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Ketzerisch: Wie spielt man Zèrtz?

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Roman Pelek

Ketzerisch: Wie spielt man Zèrtz?

Beitragvon Roman Pelek » 16. Mai 2000, 23:20

Hallo,
ich habe mir heute aufgrund der vielen Empfehlungen das 2-Personen-Spiel Zèrtz zugelegt. Nun, ich muss sagen: Idee originell, Mechanismus originell, Gewinnbedingung originell, Aufmachung für den Preis sehr schön, Name dämlich. Nur, und das ist der Hauptpunkt, finde ich nach den ersten 5-6 Partien mit meiner Freunding nicht so recht heraus, wie man auf Sieg spielt. Wir spielen eher so vor uns hin, wischen uns ab und an mal kurz eins aus, und am Ende hat eine/r Glück und bekommt den letzten passenden Stein. Irgendwie nicht befriedigend :-(
Nun meine Fragen: wie kann man z.B. gezielt darauf spielen, Steine zu isolieren? Gibt es Mechanismen, um darauf hinzuarbeiten, mehrere Steine auf einmal schlagen zu koennen (ausser durch Dämlichkeit des Mitspielers...)? Wenn bei uns diese Situationen auftraten, hat immer eine/r gewaltig geschlafen...
Ausser der kurzfristigen taktischen Möglichkeit, jemanden zu zwingen, EINEN ihm weniger gelegenen Stein zu schlagen, um selbst EINEN bestimmten anderen zu bekommen, haben wir bisher noch keine Taktik oder Strategie entdeckt, das ganze etwas lukrativer oder längerfristig planbar zu machen.
Und, ja, wir liefern uns auch regelmäßig Gefechte in Abalone oder 90 Grad, die wirklich geplant und wohlüberlegt sind, und sind etwas enttäuscht, dass wir bei Zèrtz so an der Oberfläche, hart am Rande des Zufalls, dümpeln und keine Idee kriegen, wie das besser geht.
Bitte klärt uns auf, ob das Spiel wirklich keine größeren taktischen Finessen bietet ausser den genannten, oder ob man dabei extrem lange braucht, um diese herauszufinden. Nach den ganzen positiven Kritiken bin ich etwas enttäuscht, bei diesem Spiel kaum Tiefgang zu entdecken...
Ciao,
Roman

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Arne Hoffmann

re: Ketzerisch: Wie spielt man Zèrtz?

Beitragvon Arne Hoffmann » 17. Mai 2000, 08:11

Hallo Roman,
man kann schon etwas weiter vorausplanen. So kann man durch geschicktes Setzen erreichen, dass man selbst mehr als eine Kugel schlagen kann. Meist sind aber auch bei uns nur so 3-4 Kugeln auf dem Brett, so dass diese Variante nicht so zum Zuge kommt.
Vielmehr ging es bei uns in den letzten Partien immer darum, sich erst einmal eine kleine Ausgangsstellung zu verschaffen. Dann zwingt man Zug um Zug den Gegner zum Schlagen. Durch eigenes (geschicktes) Setzen konnten wir Kugel nach Kugel isolieren, was dann den Sieg brachte (bisher allerdings erst in der Grundversion ausprobiert).
So den taktischen Tiefgang hat Zertz aber auch nicht. Ist dafuer aber ein schoenes Gruebelspielchen fuer Zwischendurch. Bei uns hat eine Partie selten laenger als 15 Minuten gedauert. Und meistens wollte der Verlierer direkt eine Revanche - also hoher Wiederspielwert bei kurzer Spielzeit. Mir gefaellts. Fuer mehr taktische Tiefe wuerde ich zu GIPF greifen (gefaellt mir noch besser :-) )
Tschoe,
Arne


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