Beitragvon HBS » 1. Oktober 2001, 13:16
Moin, moin,
ich persönlich spiele sehr gerne längere Spiele (über vier Stunden), wahrscheinlich aber hauptsächlich, weil sich so selten die Gelegenheit dazu ergibt und es schon deshalb immer ein besonderer Anlass ist (ein Junta-Wochenende auf Elba zum Beispiel). Wenn sich schon "normale" Spieleabende immer schwieriger organisieren lassen, werden die mit längeren Spielen umso seltener... (ach ja, das Alter - siehe OT-Forum)
Natürlich habe ich auch an kürzeren oder sogar ganz kurzen, schnellen Spielen Spass; den "Spielspass" langer und kurzer Spiele kann man wahrscheinlich sowieso nicht so generell vergleichen. Der kommt ja auch aus der Situation, der Spielergruppe, der Stimmung, und hängt nicht nur von der Länge des Spiels ab. Aber ich würde halt auch gerne mal die vollen taktischen Möglichkeiten längerer Spiele haben, das langsame Einfädeln bestimmter Aktionen, längeres Vorausplanen etc. Das was Du "einfach komplexere Taktik" nennst, würde ich wahrscheinlich "taktischer" nennen und das reizt mich und "lohnt" sich für mich auf jeden Fall.
Außerdem denke ich, daß man die wirklich langen Spielen situationsbedingt eher mit Menschen spielt, die man besser kennt und währenddessen besser kennenlernt. Irgendwie scheint mehr "Emotion" dabei zu sein, alles natürlich auf spielerische Art und Weise - hmmm, ich kann das etwas schlecht formulieren, glaub' ich.
Fazit: für mich sind's doch irgendwie verschiedene Dinge, wenn ich die Wahl hätte, würde ich auf alle Fälle lieber mit Freunden ein langes als drei kürzere Spiele spielen. Faktisch spiele ich häufiger kürzere Spiele (meistens sogar nur zweier-Spiele) und habe dabei großen Spaß.
Gruß,
Hanna