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Queen: Im Zeichen des Kreuzes

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S.Gienke

Queen: Im Zeichen des Kreuzes

Beitragvon S.Gienke » 6. April 2001, 21:31

Im Zeichen des Kreuzes habe ich gestern zum ersten Mal gespielt. Wir waren in einer Besetzung mit vier Personen. Ich würde gern diskutiert wissen, wie Euer Eindruck dieses Spieles ist. Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, da eine Partie doch ziemlich wenig Gründe für berechtigte Kritik liefert - aber besonders strategisch ist das Spiel nicht gerade angelegt, oder täusche ich mich ???
Gruß
Sven

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Roman Pelek

re: Queen: Im Zeichen des Kreuzes

Beitragvon Roman Pelek » 7. April 2001, 02:51

Hi Sven,
>Im Zeichen des Kreuzes habe ich gestern zum ersten Mal gespielt. Wir waren in einer Besetzung mit vier Personen.<
Wir haben's nun zweimal gespielt, und nach der ersten, wenig spannenden Partie habe ich aufgrund dessen nochmal Regelunklarheiten mit Ronald Hofstaetter geklaert, so dass wir's heute nochmal auf den Tisch gebracht haben.
>Ich würde gern diskutiert wissen, wie Euer Eindruck dieses Spieles ist. Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, da eine Partie doch ziemlich wenig Gründe für berechtigte Kritik liefert - aber besonders strategisch ist das Spiel nicht gerade angelegt, oder täusche ich mich ???<
Ich habe denselben Eindruck vom Spiel und bin doch von der mangelnden strategischen Anlegung des Spiels enttäuscht. Viel hängt vom Kartenglück ab, ausser durch Sonderkarten kann man Spieler kaum behindern, und selbst dann ist zumeist der Schaden gering und Vorausplanung kaum möglich. Der Spielverlauf ist recht linear, echte Hürden beim Plündern o.ä. gibt's viel zu selten - allermeistens gewinnt man klar. Dann ballen sich gegen Ende alle Spieler um Jerusalem, und wer dann zum richtigen Zeitpunkt zuschlägt bzw. aufgrund seiner Handkarten nochmal nach Kreta und zurück kommt, gewinnt...
So schön die historische und grafische Auslegung des Spiels sind, und so originell und spassig der Würfelturm ist, es fehlt mir etwas das aktive strategische Planen. Hätte auch mehr erwartet.
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Eins fällt mir noch ein

Beitragvon Roman Pelek » 7. April 2001, 02:53

Hi,
mein Eindruck vom dem Spiel in kurzen Worten: ein Herr der Ringe mit historischen Hintergrund und fiesen kleinen Sonderkarten, um Mitspieler kurzfristig zu ärgern... Wer sowas mag, kann da zugreifen, aber die (zumindest von mir gehegten) Erwartung eines historischen Strategiespiels kann es nicht erfüllen.
Ciao,
Roman

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toasti

Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon toasti » 7. April 2001, 13:47

Im Zeichen des Kreuzes habe ich gestern zum ersten (und letzten) Mal gespielt. Es war seit langem das erste Spiel, bei dem ich nicht glaube, daß ich durch erneutes Spielen eine bessere Meinung davon bekomme oder noch irgendwas entdecke, was ich in der ersten Partie übersehen habe.
Der Herr der Ringe gefällt mir dagegen gut, und ich finde es nicht richtig, es mit Zeichen des Kreuzes zu vergleichen, auch wenn es ein umstrittenes Spiel ist. Ich glaube Im Zeichen des Kreuzes wird da weniger konträre Meinungen bekommen, es ist einfach schlecht! (Nicht nur mäßig wie meiner Meinung nach Africa oder San Marco, die bei vielen ja gut ankommen)

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Roman Pelek

re: Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon Roman Pelek » 7. April 2001, 13:55

