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alle Handkarten bei Bohnanza verschenken?

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Patrick Hinrichs

alle Handkarten bei Bohnanza verschenken?

Beitragvon Patrick Hinrichs » 4. August 2001, 10:12

Hallo,
darf man eigentlich bei Bohnanza alle seine Karten auf der Hand eintauschen, bzw. verschenken? Das Problem ist dann ja nur, dass man später keine Karte aus der Hand anbauen kann, wenn man am Zug ist. Und laut Anleitung muss man ja mindestens eine Karte anbauen. In der Anleitung wird auf dieses Problem nicht eingegangen. Oder entfällt das Ablegen dann einfach und man dreht gleich 2 Karten vom Stapel um?
Gruss, Patrick

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Thomas Rosanski

re: alle Handkarten bei Bohnanza verschenken?

Beitragvon Thomas Rosanski » 4. August 2001, 11:40

Zitat aus der Spielregel:
| 1. Aktion: Bohnenkarten ausspielen
| Er muß die erste Karte aus seiner Hand, also seine
| vorderste ganz sichtbare Bohnenkarte, auf eines
| seiner Bohnenfelder vor aus ablegen (Ausnahme: Hat
| der Spieler keine Karte auf der Hand, entfällt die
| 1. Aktion)."
Das sollte eigentlich alles erklären, oder? Also, du darfst natürlich alle Karten wegtauschen/verschenken und brauchst dann die erste Aktion ("Bohnenkarten ausspielen") nicht durchführen.

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Patrick Hinrichs

re: alle Handkarten bei Bohnanza verschenken?

Beitragvon Patrick Hinrichs » 4. August 2001, 12:36

Oh, sorry, muss ich wohl überlesen oder nicht gefunden haben, als wir gestern Abend das Spiel gespielt haben und dieser Fall auftrat. Vielen Dank für den Hinweis :-)
Gruss, Patrick

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Mifu

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Mifu » 4. August 2001, 15:50

Wir haben Bohnanza in unendlich vielen Runden gespielt, mit verschiedenen Spielern. Es ist interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Spieler das "Verschenken" handhaben. Alles in allem kam ich aber zum Ergebnis, dass derjenige Spieler die größten Siegeschancen hatte, der auch fleißig bereit war zu verschenken. Ganz besonders viel mir dies auf, wenn wir es mit unseren Kindern gespielt haben. Diese haben Karten verschenkt - ohne Ende - und dann doch gewonnen. Also nicht nur Karten loswerden zu wollen,
sondern auch Karten abzugeben, wenn dies dem anderen einen Vorteil brachte. Mit dem kleinen, unbedeuteten
Nebensatz meiner Kinder : " Denk wieder einmal an mich " war bei nächster Gelegenheit der "Ausgleich" wieder geschaffen. Was für Erfahrungen habt ihr da in dieser Richtung ?

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Ina-spielbox

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Ina-spielbox » 5. August 2001, 10:57

Uns hat der Mechanismus des Verschenkens bei Bohnanza schon immer völlig fasziniert. Der Trick, bevor man dran ist, die ersten (nicht passenden) Karten zu verschenken, funktioniert hervorragend.
Wir haben Bohnanza schon oft als "Absacker" gespielt und dann in ausgelassener Fröhlichkeit auch kreuz und quer Karten verschenkt, bis einer sagte: Halt, wer ist eigentlich dran? Diese Variante ist in der Regel zwar nicht erlaubt, es kommt aber viel Spielspaß auf!
Ob derjenige, der viele Bohnen verschenkt, dann auch oft gewinnt, könnte ich jetzt nicht sagen. Im Gegenteil, bringen so Bohnenfelder mit Kaffeebohnen, die alle loswerden wollen, weil sie kein eigenes Feld aufmachen wollen, manchmal so nebenbei 3 oder 4 Punkte ein - nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist".
Das entscheidende Element scheint mir zu sein, auch mal Bohnenfelder abzureißen, auch wenn man nur wenig abrechnen kann, als immer auf den "großen Wurf" zu schielen.
Ina (die Bohnanza in allen Regelvarianten mag - ob erlaubt oder nicht und sich schon darauf freut, daß High Bohn dieses Jahr bei Amigo erscheinen wird, wie sie gerade eben gelesen hat)

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Volker L.

