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Doge - Spielerfahrung

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Ingo Kasprzak

Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Ingo Kasprzak » 27. Oktober 2000, 08:54

Wir haben in Essen zu viert Doge gespielt und wir war eigentlich alle begeistert. Die Sache hatte nur einen Haken:
Das Endergebnis war dermaßen knapp, daß es nicht mehr feierlich war! 4 Spieler hatten die gleiche Ánzahl Palazzi und bis auf einen hatten sogar alle die gleiche Anzahl Häuser. Der vierte Spieler (ich :-P) war also der einzige Verlierer, weil er 2 (!) Häuser weniger hatte als die anderen.
Meine Frage also: Woran lag es? Folgende Möglichkeiten:
1. Wir waren alle gleich stark...dann würde das für das Spiel sprechen
2. Wir haben alle typische Anfängerfehler gemacht (alle die gleiche Strategie, weil einem mehr noch nicht einfällt)
3. Wenn die Mitspieler nicht ganz blöd spielen, dann ist es immer so knapp...das würde dann gegen das Spiel sprechen.
Wie ist Eure Erfahrung?
Cu, Ingo

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Roman

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Roman » 29. Oktober 2000, 00:28

Hallo,
>Wir haben in Essen zu viert Doge gespielt und wir war eigentlich alle
begeistert. Die Sache hatte nur einen Haken:
Das Endergebnis war dermaßen knapp, daß es nicht mehr feierlich war!
Wie ist Eure Erfahrung?<
Ich denke, dass das daran liegt, dass das entscheidende Moment des Spiels darin liegt, die ausliegende "Wertungsreihenfolge" für die Platzierung der "Berater" entscheidend zu nutzen. In unserem ersten, nicht vollendeten Probespiel, haben wir uns auch nix gegeben, aber uns aber gerade in diesem Punkt etwas dämlich angestellt.
Letztendlich fanden wir aber Doge nicht so doll, da es eigentlich nicht mehr ist als die Verquickung bekannter und in letzter Zeit häufig genutzter Mechanismen (Verdecktes Bieten, Mehrheiten in Gebieten etc.). Wir fanden das Spielgeschehen irgendwie etwas "statisch", zudem nervte uns noch etwas die Unübersichtlichkeit, die Berater mit Ringen verdecken doch manchmal etwas die Sicht, und wenn man die Gebiete mit Namen und Lage noch nicht gut kennt, ist das Spiel doch etwas "zäh". Irgendwie hat mich das Häuschen-Platzieren und die Siegbedingung vom Spielgefühl etwas sehr an "Kardinal & König" erinnert, halt gemischt mit verdecktem Bieten. Nuja, uns fehlte jedenfalls der "Kick" - da fand ich "Carcassonne" z.B. viel schöner.
Ciao,
Roman

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Gerhard Passler » 29. Oktober 2000, 16:55

Hallo,
ich habe Doge in Essen in einem nicht zu Ende gespielten Probespiel kennengelernt. Ich finde es ebenfalls nicht so toll und es hat mich überhaupt nicht überzeugen können.
Alle am Spieltisch Anwesenden bemängelten die Unübersichtlichkeit und vor allem hatten alle die größten Schwierigkeiten damit, die einzelnen Wappen der Stadtteile und Berater auseinanderzuhalten.
Zudem verdeckten die eingesetzten Berater und Häuser immer wieder die Namen der Stadtteile und dies war zumindest bei diesem Probespiel sehr störend.
Überzeugt haben mich dagegen Carcassonne, Attila und Drachendelta als kurzweilige Spiele sowie Die Fürsten von Florenz als ein etwas komplexeres Spiel.
Viele Grüße
Gerhard

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Ingo Kasprzak

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Ingo Kasprzak » 30. Oktober 2000, 09:05

Also, ich finde weiterhin, daß das Aufwärmen von Ideen nicht unbedingt schlecht ist, wenn daraus ein gutes Spiel wird.
Bei Doge zählen für mich somit nur die Kritikpunkte, daß das Ergebnis immer ziemlich knapp ausfällt (auch bei ungleicher Spielstärke) und daß das Brett wirklich sehr unübersichtlich ist. Ich habe mich auch immer mit den Symbolen auf den Beratern vertan und ständig waren die Namen der Stadtteile zugestellt.
Ersteres ist jedenfalls ein definitiver k.o.-Punkt!
Fantastisch haben mir dafür folgende Spiele gefallen:
- Attila (obwohl eine unterschiedliche Farbwahl für die Wertungssteine gegenüber den Truppen besser gewesen wäre)
- Babel (bisher ohne negative Kritik!)
- Meuterer (trotz der Grundidee von Verräter ein anderes Spiel)
Also, spielt noch schön, Ingo

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julia potschadel

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon julia potschadel » 30. Oktober 2000, 20:54

hm, ingo, ich muss dich da mal etwas korrigieren....nicht alle am tisch fanden es gut.
ich fand es recht unübersichtlich, da zum einen die wappen sehr ähnlich waren und zum anderen die grenzen nicht sehr übersichtlich, aufgrund der verschiedenen farben.
und ich furchte, dass das spiel immer so enden wird, wie in deiser einen runde in essen.
zudem denke ich, dass wir schon die nächste wertungsrunde mit einbezogen haben.
gruss. j.

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Arne Hoffmann

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Arne Hoffmann » 31. Oktober 2000, 08:58

moin Julia!
Auch wenn unser erstes Spiel so demotivierend geendet hatte, habe ich unsere Befuerchtung spaeter nicht bestaetigt bekommen. Bei anderen ging die Partie zwar auch knapp aus, aber meist hatte dort nur einer die Siegbedingung erfuellt. In meiner zweiten Partie war dies auch der Fall, obwohl ich dieselbe Strategie wie in unserer Runde gefahren war - ich landete mit 2 Palazzi Rueckstand auf dem letzten Platz.
Der Punkt der Uebersichtlichkeit ist ja nun subjektiv. Zugegeben, die Symbole auf den Beratern sind teilweise schlecht den Stadtteilen zuzuordnen, aber den Plan an sich fand ich nicht unuebersichtlich - eher stimmungsvoll.
Gruss auch an Rudi,
- Arne -

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Ingo Kasprzak

re: Doge - Spielerfahrung

Beitragvon Ingo Kasprzak » 31. Oktober 2000, 09:13

Hmmm. Damit wäre ja mein ko-Punkt ausgeschaltet (siehe mein Re vom 30.10.-09:05)...
Und gegen die "Unübersichtlichkeit" - im speziellen die Symbole der Berater - kann man ja was machen!
*über Kauf nachdenk*
Cu, Ingo


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