Beitragvon Roman Pelek » 10. August 2001, 04:53
Hi Erhard,
"Auf falscher Fährte" ist ein Stichkartenspiel, bei dem die gedrückten Kartenwerte der Spieler, die erst im Verlaufe des Spiels sukzessive aufgedeckt werden, darüber entscheiden, ob es eine Plus- (je mehr Stiche desto besser) oder eine Minusrunde (je weniger desto...) wird. Dadurch ist immer etwas Spannung und Ungewissheit im Spiel, dazu kommt der nette Aspekt, dass, wenn man eine Plusrunde will, man sich eines hohen Kartenwertes entledigen muss (was ja dann nachteilig ist) und umgekehrt. An sich recht pfiffig. Dazu kommen noch in der "Profivariante" drei Joker, die beim Ausspielen einen Trumpffarbenwechsel ermöglichen; mit ihnen macht man allerdings keinen Stich dann.
Klingt nett? Klingt gut? Ja, aber machte bei uns in diversen Runden irgendwie nicht so richtig Laune. Bis zum Aufdecken der "Wahrheit" (Plus- oder Minusrunde) spielen alle Spieler zu sehr "auf Sicherheit", was auf die Dauer etwas langweilt. Zudem, falls man in der Variante mit Jokern spielt, wird das Spiel unausgeglichen und stark glücksabhängig. In der Minusrunde sind Joker ein Riesenvorteil (man kriegt den Stich nicht und kann die Trumpffarbe auf eine Farbe wechseln, die man nicht hat), in einer Plusrunde sind sie eine lästige Klette (da man Stiche damit verliert). Und der Rest ist ein normales Stichspiel.
Zu dritt ist das Spiel m.E. übrigens deutlich uninteressanter als zu viert.
Kurzum: hat mich nicht sonderlich begeistert, ist aber auch wahrlich kein schlechtes Spiel! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einigen gefällt, wer Stichspiele mag, kann sich das mal ansehen. Überzeugt hat es uns allerdings nicht aufgrund o.g. Punkte.
Ciao,
Roman