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Evo - Regelfragen, ...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jochen Förstner

Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Jochen Förstner » 4. März 2001, 17:46

Gestern haben wir die ersten zwei Partien Evo gespielt (1x 4 Personen, 1x 5 Personen). Allen hat das Spiel sehr gut gefallen!
Allerdings tauchten leider auch bei uns ein paar Regelfragen auf.
Zunächst haben wir uns auch gefragt, was "links oben" im Bezug auf das Wüstenfeld der Klimatabelle bedeuten soll. Setzt man den Klimastein einfach immer auf die 2 (anfagngs im gelben Feld) und folgt fortan den Pfeilen entsprechend der Würfelergebnisse so spielt sich gerade der Klimaverlauf sehr stimmig. Soll heissen, auch ich vertrete hier die "Kreistheorie". Gerade der Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten, bevorzugtere Tendenzen zu wärmerem bzw. kälterem Klima und die doch ab und zu eintretenden plötzlichen Klimaschwankungen lassen das Herz eines Meteorologen schon etwas höher schlagen :-)
Probleme hatten wir da schon eher mit der Auslegung einiger Ereigniskarten.
Insbesondere was den genauen Einsatzzeitpunkt betrifft...
Die Karten "Eiskalt" (ein Fell weniger), "Nichts anbrennen lassen" (ein Sonnenschutz weniger), "Neopren" (Kälteschutz für eigene Dinos) und "Zusätzlicher Sonnenschutz" (... für eigene Dinos) sollen beispielsweise am Ende von Phase 5 "Überleben und Entwicklungspunkte" gepielt werden.
Am Ende(!) von Phase 5 sind aber laut Regel die Dinos, die auf dem Brett bleiben schon ermittelt und die Entwicklungspunkte dafür schon zugeteilt worden.
Wir haben es jedenfalls so gepielt, dass diese Karten die aktuelle Phase 5 nachträglich beeinflussen und ich denke so war das auch gedacht. Aber wieso steht dann auf den Karten nicht, dass sie am Anfang von Phase 5 gespielt werden. Wenn wir richtig gespielt haben, hätte das den gleichen Effekt und alle Unklarheiten wären beseitigt.
Zwei andere Karten, bei deren Einsatzzeitpunkt wir nicht wussten wie wörtlich wir den Text wirklich nehmen sollen sind "Grosser Bruder" (zwei zusätzliche Hörner für die Verteidigung) und "Riesengen" (... für den Angriff). Beide Karten sollen zu Beginn von Phase 3 "Bewegung und Kämpfe" eingesetzt werden. Zwei Varianten wären hier denkbar:
1. (wörtliche Auslegung) noch bevor der aktuelle Startspieler mit seinen Bewegungen beginnt sind diese Karten auszuspielen. Dadurch können sich alle auf die veränderte Situation einstellen... und beispielsweise besser mal flüchten.
2. die Karte Karte wird zu Beginn des eigenen Zuges in Phase 3 gespielt. Damit hätten die Karten ein grösseres Überraschungsmoment.
Die zweite Variante hat uns besser gefallen, jedoch angesichts der Tatsache, dass einige Karten explizit "während" bestimmter Phasen gespielt werden dürfen, ist wohl doch die erste Auslegung korrekt.
Es drängt sich auch der Verdacht auf, dass die Gestaltung der Portraits im Nachhinein nochmals überarbeitet wurde. Jedenfalls ist auf Seite fünf der Regel (Phase 3) zu lesen, dass zu Beginn der Partie alle Gattungen nur eine "Pfote" auf dem Portrait liegen(!) haben. Zu Beginn des Spiels liegt aber noch überhaupt kein Gen auf dem Portrait, vielmehr ist ein einpfotiger, einfelliger mit einem Sonnenschutz ausgestatteter Dino abgebildet, der ein Ei ausbrütet.
Unverständlich ist die Gestaltung der Leiste für die Entwicklungspunkte. Schon jetzt wird Evo wohl in die Geschichte eingehen, als das Spiel mit dem kleinsten "Kramerleistchen". Wenn irgendwer vor der Veröffentlichung das Spiel mit dieser
Leiste probegespielt haben sollte, so gratulierte ich ihm/ihr zu einer unübertroffenen Feinmotorik. Hier sollte sich der Verlag ernsthaft überlegen
Nachzubessern, da es dem doch höchst spassigen Spiel doch sehr abträglich ist, wenn das Festhalten der Punkte unter grösserer Anstrengung/Arbeit geschieht.
Trotz dieser Kritikpunkte möchte ich Philippe Keyaerts und Eurogames zu diesem Spiel beglückwünschen. Ich kann nur nochmal sagen, dass es uns allen viel Spass gemacht hat! Auch die graphische Gestaltung der Karten ist sehr spassig. Allerdings sieht der noch unentwickelte Dino auf dem Portrait doch etwas dackelartig aus :-)
Gruss Jochen

