Beitragvon Steffen » 16. Mai 2001, 12:49
Ich binde die Bezeichnung "Brettspiel" nicht zwingend an das Vorhandensein eines Bretts. Die Bezeichnung schreibe ich eher der "Genese" des Genres zu, deren berühmteste Vetreter ich immernoch in Schach, Dame, Mühle oder "Mensch ärgre Dich nicht" (nicht lachen!!! Das kennt einfach wirklich jeder, mehr soll das nicht heißen) sehe. Und dort lässt sich die "Spielform" eben leicht als BRETTspiel bezeichnen. Heute müsste man, um die Verwendung des Begriffs zu rechtfertigen, vielleicht Brett mit "Spielfläche" gleichsetzen, wobei die Spielfläche nicht sowohl "beigefügte Spielfläche" (also Material des Spiels), als auch "benötigte Spielfläche" bedeutet - also eine Fläche, auf der Material ausgebreitet wird. Kartenspiele grenzen sich durch die dominante Verwendung von Karten ab (auch wenn man "Fläche" benötigt, sie auszubreiten) - wird das Spiel aber durch allgemeines Material ergänzt, durch das letztendlich eine Art "Spielplan" entsteht, ist´s ein "Brettspiel". Beispiel Jenga: Das Spiel besitzt sowohl eine Art "Spielplan" (Turm), als auch die Notwendigkeit einer Spielfläche (Tisch). Es ist insofern in meinen Augen ein Brettspiel.
Bisserl kompliziert vielleicht - wenn ich´s morgen nochmal lese, fällt mir wahrscheinlich wieder ein, wie ich mich einfacher hätte ausdrücken können/sollen. Nichtsdestotrotz... (auch ein doofes Wort...)
Ciao
Steffen