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Spielegurken gesucht

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf Arnemann

re: Spielegurken-Suche: Grund zur Freude

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Juni 2001, 11:03

Eine schöne Frage hat Roman uns hier gestellt. Und die Antworten halte ich insgesamt für ermutigend.
Denn bis auf einige Mißverständnisse zur Fragestellung (es ging eben nicht um den persönlichen Geschmack zu z. B. Siedler) waren die genannten Spiele fast alle schon älter.
Vor 10-20 Jahren gab es das noch häufig, daß Spieleverlage simple Würfelspiele oder unbrauchbaren Schrott verkauft haben. Das ist extrem selten geworden, eine Folge von qualifizierten Spielerezensionen und Diskussionen.
Nur bei kostenlosen Werbespielen gibt es noch viele primitive Dummspiele (siehe die Bank-Beispiele).
Auch da ist eine Besserung nicht unmöglich. Denn "kostenlos" sind die ja nur für die Kunden, die werbenden Firmen zahlen ja ganz ordentlich dafür.
Und da läßt sich mittelfristig vielleicht schon die Einsicht vermitteln, daß ein schlechtes Spiel die Firma blamiert, d.h. eher negative Werbung ist.

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Richard van Vugt | GAMEPACK.nl

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Richard van Vugt | GAMEPACK.nl » 5. Juni 2001, 11:16

Axis & Allies: Europe-Hasbro; ich bleibe lieber beim Original
Outdoor Survival-Avalon Hill; habe noch nie überlebt!
Samurai-Ravensburger?; zu abstrakt, kein Atmosphär, zu viel weis im Spiel (ja, das spielt auch mit!)
Carolus Magnus-?; Was? Ist das Spiel jetzt aus?
Die Weinhändler-Piatnik; viel zu teuer für ein einfaches Kartenspiel

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Peter Neugebauer
Kennerspieler
Beiträge: 171

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Peter Neugebauer » 5. Juni 2001, 11:46

Liebe Leut,
die einzige und echte Spielegurke kann ja nur "Das Gurkensolo" von Niek Neuwahl, erschienen 1993 bei Peri, sein. Der Untertitel lautete: "Vier Gurken auf dem Weg nach oben!" Als Spielmaterial dienten vier Essiggurken in schaurig-schönen Signalfarben. Beim Spiel selber musste man immer Wahr- und Falsch-Bedingungen gleichzeitig arrangieren, eine etwas abgedrehte Angelegenheit!
Spiele Grüße Peter.

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Uwe Hackenberg

re: Hexagames

Beitragvon Uwe Hackenberg » 5. Juni 2001, 14:38

Hi Michael,
wie so vieles eine Frage des Blickwinkels. Mein Einstieg in das Spielethema fand ich in einem Zivildienstseminar, an dessen Rande der Hauszivi als Freizeitprogramm Brettspiele anbott. Einer Partie Civilisation (über drei Abende) und eine Partie Wyatt Earp legten den Grundstein meines Hobbies nun für 12 Jahre.
Als ich mir dann Jahre später auf dem Flohmarkt Wyatt Earp zulegte, war ich dann vom Spielerlebnis doch auch etwas enttäuscht. Dennoch hat es einen Ehrenplatz in meiner Sammlung.
Grüsse ans AMT
Uwe

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KAlle

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon KAlle » 5. Juni 2001, 14:50

Achtung: Diese MAil ist garantiert subjektiv und polemisch und spielerisch...!!!
Gurken gefällig?
Also am Anfang stehen die Sauren Gurken (auch SG=amerikanisch MB). Vielfach vertreten durch mannigfache Neuauflagen von MÄDN-Varianten und viel Plastik-"Sch..." mit großem Sollbruchwert.
Dann gibt es verlagsübergreifend die Senfgurken oder auch Recycling-Gurken genannt. Spiele, die es so oder so schon einmal gab, überflüssig(fragt mal bei Knizia oder Kramer nach...)
Die Gewürzgurken sind selten: Sie sind das SALZ in der Suppe. Sie bieten etwas Neues und Spannendes, das uns durchschüttelt und im nächsten Jashr immer noch schmecken, sind im Spielsektor leider nur alle paar Jahre vorhanden, trotz vieler Jedes-Jahr-Jubler.
Gurken faulen selten, kommen aber auch vor - das sind die PS-Gurken; P steht für Plagiate und S steht für Spiel-des-Jahres-Jury...
Guten Appetit... ... und so oder so läuft's "Gurkenbissiness" frei nach Franz Beckenbauer der allzeit bereiten Supergurke

