Beitragvon Roman Pelek » 27. Mai 2001, 01:16
Hi Markus,
>Woher weiß ein Autor, wenn er ein Spiel macht,
wieviel von welchem Material er reintun muß, wie viele Karten man braucht, bzw. wie groß hoch tief und weit alles (z.B der Plan) sein soll darf kann?<
Das dürften meist Erfahrungswerte sein, die vorher durch mathematisch Abschätzungen eingegrenzt worden sind. Vieles läßt sich einfach nicht bis auf den letzten Spielverlauf durchrechnen. Das merkt man bei manchen Spielen auch, wo's in Extremfällen eng wird.
>Gibts da mathematische Formeln?
AnzahlderSpieler x 6 Bauteile + 10 = Spielplangröße?<
Hängt vom Spiel ab. Viele Spiele sind in ihren Möglichkeiten so komplex, dass das nicht - sinnvoll - berechenbar ist. Aber oftmals ist eine Abschätzung nach oben möglich. Jedoch wirft diese manchmal die Frage auf, wie sinnvoll Extremfälle wirklich in der Praxis zu realisieren sind. Man schaue sich nur manche Siegpunktleisten an, die vorne und hinten nicht ausreichen und deshalb schon quasi "mutwillig" mehrfach umrundet werden.
Meistens ist die Mathematik dahinter so komplex, dass es einfacher ist, Erfahrungswerte zugrunde zu legen und damit in 99% der Fälle auf der sicheren Seite zu liegen.
Manchmal ist es aber auch erschreckend, dass Fehler bei der Kalkulation auftreten, die durch simpelste Überschlagsrechnungen vermeidbar gewesen wären. Hängt aber von Autor und Verlag bzw. produktionstechnischen Umständen ab. Wobei fast davon auszugehen ist, dass das bei Reiner Knizia nicht passiert ;-)
Im Endeffekt ist aber auch viel Probererei mit drin, die führt manchmal eher (und kostengünstiger) zum Ziel als tiefergehende mathematische Untersuchungen.
Ciao,
Roman (sucht selbst nach "Materialvorschlägen" :)