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Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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You Know

Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 00:57

Mein Freund hatte sich heute "Pangea" von Queen Games gekauft und so konnte ich es heute ausprobieren... unser Fazit am Ende des Spieles: "Eigentlich ziemlich langweilig" - Das Spiel ist auf alle Fälle nicht der Renner (schon gar nicht Spiel des Jahres verdächtig) - die Spielideen sind alle schon mal dagewesen und das Spiel plätschert nur so vor sich hin... das Spiel wirkt die ganze Zeit sehr konstruiert und Thema und Spielmechanik wirken sehr aufgesetzt (nicht das dies unbedingt schlecht ist - Knizias Tadsch Mahal hat uns trotz dieses Mankos sehr viel Spass gemacht) aber dieses Spiel ist leider nicht in der Lage aufgrund seines Mechanismuses alleine zu fesseln... bei uns wird das Spiel in der nächsten Zeit nicht wieder auf den Tisch kommen - ich sehe "Lobpreisungen" die im Vorfeld über ein Spiel gemacht werden immer sehr Kritisch (bersonders, wenn es nur von einzelnen kommt) und dieses Spiel zeigt mir einmal mehr, dass diese Haltung die einzig wahre ist...
You Know (der sich das Spiel auf alle Fälle nicht kaufen wird)

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Roman Pelek

Erster Eindruck vs. Erster Eindruck vs... ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 3. April 2001, 02:49

Hi,
>Mein Freund hatte sich heute "Pangea" von Queen Games gekauft und so konnte ich es heute ausprobieren... unser Fazit am Ende des Spieles: "Eigentlich ziemlich langweilig" - Das Spiel ist auf alle Fälle nicht der Renner (schon gar nicht Spiel des Jahres verdächtig) - die Spielideen sind alle schon mal dagewesen und das Spiel plätschert nur so vor sich hin...<
Wir haben es heute ausprobiert, aber nur zu zweit. Unser Eindruck: es plätschert doch arg - aber nur um nach der Partie festzustellen, wo wir überall taktische Möglichkeiten übersehen hatten... Und das in der Partie nur zu zweit.
Insofern wage ich das Spiel noch nicht zu beurteilen - weder positiv noch negativ. Wir werden's morgen (bzw. heute) abend auf den Tisch bringen zu viert, vielleicht sind wir dann schlauer.
>das Spiel wirkt die ganze Zeit sehr konstruiert und Thema und Spielmechanik wirken sehr aufgesetzt (nicht das dies unbedingt schlecht ist - Knizias Tadsch Mahal hat uns trotz dieses Mankos sehr viel Spass gemacht)<
Mich erinnert das Spiel irgendwie permanent an Kings&Things - die Lanschaften, die Bevölkerung, die an Landschaftsarten gebunden ist, um zu produzieren (wie die "Trugwesen" in K&T). Ist ja nix schlechtes, ich find die Idee ganz nett - neu ist sie aber nicht (dafür aber rarer als manche andere, z.B. Tauben in Venedig, die ihren Doge küren... Soso... Schmunzel) Ansonsten ist es eine Plättchenverschieberei und halt "lese Ding A von Punkt B auf und bringe es nach C". Das muss nicht schlecht sein, einige nette Spielchen leben auch davon; aber wie gesagt, es war nur eine Partie, in der man kaum alle taktischen Varianten verstanden hat.
>aber dieses Spiel ist leider nicht in der Lage aufgrund seines Mechanismuses alleine zu fesseln... bei uns wird das Spiel in der nächsten Zeit nicht wieder auf den Tisch kommen - ich sehe "Lobpreisungen" die im Vorfeld über ein Spiel gemacht werden immer sehr Kritisch (bersonders, wenn es nur von einzelnen kommt) und dieses Spiel zeigt mir einmal mehr, dass diese Haltung die einzig wahre ist...<
Zur "einzig wahren Haltung": ich sehe, genauso wie Lobpreisungen im Vorfeld, Beiträge sehr kritisch, die nach einem einzigen Spiel das Gegenteil von den Lobpreisungen im Vorfeld behaupten ;-) Ein erster Eindruck ist immer schwierig, es ist ein Vabanquespiel... Manchmal, ganz selten, habe ich schon nach einer Partie ein Gefühl für ein Spiel, aber das ist die absolute Ausnahme - ehrlich gesagt ist mir das nur zweimal passiert: bei Java und bei Capitol, und da hat sich der Eindruck auch nicht mehr gravierend geändert. Aber bei vielen anderen Spielen ging einfach zuviel daneben in der ersten Partie, um ein Gefühl dafür zu haben, ob einem das Spiel liegt oder nicht. Medina war bei mir ein Reinfall in der ersten Partie. Wyatt Earp hat mir erst nach der dritten Partie Spass gemacht, Doge und Vino waren auch harte Nüsse, die mir dann doch gut gefielen. Und, Du meine Güte, ein Lost Cities - verrissen bis zum geht nicht mehr, und heute isses quasi ein Klassiker. Geh ins Internet online spielen: Du kriegst Skat, Siedler und Lost Cities (zumindest sind das die Spiele, wo man realiter auch Mitspieler findet - bei Acquire steh' ich oft allein im "Raum").
Will damit sagen: ein erster Eindruck ist ein erster Eindruck, und damit einher gehen die Vorbehalte. Nur einen ersten positiven mit einem ersten negativen Eindruck als falsch abzustempeln, halte ich auch für gewagt. Obwohl ich Deine Schilderung nachvollziehen kann, und es uns nicht viel anders erging bei der ersten Partie (insofern unterscheiden sich unsere Testpartieeindrücke kaum), so sah ich doch bei Pangea mehr, was sich noch zu testen lohnt, zumindest in noch 1-2 Partien. Mag sein, dass sich das als Seifenblase entpuppt, vielleicht aber auch nicht. Verstanden habe ich die Taktiken des Spiels nach der ersten Partie jedoch bei weitem nicht, aber es sah so aus, als wäre wenigstens ein bissl mehr dahinter.
>You Know (der sich das Spiel auf alle Fälle nicht kaufen wird)<
Ich auch nicht, Freundin hat sich's nämlich gekauft ;-) Ich dafür hab meinen Ärger, weil ich mich ja nicht davon abbringen lassen wollte, endlich mal Löwenherz in unsere Sammlung einzureihen... Wie man's macht, macht man's falsch :)
Ciao,
Roman