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Frank Biesgen

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Frank Biesgen » 5. Juni 2001, 15:27

Moin zusammen,
mich irritiert auch immer ein wenig, wie schlecht MQ allgemein wegkommt. Natürlich gab es im 97'er Jahrgang deutlich besseres (ich erinnere nur an "Löwenherz" - einer meiner All-Time-Favourites), aber ich habe selten ein Spiel erlebt, das man wie MQ auch absoluten Nichtspielern schnell und nahezu problemlos erklären kann. Zudem sieht's sehr hübsch und dauert nicht lange. Wahrscheinlich sind die Vielspieler hauptsächlich deshalb schlecht drauf zu sprechen, weil es eben damals SdJ geworden ist (und nicht "nur" auf der Auswahlliste gelandet ist). Aber nach SvC und El Grande in den vorherigen Jahren war wohl ein dritter anspruchsvoller Titel nicht mehr durchzusetzen...
Jedenfalls gefällt mir MQ immer noch, und als klassisches Familienspiel hat seinen Titel m.E. mehr als verdient!
Gruss FBI

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Frank Biesgen

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Frank Biesgen » 5. Juni 2001, 16:15

Hi Berit,
das klingt ja hochinteressant - wärest Du bereit, mir die beiden gegen Übernahme der Versandkosten zukommen zu lassen?
Gruss FBI (der Trash jeglicher Art liebt!!!)

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Helmut Lehr

MQ keine Spielgurke!

Beitragvon Helmut Lehr » 5. Juni 2001, 16:31

Da Roman etwas ganz anderes unter "Gurke" meint, ist Mississippi Queen absolut keine Gurke. Dass man nicht jedes Spiel mögen muss, ist eine andere Sache!
Helmut
(der MQ als Renn-Spiel gerne gespielt hat)

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Frank Biesgen

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Frank Biesgen » 5. Juni 2001, 16:43

Hi Roman,
klingt gut - da möchte ich auf jeden Fall dabei sein.
So richtig vergurkte Spiele kenne ich eigentlich nicht, daher nur ein Beispiel fuer ein schlechtes Spielprinzip: RINGGEISTER. Sehr schön aufgemacht, sehr ansprechendes Spiel, viel Interaktion - bis man dann kurz vor dem Ende steht und jeder versucht, selbst den Ring zu zerstören. Wenn man da dem anderen den Sieg nicht gönnt, kann man dem Spieler, der gerade kurz vor dem Ziel ist, immer wieder einen Nazgul auf den Hals hetzen und so zurückwerfen. Ich hab's nur einmal gespielt; nach 2 Stunden "Endphase" haben wir dann jemanden gewinnen lassen, einfach um Schluß machen zu können...
Ach ja, noch eins: KNOCK OUT. Das kenne ich nur vom Hörensagen - angeblich kann in der letzten Runde niemand mehr etwas sinnvolles tun. Trifft das zu, oder ist es nur ein Gerücht?!?
Gruss FBI
Gruss FBI

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Berit Kamb

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Berit Kamb » 5. Juni 2001, 17:01

Lieber Frank,
klar, Du kannst sie haben, aber ich warne Dich!
Größeren Mist wirst Du in dieser geballten Form nicht auffinden. Und Du mußt mir versprechen, die Spiele nicht an Kinder und Gelegenheitsspieler weiter zu geben, denn die wären ein für alle Mal verdorben!
Maile mir Deine Anschrift, ich antworte Dir mit meiner Kontonummer.
Liebe Grüße,
Berit

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Christian Schnabel » 5. Juni 2001, 17:24