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Volker L. » 6. August 2001, 13:47

> ...derjenige Spieler die größten Siegeschancen hatte,
> der auch fleißig bereit war zu verschenken. (...)
> Mit dem kleinen, unbedeuteten Nebensatz meiner
> Kinder : " Denk wieder einmal an mich " war bei
> nächster Gelegenheit der "Ausgleich" wieder
> geschaffen. Was für Erfahrungen habt ihr da in dieser Richtung ?
Meine Erfahrung ist: die groesseren Gewinnchancen hat
der, der mehr tauscht, wobei ich auch das von Dir
beschriebene Verschenken eher als Tausch auffassen
wuerde. So laeuft es auch bei uns haeufig
A: Ich haette eine Augenbohne abzugeben, die passt Dir doch gut. Ich selbst brauche Blaue oder Saubohnen
B: Tut mir leid, habe ich beides nicht.
A: Na gut, dann schenke ich Dir die Augenbohne, dann habe ich aber was gut bei Dir.
Einziges Problem: Manchmal ist es bei 5+ Spielern
recht schwierig, den Ueberblick zu behalten, wem man
noch etwas schuldet und wer einem noch etwas schuldet.
Aber im Prinzip wuerde ich das - auch wenn es rein
technisch gesehen "Schenken" ist, eher als Handel
einstufen.
Gruss, Volker

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Sven Weiss

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Sven Weiss » 6. August 2001, 16:39

Mir persönlich hat das Verschenken bei Bohnanza eigentlich noch nie so richtig zugesagt. Das Problem bei Bohnanza ist ja, dass man sich an die Reihenfolge der Handkarten halten muss. Durch geschicktes Handeln kommt man aber trotzdem dazu, "seine" Bohnen anbauen. Das Verschenken durchbricht aber dieses System. Damit mogelt man sich doch nur recht einfach um seine Probleme herum.
Gruss
Sven

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Volker L.

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Volker L. » 6. August 2001, 17:39

> Durch geschicktes Handeln kommt man aber trotzdem
> dazu, "seine" Bohnen anbauen. Das Verschenken
> durchbricht aber dieses System. Damit mogelt man sich
> doch nur recht einfach um seine Probleme herum.
Wieso???
Das "Verschenken" ist doch eigentlich eher ein Handeln
auf Kredit (vgl. mein anderes Posting).
Verschenken tut man doch i.A. dann, wenn der andere die
Karte gebrauchen kann, die man selbst loswerden will,
aber momentan nichts hat, was er einem als Gegenleistung
geben kann.
Wie verhaeltst Du Dich in dieser Situation? "Wenn Ihr,
die Ihr diese Bohne gebrauchen koennt, nicht bereit oder
in der Lage seid, mir einen adaequaten Preis zu bezahlen,
dann baue ich sie eben selber an, sch...egal wieviel
Verlust ich durch die Vorzeitige Ernte mache"?
Ich bezweifle, dass Du mit dieser Haltung erfolgreich bist.
Gruss, Volker

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Chregi Hansen

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Chregi Hansen » 7. August 2001, 13:50

das sehe ich nicht so. es sagt ja keiner, dass man ein geschenk annehmen muss. bei uns bleibt des öftern jemand auf seiner karte hängen, obwohl er sie gratis abgeben würde. andernseits können spieler, die manchmal auch einen für sie auf den ersten blick ungünstigen handel eingehen, später häufig auf das wohlwollen der andern bei einem nächsten handel hoffen. und selbst der schenker muss sich sein vorgehen gut überlegen, schliesslich will er wohl kaum dem anderen zu viel punkten verhelfen.

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Volker L.

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Volker L. » 7. August 2001, 13:58

> es sagt ja keiner, dass man ein geschenk annehmen
> muss. bei uns bleibt des ftern jemand auf seiner
> karte hängen, obwohl er sie gratis abgeben würde.
Ein gar nicht so selten gehoerter Satz: "Ich will aber
eine Blaue Bohne von Dir als Bezahlung dafuer, dass
ich Dir die laestige Rote Bohne abnehme" :-)))
Gruss, Volker

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Marten Holst

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Marten Holst » 7. August 2001, 14:07

Moinle,
Natürlich ist das auch handeln. Auch die Situation "Will denn niemand meine Brech? Mensch, Karl-Rüdiger, Dir schadet sie doch nichts, pass auf, ich geb die noch zwei blaue für Dein Feld und Du nimmst die Brech." kennt doch wohl jeder, oder?
Gegebenenfalls tauscht man dann noch in der Bohnanza-Währung ("Große Gefallen", 1GG=2Kleine G) ein wenig herum...
Tschüß
Marten (Schuldet jemandem noch einen kleinen Gefallen)

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Ina-spielbox

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Ina-spielbox » 7. August 2001, 20:40

Dem kann ich nur zustimmen.
und außerdem:
Nie verlerne so zu schenken,
wie Du jetzt schenkst froh und frei,
denn Bohnanza ohne Schenken
ist wie ein Würfel ohne 3!
Ina, die schon wieder ihre pötische Phase hat!