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You Know

re: Erster Eindruck vs. Erster Eindruck vs... ;-)

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 12:32

Hallo Roman,
hast Recht... werde dem Spiel nochmal eine Chance geben (hätte ich wahrscheinlich sowieso getan). Ich war einfach etwas enttäuscht von dem Spiel (hatte einfach mehr erwartet) - aber so ist das halt mit Spielen von denen man im Vorfeld gutes hört - man hat große erwartungen daran (und solche Spiele hjaben es wesentlich schwieriger diese Erwartungen zu erfüllen als Spiele, die im Vorfeld zerissen wurde (von solchen war ich schon öfters dann positiv überrascht)...
Den Vergleich mit Kings... kann ich übrigens nur unterstreichen!
Grüße
You Know (der heute erstmal Medina spielen wird)

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beat

re: Erster Eindruck vs. Erster Eindruck vs... ;-)

Beitragvon beat » 3. April 2001, 14:13

warum ärger mit löwenherz? sind das spiel und du nicht kompatibel?

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Rüdiger E. Beyer

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon Rüdiger E. Beyer » 3. April 2001, 15:57

sehr merkwürdig...
Ein Unbekannter macht ein Spiel nieder, daß im gesamten Bekanntenkreis als das beste Spiel des bisherigen Jahrgangs gefeiert wird.
Bringt's Spaß, anonym zu stänkern - oder was steckt dahinter?

