hallo spieler,
habe vorgestern zum ersten mal die TM neuheit 'Volldampf' von martin wallace gespielt. ich mochte ja schon sein 'Der weiße Lotus', aber was wallace hiermit abliefert ist ganz unbeschreiblich genial.
beim schachtel öffnen hielt sich meine begeisterung ja noch in grenzen. wenigstens die loks hätten nette zinn oder wenigstens plastik miniaturen sein können. nichtsdestotrotz stürzte ich mich ins regelstudium um ganz schnell herauszufinden, dass sich da ein neues lieblingsspiel für mich auftut. ja, ich gestehe, dass mir eisenbahnspiele sowieso am herzen liegen. mit 'Dampfross', 'Union Pacific' und '1835' beglücke ich meine mitspieler des öfteren. bei 'Volldampf' werden sie jedoch in zukunft meine vorliebe noch besser verstehen.
schluss mit schwärmen, nun zum spiel! am spielplan gibt es sämtliche städte deutschlands plus einige ausländische zielorte. zu beginn einer runde werden 2 kärtchen aufgedeckt, auf denen jeweils 3 städte zu finden sind, auf die dann aus einem beutel zufällig gezogene warenklötzchen in verschiedenen farben gelegt werden. so wird sicher gestellt, dass es auch jede runde genügend waren zum transportieren gibt.
als nächstes werden die baukarten ausgelegt. verschiedene symbole auf den karten zeigen an, wo damit eigenen gleisstücke abgelegt werden können.
der nächste schritt ist das ausgegben von anleihen. da die finanziellen mittel äußserst knapp bemessen sind, muss jeder wohl oder übel auf diese art des geldbeschaffens zurückgreifen.
dann wird reihum geboten. so ergibt sich die spielerreihenfolge, sprich der erste, der aussteigt wird letzter etc.
die so entstandene reihenfolge ist wichtig bei der entscheidung für ein set von baukarten. der erste hat die freie wahl. der nächste nun schon ein set weniger, aus denen er sich eines aussuchen kann.
kurz um, wenn jeder seine karten hat, wird gebaut. für jede karte die man ablegt, kann man schienenblättchen in eigener farge auf die verbindung zwischen zwei haltestellen (manchmal stadt, manchmal nur zwischenstopp!)legen. somit geht dieser streckenabschnitt in des spielers eigentum über. natürlich muss beim bebauen der strecken der aufgedruckte wert bezahlt werden.
schließlich dürfen waren transportiert werden. alle städte haben bestimmte farben. die warenklötzen von einer farbe müssen dann in städte mit der entsprchenden farbe transportiert werden. dabei darf die streckenlänge nicht größer als 6 sein.
für jeden eigenen überwundenen streckenabschnitt bekommt man einen punkt, den man mit seiner lok auf einer wertungsleiste rund um das spielfeld vermerkt. für jedes fremde benutzte streckenteil bekommt der entsprechende spieler pluspunkte.
wenn dann 2 waren von jedem spieler transportiert wurden, gibt's das einkommen. das entspricht der zahl, auf der die lok auf der wertungsleiste steht. dann muss noch die dividende für die anleihen bezahlt werden.
so erstreckt sich das spiel über mehrer runden und lässt unsere köpfe wirklich rauche!
ich hoffe, ich habe euch mit meinem bericht jetzt nicht ganz verwirrt. ich sage nur, dass sich 'Volldampf' sehr gut als mischung aus 'Union Pacific' und '1835' und auch ein bißchen 'Auf Achse' macht. das spiel ist meiner meinung nach sehr taktisch und verleitet zum langen nachdenken, was den einen oder anderen spieler schon nerven kann. aber wenn alle am grübeln sind, ist's halb so schlimm!
tschüss
der (eisenbahn) ralph.