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Klassiker und Neo-Klassiker

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beat z.

Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon beat z. » 29. September 2001, 14:17

hallo

welche gesellschaftsspiele (exkl. schach, backgammon, bridge etc.) bezeichnet ihr als klassiker resp. als neo-klassiker?

eine definition des begriffs "klassiker" zu geben, wäre zwar möglich (wenn auch nicht ganz leicht), aber ich möchte hier vor allem das gefühl und den subjektiven eindruck bestimmen lassen.

das einzige kriterium, das ich vorgeben möchte, ist ein zeitliches:

- klassiker: spiel, das ca. 15 Jahre alt oder älter ist
- neo-klassiker: spiel, das ca. 15 jahre alt oder jünger ist

aber diese trennung kann auch verschoben werden.


mir fallen spontan ein:

klassiker:
- monopoly
- risiko
- stratego

neo-klassiker:
- siedler
- tichu

verspielte grüsse
beat z.

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michael weber

Re: Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon michael weber » 29. September 2001, 14:57

also, bist du sicher, dass eine trennung zwischen klassikern und neo-klassikern überhaupt notwendig ist?

ansonsten fehlt sicherlich civilization (auch wenn es viele abschreckt - es wird seit jahren immer wieder von vielen gespielt), was ist mit mensch ärgere dich nicht? was mit cluedo, mit trivial persuit? auch talisman dürfte ein klassiker sein, obwohl (oder gerade weil?) es nicht mehr im handel ist. bei der gelegenheit: magic the gathering (nicht gerade ein "richtiges" spiel, aber...).

ist ein klassiker nicht ein spiel, dass immer wieder gerne gakauft und gespielt wird? sind nicht dann auch diplomacy und jockey klassiker (weil sie immer wieder neu aufgelegt werden)? sind nicht die siedler jetzt schon ein klassiker? was ist der unterschied zwischen 1985 und 1987?

ich denke, es geht doch mehr ums kaufen und spielen, oder? deshalb halte ich eine unterteilung in neu und alt für überflüssig. das wort klassiker bezeichnet ja eh schon ein spiel, was zumindest ein paar jahre auf dem buckel haben muss, um der wortbedeutung genüge zu tun...

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benjamin

Re: Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon benjamin » 30. September 2001, 01:56

hi,

also für mich sind "echte klassiker" eigentlich so die spiele, die meine oma schon mit mir gespielt hat oder die ich zumindest schon als kind gespielt habe - also spiele, von denen ich mir denke "die muss einfach jeder kennen". das wären z.b. mensch ärgere dich nicht, uno, skip-bo, rummikub, monopoly, hotel, scotland yard, malefiz, trivial pursuit, etc. und natürlich diverse spiele, die sich mit einem normalen satz skat-karten bestreiten lassen.

gruss,
benjamin

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Jost Schwider

Re: Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon Jost Schwider » 30. September 2001, 17:47

Hmmm, ich halte diese Unterscheidung für problematisch, weil künstlich.
Wie setzt du die Grenze z.B. in 5 Jahren? :-?

Vom [i]Gefühl[/i] her würde ich z.B. "SvC" als [i]richtigen[/i] Klassiker bezeichnen, also genauso wie Monopoly und co. einordnen...

Jost aus Soest

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beat

Re: Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon beat » 2. Oktober 2001, 14:54

beim begriff "klassiker" spielt eigentlich auch die zeit eine rolle, aber man kann die trennung auch aufgeben und einfach von klassiker sprechen.

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Marc

Re: Klassiker und Neo-Klassiker

Beitragvon Marc » 3. Oktober 2001, 23:58

Die Frage ist einerseits zwar ganz interessant, aber ich würde tendenziell doch eher benjamin zustimmen...

Ein "echter Klassiker" ist für mich fraglos ein Spiel für das ich nicht kaufen muss, d.h. (a) es gibt kein Copyright einer Firma mehr auf das Spiel und (b) es lässt sich zumeist mit handelsüblichem Zubehör aus einer "Spielesammlung" [und damit meine ich diese Kisten die jeder mal als Kind geschenkt bekam] spielen - wobei das mit dem handelsüblichen Material vielleicht auch vom Kulturkreis abhängt: MahJongg oder Carrom oder Go etwa sind fraglos echte Klassiker, auch wenn deren Material nun leider nicht zur Standardbestückung zentraleuropäischer "Spielesammlungen" gehört...

Alles andere sind da doch eher Neo-Klassiker - angefangen bei Monopoly... und da denke ich, hat doch jeder seine ureigensten Favoriten und "Klassiker"; so würde ich da Diplomacy, 1830 (hat ein ganzes Genre begründet) etc. zurechnen, aber auch ganz persönliche "Klassiker" die ich auch zehn/zwanzig Jahre nach dem Kauf immer noch gerne spiele - "Hase & Igel" oder "Scotland Yard" etwa.

Alles in allem denke ich, ist es schwierig, bei den Neoklassikern (wo ich eben jetzt mal alle Spiele dazurechne, auf die noch ein Copyright existiert) zu einer Bewertung zu gelangen. Was ist den wichtig bei einem Klassiker? Das neuartige Spielkonzept? (1830...), der Verkaufserfolg? (Monopoly, SvC...)

Gruss
Marc


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