Hallo Roman,
kleine Gurkenauswahl:
Fishy und Elfengold (White Wind),
Pirate Inc., White Lady, Corda (Kosmos),
Glasnost, Windjammer (Verlag ?),
Vegas, Shanghai, Erbraffer, Ökopoly (Ravensburger),
Neolithibum (Heidelberger),
Edison (Goldsieber),
fast alle kooperativen Spiele (Ausnahme "Herr der Ringe"),
aktuell: Limits und San Marco
Viele Grüße
Christian Schnabel

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Doris

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Doris » 5. Juni 2001, 18:01

?????
Seit ca. 20 Jahren fristet WARLOCK (SchmidtSpiele) sein Dasein auf unserem Spieleregal. Nachdem wir uns seinerzeit mit den Regeln nicht anfreunden konnten und uns damals jemand auf Anfrage von SCHMIDT mitteilte, dass es wohl bei der ersten Regelübersetzung Schwierigkeiten gegeben habe, liegt es ungespielt herum.
Daher die Frage an euch: WARLOCK = Gurke oder Edelgemüse? (Vielleicht ist ja nur die Spielbeschreibung als gurkisch zu betrachten?????)
Doris

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Sönke Weidemann » 5. Juni 2001, 18:15

Hi!
"Neolithibum" hab´ ich auf einem meiner allersten Essen-Besuche mit fünf wildfremden Mitmenschen auf einem wackligen Holztisch gespielt, zwei davon waren schon nicht mehr ganz nüchtern - selten so viel Spaß gehabt. Sicherlich kein Highlight, aber nie und nimmer ein Gurke.
Gruß Sönke

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Werner Bär

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Werner Bär » 5. Juni 2001, 18:15

Zählen Kinderspiele auch?
Wie wärs mit 'Tempo, kleine Schnecke'?
Ein Parcour (ca 8 Felder), 6 farbige Schnecken, ein Farbwürfel.
Reihum würfelt jeder und zieht die entsprechende Schnecke.
Wer zuerst mit _irgendeiner_ Schnecke ins Ziel kommt, gewinnt.

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Werner Bär

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Werner Bär » 5. Juni 2001, 18:20

< Vielleicht sollte man sowas mal zum "Programm" machen: ... In anderen Sparten gibt's solche "Kultveranstaltungen" ja schon, man denke nur mal an die ganzen B-Movie-Anhänger. >
Bei uns gabs vor kurzem eine B-Spiele-Nacht ('Spiele, die die Welt nicht braucht').
Da wurden auch bevorzugt 'Gurkenspiele' gespielt.
Highlights waren laut Programm:
"Attack of the Mutants", "Bug-Eyed Monsters - They want our Women", "The Creature, that ate Sheboygan" und "Maul of America".
Allerdings scheint mir da ein kleiner Unterschied zwischen 'Gurkenspiele' und 'B-Spiele' zu bestehen.

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Matthias Busse

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Matthias Busse » 5. Juni 2001, 18:52

Habe "Bram Stokers Dracula" gegen ein Glas schlesische Gurkenhappen abzugeben.

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Spielmaus

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Spielmaus » 5. Juni 2001, 18:52

San Marco - auf keinen Fall eine Gurke!!!!!
Klasse Spiel, zurecht auf der Auswahlliste!
Spielmaus
Silke

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Helmut

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Helmut » 5. Juni 2001, 20:30

Volle Übereinstimmung!

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Berit Kamb

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Berit Kamb » 5. Juni 2001, 23:36

Lieber Werner,
Tempo, kleine Schnecke ist sicher für Dich eine Gurke.
Für meinen Sohn war es, als er so knapp vier Jahre alt war, ein megaspannendes Lieblings-Rennspiel. Inzwischen ist er greise 8 und spielt schon Carcassonne und als Rennspiel Formula Dé mit.
Bei reinen Kinderspielen sollten wir Alten uns mit dem Verriß zurückhalten, finde ich.
Liebe Grüße,
Berit

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Matthias Staber

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Matthias Staber » 6. Juni 2001, 01:11

