Beitragvon Gustav der Bär » 30. Januar 2001, 22:30
Gott mit euch, Dame Elizabeth,
welche Freude, hier auf eine Gleichgesinnte aus der Reenactment-Szene zu treffen.
Besonders unter den Landsknechten der Renaissance war neben verschiedenen einfachen Würfelspielen, wie man sie heute noch an der Theke spielt, "Backgammon" beliebt, das damals häufig um horrende Summen gespielt wurde und bisweilen so endete wie die klassische Poker-Szene in einem Western (wenn natürlich auch eher mit dem Schwingen von Katzbalgern statt mit dem Ziehen von Peacemakern).
In vornehmeren Kreisen spielte man schon im frühen Mittelalter Schach (allerdings nach etwas einfacheren Regeln), im Bürger- und Handwerker-Milieu eher Mühle und Dame.
Kartenspiele gab es ebenfalls schon, die waren aber wesentlich weniger verbreitet, da es sehr aufwändig war, mit einfachster Drucktechnik in größeren Mengen Karten mit identischen Rückseiten herzustellen.
Ein Buch-Tipp zur Geschichte des Spiels (mit Regel-Beispielen):
Erwin Glonnegger: Das Spiele-Buch. Drei Magier Verlag, ISBN 3-9806792-0-9
Es grüßt
Landsknecht Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)
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Gloriam praedamque consequi!