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Medina schlecht und öde???

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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kox

Medina schlecht und öde???

Beitragvon kox » 24. September 2001, 12:16

hallo,

ich habe letztens medina gekauft und es gestern das erste mal gespielt.
hinzufügen muß ich, daß wir es zu zweit mit der wohl bekannten pöppelkiste-variante für 2 spielten.
tja, und ich muß sagen, daß ich mächtig enttäuscht bin von dem spiel.
zu anfang weiß man überhaupt nicht, was man machen soll, dann hat man das gefühl, daß alles, was man macht, zwecklos ist, denn sobald eine punkteträchtige aktion eingeleitet wird, kann ja schnell blockiert werden.
und am ende ist dann der glücklich, der noch als einziger ein punktedach von einer farbe hat, der kann dann warten, bis der andere irgendwann seine gebäudeteile mit anlegen muß.
die punktekarten für die türme und die verschiedenen farben sind unfair, einer 4, der andere 1 punkt, wieso??
am ende freuten wir uns, daß wir endlich fertig waren, sparten uns das zählen und packten schnell ein!
jetzt frage ich, ob uns der zauber des spiels entgangen ist, oder ob die beschriebenen situationen diesen ausmachen und ob die gerühmte zweispielervariante vielleicht doch nicht soo doll ist und sie verantwortlich ist für unsere enttäuschung. sagt mir eure meinung, ich freu mich drauf!

kox

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Carsten Wesel

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Carsten Wesel » 24. September 2001, 12:56

http://spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=24007&t=23961

Hier war das auch schon mal. Wenn du nach dem Lesen der unter dem angegebenen Link noch immer der Meinung bist, dann frag' einfach nochmal.

Gruß Carsten (viel Spaß beim Lesen)

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Hanno Schwede » 24. September 2001, 13:01

Hallo Kox ( toller Name übrigens ;-) )

ich habe Medina bisher nur zu 4 gespielt und ich muss sagen, es ist eins der taktischten Spiele die ich in diesem Jahr gespielt habe.

Es kommt doch sehr darauf an dem Gegner, in diesem Spiel gibt es keine Mitspieler, die Möglichkeiten zu verbauen ihm aber gleichzeitig genug Spielraum zu lassen.

Zu den beiden Dingen, die Du bemängelst:
1.
>und am ende ist dann der glücklich, der noch als einziger ein punktedach von einer farbe hat, der kann dann warten, bis der andere irgendwann seine gebäudeteile mit anlegen muß.<
Wer sagt denn, das ich dort anlegen muss? kann ich nicht auch an den anderen Palästen runterherum so bauen, das der Gegner nix mehr anlegen kann?? Meistens kann man durch geschickte Platzierung eines Palaststeines den Bauplatz für einen anderen Palast "sinnvoll" einschränken. Oder man kann auch den neuen Bauplatz für einen weiteren Palast einer Farbe so wählen, das die Baufläche schon mit dem ersten Stein stark beschränkt wird. Erst das eigene dach auf den Roten Palast und dann einen Roten Palaststein sezten ist durchaus möglich.

2.
>die punktekarten für die türme und die verschiedenen farben sind unfair, einer 4, der andere 1 punkt, wieso??
Also ich würde sagen, Du solltest Medina noch eine Chance geben, wenn Du taktische Spiele mit wunderbaren Material magst, wenn nicht, schick mir ein Angebot für Medina *gg*

sigdmmwt SPIELEN

Hanno, der X einfach mal zum Spass auf 1238652910 Punkte setzt

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Roman Pelek

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Roman Pelek » 24. September 2001, 13:16

Hi Kox,

kox schrieb:

> ich habe letztens medina gekauft und es gestern das erste mal
> gespielt.
> hinzufügen muß ich, daß wir es zu zweit mit der wohl
> bekannten pöppelkiste-variante für 2 spielten.

Die Zweipersonenvariante ist primär als Ergänzung für Spieler gedacht, die die 3 und 4-Spieler-Besetzung schon kennen und schätzen. Als Einstieg zum Erlernen des Spiels würde ich sie nicht empfehlen.

> tja, und ich muß sagen, daß ich mächtig enttäuscht bin von
> dem spiel.
> zu anfang weiß man überhaupt nicht, was man machen soll, dann
> hat man das gefühl, daß alles, was man macht, zwecklos ist,
> denn sobald eine punkteträchtige aktion eingeleitet wird,
> kann ja schnell blockiert werden.

Das man zu Anfang bei Medina "nicht weiss, was man machen soll" ist wohl ganz natürlich. Unsere ersten beiden Partien waren ein Desaster, indem wir völligen Unsinn gespielt haben und gleich nach den ersten 7-8 Zügen quasi einem Spieler den Sieg geschenkt hatten... Der Eindruck ändert sich aber, wenn man entdeckt, dass es weit mehr taktische Möglichkeiten gibt, als es sich zu Beginn erschließt.

> und am ende ist dann der glücklich, der noch als einziger ein
> punktedach von einer farbe hat, der kann dann warten, bis der
> andere irgendwann seine gebäudeteile mit anlegen muß.

Ich habe die Zweipersonenvariante grade nicht zur Hand, ob da dieser Passus abgewandelt ist. In der normalen Spielregel steht aber zu den Dächern, dass, sobald nur noch ein Spieler über Dächer verfügt, dieser jede Runde mindestens eines legen muss.

