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Sabotage in der letzten Runde

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bone 8=8

Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Bone 8=8 » 4. Juni 2001, 15:06

Ist Euch das auch schon mal passiert?
Man liegt bei einem Spiel (z.B. Siedler) vorne und plötzlich verbünden sich alle anderen Spieler gegen einen. Da wird dann ein Spieler unterstützt, der eigentlich keine regulären Gewinnchancen mehr hätte ("Gib mir einfach einen beliebigen Rohstoff, dann bekommst du meine 20 Rohstoffe, die ich auf der Hand habe."). Das alles geschieht nur zu dem Zweck, meinen regulären Sieg zu verhindern (Da ich etwa 70% der Spiele gewinne, kann ich die anderen Spieler durchaus verstehen.)
Wie sieht das bei Euch aus?
Viele Grüße,
Bone 8=8 (,der im nächsten Spiel seine Freundin massiv unterstützen wird.)

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cristinus

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon cristinus » 4. Juni 2001, 15:15

Ciao !
Ich kenne die Situation nur zu gut, da ich gelegentlich (je nach spielrunde) auch recht verbissen und erfolgsorientiert spiele. Aber ich bin selbst noch nie auf die Idee gekommen, beabsichtigt jemandem unfair gegenüber zu treten, denn in dem Moment hört der Spielspaß bei mir vollkommen auf.
Ich denke mal, daß es andere Wege gibt (Revanche, andere "Waffe" - sprich anderes Spiel), um sich an einem Sieg eines Mitspielers zu "rächen".
Wenn mir jemand in meiner Spielerunde mit solchen Mitteln kommt, dann hat er für einige Zeit das letzte Mal mit mir an einem Spielbrett gesessen !
Ciao, Christian (...spielt vielleicht gelegentlich egoistisch, aber nie unfair...)

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Roman Pelek

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Roman Pelek » 4. Juni 2001, 16:17

Hi,
in unseren Runden wird normalerweise natürlich auch immer gegen den Führenden gespielt - aber mit fairen und spieltechnisch moderaten Mitteln. Es gibt auch einige "fiese" Spiele, die dazu geradezu einladen, aus Spass so unfair zu spielen - aber dann nimmt man's mit Humor ("Family Business" o.ä.). Bei "normalen" friedlicheren Brettspielen (wie Siedler doch eigentlich ist) jedoch kommt sowas nicht vor, und wenn jemand konsequent mehrere Male so über alle Massen destruktiv spielen würde, hätte ich auch keine Lust mehr, mich mit derjenigen Person an den Spieltisch zu setzen. Kam aber noch nie vor...
Ciao,
Roman (alle spielen immer gegen mich *schnief* ;-)

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Attila
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re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Attila » 4. Juni 2001, 22:35

Es ist ziemlich logisch das der, der vorne liegt Opfer No.#1 ist, und das kostet einem das ein oder andere mal durchaus den Sieg. Das allerdings offensichtlich solche krumme Geschaefte gemacht werden wie du schilderst, kenne ich nicht. Sowas ist doch auch voellig unlogisch, sowas macht vieleicht der, der davon profitiert und dann gewinnt, aber wieso sollten die anderen da mitmachen ? Ausserdem wird dann doch das ganze Spiel ad-absurdum gefuehrt mit solchen Kamikazeaktionen. Wenn natuerlich die anderen (verbuendeten) Spieler alle Vorteile haben (weil sie z.B. ihren Platz verbessern), muss man durchaus damit rechnen noch kurz vor der Schlusslinie abgefangen zu werden.
Atti

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Attila
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Beiträge: 4715

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Attila » 4. Juni 2001, 22:40

Na ganz so hart wuerde ich das nicht sagen, denn wenn sich 2 zurueckliegende "verbuenden" und dann beide den fuehrenden Ueberholen, dann kann man das wohl keinem veruebeln (sofern solche "buendnisse" bzw. absprachen denn im Spiel zulaessig sind, und tauschen bei Siedler IST meiner Meinung nach zulaessig !!!).
Als pure Racheaktion muss ich dir recht geben: Das war das letzte Spiel mit dieser Person, denn auch wenn ich den ergeiz zu gewinnen habe, ist der Spielspass das mir das wichtigste.
Atti

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"JOBO" Joachim Bonitz

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon "JOBO" Joachim Bonitz » 5. Juni 2001, 10:33

Moin Bone,
ist in unseren Spielen auch schon einmal passiert aber immer mit fairen Mitteln, d.h. man hat versucht das Spiel wieder interessanter zu machen, indem man vielleicht einen zweiten, aussichtsreichen Sieger-Kandidaten ein wenig puscht.
Völlig unsinnige Aktionen, die man unter normalen Umständen auch nicht macht, können recht schnell zu Verärgerungen in der Spielgruppe führen und beeinträchtigen den Spielspaß erheblich.
Tschoe
"JOBO"

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Juni 2001, 11:14

In unserer Spielerunde gilt der generelle Komment, daß nicht nur auf Sieg, sondern auch auf Platz gespielt wird. D.h. wenn jemand keine Siegchance mehr für sich sieht, versucht er trotzdem noch, möglichst gut für sich selber zu spielen.
Eine konzentrierte Aktion der ganz hinten Liegenden, den Führenden zugunsten des Zweitplazierten zu schädigen (ohne selber in der Reihenfolge zu profitieren!), würde als grob unfair gelten.
So zumindestens die (normalerweise auch gelebte) Theorie. Natürlich kommt es auch mal zu Revanche-Aktionen oder die notorischen Gewinner bekommen einen zusätzlichen Knüppel zwischen die Beine.
Und selbst Handelsaktionen wie beschrieben können sinnvoll sein: Dem Letztplazierten z. B. viele Rohstoffe schenken, damit er dem Führenden die längeste Handelsstraße oder eine Metropole abnimmt - das kann sich ja für einen selber rechnen, weil das Spiel länger dauert und noch eigene Chancen eröffnet.
Ralf (der erst dann nicht mehr automatisch den Räuber abbekommt, wenn er 3-4 Punkte im Rückstand ist ;-)

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Frank Biesgen

re: Sabotage in der letzten Runde

Beitragvon Frank Biesgen » 5. Juni 2001, 14:54

...und auch noch etwas zur Theorie: Speziell bei Siedler kommt es bei manchmal vor, daß allen das Spiel soviel Spaß macht, daß versucht wird, es mit allen Mitteln zu verlängern (z.B. indem man jemandem, wie Du schreibst, die Handelsstraße zuschustert, obwohl man selber auch langfristig keine Erfolgschance mehr hat). Dann freuen sich (bis auf den Führenden) alle, und es werden noch ein, zwei Runden gespielt, in der man dann vielleicht endlich die Tauschaktion durchführen kann, die noch nie geklappt hat, oder (bei SuR) doch noch ein paar Karten spielen kann - irgendwie ist das Spiel bei 13 Siegpunkten ja doch immer viel zu schnell zu Ende...
Wenn dies der Hintergrund eines solchen Tauschgeschäftes ist, sehe ich es also als durchaus positiv an: spielen um des Spielens, nicht um des Gewinnes willen.
Gruss FBI


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