Anzeige

Ebay- - krank...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 23. August 2001, 21:11

Helmut Lehr schrieb:
>
> Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem
> anderen zu!
> Ich habe schon mal einen Anbieter gefragt, wie er ruhigen
> Gewissens "Das Herzblatt-Spiel" für 30 DM anbieten kann, aber
> sonst sollte man sich aus Versteigerungen als Dritter
> heraushalten!
> Helmut

Ich würde es ja auch nicht machen! Schließlich entscheidet ja der Bieter selbst, was er bietet und außerdem ist ja der Anbieter nicht verantwortlich, wenn ein Bieter zu viel bietet.

Benutzeravatar
Udo Möller

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Udo Möller » 24. August 2001, 00:43

Wenn mir einer 1000 DM bietet, verkaufe ich mein Whiskey-Siedler auch und kaufe mir dafür 6 Roads and boats oder mache einfach einen schönen Urlaub. Wäre dioch gelacht, wenn wir aus 40 DM nicht irgendwie das 25fache rausholen, ohne Roulette zu spielen...

LUdo ergo sum [gestern Bali und wieder nur 2.]

Benutzeravatar
KMW

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon KMW » 24. August 2001, 08:02

...und außerdem sind mindestens zwei Bieter erforderlich, um den Preis so hochzutreiben. Im Normalfall erhöhen sich die Gebote in 1-DM-Schritten. Man gibt ein Maximalgebot ein, das man bereit ist zu zahlen, das aber nur dann wirksam wird, wenn ein anderer mitbietet.
Beispiel: Der aktuelle Preis liegt bei 5 DM. Ich will maximal 15 DM ausgeben. Wenn der aktuelle Bieter, der zur Zeit mit seinen 5 DM führt, nur maximal 8 DM ausgeben wollte, dann erhöht sich der Gebotspreis durch mein Gebot auf 9 DM.
Das zur Erklärung.
KMW

Benutzeravatar
Matthias Esken

Re: Das Wasser des Lebens

Beitragvon Matthias Esken » 24. August 2001, 09:31

Marten Holst schrieb:

> Marten (besitzt ein unbespieltes Lebenswasser)

Auch ungetrunken? :-)

Gruß,
Matthias

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Anbieter

Beitragvon Ralf Arnemann » 24. August 2001, 12:03

> Würde ich mir als Anbieter verbitten!
Na und?
Bei einem (Anbieter) macht man sich unbeliebt, beim anderen (Bieter) beliebt.
Normalerweise würde ich mich auch nicht einmischen.
Aber der Groll eines Anbieters, der beim Abzocken gestört wurde, wäre mir doch völlig egal.

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Roads and boats kaufen ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 24. August 2001, 12:06

> und kaufe mir dafür 6 Roads and boats
Stark, wie machst Du das ;-) Gleich sechs Stück!

Bei der momentanten Verfügbarkeit kriegt man das bald auch nur noch gebraucht über ebay.

Benutzeravatar
Helmut Lehr

Re: Anbieter

Beitragvon Helmut Lehr » 24. August 2001, 12:39

Lieber Ralf, ich halte mich selbst nicht für einen Anbieter, der andere abzockt. Das sind vielleicht eher diejenigen, die Spiele mit Spielwert 5 DM bereits für 30 DM Startpreis ins Netz setzen. Nur: Es muss doch keiner 30 DM und mehr für ein schäbiges Spiel bieten. Eine Versteigerung ist m.E. keine Plattform fürs Abzocken. Wenn jemand z.B. für "Das Herzblatt-Spiel" 30 DM verlangt und ein anderer 30 DM dafür bezahlen möchte. Wieso wird der Käufer abgezockt? Er muss das Spiel doch nicht für diesen Preis nehmen?
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Wieso soll sich da ein Außenstehender hineinmischen. Vielleicht, um Schaden von dem (ahnungslosen) Käufer abzuwenden?
MfG
Helmut

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Anbieter

Beitragvon Ralf Arnemann » 24. August 2001, 14:16

> Wieso wird der Käufer abgezockt? Er muss das Spiel doch nicht
> für diesen Preis nehmen?
Natürlich nicht. Ich hindere ihn doch auch gar nicht daran.

Vielleicht gebe ich ihm den Hinweis, daß das selbe Spiel neu um die Ecke viel billiger zu haben ist. Was er mit dieser Information macht, ist seine Sache.
Aber ob es den Anbieter ärgert, daß ich dem Bieter eine Information gegeben habe, ist mir egal.

Benutzeravatar
KMW

Re: Anbieter

Beitragvon KMW » 24. August 2001, 14:33

Ach Leute,
diese ganze Diskussion hier erinnert mich an ein nettes Erlebnis auf dem Flohmarkt, wo ich ein paar Comic-Hefte verkauft habe. Neben dem Käufer stand ein Typ, der den Handel interessiert verfolgte. Als der Käufer dann gegangen war, meinte er freudestrahlend zu mir: "Die haste aber viel zu billig abgegeben, die sind viel mehr wert."
Na toll! Hoffentlich hat ihn diese Bemerkung befriedigt.
Andererseits: Hätte er sich vorher eingemischt, wäre der Handel vielleicht nicht zustande gekommen und ich hätte die Comics immer noch hier 'rumliegen.
Lasst die Leute doch ihren Handel treiben und freut Euch für Euch selbst, dass Ihr's besser wisst.
Der Thread fängt an zu nerven!
KMW

Benutzeravatar
Helmut Lehr

Re: Anbieter

Beitragvon Helmut Lehr » 24. August 2001, 15:45

Wenn du der Anbieter wärst, dem man in die Parade fährt, was dann?
fragt sich Helmut.

