Beitragvon Erhard Portner » 6. März 2001, 20:26
Hallo,
nun, bei unseren Partien "Löwenherz" ist es bisher noch nie vorgekommen, dass bei Gebietserweiterungen gleich mehrere "neutrale Zonen" entstanden. Gut, zumindest theoretisch mag diese Konstellation aber gleichwohl möglich sein und die Regel geht auf diesen Fall in der Tat konkret nicht ein. Der Wortlaut der Regel spricht m.E. dann allerdings doch mehr dafür, dass jede "neutrale Zone", die so entsteht, einzeln nach der Tabelle Gebietsgründung abgerechnet wird. Ich schließe mich hier insoweit im Ergebnis Bernds Auffassung in seinem Posting an.
Auch die Frage, ob man in seinem Zug gleich mehrere Politikkarten ausspielen darf, wird durch die Regel nicht eindeutig beantwortet. Wir haben in unseren Spielen höchstens eine Karte pro Zug ausgespielt. Vielleicht spricht für diese Auslegung ein wenig der Wortlaut der Kurzregel. Dort heißt es: "Startspieler legt offen eine Entscheidungskarte aus (evtl. gleichzeitig Politikkarte "Bündniszwang" oder "Überläufer" spielen)." Der Verfasser der Regel hat hier also den Singular "Politikkarte" benutzt.
Zwingend dürften diese Regelinterpretationen allerdings zugegebenermaßen nicht sein. Klarheit kann hier vermutlich nur Klaus Teuber selbst schaffen. Angeblich liest er ja gelentlich auch dies Forum. Es wäre schön, wenn er sich dann zu diesen Fragen einmal äußern würde.
Mit verspielten Grüßen
Erhard