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Nochmal Das schwarze Auge

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus N.

Nochmal Das schwarze Auge

Beitragvon Markus N. » 17. Oktober 2000, 14:43

Hab DSA eben neu erstanden, wollte nur fragen ob es Sinn hat, das Spiel mit 2 Spielern zu spielen oder ob der Spaßfaktor darunter sehr leidet ? Bin leider neu auf diesem Gebiet, deshalb so viele Fragen !

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Arne Hoffmann

re: Nochmal Das schwarze Auge

Beitragvon Arne Hoffmann » 17. Oktober 2000, 15:51

Hallo Markus!
Was hast Du von DSA denn neu erstanden? Wenn mich meine Erinnerung nicht truegt gibt es ja sowohl ein (mehrere?) Brettspiel als auch das Rollenspiel zu DSA. Zu dem Brettspiel kann ich Dir bzgl. 2 Spieler nicht viel sagen.
Handelt es sich aber um das Rollenspiel, so ist dies fuer 2 Personen ungeeignet. Rollenspiele leben gerade davon, dass man in einer Gruppe von mehreren Personen spielt und zusammen die anstehenden Abenteuer bewaeltigt. Ferner benoetigt das Rollenspiel immer einen Spielleiter. Somit waer bei 2 Personen gerade einmal eine uebrig, die die Abenteuertruppe fuehrt. Das macht das Spiel doch recht oede und langweilig und ist vielleicht gerade einmal geeignet um sich anfangs in die Regeln einzuarbeiten.
Meine Empfehlung daher: Noch ein paar mehr wackere Recken suchen und dann mit 5-6 Spielern das ganze angehen.
Tschoe,
- Arne -

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Gustav der Bär

re: Das schwarze Auge zu zweit ...

Beitragvon Gustav der Bär » 17. Oktober 2000, 17:38

... hat leider so gut wie keinen Reiz.
Wenn man keine Gruppe zusammenbekommt, gibt es als Alternative allerdings einige Solo-Abenteuer. Wenn du dir die Grundpackung gekauft hast, sollten ein Solo- und ein Mehrspieler-Abenteuer darin enthalten sein. Lies dir einfach mal die ersten paar Seiten davon durch, dann bekommst du schnell einen Überblick, wie das funktioniert.
Ich hoffe, dir hat nicht irgend ein verkaufstüchtiger Spielwarenhändler nur eine der Ergänzungspackungen aufgeschwatzt, mit denen allein kannst du nämlich gar nix anfangen.
Schreib doch mal, welche Packung du genau hast.
(Es wäre natürlich eine Herausforderung für das Team von FanPro, eine Regelvariante für zwei Spieler zu entwickeln.)
Liebe Grüße
Gustav der Bär (noch sehr unerfahrener Söldner)

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Pete

re: Das schwarze Auge zu zweit ...

Beitragvon Pete » 17. Oktober 2000, 20:00

Hallo,Hallo ...
DSA für zwei Spieler - Also, ich gebe zu, für Neu-Einsteiger ist es nicht soo gut geeignet. Trotzdem, für erfahrene Spieler und Spielleiter kann es schon sehr reizvoll sein, ein "Eins zu Eins" Abenteuer zu spielen. Wir haben früher öftermal das eine oder andere Abenteuer dieser Art gespielt. Waren aber alle selbstgeschrieben. Wir haben sogar 'mal eine Kampagne auf diese Art begonnen. Jeder Abenteurer/Held mußte erst ein "Eins zu Eins" Abenteuer spielen, bevor er auf die Anderen traf. War eigentlich 'ne tolle Sache.
Allerdings gibt es davon keine im Handel, da gebe ich dir recht - das wäre 'mal eine Lücke.

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Dirk Remmecke

re: Das schwarze Auge zu zweit ...

Beitragvon Dirk Remmecke » 18. Oktober 2000, 12:36

Selbst unter Rollenspielern ist das eine Art von Glaubensfrage...
Mir selbst machen sogenannte "Eins-zu-Eins" Abenteuer keinen Spaß. Für mich lebt das Rollenspiel von der Interaktion der Spieler - als Spielleiter liebe ich es, die Spieler in Situationen zu werfen und mich dann zurückzulehnen und zu beobachten, wie sie *untereinander* reagieren. (Etwa so wie in dem neuen Herr der Ringe-Brettspiel, obwohl sich die Reaktionen dort eher auf abstrakt-taktische Fragen beziehen als auf charakterlich und Geschichten-orientierte.)
Aber das ist nur meine Meinung.
Ich kenne auch *sehr* viele Rollenspieler, die das "Eins-zu-Eins"-Spiel für die intensivste Rollenspielerfahrung überhaupt halten, weil der Spielleiter sich zu 100% auf den einen Spieler konzentrieren kann und *dieser* Spieler garantiert der Held der Geschichte sein wird. Im Gruppenspiel wird der Spielleiter seine Aufmerksamkeit auf mehrere Leute aufspalten müssen und in einem Abenteuer gibt es so Momente, in denen die Rolle eines Spielers nicht gefragt ist, es nichts zu tun gibt oder die Gruppe sich gar an zwei verschiedenen Orten aufhält. Im "Eins-zu-Eins" geschieht das nicht.
Im "Eins-zu-Eins" sind aber auch Geschichten möglich, die man als Gruppenspiel gar nicht spielen kann. Eine James Bond-artige Geschichte von einem Helden, der sich undercover bewegt und detektivisch arbeitet, ist mit einer Gruppe eher schwierig umzusetzen. Eine Entwicklungsgeschichte wie Hans Bemmanns "Stein und Flöte" ist als Gruppenspiel kaum möglich. Wie würde Michael Endes "Momo" als Gruppenabenteuer aussehen, "Die unendliche Geschichte", oder Stephen Kings "Augen des Drachen"?
"Eins-zu-Eins" ist eher etwas für Leute, die gerne charakter-getriebene Geschichten spielen (im Gegensatz zu plot- oder situations-getriebenen Abenteuern). Wer lieber des Wesens einer fiktiven Figur ausloten und ausspielen will, ist mit "Eins-zu-Eins" besser bedient als mit Gruppenspiel, wo der Charakter in mitunter konkurrierenden Interessen untergehen kann - oder sich manche Spieler gar nicht zum Ausspielen ihrer Figur trauen, weil sie fürchten, sich der Lächerlichkeit preiszugeben, wenn sie konsequent mit verstellter Stimme sprechen usw.
"Vampire" ist für mich das Paradebeispiel eines Rollenspieles, das seine Stärke erst im "Eins-zu-Eins"-Spiel zeigt. (Wenn wie in Anne Rices "Gespräch mit dem Vampir" *ein* Vampir in Selbstmitleid schwelgt und sein Schicksal beweint, ist es bewegendes Drama - wenn das im Rollenspiel fünf Leute an einem Tisch machen, wirkt es einfach nur lächerlich...)
Dirk

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Peer

re: Vampire zu zweit ...

Beitragvon Peer » 19. Oktober 2000, 12:05

Hi,
komisch, ich finde gerade Vampire lebt von der Interaktion - es ist ein sehr Situationsgebundes Spiel. Allerdings wird hier mehr auch untereinander intrigiert und verheimlicht. Das ist sicherlich nicht ganz so einfach, daher sollte man schon etwas Erfahrung haben...
(Obwohl es auch bei Vampire eine Reihe von Hack&Slayern und Munchkins gibt)
ciao
Lestat äh Peer


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