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Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

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Christina

Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Christina » 24. April 2001, 20:49

Hallo,
ich bin auf der Suche nach passenden Spielen für meine Arbeit als Ergotherapeutin in der Psychiatrie mit Erwachsenen.
Folgende Kriterien sind von Bedeutung:
- ganz einfache und kurze Spielregeln
- übersichtliche / reizarme / aufs Nötigste beschränkte (dennoch erwachsenengerechte) Gestaltung von Spielbrett bzw. Materiealien
- Spieldauer 15-45 Minuten
- Anzahl der Spieler ca. 3-8
- Inhalte: logisch nachvollziehbar
evtl. Umgang mit Zahlen, Sprache, Farben ...
Für Anregungen wäre ich Euch sehr dankbar, denn es ist sehr müßig, jegliche ansprechenden Spiele im einzelnen auf o.g.Kriterien zu durchforsten !
Vielen Dank,
Christina

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Steffen

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Steffen » 24. April 2001, 21:29

Hallo Christina,
es ist natürlich für mich (wie auch andere) hier nicht ganz leicht zu beurteilen, was genau du suchst, dennoch mache ich mal einen Versuch:
Igel ärgern
Rasende Roboter
Cartagena
R.R. und Cartagena sind allerdings trotz ihrer sehr einfachen Regeln kombinatorische Spiele - d.h. Spiele die Konzentration und "mathematisches" Denken erfordern. Vielleicht kannst Du genauer spezifizieren, was Du unter "einfach" verstehst - müssen diese Spiele auch einfach in ihren Denkprozessen/Möglichkeiten sein, oder nur in den Regeln?
Die obigen 3 sind auf jeden Fall schnell erklärt.
So long,
Steffen

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Erhard Portner

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Erhard Portner » 24. April 2001, 21:30

Hallo Christina,
ich würde für Deine Zwecke "TA YÜ" empfehlen. Das Spiel ist bei Kosmos erschienen. Allerdings ist es relativ teuer (ca. 80 bis 90 DM) und eigentlich ein Spiel für zwei Personen, wenngleich die Regeln auch Varianten für drei und vier Mitspieler vorsehen. Bei "Luding" findest Du etliche Hinweise zu Besprechungen des Spiels, die im Netz zu finden sind. Eine (zutreffende) Kurzbesprechung von Doris Thönnissen findest unter dem u.a. Link.
Viel Erfolg bei Deiner Arbeit!
Erhard

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Michael Andersch

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Michael Andersch » 24. April 2001, 21:53

Hallo Christina,
Think - Memo Crime
Gruß,
Micha

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toasti

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon toasti » 24. April 2001, 22:13

Ich denke "6 Nimmt!" hat sehr einfache Regeln, kann von bis zu 8 Spielern gespielt werden und hat eine variable Spieldauer, d.h. eine Runde dauert ca. 10 Minuten und man kann ja so viele bzw. wenige Runden spielen wie man möchte.
"Cartagena" ist auf jeden Fall auch einfach und man kann es auch ohne "Konzentration und mathematisches Denken" spielen. Allerdings weiß ich nicht, was Du unter reizarm verstehst. Es sind Abbildungen von Messern und Totenschädeln dabei.
"Rasende Roboter" halte ich für nicht so geeignet, da man sich bei dem Spiel sehr konzentrieren muß und es ist nicht jedermanns Sache, so ein Grübel-Spiel.
Ganz toll ist auch "Take it Easy". Ebenfalls für bis zu 8 Spieler geeignet, wenn man 2 Spiele kauft, kurze Spieldauer, einfache Regeln, nur Farben und Zahlen.
Auch sehr gut sind Kommunikationsspiele wie z. B. "Tabu".

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Spielmaus

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Spielmaus » 24. April 2001, 22:22

Mir ist gerade "Pusher" von Peri eingefallen.
Allerdings nur für 2 oder 3 Spieler geeignet. Eine Spielbrett (mit Vertiefungen) - unterteilt in 3 Farben, dazu die passenden Kugeln. Man muss alle seine Kugeln auf dem Brett plazieren, indem man nicht auf seine eigene Farbe die Kugeln ablegt. Ist ganz schnell erklärt, fördert die Feinmotorik, da man die Kugeln "pushen", d. h. schubsen muss, eine Runde dauert zwischen 10 und 20 Minuten. Regt zu Wiederholungen an.
Mein Blick schweift durch das Spieleregal und bleibt bei "Can't Stopp" hängen. Man hangelt sich via Würfelkombinationen die Berge hinauf. Man kommt nur den Berg hoch mit der richtigen Kombination, verwettet man sich, stürzt man ab, wenn nicht, kann man weiterklettern. Vor jedem Würfelzug entscheidet man, fordere ich mein Glück nochmals heraus oder höre ich vorsichtshalber auf. 2 - 4 Spieler, Spieldauer ca. 30 Minuten.
Gruß
Spielmaus

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Stefanie

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Stefanie » 25. April 2001, 03:59