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Jürgen Karla

re: Pangea gespielt

Beitragvon Jürgen Karla » 3. April 2001, 16:54

Hallo Rüdiger,
danke für Deinen Einsatz für "Pangea". Auch ich denke, daß das Spiel nicht so schlecht ist. Man braucht aber schon einige Partien - wie bei fast allen Spielen - um die Tricks und Finessen zu erkennen.
(Bist Du nicht auch in den Credits des Spieles genannt?
Viele Grüße
Jürgen Karla

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Roman Pelek

re: Erster Eindruck vs. Erster Eindruck vs... ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 3. April 2001, 18:11

Hi Beat,
>warum ärger mit löwenherz? sind das spiel und du nicht kompatibel?<
So ähnlich, gibt Ärger mit der Spielegrafik. Meine Auge meint Partout, die Spielplanteile seien bös verzogen und acht Mauerteile würden fehlen... Wahrscheinlich sollte ich den Eye Driver 7.32 beta mal austesten, vielleicht sieht das Spiel dann besser aus ;-) Aber im Ernst: hatte weiter unten geschrieben, dass ich schon wieder eine Montagsausgabe von Löwenherz mit verzogenen und fehlenden Materialien erworben habe...
Ciao,
Roman

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Helmut Lehr

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon Helmut Lehr » 3. April 2001, 18:18

Hallo, ich habe mir vorgenommen, auf anonyme Beiträge nicht mehr zu reagieren!
Gruß
Helmut

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You Know

Wollen hier einige "Pangea" puschen??

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 18:26

Hallo,
ist das Spiel den schon sooo lange auf dem Markt, dass es in Deinem ganzen Bekanntenkreis furore gemacht haben kann?
Ich habe bei meiner Meinung nur das gesagt, was ich beim spielen von "Pangea" entfunden habe. Werde aber dem Spiel noch eine weitere Chance geben. ABER ich habe genug Spiele gespielt um zu sehen, ob ein Spiel für mich ein Renner ist oder nicht - und ich werde das Spiel vielleicht nach einigen Spielen besser finden (oder auch nicht) aber es wird mit sicherheit bei mir (und meinen Mitspielern der ersten Partie) keine Furore machen... es tut mir ja sehr leid, aber irgentwie werde ich das Gefühl nicht los, dass hier ein Spiel mit allen Mitteln gepuscht werden soll...
Das ich nicht der einzige bei meinem ersten Eindruck bin zeigt mir die Meinung von Roman (auch wenn er sich nicht festlegen will)...
Ich bin auf die anderen Reaktionen gespannt - aber bei Spielen ist das halt so eine Geschmackssache - dem einen gefällts, dem anderen nicht... und ich glaube, dass die Spieler hier im Forum schlau genug sich ihre eigene Meinung zu bilden und sich weder von meiner schlechten noch von deiner überschwenglichen Kritik beeinflussen zu lassen - ich entpfehle jedenfalls das Spiel nicht ungesehen zu kaufen, nur weil hier so überschwenglich im Vorfeld gefeiert wurde, sonder das Spiel erst einmal anzutesten...
Ich hoffe, das Spiel bekommt den Erfolg, den es sich verdient!
You Know

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You Know

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 18:29

... dann machs auch nicht!
You Know (den es eigentlich nicht interessieren sollte ob Helmut sich nun mit ihm befasst oder nicht, den es aber nervt, wenn jemand extra postet nur um zu sagen, dass er nicht posten will!)

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KMW

ignore

Beitragvon KMW » 3. April 2001, 19:02

no message
KMW

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Helmut

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon Helmut » 3. April 2001, 19:06

Da ich (von wem auch immer?) direkt angesprochen werde, muss ich doch antworten: Ich habe auf den Beitrag von Rüdiger Beyer geantwortet, nicht auf "You know"!
VG
Helmut

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Jürgen Karla

re: Wollen hier einige "Pangea" puschen?? - Nö

Beitragvon Jürgen Karla » 3. April 2001, 20:08

"ist das Spiel den schon sooo lange auf dem Markt, dass es in Deinem ganzen Bekanntenkreis furore gemacht haben kann?"
Wie ich in meinem vorigen Posting bereits erwähnt habe gehörte Rüdiger zum Team, welches dem Autor bei der Entwicklung zur Seite stand - zumindest wird er in den Credits genannt. Man kann also vermuten, daß er schon einige Partien hinter sich hat.
Viele Grüße
Jürgen Karla

