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Immer Ärger mit der falschen Buchzitierung - Wieland Herold

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Markus Barnick

Immer Ärger mit der falschen Buchzitierung - Wieland Herold

Beitragvon Markus Barnick » 16. August 2001, 20:36

Aktuelle Spielbox, Seite 18. Heinrich Heine.
Weils immer wieder passiert, wie hier Wieland Herold, mal ein paar Worte zu den Eigenschaften eines Buches.
Wenn man ein Buch angibt, reicht folgendes aus:
a) Autor
b) Titel und evtl. Untertitel
c) Verlag
d) ISBN (wobei der Verlag in der ISBN enthalten ist)
Mit Angaben wie "München 1976" ist absolut nix anzufangen. Die stammen noch aus der Zeit, bevor es die ISBN gab. Diese Angaben sind quasi da drin mit verschlüsselt, da sich die ISBN normalerweise mit jeder Auflage ändert.
Mit diesen Angaben (Ort und Jahr) kann ein Buchhändler, der das Buch besorgen will nix, aber auch gar nix anfangen. Leider wird dieser Quatsch immer noch in Literaturangaben gepflegt, wobei wichtige Dinge, wie Verlag und ISBN wie hier im Beispiel oft fehlen.
Diese Angabe über das Buch von H. Heine ist also absolut nix nütze.

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Roland G. Hülsmann

re: Immer Ärger mit der falschen Buchzitierung - Wieland Herold

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 17. August 2001, 11:54

Hallo Markus,
m.E. dienen die Angaben beim Zitieren in wissenschaftlichen Beiträgen aber nicht dazu, daß sich der Leser das Buch bestellen kann (dafür ist das Literaturtverzeichnis - und dort sollte natürlich die ISBN-Nummer dabei stehen, um dem Buchhändler das Leben zu vereinfachen), sondern zum Verifizieren der Zitate. Und da war seinerzeit die vorgeschriebene Form nun mal Autor, Titel, ggf. Auflage, Ort, Jahr, Seite(n). Oder gab es da in den letzten Jahren bahnbrechende Änderungen? (Und notfalls findet damit auch ein Buchhändler das Buch, denn die haben alle einen PC mit der kompletten Datenbank der lieferbaren Bücher. Da reichen Autor und Titel (ggf. Auflage) völlig aus.)

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Markus Barnick

re: Immer Ärger mit der falschen Buchzitierung - Wieland Herold

Beitragvon Markus Barnick » 17. August 2001, 14:30

kleine Korrektur:
Der BH kann nicht nach Auflage, Ort oder sowas suchen.
Er hat - je nach Programm und Datenbank - die Möglichkeit nach:
Autor
Teilen aus dem Titel
Verlag
ISBN
Erscheinungsjahr
und noch ein paar kleinigkeiten, zb. ob soft- oder hardcover... ändert sich aber ab und zu.
siehe auch
http://www.vlb.de
http://www.buchkatalog.de
http://www.libri.de

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Stefan Blanck

re: Immer Ärger mit der falschen Buchzitierung - Wieland Herold

Beitragvon Stefan Blanck » 21. August 2001, 18:07

Habe die Spielbox 18 nicht vorliegen und kann deshalb nicht sagen, ob darin "richtig" oder "falsch" zitiert wurde. Jedenfalls gibt es für die exakte bibliographische Beschreibung von Schrifttum sogar eine Norm: die DIN 1505.

Auch wenn die nicht frei von Kritik ist, sollte sich jeder wissenschaftlich arbeitende Mensch daran orientieren. Für Buchhändler ist das sicherlich etwas anderes. Da dürfte die ISBN genügen. Aber es gibt halt eben auch sehr viele Veröffentlichungen ohne ISBN und ISSN, gerade wissenschaftliche. Und der Sinn der Norm für Literaturverzeichnisse und Zitate ist eben, dass man u. a. über den Ort auf die Herkunft schließen kann, z. B. einer Universität, wo diese Werke oft archiviert sind.

Stefan


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