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Markus Barnick

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Markus Barnick » 4. März 2001, 23:19

ich hab das Spiel zwar noch nicht, muß aber nach deinen Darlegungen mit sehr großem Bedauern feststellen, daß es "schon wieder losgeht."
Langsam hab ich die Nase echt und gestrichen voll von den EG Spielen :-(((((
Ich kenne Spielkreise, die grundsätlich keine EG-Spiele mehr kaufen - eben aus diesen Gründen.
Ich werd mir EVO trotzdem kaufen.

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Matthias Staber

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Matthias Staber » 5. März 2001, 00:58

Auch ich habe nun meine erste Partie "Evo" hinter mir (3Spieler). Einhelliges Fazit: Klasse Spiel, Kramerleiste: Schwamm drüber (nicht nur ist sie winzig, sondern auch die darauf zu platzierenden Steinchen sind besonders hoch geraten und bestens zum Umfallen und Wegkullern geeignet).
Wir haben auch nach der "Kreistheorie" gespielt. Sie macht Sinn und funktioniert hervorragend. Hätten wir nach meinem ursprünglichen Regelverständnis gespielt, wäre der Klimastein auf grau liegengeblieben, da keine 1 gewürfelt wurde: Das ist natürlich Quatsch. Vergessen wir also das mit dem "links oben".
>Probleme hatten wir da schon eher mit der Auslegung einiger Ereigniskarten.
Insbesondere was den genauen Einsatzzeitpunkt betrifft...<
Ja, manche Karten lassen Raum für Interpretationsspielchen. "Robuste Jugend": Darf ich in irgendwelche besetzten Regionen platziern oder trotzdem nur angrenzend zu meinen Dinos. Damit zusammenhängend: Darf ich normalerweise durch Nachwuchs Gefechte auslösen. (Unsere Antworten: Durch Nachwuchs dürfen keine Kämpfe ausgelöst werden, und die Karte "Robuste Jugend" erlaubt eben dies, plus ein Horn)
>Zwei andere Karten, bei deren Einsatzzeitpunkt wir nicht wussten wie wörtlich wir den Text wirklich nehmen sollen sind "Grosser Bruder" (zwei zusätzliche Hörner für die Verteidigung) und "Riesengen" (... für den Angriff). Beide Karten sollen zu Beginn von Phase 3 "Bewegung und Kämpfe" eingesetzt werden. Zwei Varianten wären hier denkbar:
1. (wörtliche Auslegung) noch bevor der aktuelle Startspieler mit seinen Bewegungen beginnt sind diese Karten auszuspielen. Dadurch können sich alle auf die veränderte Situation einstellen... und beispielsweise besser mal flüchten.
2. die Karte Karte wird zu Beginn des eigenen Zuges in Phase 3 gespielt. Damit hätten die Karten ein grösseres Überraschungsmoment.
Die zweite Variante hat uns besser gefallen, jedoch angesichts der Tatsache, dass einige Karten explizit "während" bestimmter Phasen gespielt werden dürfen, ist wohl doch die erste Auslegung korrekt.<
Ich würde zu der wörtlichen Interpretation neigen. Kann man sich aber vor Spielbeginn auch anders einigen, die Ambivalenz ist gegeben.
Insgesamt ist zu sagen, dass Kartentiming wohl zu den interpretationsoffensten Komponenten eines Spieles gehört (fragt mal "Magic"-Spieler, oder schaut die FAQ von Chris Lawson zu "Herr der Ringe" an: Die meisten dort angeschnittenen Probleme sind Timing-Fragen von Kartenfunktionen). Will sagen: Spielregel und Kartentexte von "Evo" sind in Ordnung, ähnliche Probleme haben auch andere Spiele. Niemand muss vom Kauf Abstand nehmen aus den Gründen, die es bei "Castel" vielleicht angeraten haben.
Was mich eher stört, ist das Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Karten: Manche Karten sind Klasse, bei manchen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, was sie dem Ausspielenden für Vorteile bringen sollen: "Missratene Entwicklung" z.B. Mir ist es zu riskant teuer Entwicklungs auszugeben für möglicherweise völlig nutzlose Karten (Ich hatte von Anfang bis Ende ohne sie auszuspielen: "Entwicklung der Verhütung", "Großer Bruder" (ich hatte eh mehr Hörner als die anderen) und Flut (ich hatte weniger Sonnenschutz als die anderen).
Ungleichgewicht auch zwischen den Genen:
Toll: Sonnenschutz, Fell und Pfote
Nett: Horn
Nicht so toll: Schwanz, missratenes Gen
Ungewiss bis schlecht: Kartengen
Doch komischerweise waren all diese Punkte dem Spielspaß bei unsrer ersten Partie überhaupt nicht abträglich, sie wurden halt als Faktoren in die Überlegungen mit eingeschlossen. Abzuwarten bleibt, ob sich mit gewisser Spielroutine Festpreise für gewisse Gene einpendeln (dass z.B. im ersten Spieldrittel ein Sonnenschutz nicht mehr unter 6 Punkten zu haben ist).
Mein Fazit: Uns hats höllisch viel Spaß gemacht. Einiges Grübeln (zum Glück war kein Über-Optimierer dabei Denn die Optimalverteilung- und Bewegung der Dinos angesichts des zu erwartendes Nachwuchses kann sehr tricky sein) paarte sich wunderbar mit etwas Würfelglück, die Versteigerungen waren spannend. Und es gab einiges Dino-Gemetzel (ich muss noch herausfinden, ob die Horn-und Pfoten-Aggressions-Strategie zum Erfolg führen kann. Diesmal gabs einen zweiten Platz für mich, mit 5 Punkten Abstand zum Ersten, der eher auf Sonnenschutz und Fell gesetzt hatte). Ich fiebere meiner nächsten Partie entgegen.
Matthias


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Roman Pelek

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Roman Pelek » 5. März 2001, 01:25

