Beitragvon Jochen Schwinghammer » 2. Januar 2001, 15:12
Hollo Rainer,
Ich habe mir Res Publica auf Verdacht gekauft. Bei einem Spiel von Rainer Knizia habe ich nach Spielen wie Euphrat & Tigris und Tadsch Mahal deutlich mehr erwartet, als bei dem Spiel dann wiklich herumgekommen ist. Auch die Verpackung sah netter aus, als das Spiel dann war.
Bei Res Publica tauscht man Karten mit den anderen Spielern aus, um 5 gleiche Völkerkarten oder 5 Zivilisationskarten zu erhalten, die man dann gegen ein Dorf oder eine Stadt eintauschen kann. Für Dörfer erhält man Zivilisationskarten, für Städte Siegpunkte. Das "Interessante" an dem Spiel beschränkt sich auf die Idee, den Tauschhandel in konkrete Bahnen zu lenken. Man hat nämlich nur einen Angebots bzw. Nachfrageversuch. In der Praxis läuft das Spiel dann so ab:
hast Du ... ? - nein - Karten ziehen
hast Du ... ? - ja - tauschen - Karten ziehen
ich biete ... - nein - Karten ziehen
usw.
Nach ein paar eintönigen Fragerunden hatte ich dann genug, zumal man mit der Fragerei nur sehr selten Erfolg hatte. Der Kommentar der Mitspieler war "%$..." oder so ähnlich. Jedenfalls steht das Spiel seit dem im Schrank, es sieht ja immerhin recht nett aus.
Fazit: Wem ein Spiel mit Tauschhandel ohne große Strategie gefällt, dem wird Res Publica gefallen. Wer eher strategische Elemente liebt, der lässt besser die Finger von dem Spiel und spielt die wirklich strategischen Spiele von Knizia.
Viele Grüße, Jochen
PS. Ich bin sonst ein Knizia-Fan und finde die eher mathematisch strategische Art seiner Spiele klasse.