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You Know

re: Wollen hier einige "Pangea" puschen?? - Nö

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 21:18

... lassen wir ihn doch selbst Antworten! Aber wie fandest du das Spiel eigentlich? Deiner Aussage entnehme ich, dass Du das Spiel nicht schlecht findest - aber mal ehrlich, fandest du das Spiel so genial (und wie vor kurzem in dem "Afrika" posting mehrfach erwähnt DAS "Spiel des Jahres"?
Gruß
You Know (der sich jetzt eine Emailadresse holt um für andere erreichbar sein (soll ich mich dann Klaus Kramer nennen um besser akzeptiert zu werden?)

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Jürgen Karla

re: Wollen hier einige "Pangea" puschen?? - Nö

Beitragvon Jürgen Karla » 3. April 2001, 21:34

Hallo,
also ich fand das Spiel nicht schlecht. Brauche aber sicherlich noch einige Partien um es bewerten zu können.
Mein persönliches Spiel des Jahres küre ich erst, wenn ich alles durchgespielt habe. Bis dahin geht bestimmt noch viel Zeit ins Land.
Viele Grüße
Jürgen Karla
(Der jetzt wieder liest und schweigt wie sonst auch...)

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You Know

re: Wollen hier einige "Pangea" puschen?? - Nö

Beitragvon You Know » 3. April 2001, 21:36

Übrigens... ich weiss nicht, ob man wirklich unparteiisch ist, wenn man an der Entwicklung eines Spieles persönlich mitgewirkt hat (auch wenn es nur als Testspieler sein sollte - man ist dem Spiel gegenüber dann meist positiver gesinnt und fühlt sich von schlechten Bewertungen persönlich angegriffen)!
You Know (der jetzt eine Email-Adresse hat und somit immer erreichbar)

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Christian Schnabel

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon Christian Schnabel » 3. April 2001, 23:02

Ups, ich komme gerade vom Dienst und habe anscheinend eine ziemlich kontroverse Diskussion ausgelöst.
Wenn dir Pangea nicht gefällt und dein Freund durch meinen Beitrag einen glatten Fehlkauf tätigte, - dann tut mir dies natürlich Leid.
Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: Pangea ist für mich das bisher beste Spiel des neuen Jahrgangs; und zwar mit deutlichen Abstand (Medina, Evo, Die neuen Entdecker, Volldampf und Das Amulett habe ich allerdings noch nicht gespielt).
Bei der von mir schon einmal erwähnten ehemaligen Pöppel-Revue-Leserreise gab es für Pangea in jeden Fall nur positive bis euphorische Kritiken; während Spiele wie Afrika oder San Marco teilweise glatt durchfielen (manche fanden sie ganz nett, andere teilweise auch wirklich toll).
Habt ihr (wie Roman) Pangea vielleicht auch nur zu Zweit gespielt? Das würde vieles erklären. Ich finde, bei fast allen mir bekannten Mehrpersonenspiele geht zu Zweit der Spielspaß drastisch "in den Keller" (falls das Spiel denn überhaupt noch funktioniert).
Möglich wäre natürlich auch, das unser Spielgeschmack absolut inkompatibel ist? Das ließe sich über eine Positiv-/Negativspielehitliste klären.
U.a. schreibst du:
>die Spielideen sind alle schon mal dagewesen ...
Primär dieser Satz erstaunt mich nun aber wirklich!!!
In den letzten 12 Jahren sind mir ja scheinbar einige tolle Spielideen und Mechanismen völlig verborgen geblieben!? Ich bin überrascht.
Vielleicht kannst du mich ja aufklären: Von welchen Spielen hat Pangea die Mechanismen abgekupfert?
(wenn du San Marco vorwerfen würdest, daß es viele Mechanismen von El Grande hat, könnte ich dies z.B. gut nachvollziehen)
Viele Grüße
Christian Schnabel


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Carsten Wesel

PLONK

Beitragvon Carsten Wesel » 4. April 2001, 00:44

PLONK

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Roman Pelek

Pangea - mal weg vom "Glaubenskrieg"