Hi Jochen,
>Gestern haben wir die ersten zwei Partien Evo gespielt (1x 4 Personen, 1x 5
Personen). Allen hat das Spiel sehr gut gefallen!<
Wir haben's mittlerweile 3x gespielt. Mein (bzw. unser) Fazit: klasse Spiel. Doch nun zu den Unklarheiten und Kritikpunkten:
[Regeln - Klimatabelle]
>Soll heissen, auch ich vertrete hier die "Kreistheorie". Gerade
der Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten, bevorzugtere Tendenzen zu
wärmerem bzw. kälterem Klima und die doch ab und zu eintretenden
plötzlichen Klimaschwankungen lassen das Herz eines Meteorologen schon
etwas höher schlagen :-)<
Ist auch mit Sicherheit richtig. Alles andere macht keinen Sinn, sowohl vom Spielgefühl als auch von der grafischen Kennzeichnung der Ziehrichtungen her.
>Probleme hatten wir da schon eher mit der Auslegung einiger Ereigniskarten.<
Ist das nicht bei jedem Spiel mit Ereigniskarten irgendwie ein Problem? Ich kenne kaum ein Spiel, wo das wirklich zweifelsfrei funktioniert, so auch hier:
>Insbesondere was den genauen Einsatzzeitpunkt betrifft...<
100% Zustimmung.
>Die Karten "Eiskalt" (ein Fell weniger), "Nichts anbrennen lassen" (ein
Sonnenschutz weniger), "Neopren" (Kälteschutz für eigene Dinos) und
"Zusätzlicher Sonnenschutz" (... für eigene Dinos) sollen beispielsweise am
Ende von Phase 5 "Überleben und Entwicklungspunkte" gepielt werden.
Am Ende(!) von Phase 5 sind aber laut Regel die Dinos, die auf dem Brett
bleiben schon ermittelt und die Entwicklungspunkte dafür schon zugeteilt
worden.<
Das wäre wahrscheinlich NACH Phase fünf. Wir haben "am Ende", wie Du, so interpretiert, dass dies in Sterben & Punkteverteilung miteinfliesst.
>Zwei andere Karten, bei deren Einsatzzeitpunkt wir nicht wussten wie wörtlich
wir den Text wirklich nehmen sollen sind "Grosser Bruder" (zwei zusätzliche
Hörner für die Verteidigung) und "Riesengen" (... für den Angriff). Beide
Karten sollen zu Beginn von Phase 3 "Bewegung und Kämpfe" eingesetzt
werden.<
Wir haben's wörtlich genommen, es wird am Anfang der Phase ausgespielt, um auch Angriffe von vorhergehenden Spielern abzuwenden. Wobei, hier fällt mir auf, da hat wohl eine in unserer Runde heute abend gemogelt und die Karte erst beim Angriff ausgespielt. Naja, schwamm drüber ;-)
>Es drängt sich auch der Verdacht auf, dass die Gestaltung der Portraits im
Nachhinein nochmals überarbeitet wurde. Jedenfalls ist auf Seite fünf der
Regel (Phase 3) zu lesen, dass zu Beginn der Partie alle Gattungen nur eine
"Pfote" auf dem Portrait liegen(!) haben. Zu Beginn des Spiels liegt aber
noch überhaupt kein Gen auf dem Portrait, vielmehr ist ein einpfotiger,
einfelliger mit einem Sonnenschutz ausgestatteter Dino abgebildet, der ein
Ei ausbrütet.<
