Beitragvon Thorsten Pusch » 20. Oktober 2001, 23:23
Hallo,
wir haben heute auf der Messe eine Partie zu viert gespielt. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Edelsteine und möglichst viele Erfahrungspunkte zu bekommen, welche jeder Spieler auf einer Spieltafel lagert (Edelsteine) bzw. mittels Marker vermerkt. Der Spielplan ist in sechs (?) "Kuchenstücke" geteilt, illustriert mit den Stationen des Buches, durch die sich einmal rum ein Weg schlängelt, auf dem die Felder markiert sind, über die man zieht. Man würfelt mit zwei Würfeln, und darf entweder den einen, den anderen oder beide Würfel zusammen nehmen und entsprechend viele Felder ziehen. Es gibt ca. 6 -8 (?) verschiedene Typen von Feldern:
- "Gandalf": Man zieht vom Stapel eine "Gandalf-Karte", und darf diese, wenn man will, gegen Zahlung eines Edelsteins behalten. Dabei gibt es ca. 5 (?) verschiedene Kategorien (Gegenstand, Zauber, Waffe, Gefährte, etc.)
- "Edelstein": Man kriegt einen Edelstein aus dem allgemeinen Vorrat.
- "Abenteuer": Der linke Nachbar zieht eine "Abenteuer-Karte". Ein Text schildert eine Situation, und es sind eine oder mehrere Möglichkeiten angegeben, mit denen man sie meistern kann. Bei Erfolg winken Erfahrungspunkte (1-3 (?), je nach Schwierigkeit), bei Mißerfolg muß man meist ein paar Felder zurück.
Es gibt folgende Typen von Abenteuern:
- Rätsel: Ein Rätsel wird vorgelesen, man muß aus vier Antworten wählen
- Schwierige Situation: Es werden die Kategorie sowie die Bezeichnung der Gandalfkarten angegeben, mit deren Abgabe man die Situation meistern kann
(z.B: "Gegenstand - Seil" oder "Gefährte - Thorin")
- Zitat: Ein "Der kleine Hobbit"-Zitat wird einmal vorgelesen, man muß es fehlerfrei wiederholen
- Meist (immer ? Kann mich nicht genau erinnern...) kann man alternativ auch das Ergebnis eines auf einer gedrittelten Drehscheibe angebrachten Zeigers versuchen, vorauszusagen
- Ereignisse, die man nicht beeinflussen kann (waren selten bei uns)
Ich glaube, das waren alle Abenteuerarten.
- Dann gibt es noch bei jedem Übergang zwischen den Spielplan-Sechsteln ("Kuchenstücken") ein Feld, auf dem man stehenbleiben ("ausruhen") muß, und wo man einen Diamanten kriegt und bei Bedarf eine Gandalfkarte durch eine Nachgezogene ersetzen darf.
- Felder, bei denen man eine "Serpentine" des Wegs gegen Gandalfkarte abkürzen kann.
- Noch zwei oder drei Typen, frag bei Interesse ruhig nach....
Durch die Wahl des Würfels kann man so ungefähr steuern, welche Art Feld man betritt. Man versucht also, Edelsteine zu gewinnen, mit denen man dann Gandalfkarten kaufen kann, welche einem in den Abenteuern dann bis zu drei Erfahrungspunkte bringen können. Am Ende des Spiels werden Edelsteine und Erfahrungspunkte addiert, wer die meisten hat, gewinnt.
Am Ende des Weges liegt der in der Mitte des Spielplans liegende, aus Plastik geformte Berg von Smaug, auf dem einige Edelsteine liegen. Diese kann man unterwegs ("Diebstahl", jeweils den, der an das entprechende Kuchenstück grenzt) oder auf dem letzten Feld der Laufleiste ("Kampf gegen Smaug") gewinnen, wenn man mit einem W20 die Summe aus eigenen Edelsteinen und Erfahrungspunkten nicht übertrifft (im anderen Fall heißt es zurück auf das zuletzt betretene Ausruhfeld). Im "Kampf gegen Smaug" bekommt der erste erfolgreiche Kämpfer am Spielende 5 Siegpunkte extra. Das Spiel endet, wenn alle Edelsteine vom Berg weg sind.
So die "Kurzfassung" des Ablaufs, stimmt bestimmt in einigen Details nicht ganz, ich habe auch einige weggelassen.
Wir fanden diese erste Partie eigentlich ziemlich unterhaltsam, aber es wurde die Sorge geäußert, daß zumindest die Rätselantworten sowie die Zitate irgendwann auswendig bekannt sein dürften. Ansonsten schien uns das Spiel ein wenig zu glücksabhängig und nicht allzu taktisch (soweit man das vom allerersten Eindruck sagen kann). Die Atmosphäre war aber recht spaßig, die Texte (Abenteurkarten) sowie Material/Grafik fingen die Stimmung des Buches ganz gut ein.
Vom Schwierigkeitsgrad und Stimmung für die Familie bestimmt anschauenswert, ansonsten mal probespielen.
Ich hoffe, ich habe ein wenig geholfen, frag ruhig wegen Details nach,
Gruß, Thorsten Pusch
(der noch ein wenig gematscht vom Messe-Trubel ist)