Beitragvon Roman Pelek » 4. April 2001, 04:25

Hi Christian,
>Ups, ich komme gerade vom Dienst und habe anscheinend eine ziemlich kontroverse Diskussion ausgelöst.<
Scheint so, obwohl die Diskussion bisher leider noch wenig fundiert ist, insofern mit Vorsicht und etwas Zurückhaltung zu geniessen.
>Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: Pangea ist für mich das bisher beste Spiel des neuen Jahrgangs; und zwar mit deutlichen Abstand (Medina, Evo, Die neuen Entdecker, Volldampf und Das Amulett habe ich allerdings noch nicht gespielt).<
Medina und Evo sind auf jeden Fall ein Probespiel wert, den Rest kenne ich mangels Erscheinen auch nicht, wobei ich nicht weiss, ob mich Da Amulett oder Volldampf wirklich interessieren nach der Spielbeschreibung im Adam-Katalog.
>Bei der von mir schon einmal erwähnten ehemaligen Pöppel-Revue-Leserreise gab es für Pangea in jeden Fall nur positive bis euphorische Kritiken; während Spiele wie Afrika oder San Marco teilweise glatt durchfielen (manche fanden sie ganz nett, andere teilweise auch wirklich toll).<
Wie oft habt ihr die Spiele denn dort gespielt? Ich habe Pangea heute zum ersten Mal "richtig" zu viert gespielt (im übrigen haben wirs aufgrund einer Melange aus Deinem Beitrag und persönlichem Regelstudium gekauft), und es gefiel mir (natürlich?) besser als im ersten Zweispieler-Regelversteh-Testspiel. Es gibt viele fiese taktische Möglichkeiten, die sich einem erst nach und nach erschliessen. Aber:
- ob diese Möglichkeiten so planbar sind, weiss ich immer noch nicht (ich habe zwar gewonnen, aber das heisst ja nicht, das ich überragend gespielt habe :)
- die Atmosphäre oder Begeisterung für den Mechanismus sind nicht vollends da, aber zumindest gewachsen
Das Empfinden dafür, dass es DAS Spiel des Jahres ist, habe ich allerdings bislang nicht, für das SdJ mag ich immer noch Africa, Capitol, Carcassonne, und für Taktiker Medina (bzw. auch Capitol) lieber.
Auf jeden Fall, um das gesagte wieder zu relativieren (meine Güte, was sind zwei Partien, davon eine zu zweit?): Pangea kommt bei uns noch öfter auf den Tisch, da ich auch bei der zweiten Partie das Gefühl hatte, dass da viel mehr drinne steckt, und sich schon eine deutliche Steigerung von erster zu zweiter Partie bemerkbar gemacht hat.
>Habt ihr (wie Roman) Pangea vielleicht auch nur zu Zweit gespielt? Das würde vieles erklären. Ich finde, bei fast allen mir bekannten Mehrpersonenspiele geht zu Zweit der Spielspaß drastisch "in den Keller" (falls das Spiel denn überhaupt noch funktioniert).<
Hm, es funktioniert "so lala", aber der Spielspass geht in den Keller. Zu viert ist es tendenziell ein bissl unberechenbar (vier Blockademarker und Verschiebereien sind schon heftig), das mag aber auch an Mangel an Erfahrung liegen. Zu dritt möchte ich es unbedingt auch noch spielen, da da vielleicht mehr planbar wird.
>Möglich wäre natürlich auch, das unser Spielgeschmack absolut inkompatibel ist? Das ließe sich über eine Positiv-/Negativspielehitliste klären.<