Ich werte die Tafel als "von allem ein Gen" ausser Mutation und Karte natürlich. Da wurde aber wohl überarbeitet. Nebenbei finde ich die Tafeln nicht in jeder Hinsicht gelungen, die Grafik ist etwas mau und lieblos geraten, und Platz für mehr als ein Horn ist auch nicht - und das Mutationsgen lümmelt auch mehr oder minder irgendwo unmotiviert rum. Nuja, gibt schlimmeres, wäre aber auch schöner gegangen.
>Unverständlich ist die Gestaltung der Leiste für die Entwicklungspunkte.
Schon jetzt wird Evo wohl in die Geschichte eingehen, als das Spiel mit dem
kleinsten "Kramerleistchen".<
Die Leiste ist Scheisse. Nein, nicht nur das, sie ist extremst beschissen. Wer dafür verantwortlich ist, dem gehören mal auf die Finger gehauen. Wenn man bedenkt, dass:
a) die Kramerleiste viel zu klein ist, um auch nur mehr als einen Stein auf einem Feld aufzunehmen (was oft vorkommt)
b) die Kramerleiste sich um die Steigerungsfläche rankt, die am "wildesten" bespielt wird
c) die Zählsteine viel zu schmal und hoch sind, um auch nur eine Sekunde von alleine stehenzubleiben, wenn geatmet wird
d) die Papptafeln eh unweigerlich leicht verzogen sind und auf glatten Oberflächen quasi von alleine Pirouetten vollführen, sprich: sich Steine verschieben
Wer denkt sich sowas aus? Wo sind die Testspieler gewesen, die das reklamieren?
War das mal anders gewesen? Mir scheint, dass war so eine Entscheidung auf die letzte Sekunde a la "Oh, wir haben die Zählleiste vergessen zu drucken, wo ist noch ein bisschen Platz?".
>Hier sollte sich der Verlag ernsthaft überlegen
Nachzubessern, da es dem doch höchst spassigen Spiel doch sehr
abträglich ist, wenn das Festhalten der Punkte unter grösserer
Anstrengung/Arbeit geschieht.<
Separate Zählleiste mit anständigen Steinen, und alles wäre gegessen. Oder die Zählleiste um die Klimaleiste ranken, und die vielbespielte Versteigerungstafel alleine lassen. Dass Eurogames auch quasi immer irgendwas richtig verbocken muss. Diesmal isses nicht die Regel oder (weniger die) Kartentexte, sondern primär die Zählleiste. Schade, denn an den Spielen an sich hängt's selten...
>Trotz dieser Kritikpunkte möchte ich Philippe Keyaerts und Eurogames zu
diesem Spiel beglückwünschen. Ich kann nur nochmal sagen, dass es uns
allen viel Spass gemacht hat! Auch die graphische Gestaltung der Karten ist
sehr spassig. Allerdings sieht der noch unentwickelte Dino auf dem Portrait
doch etwas dackelartig aus :-)<
Ja, s.o., die Grafik der Dinokarten hat mir auch nicht gefallen, ebensowenig die Farben der Spielsteine. Dafür sind Spielplan und Kartengrafik klasse. Und, natürlich, das Spiel.
Ich frage mich nur jedesmal, wenn ich sehe, dass andere genau dieselben Probleme oder Kritikpunkte an Spielen haben, warum sowas in Testrunden nicht auffällt oder nicht berücksichtigt wird...
Ciao,
Roman