Hi Toasti,
ich habe den Vergleich deswegen angestellt, da man bei IZDK doch das Gefühl hat, linear gemeinsam bis nach Jerusalem zu rennen und dann den Ring, pardon, Jerusalem zu zerstören. Bei HDR spielt man gemeinsam, und Kooperation ist wichtig. Bei IZDK versucht man gegeneinander zu spielen, es haut aber irgendwie nicht hin. Und das ist für mich die große Enttäuschung: ein Geschichtserlebspiel mit schöner Aufmachung und spassigen Kämpfen - aber das eigentlich spielen bleibt auf der Strecke.
Ich finde HDR auch momentan besser, auch wenn's mir als nicht Tolkien-Fan nach 5-6 Partien langweilig geworden ist und ich's deswegen nicht mehr rauskrame.
IZDK wird aber trotzdem noch eine Partie gegönnt, bevor ich mich auf meine Meinung festlege. Gestern hat uns immerhin ein Mitspieler gezeigt, wie man das Spiel wenigstens noch in Massen konkurrierend spielen kann.
Ciao,
Roman

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Sven Gienke

re: Queen: Im Zeichen des Kreuzes

Beitragvon Sven Gienke » 7. April 2001, 16:35

O-ha !
Meine vage angedeutete Meinung zu diesem Spiel wird durch die neuen Einträge fast zu einer vernichtenden Kritik. Der Karton, der Würfelturm, die Karten alles so schön - ich war ganz euphorisch, als ich das Spiel bekam.
Schon nach dem Regelstudium, noch bevor ich es gespielt hatte, wollte ich dem Verlag auf Knien liegend für dieses Spiel danken.
Nun würde ich mich lieber mal mit den beiden Autoren unterhalten, um sie zu fragen, wieviel von IHREM Spiel der Verlag übriggelassen hat, um ein Spiel mit einer marktüblichen Spielzeit und einer vom Markt zu verstehenden Regel zu erhalten !
Wirklich !!! Ich würde mich sehr über einen Gedankenaustausch mit den Autoren freuen, daß muß auch nicht in diesem Forum geschehen !
Auch wenn es kaum wieder zu relativieren ist, möchte ich jedoch eindringlich mitteilen, daß ich das Spiel nicht schlecht finde, ich war zudem von vier Spielern [ 2 Spielerinnen ] derjenige, der die meiste Kritik übte. Alle anderen fanden das Spiel nämlich gut ! Nur ich hatte etwas mehr Strategie und Komplexität angenommen / erhofft / herbeigesehnt und dies sind sicherlich sehr persönliche Maßstäbe. An der Reaktion von Roman merke ich jedoch, daß ich nicht der einzige bin !!! Ich werde das Spiel auf jeden Fall erneut ausprobieren - mit Sicherheit am kommenden Mittwoch in einer anderen Zusammensetzung der Spielrunde ... ... vielleicht mit ein paar Hinweisen von den Autoren ???
Gruß
Sven Gienke

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Roman Pelek

[OT] Kontakt mit Autor von IZDK

Beitragvon Roman Pelek » 8. April 2001, 00:20

Hi Sven,
leider hast Du Deine E-Mail-Adresse nicht mit angegeben, so dass ich Dir öffentlich antworte (Wolfgang D. wird's freuen... ;-):
Informationen/Kontakt mit Ronald Hofstaetter bekommst Du über folgenden Link/E-Mail:
r.hofstaetter@whitecastle.at
www.whitecastle.at
Ciao,
Roman

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Bohemund von Tarent

re: Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon Bohemund von Tarent » 8. April 2001, 14:08

