Beitragvon Thomas Rosanski » 8. April 2001, 17:35
> Also ich finde die Schmidt-Seite doch gar nicht so
> übel.
Ich kann den Inhalt der Seite nicht beurteilen, da mir kein Inhalt angezeigt wird. Ich will dir mal glauben, dass die Seite mit einem Browser, der aktive Inhalte darstellen darf, gut aussehen würde.
> keinen Vorwurf machen kann, nur weil sie Ihre Seite
> modernisiert
Ich wollte niemanden einen Vorwurf machen, schon gar nicht, wegen einer Modernisierung. Ich wollte lediglich sagen, dass Webseiten, die so modern gestaltet wurden, dass sie für manche Leser gar nicht zugänglich sind, bei mir den Eindruck entstehen lassen, dass man nicht jeden potentiellen Leser ("Webseiten-Besucher") haben möchte. Und bei einem kommerziellen Unternehmen, dass mit der Webseiten potentielle Kunden ansprechen will (ich nehme mal an, das jeder Verlag das mit seiner Webseite machen möchte), dachte ich bisher immer, dass man sich an möglichst viele Leser wenden will. Mit einem exklusiv durch aktive Inhalte dargestelltem Informationsangebot wird man dieses Ziel (möglichst viele Leser) m.E. nicht erreichen.
> Wer heutzutage sich immer noch mit HTML zufrieden
Ich habe nicht verlangt, dass ein "Webmaster" sich mit HTML zufrieden geben soll. Es gibt aber viele Möglichkeiten, dem Leser Alternativen zu bieten, um wenigstens an die wesentlichen Informationen zu kommen.
> Man kann es nun mal nicht allen recht machen
Da hast du sicherlich recht, aber was ist eigentlich so schwer, für Leute ohne Flash-Plugin oder abgeschaltetem Java einen Link zu den relevanten Informationen (Produktliste, Kontaktadresse, etc.) anzubieten?
Für mich stellt sich immer die Frage, wer hat mehr Interesse daran, dass die Seite gelesen wird: derjenige, der die Seiten liest oder derjenige, der sich auf der Seite präsentiert. Für Informationen, die ich als Leser unbedingt haben möchte, mache ich sicherlich auch viele Anstrengungen (frage notfalls im Bekanntenkreis, wie man den Browser um/einstellen muss). Aber wenn ich nur mal einen Blick auf die Neuheitenliste eines Verlages werfen will, dann klicke ich bei einer leeren Seiten lieber auf die nächste Website (und lande bei der Konkurrenz, die auch modern gestaltet ist und aktive Inhalte zum Aufpeppen verwendet, die aber auch ohne aktive Inhalte zugänglich ist).
Von mir aus soll der Verlag die Seite ruhig so lassen, mich wird er als Leser/Besucher so jedenfalls nicht bekommen. Na ja, vieleicht will er das ja auch gar nicht.
> Gerade Unternehmen die in der Öffentlichkeit stehen
> sollten da vorsichtig sein
Genau das meine ich auch, nur eben von der anderen Seite betrachtet. Webdesign ist eben auch ein Drahtseilakt: Man muss modern sein, ohne aber damit Leser auszuschliessen. Die Seite muss sich z.B. schnell aufbauen (wenn nach Sekunden eine Webseite noch nicht aufgebaut ist, klickt der durchschnittliche Leser nämlich einfach weiter), trotzdem soll sie interessant, bunt, modern etc. sein. Genauso sollte sie natürlich modern und (je nach Zielgruppe) mehr oder weniger peppig rüberkommen, aber eben auch mit einfachen Mitteln noch lesbar sein.
Wenn man hört, wie viele Schlupflöcher in den verschiedenen Implementierungen für aktive Inhalte (wie Java, Flash, ActiveX, etc.) entdeckt werden, dann kann man nicht erwarten, dass jeder einfach alles aus dem Internet einfach so im Browser ausgeführt haben möchte.
Aber ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, weil das jetzt langsam nichts mehr mit Brettspielen und Spieleverlagen zu tun hat; das soll dich aber jetzt nicht davon abhalten, auf meinen Beitrag zu antworten.