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MarcFigel

Evo-nettes Spiel, neue Theorie zu "links oben"

Beitragvon MarcFigel » 5. März 2001, 10:18

Am Samstag habe ich eine Runde EVO gespielt
( zu fünft ). Mein Eindruck und der meiner Mitspieler ist nicht so klasse, wie hier schon oft geäußert.
Die angesprochenen Probleme sind Realität, aber meisterbar ( Oh Wunder!Uns fielen die Steine der Kramerleiste nicht um! ).
Mir erscheint das Spiel zu glücksabhängig ( Würfel ),
zu "träge" und zu kurz.
1. Glück: Der Würfel entscheidet das Klima, die Zugreihenfolge, Kämpfe und das Spielende...
Das Klima pendelte bei uns mehrmals zwischen Wüste und Grünland, auch mit Schwänzen muß die Zugreihenfolge ausgewürfelt werden, Kämpfe wurden meistens verloren
( auch mit mehr als 2 Hörnern mehr ) und das Spiel war
bei der ersten Gelegenheit beendet. Vielleicht ist meinem Spiel ja ein Würfel beigepackt, der überdurchschnittlich viele Einser würfelt.
Toll war das jedenfalls nicht.
2."träge": Der Spielverlauf ist sehr langsam.
Neue Gene kommen nur langsam ins Spiel, die Ausbreitung der Saurier war eher gemächlich ( Konflikte gab es bei uns erst kurz vor Spielende ), ein herausgespielter Vorteil ( z.B. das erste Ei ersteigert ) kann einem kaum mehr genommen werden.
3.kurz: Die Insel war gerade etwas bevölkert - da war das Spiel schon ( wegen der gewürfelten eins ) vorbei.
Dies ist nur der Eindruck des ersten Spiels und ich werde EVO wieder spielen ( es ist einfach originell und einfacher wie Ursuppe ) aber bisher ist es nur ein "nettes" Spiel, daß sich nicht von der Masse abhebt.
Meine Theorie zu dem Vermerk "Spielstein Klima auf das gelbe Feld "links oben"":
Auf dem Tableau ist ja UNTEN auch noch die Leiste für die Zugreihenfolge . Relativ gesehen ist das gelbe Wüstenfeld deshalb LINKS ( klar ) OBEN.
Da das Feld aber nicht zweigeteilt ist und es nur ein gelbes Wüstenfeld gibt und das Kllima-Tableau nach der
ersten Verwirrung doch recht einfach zu kapieren ist
war das bei uns kein Problem.