Hallo toasti und all die anderen enttäuschten Kreuzfahrer!
Wir (d.h. 2 Männer, 2 Frauen) haben das Spiel gestern zum ersten mal gespielt, und fanden es alle sehr stimmungsvoll und spannend (manchmal fast nervenaufreibend).
Die Gestaltung des ganzen Spielmaterials ist wirklich sehr edel und allzu passend zum Thema Kreuzzug (bis auf die Feldlagerkarten, diese sind doch etwas zu dünn geraten).
Der Würfelturm ist eine geniale, nette Abwechslung zu dem guten, alten 6seitigen Standardwürfel (auch hier ein wenig Kritik: man muss schon vorsichtig die Steine aus dem Auffangbecken rausnehmen, sonst kann es passieren, das noch Steine aus dem Turm purzeln, was bei uns ein violetten "Rüttelstein" gekostet hat. Wer keinen violetten Stein mehr hatte musste dann einen Einheitenstein ablegen aber glaubt mir, man wird vorsichtiger).
Die Ereignisskarten und Bewegunskarten sind der Motor des Spiels, und natürlich wie in so vielen anderen Spielen ein entscheidener Glücksfaktor (wie auch das Ergebnis das der Würfelturm zum vorschein bringt).
Aber das denke ich, geht in Ordnung, denn Glück gehört nun auch mal im Leben dazu.
Das das Spiel nicht strategisch genug sein soll wird mir nicht völlig klar!?!
Es gibt viele Strategien die Erfolg oder Mißerfolg des ganzen Unternehmens begründen.
Z.B. soll ich die anderen Spieler schon frühzeitig etwas schwächen, damit diese nicht allzu gestärkt vor Jerusalem stehen (bei uns gings gleich knallhart zur Sache) oder welchen Weg nehme ich am besten (nicht immer der kürzeste Weg ist der erfolgreichste Weg).
Wie bewege ich die Heere/Flotten damit sie mir nicht schaden aber den anderen Spielern, welche muslimischen Stäfdte plündere ich (bei 4 Spielern müssen zwei geplündert werden, und es dürfen pro Spieler bis zu drei erobert werden) usw. usw..
Ich finde es gibt genug Strategisches in diesem Spiel, und meiner Meinung nach vielleicht auch nicht zuviel, da es den beiden Frauen auch sehr viel Spass gemacht hat IZDK zu spielen (nix jetzt gegen Frauen und Strategie aber ich brauch meiner Frau z.B. nicht mit Axis&Allies zu kommen).
Und dann kommen da noch die vielen Kleinigkeiten dazu die dem Spiel ein gewisses Flair verleihen, z.B. der kampf um Jerusalem, der mit dem Angreifer und seinem rechten Nachbarn als Verteidiger der Stadt ausgefochten wird (dieser übernimmt die Sarazenen in Jerusalem für eine Runde) oder Verstärkungen bzw. Schatztruhen vom Papst für den ersten Angriff auf Jerusalem, die Möglichkeit anderen Spielern Schatztruhen zu rauben, und Truppen desertieren zu lassen usw., usw..
Also für mich und meine Mitspieler ist diese Spiel ein Highlight des neuen Spielejahrgangs, und zumindest eine Nominierung wert.
Am besten antesten und sich seine eigene Meinung bilden.
Doch nun genug, denn der nächste KreuzZug fährt gleich ab, und den möchte ich nicht verpassen!!! :)
Bohemund von Tarent


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Wolfgang Ditt

re: [OT] Kontakt mit Autor von IZDK

Beitragvon Wolfgang Ditt » 8. April 2001, 15:09

Hallo Roman,
wenn du mich so direkt ansprichst, bekommst du auch deinen persönlichen Tadel ((-:
Also es hätte ausgeriecht, wenn du die URL angegeben hättest, dann kann doch jeder die Email finden können. Und wenn du die URL auch noch dort eingetragen hättest, wo der Platzdafür ist, könnte man sie direkt aklicken.
Haben dich die Händler von Genua doch ziemlich geschafft?
Wolfgang (<= grinst jetzt ganz hämisch, hat gerade zum ersten Mal Hexenrennen gewonnen und hat noch das Hexengrinsen drauf)

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Christian Schnabel

re: Queen: Im Zeichen des Kreuzes - Varianten

Beitragvon Christian Schnabel » 8. April 2001, 15:30

Hallo Sven,
auch ich finde, daß "Im Zeichen des Kreuzes" ein gelungenes Spiel ist.
Solltest du vom Autorenteam Varianten zum IZdK erhalten, dann veröffentliche sie doch bitte in diesem Forum. Ich bin da sicherlich nicht der Einzige mit Interesse.
Viele Grüße
Christian Schnabel

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Roman Pelek

re: Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon Roman Pelek » 9. April 2001, 00:40

Hi,
>Das das Spiel nicht strategisch genug sein soll wird mir nicht völlig klar!?!
Es gibt viele Strategien die Erfolg oder Mißerfolg des ganzen Unternehmens begründen.
Z.B. soll ich die anderen Spieler schon frühzeitig etwas schwächen<
Wenn Du mir erklärst, wie man das gezielt und unabhängig von extrem gut gestimmtem Kartenglück macht, würde ich das gerne bei der nächsten Partie IZDK ausprobieren.
Wir haben allerdings kein Rezept gefunden, andere Spieler zu Beginn nennenswert zu behindern, das ging fast nur gegen Ende des Spiels. Wenn man nicht gerade auf Sarazenenheer oder -flotte zuläuft, begegnet man denen am Anfang kaum. Und fast jeder Kampf gegen Städte, wenn nicht brachial hirnlos ausgeführt, wird von jedem Spieler gewonnen.
Wenn Du mit dem Spiel da bessere Erfahrungen gemacht hast, bitte teil sie im Detail mit - mir wär's lieber ich hätte wesentliches übersehen als mein schön gemachtes IZDK aufgrund des Spielerischen enttäuscht wegzupacken.
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