Ich persönlich mag die grassierenden Fantasythemen und Grafiken in "gewöhnlichen" Spielen nicht so, Magie und Brimborium ist nicht so mein Fall. Deswegen hat sichs auch meine Freundin gekauft... Mir gefällt halt wenn dann der Mechanismus... Aber wenns mich nicht völlig vom Hocker reisst, kann das auch an der Antipathie bzgl. Thematik liegen. Heute erst wieder Drachengold gespielt und gnadenlos verloren, ich glaube, das liegt an der Abneigung gegen Drachen und Magier ;-)
>>die Spielideen sind alle schon mal dagewesen ...<<
>Primär dieser Satz erstaunt mich nun aber wirklich!!!
In den letzten 12 Jahren sind mir ja scheinbar einige tolle Spielideen und Mechanismen völlig verborgen geblieben!? Ich bin überrascht.
Vielleicht kannst du mich ja aufklären: Von welchen Spielen hat Pangea die Mechanismen abgekupfert?
(wenn du San Marco vorwerfen würdest, daß es viele Mechanismen von El Grande hat, könnte ich dies z.B. gut nachvollziehen)<
Hm, da kann ich mich aber anschliessen, hier meine Liste:
- Plättchenverschieben, das neue Wege eröffnet oder blockiert, prominenteste Ausprägung: Das verrückte Labyrinth
- Verschiebbare Wesen oder Stämme, die nur in Verbindung mit bestimmten Landschaftsarten ihre volle Wirkung entfalten: Kings&Things
- Generell: Routenplanung mit Blockademöglichkeiten: Elfenland
- Produktion von Gütern: verdammt viele Spiele...
- (Heim-)Transport von Waren/Artefakten/Amuletten: viele Handelsspiele leben davon, z.B. Serenissima
An Pangea ist mir kein neuer Mechanismus aufgefallen, aber es ist eine neue Verknüpfung von Mechanismen. Ich sehe jedenfalls nicht viel Unterschied zwischen den Recycling-Vorwürfen an San Marco oder Pangea. Da muss ich Mister Anonym zustimmen. Aber im Gegensatz zu anderen, die sich darüber gerne echauffieren, macht mir das wenig aus, wenn die Mischung stimmt - siehe Thematik "Evolution vs. Revolution" im Beitragsarchiv. Mir fällt kein Spiel ein, das revolutionär war, aber viele, die bestimmte Mechanismen erst zur Blüte gebracht oder mit neuen Ideen angereichert haben.
Ich frage mich eh immer wieder, wenn manche Leute von fantastischen Spielen, die superneuartig waren und Spielspass bis zum Jupiter gebracht haben, welche das denn sind? Klar liebe ich Euphrat & Tigris, El Grande (erst diese Woche beide wieder gern gespielt), Löwenherz - und spiel auch online mittlerweile wieder mal Siedler. Aber selbst für damalige Verhältnisse waren die nicht superneu, sondern einfach nur gut. Warum spricht man dieses Recht mittlerweile allen Neuerscheinungen ab? Oder warum machen angeblich alle Neuerscheinungen keinen Spass? Ich hatte viel mit Java, Carcassonne, Babel, Capitol, Africa, San Marco und Medina.
Manchmal glaube ich, sind die Erwartungen höher als Spiele überhaupt leisten können. Oder die Leute erwarten nach jeder Messe ein neues Spiel, das alles dahergewesene toppt und auch noch dem persönlichen Gusto entspricht. Wenn ich mir z.B. ein Mississippi Queen oder Elfenland anschaue, die SdJ wurden, dann entdecke ich heuer ähnlich gute oder bessere Familienspiele. Aber das ist eine endlose Debatte.
>Viele Grüße
Christian Schnabel<
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

