Beitragvon Jürgen Klimke » 14. Februar 2001, 19:39
Abermals Hallo Sonne,
Zunächst mal:
Ich habe gar nicht unbedingt ein "positives" Bild von der Jury, was ich behauptet habe, ist, dass die Vorkommnisse dem Großteil der Käufer egal sind und zu einem überwiegenden Teil auch egal sein können. Und dass ich zweitens kein gutes Gefühl habe, wenn Diskussionen mit halbgaren Thesen geführt werden und dabei ein Gut-Böse Bild aufgestellt wird. Diesem Bild zufolge, und nach diesem kritisierst du mich jetzt, war mein Beitrag ein "pro-Jury"-Beitrag, deswegen interpretierst du das "positiv" hinein. Ich glaube, dass "gelassener" der richtige Ausdruck wäre.
Jetzt aber zu den wichtigen Dingen:
Du schreibst ganz richtig, dass deine Ansicht über die PR-Arbeit zum Archiv NACH DEN GELESENEN BEITRÄGEN katastrophal ist. Ich frage dich zurück, wieviele Personen Beiträge geschrieben haben, die tatsächlich eine Innenansicht der Dinge hatten, und wieviele sich immer und immer wieder auf andere Beiträge gestützt haben.
Die drei Ausgetretenen greifen die Arbeit des Archivs natürlich an, das ist ihr gutes Recht und ich respektiere auch ihre Meinung. Aber ich denke mal, dass sie selbst zugeben müssten, sehr tief involviert zu sein: Ihre Meinungen sind ihre Sicht der Dinge. Andere müssen andere haben, sonst wäre es nicht zum Streit gekommen. Herr Ruschitzka spricht ausdrücklich von "persönlichen Differenzen". Sobald ein solcher Begriff auftaucht, sollte man sich im Klaren sein, dass die Sicht jeder Seite subjektiv sein MUSS, weil sie keine aus Abneigung gegen die andere Seite keine Lust mehr hat, sich in den Streitpartner hinein zu versetzen. Das Forum nimmt die Angriffe der drei Ausgetretenen aber größtenteils als "Wahrheit". Sicherlich sind einige ihrer Vorwürfe stichhaltig, sie sind aber nicht zwanghaft auch die "Wahrheit".
Aber weiter: Der Beitrag von Ruschitzka spricht ausdrücklich von 260.000 Mark, die um 60.000 aufgestockt werden sollten. Das heißt aber, dass bisher mit 260.000 Mark gearbeitet wurde.
Ich bezweifle noch einmal, dass ein PR-Agentur für diesen Preis effizient arbeitet, und sage noch einmal, es ist mir lieber, dieses Geld fließt in ein Spielearchiv, als dass ein noch größerer Betrag in eine Firma geht, die sich ausschließlich um Werbung und Kommunikation kümmert. Ich finde, die Vermischung von PR und Archivarbeit tut in diesem Fall sogar gut.
Beweise mir bitte deine Behauptung, dass JEDE PR-Agentur die Arbeit besser machen könnte, als das Archiv derzeit. Ich glaube daran nicht.
Erkläre mir übrigens mal, was das Archiv so alles an Pressearbeit macht. Hier wird sehr viel darüber geredet, wie wenig es denn macht. Hat sich jemand mal genau erkundigt?
Übrigens: Wenn ich recht informiert bin, lag die PR vor gar nicht so langer Zeit bereits einmal in den Händen einer anderen Firma. Was sie damals besser?
Ich habe wenige Beiträge überlesen. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass alle prinzipiell einer Meinung sind und sich dabei immer wieder auf sich selbst beziehen.
Natürlich ist es nicht egal, wenn es nur zu 10 Prozent um Spiele ging und zu 90 Prozent um andere Dinge. War das tatsächlich so? Wir haben eine Aussage von Herrn Mutschke. Das Problem in diesem Forum ist, dass solche Aussagen, von einem Dutzend Schreibern aufgegriffen werden, und anschließend als "Wahrheit" da stehen, weil jeder sie ja so oft gelesen hat.
Gruß