re: [OT] Kontakt mit Autor von IZDK

Beitragvon Roman Pelek » 9. April 2001, 00:46

Hi Wolfgang,
>Also es hätte ausgeriecht, wenn du die URL angegeben hättest, dann kann doch jeder die Email finden können.<
War zu faul, auf der Homepage zu gucken, ob die Mail einwandfrei zu finden ist. War nie auf der Page, habe nur per Mail mit Ronald Hofstaetter Kontakt aufgenommen. Tadel akzeptiert ;-)
Ciao,
Roman

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Bohemund von Tarent

re: Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon Bohemund von Tarent » 9. April 2001, 11:04

Hi Roman und alle anderen Zweifler an IZDK!
Es gibt mehrere Wege die nach Rom (aeh Jerusalem) führen!
Wie strategisch hättest Du das Spiel den gerne gehabt?
Strategisch wie z.B. A&A, Battle Cry, Diplomacy, um jetzt mal annähernd ähnliche Spiele zu nennen, bei denen es um Eroberungen geht?!?
Wie Du schon selber erkannt hast, warst Du etwas zu voreingenommen von IZDK, und so wie es nun daher gekommen ist hat es Dich enttäuscht.
Um nun vielleicht etwas mehr Strategisches, bzw. um das Spiel vielleicht für Dich und andere enttäuschte Kreuzfahrer etwas anspruchsvoller zu gestalten stehen einem mehrere Optionen zur Auswahl:
Einführung von Hausregeln (ja ich weis, viele von den "Vielspielern" mögen lieber die offiziellen Regeln und Regeländerungen, und sträuben sich, selbst an den Mechanismen und Regeln eines Spiels Hand anzulegen aber was solls, viel Geld ausgegeben und ab in den Schrank ist auch nicht 1. Wahl oder?).
Konkrete Beispiele:
1. 20 Bewegungskarten rausnehmen (5 Koker, 5 Ebenen usw.). Natürlich nur die BW-Karten ohne Symbol.
2. Ähnlich wie bei den Varianten beschrieben, in verschiedenen Städten schon ein paar Klötzchen aufstellen (z.B. für Konstantinopel ein stehendes Heer von 5 grünen Truppen plus die 3 Stadtverteidiger, Stadtwert bleibt bis zur Plünderung geheim).
3. Sarazenen/Piraten auf 5-7 Truppen verstärken
4. Jerusalem: Anfangstruppenstärke auf 20 erhöhen.
5. Übriggebliebene BW-Karten könnte man zur Beschriftung selbst ausgedachter Ereignisse benutzen, und dem Stapel wieder hinzufügen.
6. Statt den Kartenstapel zweimal durchzuspielen damit das Spiel für die Sarazenen ausgeht, den Stapel nur einmal durchspielen.
7. usw. usw.
Frage ist nun:"Warum muss der Käufer des Spiels eine derartige Kreativität an den Tag legen, sollte nicht schon in dem Preis von 60-70 DM all das enthalten sein?"
Dafür gibt es sicherlich viele Gründe, die nur das Autorenteam kennt, bzw. nicht kannte (für´s Spiel).
Nobody is perfect!
Für mich ist IZDK auch nach drei Partien die ich einmal in einer vierer Besetzung, zu Dritt und zu Zweit gespielt habe ein tolles Spiel, das bestimmt noch super erweitert werden kann und in dem noch viel Potenzial steckt.
Nicht so schnell aufgeben!
Bohemund von Tarent

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Roman Pelek

IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Roman Pelek » 9. April 2001, 14:15

