Beitragvon Matthias Staber » 27. Februar 2001, 20:13
>Magst du nochmal 3-2 Worte zu deinem letzten Absatz verlieren? Ich habe auch schon mal überlegt, wie man Karten haltbarer machen kann und die einzige Idee ist immer noch das Laminieren - doch ist die Idee wirklich so gut?<
Um Himmels Willen! Nein, Laminieren würde ich mir Grobmotoriker, der ich als Kind schon mit Wasserfarben oder Kartoffeldruck überfordert war, nicht zutrauen.
Nein, ich rede von Kartenhüllen, wie sie für Sammelkartenspiele verwendet werden. Diese gibt es in zwei Geschmacksrichtungen:
1. "Cardsleeves", Kartenhüllen. Diese werden von Sammelkartenspielern ausschließlich für den Transport von Karten verwendet (direkt nach dem Kauf; wer eine einzelne Karte in einem Fantasy-Shop kauft, bekommt automatisch eine "Card-Sleeve" dazugeschenkt, sei es "Pokémon oder "Magic"; oder, um sie zum Tauschen zu schleppen). Sie sind nicht sehr robust, eignen sich aber zum Eintüten normaler Karten ganz hervorragend. Beschädigte Hüllen lassen sich problemlos austauschen, denn sie sind sehr günstig: Zwischen 3 und 4 Mark muss man für 100 Stück berappen. Ich habe die meisten meiner Brettspielkarten darin eingetütet: Tadsch Mahal, Age of Renaissance, entzweigeschnitten für die commodity cards von Advanced Civi verwendet usw. Sie sind etwas länger als...
2. ...Die sogenannten Deckprotectors. Diese werden von Sammelkartenspielern zum tatsächlichen Spielen verwendet. Sie sind deutlich robuster als die "Card-Sleeves" und lassen sich besser mischen. Weiterer Vorteil: Sie gibt es mit transparentem Rücken oder aber mit schwarzem oder rotem Rücken: Wer also Karten hat, die bereits gezinkt sind, und für die er keineen Ersatz mehr bekommt, ist hier hervorragend bedient. Zu einem deutlich höheren Preis: Ca. 15 Mark für 100 Stück. Einige Spiele habe ich darin eingetütet: Die Charakterkarten von OfuA in schwarze Protectors, Battlecry, amerikanisches Robo-Rally, Blitz und Donner, welches interessanterweise amerikanisches Kartenformat aufweist, denn...
...Jetzt kommt der Einwand: Sammelkartenspiele haben amerikanisches Karten-Standarformat, welches etwas breiter ist als das deutsche. Daher bleibt beim Eintüten ein Rand überstehen, der bei den billigeren Card-Sleeves, da sie viel dünner sind, wesentlich deutlicher auffällt. Ist aber eigentlich kein Problem, wenn man die Karten beim Eintüten am linken Rand ausrichtet.
Manche Karten lassen sich jedoch nicht Eintüten: Sternensiedler Begegnungskarten, Lost Cities, Siedler Rohstoffkarten usw.
Der Kartenstapel wird durchs Eintüten dicker, die Karten nehmen aufgefächert mehr Platz in der Hand ein...aber richtig beschwert hat sich noch keiner (Kommentare reichen von "Hey toll, dann sind die Karten nicht so eklig" bis "du mit deinem Ziplock- und Kartenkondomfimmel).
Fazit: Ich kann's Eintüten der Karten von Spielen, die einem am Herzen liegen, nur empfehlen(zumal teurer US-Importe, ich habe sogar die kleinen Twilight-Imperium-Karten eingetütet, die halb so groß sind wie eine Kartenhülle. Aber na und?: Richtig ausgerichtet sind die Karten trotzdem noch gut handlebar). Die Nachteile werden durch die Vorteile dicke aufgewogen.
Zu haben sind die Hüllen und Protectors überall dort, wo's (die verhassten) Sammelkartenspiele gibt.
Matthias