man es auf jeden Fall mal.
Bernd