Beitragvon Adam » 10. Mai 2001, 20:27
Ich meine, hier hätte sich mal jemand geäußert, daß ein Teil, für das der Verlag im Einkauf 1DM zu bezahlen hat, bei Abgabe des Endprodukts an den Endkunden mit 3-5DM zu Buche schlägt.
Die Schlußfolgerung liegt doch auf der Hand. Wenn der Kunde gewisse Teile für erforderlich hält, sollte er sie tunlichst über Dritte beschaffen. Er erhält dann die 3-5fache Menge für den gleichen Preis.
Konsequent zu Ende gedacht, braucht man dem Spiel auch gar kein Material mehr beizulegen. Die Anleitung und eine Stückliste, ergänzt um einen Nachweis der Bezugsquellen, reichen völlig aus. Wenn man sich das ausmalt: statt großer Schachteln stehen nur noch dünne Heftchen im Spieleladen, 1000 Spiele pro Regalmeter.
Bleiben wir bei den Zip-Tüten. Es gilt wohl, daß ein Seltenspieler, und das ist wohl der eine Teil der Hauptkundschaft, den Unterschied in der Ausstattung mangels Vergleichmöglichkeit gar nicht bemerken wird. Sind Käufer und Spieler verschieden, sprich das Spiel ist Geschenk (der andere Teil der Hauptkundschaft), besteht noch weniger Möglichkeit zur Klage (einem geschenkten Barsch schaut man nicht...).
Bei Vielspielern tritt das Problem auch nicht auf, da sie sowieso massenweise Hilfsmaterial, zumindest aber Zip-Tüten, hinzunehmen.
Noch ein Hinweis. Optiker nutzen zum Versand der Brillengestelle ebenfalls Zip-Tüten, allein um vor Kratzern zu schützen. Nach Verkauf sind die Tüten übrig. Die Optiker haben keine Verwendung mehr dfür und werfen die Tüten weg. Da Brillen Modeartikel sind, die Mode ständig wechselt, werfen sie reichlich viel davon weg. Hier kann man über Recycling nachdenken.
Gruß
Adam