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Rüdiger Langtim

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Rüdiger Langtim » 5. März 2001, 10:18

Hallo Roman und alle anderen, die sich nicht ganz zu unrecht aufregen
Eurogames hatte auf der Messe Zählsteine, die noch etwas höher und noch etwas dünner waren. Ich habe ein solches Exemplar kurz nach der Messe spielen können.
Diese sind durch die nun enthaltenen Exemplare ausgetauscht worden, weswegen sich das Erscheinungsdatum des Spiels um einige Tage verschoben hat. Es wäre sonst kurz nach der Messe bereits herausgekommen.
In Anbetracht der knappen Zeit ist dies sicherlich eine sehr lobenswerte Leistung von Eurogames.
Daher finde ich es schade, daß eine Firma hier zum allgemeinen Prügelknaben erklärt wird, die uns in diesem Jahr mit Evo eine solche Delikatesse beschert hat.
Wir sollten uns alle immer wieder vor Augen halten, daß Eurogames nicht Ravensburger oder Kosmos ist, und von daher unter vollkommen anderen Rahmenbedingungen arbeiten muß.
Über die nicht besonders gelungenen Zählleisten des genialen Kapitol wird bei weitem nicht so laut gemosert. Aber auf Eurogames darf jeder mal draufhauen.
Schade !
Für mich ist Evo in diesem Jahr nach wie vor die
N U M M E R 2
direkt hinter den Händlern von Genua.
Rüdiger Langtim

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MarcFigel

HvG

Beitragvon MarcFigel » 5. März 2001, 10:21

Gibt es "Die Händler von Genua" schon im Handel?

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Jochen Förstner

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Jochen Förstner » 5. März 2001, 11:36

Hallo Rüdiger,
> Eurogames hatte auf der Messe Zählsteine, die noch etwas höher und noch etwas dünner waren. Ich habe ein solches Exemplar kurz nach der Messe spielen können.
> Diese sind durch die nun enthaltenen Exemplare ausgetauscht worden, weswegen sich das Erscheinungsdatum des Spiels um einige Tage verschoben hat. Es wäre sonst kurz nach der Messe bereits herausgekommen.
... wenn das Problem schon erkannt wurde, so ist es schade, dass es nicht gleich richtig beseitigt wurde, sondern nur leicht "verbessert".
Ich habe mich allerdings auch bemüht, bei meiner Kritik nicht verbissen zu wirken und auch für mich ist Evo ein tolles Spiel!
Auch bei meinen Fragen zu den Einsatzzeitpunkten der Karten habe ich ja die eigene Interpretation schon mitgeliefert. Evo war deswegen also keineswegs unspielbar.
> Über die nicht besonders gelungenen Zählleisten des genialen Kapitol wird bei weitem nicht so laut gemosert. Aber auf Eurogames darf jeder mal draufhauen.
Capitol war im selben Paket wie Evo. Nur Evo habe ich eben schon 2x gespielt - Capitol noch nicht...
Ansonsten war ich eben sehr stark an den Regelerläuterungen interessert, da ich Evo sicherlich noch in verschiedenen Spielrunden spielen werde. Da ich mich ansonsten nicht so oft hier im Forum äussere, sondern eher konsumiere, spricht das auch irgendwie für die Qualität von Evo...
> direkt hinter den Händlern von Genua.
... das macht neugierig - war ich allerdings auch so schon :-)
Gruss Jochen

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andreas haun

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon andreas haun » 5. März 2001, 12:15

moin,
in allen punkten jaaa.
es waere mal interessant die argumente zu hoeren, wieso das alles so bescheiden ist.
andreas

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Roman Pelek

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Roman Pelek » 5. März 2001, 13:42