Hi,
>Wie strategisch hättest Du das Spiel den gerne gehabt?
Strategisch wie z.B. A&A, Battle Cry, Diplomacy, um jetzt mal annähernd ähnliche Spiele zu nennen, bei denen es um Eroberungen geht?!?<
Nein, so muss es gar nicht sein, und so viel hatte ich gar nicht erwartet. Nur sollten beim Spielen auch "Hürden" auftreten (Plündere Christenstadt XY, würfel mit 5 gegen 2, gewonnen... gähn ;-) und Blockademöglichkeiten da sein, d.h. man sollte vielleicht noch mehr Möglichkeiten haben, Heer- und Flotte den Gegnern auf den Hals zu hetzen oder gar grüne Würfelchen umschichten dürfen, um anderen "eine Mauer" in den Weg zu bauen. Das sind meine zwei Hauptkritikpunkte, und da kann man bei einem solchen Spiel, denke ich, auch mehr erwarten. Ich wollte noch nichtmal einen Strategiespielhammer, ich wollte aber wenigstens mehr taktische Interaktion.
>Wie Du schon selber erkannt hast, warst Du etwas zu voreingenommen von IZDK, und so wie es nun daher gekommen ist hat es Dich enttäuscht.<
Nuja, wenn man von einem Geschichtsspiel taktische Finessen erwartet, denke ich, ist das nicht zuviel verlangt. Insofern schiebe ich den schwarzen Peter gerne ein bisschen mehr Richtung Marketing, Verlag, Autor... Zumindest härtere Fortgeschrittenenregeln hätten dem Spiel beiliegen sollen, nicht nur die historische Aufstellung. Aber nun zum "Wir machen das beste draus":
>Um nun vielleicht etwas mehr Strategisches, bzw. um das Spiel vielleicht für Dich und andere enttäuschte Kreuzfahrer etwas anspruchsvoller zu gestalten stehen einem mehrere Optionen zur Auswahl:
Einführung von Hausregeln (ja ich weis, viele von den "Vielspielern" mögen lieber die offiziellen Regeln und Regeländerungen, und sträuben sich, selbst an den Mechanismen und Regeln eines Spiels Hand anzulegen aber was solls, viel Geld ausgegeben und ab in den Schrank ist auch nicht 1. Wahl oder?).<
Natürlich sind Regelmodifikationen, die ein Spiel für einen verbessern, die bessere Wahl als es einstauben zu lassen, aber oftmals erfordern die viel Aufwand oder Probepartien, um sie auszutarieren - sprich: ich arbeite mit einem Spiel, das mich nicht so anspricht, um es zu einem Spiel zu machen, das mich anspricht - also übernehme ich quasi den Job von Autor & Verlag und bezahle noch viel Geld für's Spiel... Das ist eben, was mich stört, weil ich in meiner Freizeit lieber Spiele oder eigene Ideen verwirkliche, als an einem Spiel größer herumzudoktorn (natürlich haben auch wir bei vielen Spielen "Hausregeln", um die eine oder andere störende Sache zu umgehen; aber hier bedarf es ein bisschen mehr Aufwand). Aber genug gemeckert, Du hast ja geschrieben, dass Du für so eine Haltung auch Verständnis hast.
>1. 20 Bewegungskarten rausnehmen (5 Koker, 5 Ebenen usw.). Natürlich nur die BW-Karten ohne Symbol.<
Hm, deucht mir nicht der rechte Weg zu sein, da es dann an Bewegungskarten mangelt. Eher noch ein paar Heer/Flottensymbole draufmalen wäre mein Vorschlag gewesen. Oder die Möglichkeit, um den Glücksfaktor zu eliminieren: 2 beliebige Bewegungskarten als Joker für eine andere + Heer oder Flottenbewegung einsetzen.
>2. Ähnlich wie bei den Varianten beschrieben, in verschiedenen Städten schon ein paar Klötzchen aufstellen (z.B. für Konstantinopel ein stehendes Heer von 5 grünen Truppen plus die 3 Stadtverteidiger, Stadtwert bleibt bis zur Plünderung geheim).<
Hm, hatte mir überlegt, dass mit jeder ersten oder zweiten geplünderten Stadt die Anzahl der Verteidiger der darauffolgenden um 1 steigt, so quasi, da sie "vorgewarnt" sind. Und evtl. an selektierten Stellen wie z.B. Konstantinopel grüne Truppen dazu.
>3. Sarazenen/Piraten auf 5-7 Truppen verstärken<
Hm, vielleicht Grundstärke 3 + Hälfte eines Würfelwurfs von 1-6.
>4. Jerusalem: Anfangstruppenstärke auf 20 erhöhen.<
Jerusalem ist eigentlich nicht das Problem, eher das Spiel vorher...
>5. Übriggebliebene BW-Karten könnte man zur Beschriftung selbst ausgedachter Ereignisse benutzen, und dem Stapel wieder hinzufügen.<
Vielleicht sollte man auch einfach mehrere Stapel bilden: einen mit Bewegungskarten, einen mit Ereignissen und einen gemischten. Und, wenn man auf eine Nachziehkarte verzichtet, darf man eine aus dem Stapel aussuchen o.ä.
>6. Statt den Kartenstapel zweimal durchzuspielen damit das Spiel für die Sarazenen ausgeht, den Stapel nur einmal durchspielen.<
Dann wird das Spiel kürzer, und manchmal gewinnt keiner. Hm, für mich keine befriedigende Lösung, da es nix verbessert, nur verkürzt und evtl. keinen zum Sieger kürt.
So, bin mal gespannt, was andere so über diese Modifikationen denken, vielleicht können wir da ein Konzept oder Alternativregeln gemeinsam auf die Beine stellen, mir persönlich fehlt die Zeit und Musse, meine groben Ideen alle im Spiel auszutesten.
Ciao,
Roman