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Anbieter

Beitragvon Ralf Arnemann » 24. August 2001, 17:28

> Wenn du der Anbieter wärst, dem man in die Parade fährt, was
> dann?
Entweder gehe ich auf den Ladenpreis runter - oder ich riskiere, daß der Käufer wieder abspringt.
Was sonst?

Benutzeravatar
Helmut Lehr

Re: Anbieter

Beitragvon Helmut Lehr » 25. August 2001, 11:53

Bietet denn im ebay jemand normale Spiele, keine Sammlerstücke, über dem Ladenpreis an? So genau kenne ich mich nicht aus1
MfG
Helmut

Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Anbieter

Beitragvon Michael Andersch » 25. August 2001, 15:52

Helmut Lehr schrieb:
>
> Bietet denn im ebay jemand normale Spiele, keine
> Sammlerstücke, über dem Ladenpreis an? So genau kenne ich
> mich nicht aus1
> MfG
> Helmut

Also, ich schau auch nicht so oft bei Ebay vorbei, aber aufgefallen ist es mir schon. Vielleicht liegt der Startpreis nicht unbedingt über dem normalen Ladenpreis, aber deutlich über dem Preis irgendwelcher Versender, und wenn man dann noch das Porto dazu nimmt...
Im eingangs beschriebenen Fall war der Startpreis glaub ich allerdings niedriger. Nur die Gebote sind (für mich völlig unverständlich) so hoch gegangen.

Gruß,
Micha

Benutzeravatar
Markus Barnick

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Markus Barnick » 25. August 2001, 20:05

Steigern kann auch ein Spiel oder eine Sucht sein.
Ich hab mich da auch schon öfter gewundert. Aber mancheiner braucht halt den Kick...

Benutzeravatar
Martina

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Martina » 2. September 2001, 21:50

spät aber doch ein einwand: irgendwo weiter oben (anderer topic) wird immer wieder ebay als referenz für gebrauchtspiele angegeben. wenn ich bedenke, wie vor einiger zeit bei einer spieleveranstaltung jemand ganz stolz erklärte, wie er seine preise steuert, kommen mir zweifel an der hilfe. (man hat einfach mindestens zwei weitere e-mail adressen, bietet auf das eigene spiel, investiert einmal die bearbeitungsgebühr und hat damit ein zeichen gesetzt. ab jetzt sollte es "flutschen").
klar, es ist keiner gezwungen zu bieten. aber angebot und nachfrage sind doch immer noch ein marktwirtschaftliches prinzip, und wenn einem unbedarften ein "hochgeschaukelter" preis als marktpreis erscheinen muss, kann er eigentlich nur noch auf das spiel verzichten.

ciao
martina

Benutzeravatar
Marten Holst

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Marten Holst » 3. September 2001, 14:19

Moinle,

> wenn ich bedenke, wie vor einiger
> zeit bei einer spieleveranstaltung jemand ganz stolz
> erklärte, wie er seine preise steuert, kommen mir zweifel an
> der hilfe. (man hat einfach mindestens zwei weitere e-mail
> adressen, bietet auf das eigene spiel, investiert einmal die
> bearbeitungsgebühr und hat damit ein zeichen gesetzt. ab
> jetzt sollte es "flutschen").

Abgesehen davon, dass dieses "Betrug" und damit strafrechtlich relevant ist, gibt es da auch noch diverse andere Methoden. Die, mit der ich schon zu tun hatte, ist: man bietet auf etwas, wird kurz vor Schluß überboten und bekommt dann eine Mail wie "der meldet sich nicht, willst Du nicht?" oder "ich habe noch ein 'Wasser des Lebens', das könnte ich für Dein Höchstgebot weggeben". Sprich: er hat sich selbst überboten, um Maximalgebote auszuloten (und gegebenenfalls auf den Handel zu verzichten). Aber auch das treibt natürlich die Gebotsstatistik in die Höhe.

Tschüß
Marten (dessen letzter eBay-Handel auch obskur war, aber dennoch günstig)

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Ebay- - krank...

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. September 2001, 14:37

> Abgesehen davon, dass dieses "Betrug" und damit
> strafrechtlich relevant ist, gibt es da auch noch diverse
> andere Methoden. Die, mit der ich schon zu tun hatte, ist:
> man bietet auf etwas, wird kurz vor Schluß überboten und
> bekommt dann eine Mail wie "der meldet sich nicht, willst Du
> nicht?" oder "ich habe noch ein 'Wasser des Lebens', das
> könnte ich für Dein Höchstgebot weggeben".

Die meisten Betrugsversuche sind relativ leicht zu durchschauen und werden meist von Leuten mit geringer "Sternchenzahl" begangen. Außerdem kann ich nach über 500 eBay-Käufen sagen, daß die Anzahl recht gering ist. Schwarze Schafe gibt es überall. Als Bieter sollte man erwachsen genug sein, sich nicht zu höheren Preisen hinreißen zu lassen, als man wirklich zu zahlen bereit ist (und auch bei einem "normalen" Kauf zu zahlen bereit wäre). Dann kann man auch nicht übers Ohr gehauen werden. Und ein Blick auf die Bewertungen des Bieters vor dem Gebot sind nicht schlecht.

BTW: Daß ich von einem versteigerten Teil mehrere Exemplare hatte und dann noch dem 2. und 3. Bieter einen Gefallen tun konnte (natürlich nur zu deren Gebot), kam bei mir ohne jeden Betrugsversuch auch schon vor. Auch daß sich der Höchstbieter nach 14 Tagen nicht gemeldet hat, und ich dann beim 2. nachfragte, ob er noch Interesse hat. (Was natürlich eine Negativwertung des Ersten nach sich zog!)


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 32 Gäste