Hi Rüdiger,
>Über die nicht besonders gelungenen Zählleisten des genialen Kapitol wird
bei weitem nicht so laut gemosert. Aber auf Eurogames darf jeder mal
draufhauen.<
Die Zählleiste bei Eurogames ist ja auch wirklich unbrauchbar, bei Capitol bereitet sie nur gelegentlich Probleme. Es liegt bei Eurogames, solche offensichtlichen Fehler im Vorfeld zu vermeiden und sich mal wieder aus der Ecke des "Prügelknaben" in dieser Beziehung herauszubewegen. Wenn man Eurogames schon durch Kauf der Spiele fördert, sollte man auch sagen dürfen, was einem nicht passt bzw. was besser werden sollte. Ein Garagenbastlerverlag ohne Erfahrung sind die nun ja auch wieder nicht.
Ausserdem: die Spiele lobt ja jeder... ;-)
Ciao,
Roman

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Rüdiger Langtim

re: HvG

Beitragvon Rüdiger Langtim » 5. März 2001, 14:20

Hallo Marc,
leider: Nein !
erst in ca. 2-3 Wochen
Rüdiger

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Matthias Staber

re: Evo-nettes Spiel, neue Theorie zu "links oben"

Beitragvon Matthias Staber » 5. März 2001, 15:28

>Kämpfe wurden meistens verloren
( auch mit mehr als 2 Hörnern mehr )<
>Vielleicht ist meinem Spiel ja ein Würfel beigepackt, der überdurchschnittlich viele Einser würfelt.<
Gewinne ich nicht alle Kämpfe, wenn ich dauernd Einser würfele? Oder stehe ich schon wieder auf dem Schlauch?
>2."träge": Der Spielverlauf ist sehr langsam<
Kann ich so nicht bestätigen. Zugegeben, beim Bewegen der Dinos muss man schon ab und zu ein wenig hin- und hergrübeln. Aber ansonsten gings bei uns Ruckzuck (3 Spieler).
>( Konflikte gab es bei uns erst kurz vor Spielende ),<
Hörner zusammen mit Pfoten machen eine aggressive Strategie schon vorher denkbar (habs so gemacht, zwar nicht gewonnen, aber ganz schlecht wars auch nicht).
>Meine Theorie zu dem Vermerk "Spielstein Klima auf das gelbe Feld "links oben"":
Auf dem Tableau ist ja UNTEN auch noch die Leiste für die Zugreihenfolge . Relativ gesehen ist das gelbe Wüstenfeld deshalb LINKS ( klar ) OBEN.<
Das scheint mir eine schlüssige Lesart des Regeltextes zu sein. Ein Hinweis im Regeltext, dass die Klimatabelle aus 6 (nicht 8, wie ich zunächst dachte) Feldern besteht, wäre hilfreich gewesen.
Matthias

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MarcFigel

1/6

Beitragvon MarcFigel » 5. März 2001, 17:02

Du hast mich ertappt. Bei den Kämpfen verliert man wirklich mit der 6. Ich hatte mir das falsch gemerkt.
Die Theorie mit dem 1er-Würfel wäre widerlegt.
Ich hatte einfach nur Pech.

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Holger Joist

re: Evo - Regelfragen, ...

Beitragvon Holger Joist » 6. März 2001, 15:56

>> Eurogames hatte auf der Messe Zählsteine, die noch etwas höher und noch etwas dünner waren. Ich habe ein solches Exemplar kurz nach der Messe spielen können.
>> Diese sind durch die nun enthaltenen Exemplare ausgetauscht worden, weswegen sich das Erscheinungsdatum des Spiels um einige Tage verschoben hat. Es wäre sonst kurz nach der Messe bereits herausgekommen.
>... wenn das Problem schon erkannt wurde, so ist es schade, dass es nicht gleich richtig beseitigt wurde, sondern nur leicht "verbessert".
Interessant ist, dass in der französischen Ausgabe die Verbesserung scheinbar geklappt hat. Auf dem Bild auf der franz. Webseite sieht man flache Steine. Kurioserweise liegt der Meteorstein auf dem Wetter und der große schwarze auf der Reihenfolgeleiste, wo er nun gar nicht hingehört...


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