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Akke Monasso

re: Herr der Ringe bitte nicht mit im Zeichen des Kreuzes vergleichen!

Beitragvon Akke Monasso » 9. April 2001, 14:35

Leider machen keine deiner Beispielen das Spiel strategischer, nur schwerer.
Vielleicht könnte man sein Armee aufteilen, und die kleinere gruppe als Desertierer benützen die die gegnerische Truppen attackieren dürfen. Die Desertierer dürften dann vielleicht auch noch jeder Stadt attackieren ohne das der Moral sinkt. Goldschätze müssen natürlich von die Desertierer mitgetragen werden und können nur benutzt werden wenn in Rom 50% an die Kirche bezahlt wird. usw usw.
schöne Gruesse von Akke, der das Spiel so auch mag.

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Bohemund von Tarent

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Bohemund von Tarent » 9. April 2001, 16:41

Hi Roman!
1.
Natürllich soll es an Bewegungskarten mangeln, denn dann muss derjenige Spieler schon besser planen, ob er sich einen kleinen Schlenker nach links oder rechts wagen kann um eine Stadt zu plündern.
2.
Das mit den selektierten Städten ist auch ganz meine Meinung, und ich denke das reicht dann auch aus. Die Vorwarnung ist dann wohl nicht mehr nötig (wird dann doch zuviele grüne Truppen geben).
3.
Grundstärke drei O.K., und dann vielleicht nach jedem Kampf des Heeres/Pirats, egal ob erfolgreich oder nicht eine grüne Truppe dazu (damits beim Nächstenmal vielleicht klappt den Kreuzfahrern eine Niederlage zu bescheren).
4.
Um es zu erschweren vielleicht ganz nett das man 20 Truppen einsetzt, da J. bis zu max. 31 Truppen durch Karten (zu wenig Verstärkungskarten) hochgepuscht werden kann (was ich finde nicht sehr viel ist). O.K. und die Resttruppen die sich in Marsch setzen sobal J. das erstemal angegriffen wird.
5.
Mit einem grossen Stapel bin ich zufrieden. Es ist gut nicht zu wissen das man eine BW-Karte zieht, sondern auch die Möglichkeit hat eine Ereignisskarte zu ziehen.
Vielleicht hat man dann nur Ereignisskarten auf der Hand, und kann sich mal die Runde nicht bewegen (simuliert ne Rast oder schlechte Logistik).
6.
Es verbessert die Spannung meiner Meinung nach, man sieht Karte um Karte schwinden, und muß langsam aber sicher nen guten Plan haben. Bei keinem der drei Spiele, die ich bis jetzt gespielt habe ist es vorgekommen, dass wir den kompletten Stapel auch nur einmal durchgespielt haben.
Einen Punkt ließ ich in meinem vorigen Beitrag ausser acht, und der war die Moral der Truppe.
In keinem Spiel ist es vorgekommen, das die Moral so tief gesunken ist, das jemand nur 2, geschweige den 1 Karte ziehen durfte.
Dies ist für mich ein sehr grosser Kritikpunkt.
Mögliche Lösung:
-Christliche Städte plündern kostet 4 Moralpunkte (erfolgreich/nicht erfolgreich)
-Karte Taverne modifizieren: nur 1 Moralpunkt wert
-Karte Hunger (was bei den Kreuzzügen ein wirkliches Problem war) mod. auf 3 Minuspunkte auf die Moral
-In Jerusalem rumstehen ohne anzugreifen 3 Minuspunkte.
- Flucht/Niederlage 3 Minuspunkte.
So das waren nochmal meine Vorschläge/Gegenvorschläge um das Spiel für den einen oder anderen "Vielspieler" etwas erträglicher zu machen. Es gibt sicherlich noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten aber da muss ich das spiel selber auch noch ein paarmal öfter spielen (was ich auch tun werde).
Bohemund von Tarent

