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Österreich und Schweiz

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus Barnick

Österreich und Schweiz

Beitragvon Markus Barnick » 29. April 2001, 22:45

Da hat Österreich ja mit Ludovico eine ganz tolle Sache / Spielelandschaft, die ich immer wieder bewundere.
Aber: ich vermisse etwas, und zwar die Verlage in Ö und S. Wenn ich mir meine Seite oben anschaue, ist da leider außer Piatnik am aktiven Spielgeschehen nicht viel zu holen. In der Schweiz weiß ich nur FataMorgana.
Das kann doch nicht sein, daß 98% aller Spiele nur in Deutschland produziert und erfunden werden, oder???
Verlage in Ö und S - warum versteckt ihr euch? Laßt mal von euch hören.

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beat

re: Österreich und Schweiz

Beitragvon beat » 30. April 2001, 09:10

in der schweiz gibts tatsächlich nicht viel an spielverlagen.
etwas weniges ist bei www.toy-net.ch verzeichnet (z.b. murmel).

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Arno C. "Ludovico" Hofer

re: Österreich und Schweiz

Beitragvon Arno C. "Ludovico" Hofer » 30. April 2001, 09:42

Danke sehr für die Blumen. Dieses große Lob möchte ich aber auch an unsere Landesregierung, die Stadt Graz und das BM für Jugend weitergeben, die "Ludovico" - wie auch die meisten Verlage - diese wirklich schöne Arbeit ermöglichen. Allein mit diesen Unterstützungen wäre sie aber auch nicht möglich: unser Team hat die Menschen gern, die gern spielen oder auch gern spielen wollen. In diesem Team liegt das Geheimnis.
Lieber Markus: bezüglich der österreichischen Verlage bitte ich Dich noch um etwas Geduld. Da Österreich leider eine sehr, sehr kleine "echte Spieleszene" hat, (dafür aber fürs "Schnapsen" eine Masse in Bewegung bringt), somit offenbar auch nur einen sehr beschränkten Markt für "Btrettspiele" hergibt (obwohl wir von "Ludovico", die Leute von "Win" und andere Freunde sehr an seinem Aufbau arbeiten) und zudem "German Games" nur manchmal "Sprachschwierigkeiten bei den Anleitungen" bereiten, haben wir Österreicher uns "spielerisch" gern an "Deutschland angeschlossen". Das wird zusätzlich durch die nunmehrigen günstigen EU-Preise der Spiele begünstigt. Der Spielwarenhandel hierzulande ist aber leider ein einziges "Jammertal" ..
Doch wir Österreicher spielen ein wenig anders als Ihr Deutschen. Das fällt mir immer wieder auf. Nicht so verbissen auf "Sieg" programmiert (obwohl es da mit ziemlicher Sicherheit bei Euch, wie bei uns Nuancen gibt - also bitte keine Verallgemeinerung annehmen).
Nun, viele österreichische Spieleautoren veröffentlichen in Deutschland, mit dem HiG- Verleger Bernd Brunnhofer haben wir einen "österreichischen Vorposten" mitten im Herzen des Spiele-Dorados und vielleicht, wenn alles gut geht (mehr kann ich darüber noch nicht berichten), gibts demnächst eine Überraschung auf dem Markt, einen zweiten, dritten und vielleicht vierten Verlag in Österreich: wobei das größte Problem der Vertrieb sein dürfte - ob da die anderen Verlage verständnisvoll kooperativ sind, wenn's um "Marktanteile (auch in Deutschland)" geht? Hoffen wir's halt.
Arno

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Don Alonso

[OT] Österreicher spielen anders

Beitragvon Don Alonso » 30. April 2001, 10:06

<Doch wir Österreicher spielen ein wenig anders als Ihr Deutschen. Das fällt mir immer wieder auf. Nicht so verbissen auf "Sieg" programmiert >
Da kann ich Arno Hofer nur rechtgeben ! Ich spiele immer aufs Verlieren hinaus und verliere auch !
Nein, jetzt im Ernst! Ich habe auch schon gemerkt, das die Deutschen (Ausnahmen bestätigen die Regel) zum Teil viel Ernster auf Sieg spielen (Deshalb werden sie auch öfter gewinnen ! (Natürlich kenne ich auch Österreicher, die extrem auf Sieg spielen). Doch überwiegt der Großteil an Deutschen !
Ich selbst lebe ziemlich an der Grenze zu Deutschland und habe deshalb meistens "gemischtes" Publikum, wobei meistens die Deutschen siegen !
Don Alonso (Wenn er fürs Verlieren immer 1 Schilling bekommen würde, wäre er jetzt Millionär)