Dies verhindert o.g. Spielverlauf.

> die punktekarten für die türme und die verschiedenen farben
> sind unfair, einer 4, der andere 1 punkt, wieso??

Warum sind die unfair? Es hat nichts mit Unfairness zu tun, dass eine Farbe mehr Punkte zählt, es ist schlicht ein Spielelement, dass Orange mächtiger ist als z.B. Schwarz, dies bedingt eine auf bestimmte Farben zugeschnittene Spieltaktik - Orange ist immer heißer umkämpft als andere Farben, man kann dies aber auch nutzen, indem man klammheimlich, statt auch Orange zu schielen, andere Farbenplättchen leichter ergattert und damit genau so viele oder mehr Punkte macht.

Da jeder Spieler die gleiche Ausgangslage hat und die Werte bekannt sind, ist da aber nichts unfair. Es ist ja nicht so, dass die Werte Spielerfarben zugeordnet wären, es spielt ja jeder mit allen Farben. Dass man für verschiedene Aktionen verschieden viele Punkte bekommt ist doch in den meisten Spielen so... :)

> am ende freuten wir uns, daß wir endlich fertig waren,
> sparten uns das zählen und packten schnell ein!

Schaut doch einfach mal, dass ihr Medina mal mit 3 oder besser noch 4 Mitspielern spielt und lernt, am besten mal mit zwei Partien hintereinander. Es gibt sehr viele taktische Möglichkeiten beim Spiel, die aber durchaus einige Partien brauchen, bis man sie entdeckt. Selbst nach dem 30. Spiel lernt man noch neue Situationen und Möglichkeiten kennen - dafür ist aber auch der Einstieg etwas komplexer.

> jetzt frage ich, ob uns der zauber des spiels entgangen ist,

Ich denke: ja. Uns ging es aber genauso wie Dir bei unseren ersten beiden Partien, ab der 3. Partie wurd's dann aber richtig gut, als wir dann mal so die elementarsten Taktiken verstanden hatten. Und, s.o., es macht immer noch Spass.

> oder ob die beschriebenen situationen diesen ausmachen und ob
> die gerühmte zweispielervariante vielleicht doch nicht soo
> doll ist und sie verantwortlich ist für unsere enttäuschung.

Ich würde nicht mit 2 Spielern Medina lernen wollen, zumal die Regeln ja auch anders sind als im Grundspiel. Diese Variante ist gut, wenn man Medina schon kennt.

Ciao,
Roman

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Bernd Eisen

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Bernd Eisen » 24. September 2001, 18:04

Hallo!

Auf jeden Fall soll die 2 Spieler Variante nur als kleine Ergänzung sein und nicht als Maßstab dienen, ob das Spiel gut oder schlecht ist.
Unter dem Link von Carsten Wesel gibt H.P. Anton eine neue gute 2er Variante an, die m.E. noch wesentlich besser ist und dem Originalspiel zu dritt oder viert wesentlich näher kommt.(Halbes Spielbrett...)

> und am ende ist dann der glücklich, der noch als einziger ein
> punktedach von einer farbe hat, der kann dann warten, bis der
> andere irgendwann seine gebäudeteile mit anlegen muß.

Die Regeln besagen, daß man jede Runde mindestens ein Dach setzen muß, sobald alle Mitspieler ihre Dächer verbaut haben - da bleiben oft nur mini-Paläste übrig. Das macht eben die Spannung aus, genau im richtigen Moment einen Palast in Besitz zu nehmen.

> die punktekarten für die türme und die verschiedenen farben
> sind unfair, einer 4, der andere 1 punkt, wieso??

Mit unfair hat das nichts zu tun - es weiß ja jeder der Spieler Bescheid und kann dementsprechend agieren.

für mich ist Medina immer noch das Highlight des aktuellen Spielejahrgangs, aber die Geschmäcker können auch hier verschieden sein. Ein paar meiner Mitspieler fanden das Spiel auch zu abstrakt, aber ich würde es auf jeden Fall mal zu dritt oder viert spielen.

Spielerische Grüße

tschau
Bernd

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Christiane F.

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Christiane F. » 25. September 2001, 00:02

hi kox,

medina ist fuer mich nicht gerade das absolute highlight des jahres (ich gehoere zur 'capitol-fraktion'), aber ein tolles spiel ist es schon! und ganz bestimmt nicht schlecht und oede.
du solltest es unbedingt nochmal mit 3 oder am besten mit 4 leuten probieren. ich denke, da wird sich dir wesentlich mehr vom reiz dieses spieles erschliessen.
ansonsten haben meine vorredner ja schon das wesentliche gesagt.

viel spass beim ausprobieren!

christiane.

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Markus Barnick

Re: Medina schlecht und öde???

Beitragvon Markus Barnick » 26. September 2001, 13:48

also 3 Leute solltet ihr schon sein.

Allerdings hatte ich letzes Mal 2 x hintereinander das Problem, daß ich eine Farbe KOMPLETT NICHT bauen konnte, weil einfach auf dem Plan kein Platz mehr war und die lieben Mitspieler hatten den Bauplatz mit einzelnen Bauwerken anderer Farben so gekonnt gesperrt, daß ich einfach nicht mehr bauen konnte.

War richtig gemein ! ;-)
Ein Anfänger hat gewonnen. Er mochte das Spiel auch nicht besonders.


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