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Sönke Weidemann

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Sönke Weidemann » 9. April 2001, 18:08

Hallo Bohemund, hallo Roman!
Solche Diskussionen sind der Grund, warum ich dieses Forum so mag. Ich habe mir Eure Anmerkungen gleich mal ausgedruckt, mal sehen, was wir davon am Wochenende mit einfließen lassen werden.
Gruß Sönke

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Bohemund von Tartent

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Bohemund von Tartent » 9. April 2001, 18:13

Hallo Sönke!
Danke für die Lorbeeren, und berichte uns doch mal nach dem Wochenende wie es gelaufen ist. Ach ja Frohe Ostern!
Bohemund von Tarent

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Roman Pelek

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Roman Pelek » 10. April 2001, 10:26

Hi,
>Einen Punkt ließ ich in meinem vorigen Beitrag ausser acht, und der war die Moral der Truppe.<
Stimmt, mit dieser Abrechnung bin ich auch nicht einverstanden, da die Moral quasi immer hoch ist, selbst wenn man christliche Städte en masse plündert.
>In keinem Spiel ist es vorgekommen, das die Moral so tief gesunken ist, das jemand nur 2, geschweige den 1 Karte ziehen durfte.<
Dito.
>Dies ist für mich ein sehr grosser Kritikpunkt.
Mögliche Lösung:
-Christliche Städte plündern kostet 4 Moralpunkte (erfolgreich/nicht erfolgreich)<
Ist wahrscheinlich sinnvoll, damit's ein bissl härter wird, die Kreuzfahrer zu motivieren. Schliesslich haut man seinen "Brüdern und Schwestern" ja nicht auf die Kappe, ohne dass die Glaubwürdigkeit der Mission doch arg leidet ;-)
>-Karte Taverne modifizieren: nur 1 Moralpunkt wert<
Ausprobierenswert.
>-Karte Hunger (was bei den Kreuzzügen ein wirkliches Problem war) mod. auf 3 Minuspunkte auf die Moral<
Jupp, warum nicht.
>-In Jerusalem rumstehen ohne anzugreifen 3 Minuspunkte.<
Hm, zwei reichen auch. Wann stehen eigentlich bei Euch mal Kreuzfahrer in Jerusalem rum ohne anzugreifen? Bei uns noch nie vorgekommen.
>- Flucht/Niederlage 3 Minuspunkte.<
Vielleicht, vielleicht auch zu hart. Wirft aber gerade vor Jerusalem das Problem auf, dass einmal dort gesunkene Moral nur schwer wieder "aufzuforsten" ist, wenn man durch Beten in Kreta nur 2 wieder reinbekommt.
Ciao,
Roman

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Akke Monasso

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Akke Monasso » 10. April 2001, 11:08

Wieso glaubt ihr das sich hierdurch die Strategie ändern würde?

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Heiko Hartmann

re: Zeichen des Kreuzes mit 6 Spielern?