[OT] Anonymes, OT & Internetnamen

Beitragvon Roman Pelek » 4. April 2001, 04:45

Hi,
>You Know (der sich jetzt eine Emailadresse holt um für andere erreichbar sein (soll ich mich dann Klaus Kramer nennen um besser akzeptiert zu werden?)<
Wolfgang Teuber, Reiner Dorra oder Michael Knizia tun's auch ;-)
Ansonsten isses wohl kein Problem, seinen "Realname" reinzusetzen oder ne Mail einzurichten, um OT-Müll oder private Fragen besser zu klären. Jedesmal überlege ich mir, wie ich Dich ansprechen soll... Meistens endet's im schlichten "hi" - "Hi You Know" klingt einfach ZU dämlich...
Ciao,
Roman (Pussimaus69 grüßt Dudelbär95 und Blumiwizard knuddelt Schneckenzwerg@110DowningStreet - argh...)
P.S.: Nennt mich altmodisch, aber ich rede gerne Leute mit echtem Vornamen oder gediegenem Spitznamen an...
P.P.S.: Das war nix gegen Don Alonso (den Untermultiplennameschreiber) oder Gustav den Bär, s.o. ;-)

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Brigitte Ditt

[OT]: Email-Adresse

Beitragvon Brigitte Ditt » 4. April 2001, 07:59

Finde ich prima.
Brigitte

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Wolfgang Ditt

Mehrpersonenspiele zu zweit war: Pangea - mal weg vom "Glaubenskrieg"

Beitragvon Wolfgang Ditt » 4. April 2001, 08:07

Hallo Roman,
wenn ein Spiel für 2 bis x Personen ist, dann sollte es auch mit jeder Besetzung funktionieren und Spaß machen. Insoweit würde ich das Zweierspiel nicht so abtun.
Leider schaffen es nur sehr wenige Spiele, für mehrere Personen und zu zweit gut zu sein. Santa Fe (Whitewind) war so ein Spiel; wir (Brigitte und ich) haben es Abende gespielt. Von den neuen Spielen sind solche Spiele Caracassonne, Java und Africa.
Nach deinem Posting ist Pangea wohl eher ein Spiel für menr Spieler
Wolfgang

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Don Alonso

re: [OT] Anonymes, OT & Internetnamen

Beitragvon Don Alonso » 4. April 2001, 08:52

Bin halt eine gespaltene Persönlichkeit 8-)
Gefällt dir Don Alonso nicht ?
Das schlimme bei You Know ist, das ihn viele durch dieses Pseudo ignorieren ! Gibt er einmal eine negative Kritik, sagt jeder, er traut sich nicht !
Auf jedenfall ist es gut, das er oder sie eine E-Mail Adresse hat ! Ich glaube, es ist ein er, kann aber auch eine Sie sein.
Don Alonso (Ist immer noch der Meinung, das Africa Spiel des Jahres werden soll und hofft, das Gold Sieber ihm Geld schickt für diese Werbung )

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Rüdiger E. Beyer

Pangea - oft gespielt

Beitragvon Rüdiger E. Beyer » 4. April 2001, 11:44

Hallo
Ja, ich habe Pangea schon seit über 6 Monaten ausgiebig in meinen Spielekreisen spielen können - daher kennen wir das Spiel sehr gut.
Das Problem hier im Forum ist doch, daß einige Leute so scharf darauf sind als erster zu einem Spiel die Meinung zu posten, daß dabei eine gründliche Beschäftigung mit dem Spiel auf der Strecke bleibt.
Deshalb sind mir Leute, die eher einen ersten Eindruck unter Vorbehalt abgeben lieber, als solche, die aufgrund ihrer übergroßen Erfahrung schon nach dem Öffnen der Schachtel genau wissen, ob das Spiel was taugt.
Es mag sein, daß man als Tester eines Spiels eine besondere Beziehung zu dem Spiel entwickelt (man sieht halt die ganzen Stadien des Entstehens) - aber man ist damit auch sicherlich einer der strengsten Kritiker, denn es soll ja ein gutes Produkt entstehen, mit dem man sich identifizieren kann.
Davon abgesehen kann ich ein schlechtes Spiel von einem guten unterscheiden - für mich ist Pangea ein sehr gutes Spiel.
Mir gefällt die lawinenartige Entwicklung, die das Spiel nimmt. Es fängt harmlos und gemütlich an, um dann nach kurzer Zeit zu eskalieren. Obwohl es von den Regel her so einfach erscheint, bieten sich interessante Strategien und taktische Finessen, die man erst nach einigen Partien richtig zu schätzen weiß.
Grüße
REB


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Lutz Stepponat

re: Pangea gespielt - kann es nicht entpfehlen!