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Marten Holst

re: wieviel verschenken?

Beitragvon Marten Holst » 8. August 2001, 13:26

Geizt ein andrer viel mit Bohnen,
und plötzlich fängt er an zu schenken,
so wird es sich für ihn wohl lohnen,
doch das kannst Du selbst Dir denken :-)
Marten (Pötet auch gerne, wird aber immer wieder mal um Gnade gebeten)

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Carsten Wesel

[OT] Pöten

Beitragvon Carsten Wesel » 8. August 2001, 13:59

Bitte bringt den Kerl zum Schweigen,
nein, ich will ihn nicht mehr hören!
Obwohl - so ein poetisch Reigen,
vermag mich nicht zu stören.
Gruß Carsten (hat andere Qualitäten)

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Marten Holst

re: [OT] Pöten

Beitragvon Marten Holst » 8. August 2001, 15:44

Nun, Carsten, würdest Du die Pöten
ganz hinterhältig einfach töten,
so würde dies zwar niemand stören,
doch würdest Du vom Richter hören,
dass solcherart Probleme richten
in diesem unserm Land mitnichten
gestattet ist, drum lass Dir sagen:
Du muss noch weiter mich ertragen.
Tschüß
Marten (darauf reimt sich "warten")

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Ina-spielbox

re: [OT] Pöten

Beitragvon Ina-spielbox » 8. August 2001, 23:02

Hallo Carsten, hallo Marten,
das hätte ich ja nie geraten,
daß auf die Poesie - zack zack -
gleich Antwort kommt im Doppelpack!
Wir sind halt doch die Denker und Dichter,
doch wer ruft da schnell nach dem Richter?
Auch typisch, daß bei jedem Zwist
bei uns gefragt wird der Jurist!
Der eine sagt, ihn würd's nicht stören,
will man mit Versen ihn betören,
der andere spricht gleich vom Töten
der Hobbyfeierabendpöten!
Ich sag Euch eins: Bei Poesie
soll's nicht zum Streite kommen - nie!
Auch Erhard ist jetzt heimgekehrt,
wenn der von diesem Streite hört,
dann wird er gleich - noch vor dem Schlafen -
Euch nerven mit viel Paragraphen!
Ich sag' Euch ganz naiv und schlicht:
Zu Herzen geht ein schön Gedicht!
So soll, wer's möchte, Verse schreiben,
wer's nicht lesen will, läßt es halt bleiben!
Ina (die im Moment den Nintendo 64 mit Mariokart wiederentdeckt hat und heiße Rennen fährt, da kann jeder Formula de- Spieler einfach erblassen, denn Regelstreitigkeiten gibt es nicht, der Computer ist einfach unbestechlich!)

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Marten Holst

re: [OT] Pöten

Beitragvon Marten Holst » 9. August 2001, 14:05

Es schrieb eine Ina aus Bremen
"Ihr Jungs solltet Euch etwas schämen,
mit Morden zu scherzen
bereitet mir Schmerzen -
was ist denn das für ein Benehmen!?"
;-)
Tschüß
Marten (Hat mal den Volkshochschulkurs "Dichten und Dämmen" besucht, aber keine Ahnung, wo Ina wirklich wohnt ;-))

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Volker L.

re: [OT] Pten

Beitragvon Volker L. » 9. August 2001, 14:57

> Marten (Hat mal den Volkshochschulkurs "Dichten und Dämmen" besucht
Dann hast Du also einen aehnlichen Werdegang wie Heinz
Erhard hinter Dir, der ja auch der guten Fee auf die
Frage nach Zukunftswuenschen angesichts seiner vollen
Windeln geantwortet hat, er wuerde gerne dichter werden
:-)))
Gruss, Volker )klammert sich beim Reimen lieber aus(

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Ina-spielbox

re: [OT] Pöten

Beitragvon Ina-spielbox » 9. August 2001, 19:23

Die Ina wohnt in Recklinghausen,
und hat manchmal so ihre Flausen -
Doch ist sie geboren,
jetzt spitzt Eure Ohren,
in Bremen - und nicht Pötenhausen!
Hallo Marten, ein guter Reim kann auch manchmal zufällig die Wahrheit erraten!
Gruß
eine verblüffte Ina, die 19 Jahre in Bremen gewohnt hat und durch die Zwangsverschickungsstelle (=ZVS)im Ruhrpott gelandet ist, wo sie sich sauwohl fühlt.


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