Beitragvon Roman Pelek » 24. April 2001, 11:28
Hi Andreas,
>Das Problem ist einfach, daß das Spiel vorbei ist, wenns (etwas) spannender wird. Bei unseren Partien war es lediglich ein Plättchen aufdecken und die (immer eindeutige) gewinnbringenste Aktion ausführen.<
Bei uns kam das auch vor, aber anscheinend nicht so häufig wie bei Dir. Das ist natürlich auch vom Glück abhängig bzw. vom Forscherdrang der Leute. Wer hinten liegt, wird versuchen, möglichst wenig aufzudecken und mehr umzulegen - wer führt, wird versuchen, das letzte Monument zu finden.
Keine Ahnung, wie das bei Euch lief - bei uns lief das in der Mehrzahl so, dass ich es als positiv empfand.
>Da man Tiere sowieso immer anlegt, bleiben kaum einzelne Tiere liegen.<
Bei uns fehlt oft der Platz, um immer Tiere anzulegen - diese können dann später noch gelegt werden.
>Camps sind wichtig, jedoch hat keiner sie eingesetzt um Edelsteine aufzunehmen.<
Hm? Warum nicht? Man hat nicht immer nur punkteträchtige Camp-Plätze, dann ist es mehr als sinnvoll, Gold und Edelsteine zu sammeln.
>Mir gefällt ebenfalls nicht, daß das Spiel bereits beendet sein kann, wenn noch die hälfte der Plättchen verdeckt sind. Da ist dann nichts planbar.<
Natürlich ist Africa ein Entdeckerspiel - und Entdeckerspiele sind immer auch Glücksspiele. Das macht's ja so schön als "Familienspiel" und auch spannend. Man kann durch geschicktes Spielen bei "Africa" im Mittel mehr gewinnen als andere, aber oft werden die Pläne auch durch Widrigkeiten und Glück ein wenig durchkreuzt, so dass eben auch mal die Nicht-Hardcore-Strategen am Tisch gewinnen.
Dennoch finde ich den Frustfaktor bei Africa sehr gering, da man nie so stark gebeutelt wird, dass man keine Chance mehr auf den Sieg haben würde - meist sind die Punktezahlen bei uns recht eng beieinander.
Africa ist aber für mich ganz klar und eindeutig ein sehr schönes Familienspiel, nicht unbedingt ein Kinderspiel und schon gar kein Strategiespiel. Wer letzteres erwartet, wird klar enttäuscht sein.
Ciao,
Roman