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Arno

re: [OT] Österreicher spielen anders

Beitragvon Arno » 30. April 2001, 10:19

[OT] Was ist (macht) Deiner Meinung nach sympathischer und lebensfroher? Das "Siegen" oder das "am Spiel gewinnen". Mir macht es immer wieder großen Spaß ;-)die "Einsamkeit des/r verkrampften Siegers/in" zu beobachten - und sie/ihn dann damit zu trösten (und in die lustige Runde der "Looser" zurückzuholen), dass sie/er auch noch "spielen" lernen wird ...
Arno

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Don Alonso

re: [OT] Österreicher spielen anders

Beitragvon Don Alonso » 30. April 2001, 10:37

Ich leite meisten die Spiele und schaue, das der Spielfluß erhalten bleibt und Regelfragen gleich geklärt werden ! Dadurch bin ich meistens auch der Verlierer, weil ich mich auf mich selbst nicht so konzentrieren kann. Trotzdem macht es mir viel Spaß.
Gutes Beispiel Siedler: Ich habe bis jetzt nur 1 Partie gewonnen und habe trotzdem ziemlich viel von dem Spiel. Ergänzungen etc.
Gruß
Don Alonso

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Markus Barnick

re: [OT] Österreicher spielen anders

Beitragvon Markus Barnick » 30. April 2001, 23:14

Das mit dem "Auf Sieg spielen" kann ich leider nur bestätigen. Roman scheint mir so einer zu sein ;-)
Oder der Spielleiter bei uns hier, der IMMER gewinnt :-(
Also dieser Definition nach bin ich spielerisch ein Österreicher :-)

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Ralph Hänsel

[OT] Österreich : Deutschland (KMWs Waterloo) :o)

Beitragvon Ralph Hänsel » 1. Mai 2001, 11:13

Hoi,
vielleicht meldet sich ja mal KMW zu WOrt und erzählt Euch die gar gräuliche Story, wie DIE Österreicher KMW & Co. ganz fürchterlich eingeseift haben... (ist allerdings schon ganz, gnaz lang her)
Tschö
Ralph

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Roman Pelek

Mainzer spielen anders :)

Beitragvon Roman Pelek » 1. Mai 2001, 14:14

Hi Markus,
>Das mit dem "Auf Sieg spielen" kann ich leider nur bestätigen. Roman scheint mir so einer zu sein ;-)<
Soso *g* Du hast noch nicht erlebt, wie hervorragend ich gegen meine Freundin verliere ;-) Ansonsten isses ja wirklich generell ein Unterschied, ob man verbissen auf Sieg spielt (Regelfuchserei, Gelegt ist gelegt, Turnier/-regeln etc.) oder ob man dem Spiel zuliebe auf Sieg spielt. Bei vielen Spielen wird's halt öde, wenn die Spieler beliebig oder gar "lieb" spielen (das hasse ich, sowas wie "och, da tue ich meinem Schatzi da einen Gefallen"... bringt viele Spiele aus der Balance) Darin liegt doch der Spass: andere auszutricksen, um dann selbst in die nächste Falle hineinzutappen...
Aber ich werd einen Teufel tun und mir meine Mitspieler durch blödsinniges "Hauptsache, ich gewinne" zu vergraulen :o)
>Also dieser Definition nach bin ich spielerisch ein Österreicher :-)<
Spielerisch gesehen bin ich Mainzer *g*
Ciao,
Roman (schönes Wetter hier, muss raus :)

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Heiko

Jeder spieltanders :)

Beitragvon Heiko » 1. Mai 2001, 17:46

Ich muss Roman hier klar zustimmen: Die meisten Spiele werden erst richtig interessant, wenn alle versuchen das bestmoegliche Ergebnis zu erreichen.
Mir ist dabei nicht wichtig ob ich am Ende wirklich gewinne. (ich hab 10 Jahre lang Fussball gespielt. Unsere Siege kann ich an 2 Haenden abzaehlen)
Aber ich versuche es und gebe mein bestes.
(auch noch in der 90. Minute bei 7:1)
Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn jemand einen Zug zuruecknehmen moechte und unter bestimmten Umstaenden akzeptiere ich auch mal einen Zug der strenggenommen nicht Regelkonform ist (wenn damit die Philosophie/Idee des Spiels nicht ad absurdum gefuehrt wird und dem Spieler dadurch kein gewinnbringender Vorteil entsteht)...
Gruesse
Heiko

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Jeder spieltanders :)