Beitragvon Lutz Stepponat » 4. April 2001, 11:59

Hallo,
ich muss gestehen, dass ich zum ersten Mal diese Seite angesurft habe (habe vorher schon viel davon gehört, aber mich stets geweigert mir das anzutun). Mit Interesse habe ich die Artikel über Pangea gelesen, da wir gestern abend zum ersten Mal im Mitarbeiter-Kreis „Die Magier von Pangea“ und „Im Zeichen des Kreuzes“ gespielt haben. Beide Spiele haben uns gut gefallen. Haben aber völlig verschiedene Charaktere (lieblich sind sie nicht). Über die äussere Grafik lässt sich diskutieren (meiner Frau gefällt das Cover von „Die Magier von Pangea“ sehr gut, mir ist es zu ruhig), der Inhalt beider Schachteln ist jedenfalls sehr beachtlich. Die Regel sieht sehr übersichtlich aus. Zum Inhalt der Regel kann ich noch nichts sagen, da ich mitspielen durfte. Der Würfelturm ist gewöhnungsbedürftig, d.h. er muss vorsichtig behandelt werden, ist aber sehr spannend. („Müsse mer noch a mal spiele!“)
Die Reaktion von „you know“ ist sicherlich verständlich. Ein Spiel wird als gut angekündigt, es wird gespielt und ..., der Funke springt nicht über. Dafür, dass der Funke nicht springt gibt es viele Gründe und die sind in der Regel persönlicher Natur (schlecht geschlafen, Verdauungsstörungen, Probleme mit einer Person am Tisch –fällt natürlich weg bei 2-Personen-Spielen-, Thema gefällt nicht). In einem solchen Moment kann die Kritik schon ein wenig überzogen sein. Früher wurden solche Kritiken im kleinen Kreis gemacht, heute geschieht dies deutschsprachigweit. Wenn ich eine extreme Meinung vertrat, wussten die Mitspieler, wer es gesagt hatte und nahmen es nicht ernst, oder diskutierten mit mir, von Angesicht zu Angesicht. Von Angesicht zu Angesicht hat sich verändert, aber harsche Kritik mit Pseudonym hatten für mich schon immer einen unangenehmen Beigeschmack und der indirekte Aufruf ein Spiel nicht zu kaufen (you know, der sich das Spiel auf alle Fälle nicht kaufen wird) sind für ein Spiel mit einem Alter von 6 Tagen sehr suspekt.
Was mir aber bei vielen Beiträgen auffällt ist die Tatsache, dass die Kritiker mit dem Verlag oder dem Autor beleidigt sind, „Du hast mich übers Ohr gehauen. Pfui!“, wenn ein Spiel ihnen nicht gefällt.
Glaubt denn wirklich jemand, dass ein Autor ein schlechtes Spiel abgeben, oder ein Verlag ein schlechtes Spiel auf den Markt bringen will? Wenn ich miterlebe, wie manche Produktmanager ranklotzen, um „ihren“ Jahrgang fertig zu kriegen und wie aufgeregt sie sind, wenn die erste Palette im Lager steht, wie ängstlich (hoffentlich haben wir nichts übersehen) sie die Folie von „ihren“ Spielen abreissen, fällt es mir erst mal schwer kritisch zu sein (legt sich aber mit der Zeit).
Das Verlage und Autoren von ihren Spielen überzeugt sind, ist wohl selbstverständlich. Das einige Verlage, Autoren und vor allem Pressesprecher sehr selbstbewusst auftreten in der Vermarktung ihres Produktes ist auch bekannt, sollte aber nicht dazu führen, die „Lautsprecher (grosse Verlage)“ zu schonen und es dafür den „Stillen (kleine Verlage)“ so richtig zu zeigen.
Kritik muss sein, aber sie sollte immer so sein, dass ich dem kritisierten dabei in die Augen sehen kann und auch mir selbst sagen kann: „ich habe weder geschleimt noch beleidigt!“
Eine sehr schönes Forum, gefällt mir sehr gut. Vor allem erhalte ich sehr viele fundierte Informationen zu verschiedenen Spielen. Hoffentlich erinnert sich keiner an meine kritischen Äusserungen zu dieser Seite.
Lutz Stepponat
MERLINs-Spiele


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