Beitragvon Heiko Hartmann » 10. April 2001, 11:23

Hallo!
Ich hab IZDK noch nicht gespielt, aber nach dem Durchlesen der Regeln vermute ich mal das die Hauptprobleme des Spiels
a.) Die fehlende Flexibilität beim Bewegen des eigenen Heeres durch die Karten und
b.) Die geringe Interaktion mit anderen Spielern ist.
Das ist natürlich Schade, denn der historische Hintergrund und die Ausstattung des Spiels sind wirklich Klasse.
Für a.) habe ich folgenden Vorschlag:
Das Beten in christlichen Stätten gibt nur einen Moralpunkt aber dafür darf sich zusätzlich der Spieler eine Bewegungskarte (Ebene, Berg, Meer) von einem Mitspieler 'wünschen'. Hat der Betreffende diese Karte (kann auch ein Joker sein) dann gibt er diese Karte dem betenden Spieler, der ihm zum Ausgleich eine beliebige Karte zurückgibt. Hat er die gewünschte Karte nicht, dann zeigt er offen seine Hand und der betende Spieler darf sich eine Karte (inklusive Ereigniskarten!) aussuchen die nun getauscht wird.
Zu b.) ein Vorschlag der einen weiteren (6. Spieler) ins Spiel bringt:
Ein weiterer Spieler übernimmt die Sarazenen. Er gewinnt, wenn die Sarazenen gewonnen haben (zweimal der Kartenstapel durchgespielt).
Die Sarazenen starten wie gewohnt. Der Spieler mit den Sarazenen spielt noch vor Gottfried von Bouillon (ist also der Startspieler).
Seine Runde sieht folgendermaßen aus:
1. Er setzt eine neue grüne Truppe in eine beliebige, noch nicht geplünderte, muslimische Stadt (d.h. in das Spielfeld zu dieser Stadt).
2. Er darf bis zu drei grüne Truppen um je ein Feld weit bewegen. Keine Truppe darf in einer Runde weiter als ein Feld bewegt werden. Das hebt auch die Regel auf die besagt, dass nach dem ersten Angriff auf Jerusalem sich die grünen Truppen automatisch Richtung Jerusalem bewegen (diese Regel entfällt ersatzlos).
3. Er kann eines der muslimischen Heere (sofern noch vorhanden) um ein Feld bewegen. Trifft ein muslimisches Heer auf eine christliche Stadt, kann er versuchen diese Stadt zu plündern. Die Stärke des muslimischen Heeres ist wie immer 3. Verliert er den Kampf taucht das muslimische Heer wieder bei der nächsten Startposition auf. Gewinnt er den Kampf, dann gilt die christliche Stadt als geplündert und er erhält die Hälfte der aufgedruckte Zahl auf dem Stadtplättchen als grüne Truppen die er in das Feld der geplünderten Stadt stellt.
4. Der Sarazenen-Spieler gewinnt auch sobald er vier christliche Städte geplündert hat.
Anmerkung: Vermutlich ist die Regel nur mit 6 Spielern zu gebrauchen, sonst hat es der Sarazene u.U. zu leicht.
Man kann sich sicher auch Regeln ausdenken, die dem Sarazenen erlauben ebenfalls Karten zu spielen (mit denen er dann eines der muslimischen Heere bewegt), aber das war mir jetzt auf die Schnelle zu schwierig...
Vielleicht probierts ja mal jemand aus?
Ciao, Heiko.

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Roman Pelek

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Roman Pelek » 10. April 2001, 11:44

Hi,
wenn die Plünderungen schwieriger werden, wird wenigstens nicht so linear auf jede im Weg liegende christliche Stadt geprügelt, sondern man muss seine Route sorgfältiger planen.
Was ich allerdings immer noch vermisse, ist eine Komponente, die mehr Interaktion/Strategie gegenüber Mitspielern ins Spiel bringt.
Ciao,
Roman

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Akke Monasso

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Akke Monasso » 10. April 2001, 13:24

Um das Spiel zu gewinnen ist es überhaupt nicht nötig eine Christliche Städte zu eroberen, es wird nur einfacher wenn man es macht. Wenn das eroberen einer christliche Stadt schwerer gemacht wird, wird die Reise nach Jeruzalem einfach langweiliger.
Mann kann dieses Spiel nicht mehr Interaktion oder Strategie geben ohne es total zu änderen. Einfach ändern kann man es durch es möglich zu machen sein Armee auf zu teilen: einfach die holzklötschen auf das Spielbrett legen. Die möglichkeiten sind plötzlich unendlich, man macht das Spiel aber zum Kosim.

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Heiko Hartmann

re: IZDK - Strategien & Regelmodifikationen

Beitragvon Heiko Hartmann » 11. April 2001, 10:15

Hallo!
ich vermute auch mal dass sich dadurch nicht viel ändert. Ich habe ein Stück weiter unten eine Regelerweiterung vorgeschlagen die vielleicht etwas mehr Interaktion ins Spiel bringt.
Vielleicht kann man zusätzlich zu diesen Regeln noch erlauben das die Kreuzritter Truppen auf dem Spielpan zurücklassen können um die muslimischen Heere aufzuhalten...
Ciao, Heiko.


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