Hi,
ein paar Vorschlaege:
- Es war einmal ...: Geschichtenerzaehlen anhand von Begriffskaertchen
- Story: auch in der Richtung, hab ich selbst nie gespielt.
Beide Spiele koennen mit bis zu 6-8 Spielern gespielt werden, wenn ich mich recht erinnere.
- Anno Domini (bis 8 Spieler): Fakten (teilweise ziemlich obskur, z.B. "Erfindung des Klappstuhls") zeitlich ordnen. Hoher Bluff-Faktor; es gibt verschiedene Sets, z.B. "Natur", "Sport" oder "Lifestyle"
- Deduktionsspiele (ziemlich hart ist
"Tatort Nachtexpress")
- die "Think"-Reihe von Ravensburger (Memo Crime, Paternoster, etc.)
- Take it Easy und 6 nimmt sind ja schon genannt worden.
Besprechungen der genannten Spiele findest Du z.B. in Luding (s. Link).
Cheers,
Stefanie

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Heinrich Glumpler

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Heinrich Glumpler » 25. April 2001, 08:17

Hi Stefanie,
könntest Du mir mehr über "Story" sagen - wo finde ich Infos zu diesem Spiel?
Danke
Heinrich

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Wolfgang Ditt

Story - war: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Wolfgang Ditt » 25. April 2001, 09:00

Hallo Heinrich,
Story ist bei HiG erschienen, Infos von dort unter der angegebenen URL.
Wolfgang

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Wolfgang Ditt

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Wolfgang Ditt » 25. April 2001, 09:08

Hallo Christina,
Mir fallen zwei Spiele dazu ein
1. Hexenrennen (Queen Games)
Spielregeln: 4 DIN A5 Seiten incl. Spielmaterial
Gestaltung: große Figuren, klare Farben
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Anzahl der Spieler: 3-4
Rezension bei uns unter der o. a. URL
oder
2. Heimlich & Co (Ravensburger, SdJ 1986)
Spielregeln: ca. 2 DIN A4 Seiten
Gestaltung: große Figuren, gute optische Aufmachung
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Anzahl der Spieler: 3-7
Ein Klassiker: jeder Spieler bekommt verdeckt einen Agenten zugeordnet. Mit einem Würfel werden die Agenten vorangezogen, wobei jeder jeden zieht. Hin und wieder gibt es ein Wertung, wenn das Feld mit dem Tresor - einem Spielstein - betreten wird. Wer zuerst die Zählleiste umrundet hat gewinnt. Weiterer Vorteil: man kann zu jedem Zeitpunkt ein- oder aussteigen.
Wolfgang

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Carsten Wesel

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Carsten Wesel » 25. April 2001, 09:19

> Ich denke "6 Nimmt!" hat sehr einfache Regeln, kann
> von bis zu 8 Spielern gespielt werden
10 Spieler.
Gruß Carsten (will 2 Spieler nicht unterschlagen)

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Harald Schrapers

re: Spiele in der Therapie

Beitragvon Harald Schrapers » 25. April 2001, 11:39

Du könntest dich mal an den Adlung-Verlag (www.adlung-spiele.de) wenden, die haben einige Erfahrung in diesem Bereich.
Speed - Umgang mit Mengen, Farben und Formen - ist dort der 2-Personen-Klassiker.
(Set - bei Ravensburger erschienen - hat Ähnlichkeiten mit Speed und ist eine Mehr-Personen-Spiel.)
Gruß
Harald

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Spiele in der Therapie

Beitragvon Arno C. Hofer » 26. April 2001, 13:08

Leider: "Set" und "Speed" sind überhaupt nicht miteinander zu vergleichen - obwohl sie auf ähnliches Material zurückgreifen. Set ist 100 mal anspruchsvoller. Aber beide Spiele würde ich auch empfehlen.
Dazu noch alle "einfachen Einstiegsspiele", die da sind: Halli Galli, Jenga, Nix für ungut, Quarto, Abalone, Grabsch, Die Mauer, Laguna, Sky runner - aber das alles nur als Einstiegsspiele.
Wen der "Spieltrieb" in Gang gekommen ist (gut wäre natürlich, wenn auch Dein Spieltrieb funktioniert und Du begeistert die vorgestellten Spiele erklären könntest!!!), kannst Du ruhig auf Anspruchsvolleres wechseln.
Soviel einmal vorweg, wenn Du mehr brauchst kannst' Dich ja bitte melden ...
Eines noch dazu: Spiele leben von ihrem "Reiz", der aber sich nicht mit der "Überflutung" wie beim Fernsehen, etc. zu vergleichen ist.
Arno

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Christina Schuler

re: Spiele in der Therapie (Psychiatrie)

Beitragvon Christina Schuler » 26. April 2001, 16:05

Wenn ich richtig informiert bin, dann werden einige Geschicklichkeitsspiele vom Zoch Verlag, speziell Bamboleo, aber auch der Bausack und Tokami seit einigen Jahren in der Ergotherapie eingesetzt.


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