Hi,
ich habe heute zum ersten Mal (Schande über mich, aber das Spiel gibt's ja nicht mehr) Inkognito gespielt - 2x. Ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht von dem Spiel, da ich der Meinung bin, dass das Spiel viel zu beliebig und glücksabhängig ist.
Diese Meinung beruht auf folgenden Punkten:
- Die Aussagen der anderen Spieler interpretieren zu können beruht auf einem großen Glücksfaktor: nämlich dem, dass der Befragte einem irgendwann auch Karten gibt, die man definitiv ausschliessen kann, da man man sie selbst verkörpert. Anders kommt man selten weiter, und zu ausreichenden Quervergleichen mit anderen Spielern reicht es nicht, da meist irgendeiner zuvor dieses Glück hat. Theoretisch kann man mit etwas Glück schon nach der ersten Befragung wissen, mit wem man zusammenspielt.
- Der Ausschluss von Kriterien durch den Botschafter ist natürlich davon abhängig, dass man auch den Botschafter erreicht. Es ist aber sehr leicht möglich, dass der Spieler, der den Botschafter zuerst erreicht, ihn sich immer so hinstellt, dass er ihn blockiert und man selbst kaum drankommt.
- Das Versetzen befragter Figuren ist abgesehen von der Schlussphase völlig beliebig, man kann kaum jemanden gezielt wohinstellen, solange man nicht weiss, ob er Freund oder Feind ist.
- Das gezielte Hinziehen von eigenen Figuren in Position oder in die Nähe von anderen Personen wird einem oft durch das Verbannen der Figuren unmöglich gemacht.
Sprich: ich habe das Gefühl, dass das Herausfinden der Identitäten zuviel vom Glück abhängig ist, da es drauf ankommt, welche Informationen man relativ zu den bisher bekannten erhält. Zudem ist das Ziehen der Figuren in Dreiviertel des Spiel vollkommen beliebig, da man weder das Versetzen von Figuren noch das Ziehen sinnvoll planen kann.
Aber vielleicht können mich ja einige erfahrenere Spieler dieses Spiels aufgrund einer größeren Anzahl von Partien eines besseren belehren. Ich jedoch kam mir bei diesem Spiel zu sehr "gespielt" vor, statt aktiv zu spielen - und das obwohl ich von den zwei Spielen zwei im Team gewonnen habe (wahrscheinlich aber, weil ein Spieler, der immer im gegnerischen Team war, mies bzw. falsch kombiniert hat)
Ciao,
Roman