Beitragvon Arno C. Hofer » 1. Mai 2001, 18:03

Im Prinzip seid Ihr alle Österreicher - spielerisch. Denn wer Freude am Spiel hat ;-)) spielt locker, zügig und gefinkelt. Was<ich unter "deutsch" spielen verstehe ist das mit "zusammengekniffenen Arschbacken und ja ohne Lächeln", mit allen Mitteln dem Sieg hinterherhecheln - und die Regeln immer zu seinen Gunsten auslegen oder biegen! Das hab ich schon mehrfach erlebt. Und das war nicht mehr "spielen", das war Krieg ...
Auch bei uns ist wunderschönes Wetter in Graz, 30 Grad. Herrlich zum draußensitzen. Liebe Grüße, Arno

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Don Alonso

Schweiz

Beitragvon Don Alonso » 1. Mai 2001, 19:01

So, jetzt wissen alle, das die Deutschen alle auf Sieg spielen und die Österreich aller auf verlieren 8-)
Doch was ist mit den Schweizern und den Rest der Welt ?
Gruß
Don Alonso

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Arno

re: Schweiz

Beitragvon Arno » 1. Mai 2001, 23:44

Die spielen!!!:-)
Lassen wir sie ruhig weiterspielen, is doch sooo schön.
Gute Karten, brauchbare Würfel, g'scheite Einfälle und Überblick wünscht dabei
Euer Arno

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Berit Kamb

re: Jeder spieltanders :)

Beitragvon Berit Kamb » 2. Mai 2001, 00:33

Lieber Arno,
was bitte ist "gefinkelt" auf deutsch?
Ich kenn "gewinkelt", aber das paßt hier doch nicht.
Liebe Grüße,
Berit(die österreichisches Spielen der österreichischen Sprache vorzieht).

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Carsten Wesel

Nicht regelkonform

Beitragvon Carsten Wesel » 2. Mai 2001, 08:39

> unter bestimmten Umstaenden akzeptiere ich auch mal
> einen Zug der strenggenommen nicht Regelkonform ist
Beispiel? So ohne Beispiel finde ich den Satz nämlich ziemlich merkwürdig...
Gruß Carsten (der noch nie erlaubt hat, daß jemand bei "Mensch ärgere dich nicht" eine 7 würfelt)

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Arno

re: Jeder spieltanders :)

Beitragvon Arno » 2. Mai 2001, 09:20

Gefinkelt heißt ungefähr "gerissen sein" - die anderen für einen arbeiten lassen. Aber auch "Gute Miene zum Bösen Spiel" machen, täuschen (im Sinne von bluffen), "Rechts blinken und links abbiegen". Und lächelnd darauf hoffen, dass die anderen nicht merken, dass "man keinen Plan mehr hat". Das ist "gefinkelt" - aber auch "Nerven bewahren" und auf "Fehler der MitspielerInnen" warten und diese "gekonnt liebenswürdig" ausnützen. Aber selbst nicht "immer voll auf die Tube drücken" ...

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Heiko

re: Nicht regelkonform

Beitragvon Heiko » 2. Mai 2001, 17:39

Hm,...ein Beispiel:
Ok, also bei Siedler darf man nicht mehr tauschen sobald man was gebaut hat, ich hab aber kein Problem damit, wenn einer ne Strasse hinstellt und ein Haus hinstellt (nicht Hafen) und dann noch ein paar Teile tauscht um noch ein Haus/Strasse/wasweissich zu bauen.
Da dies meiner Meinung nach nicht dem Sinn dieser Regel widerspricht, die eigentlich (meiner Meinung nach) nur verhindern will, dass man nicht nen Hafen hinstellt und diesen dann sofort zum Handeln benutzt..
Ein anderes (nicht konkretes) Beispiel: ein Spieler (der das Spiel zum ersten oder zweiten malspielt) hat irgendeine Einschraenkung bzgl seiner Zugmoeglichkeiten nicht verstanden und seit 2-3 Zuegen auf nen tollen Zug hingearbeitet, der dann allerdings nicht ganz legal ist. Erste Reaktion der Mitspieler: "heee, das kannst Du aber nicht machen.."
Wenn dann aber offensichtlich ist, dass hier jemand was nicht 100% verstanden hatte und sich deshalb in die Ecke gepinselt hat, dann hab ich auch kein Problem damit diesen Zug zu akzeptieren (vorausgesetzt dass nicht (ein) andere(r) Spieler damit aus dem Rennen geworfen wird).
Damit will ich nicht sagen, dass man einfach die Regeln verbiegen kann um schoene Zuege zu machen...
Aber wenn mal jemand -ganz ehrlich- ne Regel uebersieht oder missversteht muss man ihm nicht gleich nen Strick draus drehen...
Gruesse
Heiko


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