>Bei reinen Kinderspielen sollten wir Alten uns mit dem Verriß zurückhalten, finde ich<
Nicht unbedingt. Pokémon Yahtzee (oder war's Kniffel?) von Hasbro hat mein Neffe zu Weihnachten bekommen. Das geht folgendermaßen: Wir nehmen selbstzubeklebende Würfel von nicht unerheblicher Größe (genau die gleichen wie bei Battle Cry - nur mit Pokèmons anstatt mit Sezessionskrieg-Einheiten beklebt) und fordern unsere kleinen Schnuffel auf, damit in einem viel zu kleinen Würfelbecher (schmal und aus Plastik) zu würfeln. Hossa: Die Würfel stapeln sich und wir haben den supertollen Spaß, mit einem total bekloppten Würfelspiel die Kinder geistig völlig zu unter- und motorisch völlig zu überfordern. Ideal, um die Frustrationstoleranz der Kinder zu testen ... Eine gnadenlose Design-Unverschämtheit, die sich keinerlei Gedanken über Spielebedürfnisse von Kindern gemacht hat und nur die letzte Mark aus der Pokémon-Hysterie quetschen will: Kotz!!!!!!
Matthias Staber

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Roman Pelek

Nicht gurkig genug... ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 6. Juni 2001, 01:13

Hi Christian,
soweit ich die Spiele kenne, sind sie alle spielbar und der Rest ist Geschmackssache. Ich suche wirklich die "Exoten", grandiose Werke unbegabter Autoren, die anscheinend noch nie ein "echtes" Spiel gesehen haben ;-)
Ciao,
Roman

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Berit Kamb

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Berit Kamb » 6. Juni 2001, 01:44

Lieber Matthias,
ja, Du hast natürlich Recht!
Da wir hier diese Pokémon-Phase zum Glück überwunden haben, hatte ich daran nicht mehr gedacht. Das ist allerdings wirklicher Mist!
Da ist es ein Vorteil, wenn man, so wie wir, in tiefster Provinz lebt. Hier konnten Pokémon und Konsorten nicht lange überleben, die Kinder gingen schnell wieder zu anderen Spielen über.
Vielleicht ist das aber auch eine Frage dessen, was man den Kindern als Alternativen anbietet.
Liebe Grüße,
Berit

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Helmut

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Helmut » 6. Juni 2001, 06:53

Ich habe festgestellt, dass die Pokémon-Kinder ihre Phase durchleben müssen, bis sie das hinterher als "Kinderkram" abtun. Da helfen nicht viele Alternativen. Dass wir Erwachsene mit ansehen müssen, wofür Kindern das geld aus der Tasche gezogen wird, ist zwar schlimm, aber ist es nicht Pokémon, dann ist es bestimmt irgendetwas anderes.
MfG
Helmut

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Matthias Staber

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Matthias Staber » 6. Juni 2001, 09:23

>Ich habe festgestellt, dass die Pokémon-Kinder ihre Phase durchleben müssen, bis sie das hinterher als "Kinderkram" abtun. Da helfen nicht viele Alternativen. Dass wir Erwachsene mit ansehen müssen, wofür Kindern das geld aus der Tasche gezogen wird, ist zwar schlimm, aber ist es nicht Pokémon, dann ist es bestimmt irgendetwas anderes<
Das eigentliche Pokémon- also Sammelkartenspiel soll nicht mal doof sein, wie ich schon von verschiedener Seite gehört habe: Ein Magic-Light sozusagen, dass durchaus taktisches Geschick und strategische Planung erfordert und gut geeignet für die Zielgruppe 10+ Jahre ist (Ich kenne sogar einen erwachsenen Brettspieler, der von sich behauptet, jüngst vom Pokémon-Fieber befallen worden zu sein).
Die Probleme mit Pokémon sind:
1. Das Spiel wird oft nur gesammelt, nicht gespielt, vor allem von Kindern, die deutlich unter 10 Jahre alt sind (da vom recht komplexen Spielprinzip überfordert)
2. Die meisten Pokémon-Lizenzprodukte sind Mist (wahrscheinlich taugt nur das Gameboy-Spiel noch etwas)
Matthias

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Volker L.

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Volker L. » 6. Juni 2001, 10:05

"Windjammer" stammt von "Verlagshaus die Barke"
Die Grundidee ist eigentlich ganz gut, nur die
Umsetzung ist total vergurkt.
Gruss, Volker


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