Unausgewogenheit bei Babel ?!
Mir wurde Babel von einem Freund erklärt.
Wir spielten es dann mit einigen Fehlern (keine Handkartenreduktion bei Drillingen; nur 6 Aktionspunkte während des eigenen Spielzuges!).
Das Spiel funktionierte; ich war begeistert(Spielbox-
note 8 - 9).
Durch das Preisrätsel bei "Hiespielchen", erkannte ich unsere gemachten Regelfehler (ich besitze z.Z. noch kein Babel) und wir merzten diese bei der nächsten Partie aus.
Das Spiel funktionierte noch besser (Spielboxnote 10).
Letzte Woche dann die 1. Partie Babel im Sauerland:
Der Startspieler legt einen Drilling. Folge: ohne überhaupt schon selber am Zug gewesen zu sein, durfte ich meine Handkarten auf 3 reduzieren.
Endergebnis: 15:6 für den Startspieler
Die Revanche: 15:3 für mich als Startspieler
Zwei weitere Partien: 16:7 und 15:2 für den Startspieler.
Das Spiel funktioniert m.E. überhaupt nicht mehr, da der Sieger (gleichstarke Spieler vorrausgesetzt) ohnehin feststeht (Spielboxnote 1).
Am nächsten Tag habe ich dann 4 weitere Partien Babel gespielt. Allerdings mit einer kleinen Regeländerung:
"Der Startspieler darf die Handkarten des Nachziehenden im 1. Spielzug nicht reduzieren".
Ergebnis: 2 Siege für den Startspieler, 2 Parteigewinne für den Nachziehenden.
Das Spiel funktioniert wieder; Spielboxnote 10
Für mich ist Babel "so" wieder ein geniales Spiel, Glückwunsch an die Autoren Rosenberg und Dortgathen, sowie den Verlag Kosmos.
Frage (da ich noch kein Babel besitze):
1. Darf der Startspieler (laut Regel) überhaupt
per Drilling die Handkarten des Nachziehenden im
1. Spielzug halbieren?
2. Wenn ja, waren die bei uns daraufhin folgenden
unausgewogenen Partien nur Zufall oder hat der
Nachziehende (wie ich denke) bei gleichstarken
Spielern wirklich kaum noch eine Chance?
Viele Grüße
Christian