Beitragvon Roman Pelek » 4. April 2001, 05:50
Hi Mario,
>Auch das Vergleichsverfahren geht öfter in die Hose. Ich habe schon oft die Aussage gehört: Wer a gemocht hat, wird b lieben. Ich also nix wie los und b gekauft. Natürlich war es für mich der totale Reinfall.<
Ja, natürlich wird da viel an den Haaren herbeigezogen. Die meisten Spiele sind sich nicht so ähnlich, sondern meist eine Mischung aus verschiedenen bekannten Genres, Themen und Mechanismen. Wirklich neues gibt's eh kaum, das sind immer nur Marginalien, die sich weiterentwickeln, bis irgendwann ein Spiel da ist, das sich von allen vor zehn Jahren erschienenen unterscheidet.
>Die absolute Sicherheit kann es nie geben. Wer also nicht bei denen Spielen bleiben will, von denen er schon weiss, dass er sie gut findet, der muss mit Nieten rechnen.<
Entweder man hat als Spieleinteressierter eine/n Deppen/-in, der/die sein Geld für Neuerscheinungen ausgibt und beurteilt dann bei der/dem, oder man ist selbst der/die Depp/-in... Nichts ist so wie das echte Leben oder das eigene Spiel - aber was soll dagegen helfen? (Meine Güte ist das anstrengend, Gleichberechtigung der Geschlechter in Worte zu fassen... Also lass ichs jetzt wieder :)
>Im Grunde finde ich die Flut an neuen Spielen Wahnsinn. Wenn man ein dutzend guter Spiele hat, sollte es eigentlich reichen.<
Nuja. Kommst Du mit zwölf _verschiedenen_ Mahlzeiten übers Jahr? Schaust Du in Deinem Leben nur ein Dutzend Filme? Sparst Du Dir das CD-Regal, weil Du nur die zwölf CDs Deiner absoluten Lieblingsband Dein eigen nennst? Betreibst Du nur mit zwölf Leuten verbale (oder wie auch immer geartete) Kommunikation? Ich halte die Zahl für völlig aus der Luft gegriffen und dabei noch für um Längen daneben. Müsste ich meine Spieleabende mit 12 Spielen betreiben, ich hätte das Hobby Spiel schon längst aufgegeben. Mir fallen allein mindestens 30 Spiele ein, die ich absolut nicht missen möchte, und selbst die mag ich nicht immer spielen.
>Was nicht heisst, dass ich nicht auch pünktlich im November und im März des Wahnsinns fette Beute werde. Als Ergebnis werden in ein paar Wochen wieder ein Dutzend Spiele von mir bei eBay versteigert werden.<
Ist ja okay, wenn man abstösst, was einem nicht gefällt. Aber Deine Zahlen zu Spielen sind daneben, Deine Seite beweisst Dir selbst das Gegenteil ;-) Das einzige, was bei mir wirklich im Regal verstaubt sind ca. 10 erlesene Spielehassobjekte plus einige zu komplexe, zeitintensive oder regelproblematische Werke, zu denen ich keine Gelegenheit finde, sie auf den Tisch zu bringen... Für alles andere findet sich immer mal ein Interessent oder eine Gelegenheit - auch ein maues Spiel kann im passenden Rahmen für Spass sorgen... Aber das hängt natürlich vom Umfang der Spielesammlung ab. Jemand mit 150 Spielen wird da zurückhaltender sein als jemand mit 1500...
Ciao,
Roman