Beitragvon Roman Pelek » 21. Oktober 2001, 22:44
Hi Bernd,
Bernd Eisen schrieb:
> Wenn man nach Runde 5 bzw. 10 Waffen zurückbekommt, wird dann
> für jeden Spieler separat ermittelt, wie lange seine längst
> Häuserkette ist? Und dementsprechend erhält er seine Waffen
Ja - es heisst "...in der längsten zusammenhängenden Kette [b]eigener Häuser[/b]." in der Regel.
> zurück? Dann kann man ja fast davon ausgehen, daß man sowieso
> immer seine ganzen Waffen zurückbekommt...
Teilweise sogar noch mehr, je nachdem, wie hoch die Spieler bieten. Dann gehen aber auch die Gebote meist wieder in die Höhe, so dass sich das reguliert.
> Was ist eine Häuserkette? Drei Häuser in einem Dreieck? Wie
> ist das mit Abzweigungen?
Hm, eine Kette ist eine durchgehende Reihe an Häusern - ohne Abzweigungen. Dabei ist die Form allerdings egal. Auch ein Dreieck ist eine 3er-Kette. Das ist analog zu den üblichen Kettenregelungen in Spielen.
> Mir erscheint das ganze Spiel bei guten Ansätzen bei weitem
> nicht ganz ausgereift.
Hm, wieso? Mir ist in drei Partien bisher kein Manko aufgefallen, das als "nicht ausgereift" gelten könnte, es dauert allerdings ein wenig, bis man ins Spiel findet und mitbekommt, welche Strategien/Aktionen was bringen. Bei anderen anspruchsvollen Spielen ist das jedoch nicht anders.
> Warum wertet man ganz am Ende nicht einfach alle Länder?
? Tut man doch, siehe "Siegpunkte zu Spielende" auf der letzten Seite. Es werden Häuseranzahl, Häuserketten, Waffen sowie [b]alle[/b] Länder gewertet.
> Denn so wie es ist, kann man sicher sein, daß einem 70 %
> aller Felder nicht wirklich etwas bringen.
100% der Felder bringen was, die Frage ist nur: wieviel ;-)
> Da hält man sich lieber beim Bieten zurück und kassiert immer
> schön "Waffen"-Punkte, oder?
Diese Strategie funktioniert eigentlich nur, wenn man das Spiel noch nicht kennt. Zum einen gibt's weitaus mehr Punkte zu holen als nur die Waffenpunkte. Zum anderen bringt gute Platzierung der Häuser (gerade Ketten) wieder viele Waffen. Heute hatten wir eine Spielerin mit 6 Häusern in einer Kette (3 Spieler), die hat allein dafür 18 Waffen bei See 10 bekommen. Das ist mit Sparen allein nicht wettzumachen.
> Vielleicht hat schon jemand eine Meinung oder Idee.
Ich denke, dass es bei Titicaca schlichtweg etwas dauert, bis man alle Finessen des Spiels durchschaut. Auf jeden Fall wird's bei uns von Mal zu Mal besser, aber ein bissl Geduld erfordert's schon. Erinnert mich ein wenig an ein "Kardinal & König", bei dem man zu Beginn auch von den verschiedenen Möglichkeiten, Punkte zu machen, überrumpelt wird und erst nach und nach die Taktiken und Strategien durchschaut. Aber das ist bei jedem guten, anspruchsvollen Spiel so. M.E. lohnt sich das "Reinspielen" in Titicaca auf jeden Fall. Zumindest lassen sich alle von Dir angesprochenen Punkte auf Missverständnisse oder "Anfängerfehler" zurückführen - uns ging's nämlich zu Beginn genauso... ;-)
Ciao,
Roman