Beitragvon Udo Möller » 24. Oktober 2001, 19:16
Hallo Robert,
nein, gespielt habe ich es nicht - 6 Stunden Spieldauer waren uns zu viel. Aber erklären habne wir es uns lassen.
Das Spiel selbst liegt laut Auto auf "Risiko/Monopoly-Niveau", da es von sehr vielen Ereigniskarten gesteuert wird. Es verläuft über sechs Phasen vom Entdecken udn ersten besiedeln der Insel über blutige Aufstände während der Ausbeutephase bis hin zu der Endphase, wo Eisenbahnlinien gebaut und die kolonisierten Völker in eigene Staaten entlassen werden.
Vom Autor wurde es als pädagogisches Spiel zum Thema Kolonisierung erfunden und laut seinen Angaben sehr erfolgreich im Unterricht bzw. bei Workshops eingesetzt. Die Spieler müssen immer entscheiden, welche Aktionen sie ausführen, in dem sie eine bzw. zwei von bis zu 10 Karten (werden in jeder Phase mehr und sind auch in jeder Phase unterschiedlich wichtig) ausspielen und dann das Ergebnis ausführen. Da kann man dann Land urbar machen, Schiffe bauen, eine Festung bauen, den Gegner angreifen usw. Die Ereigniskarten sind teilweise sehr blutig, muss man sich doch immer mal wieder entscheiden, ob man einen Aufstand niederschlägt udn mal so schwups 1000 Leute umbringt. Der Autopr meinte, wenn er alles realitätsnah in das Spiel eingebaut hätte, wäre es nach einer Woche auf dem Index gelandet.
Dem Spiel liegt noch eine CD bei, auf der viel Hintergrundwissen zur Kolonisation drauf sein soll.
Der Autor sagte auch, dass er das Spiel gar nicht für Spieler vorgesehen hat, ihm sei vielmehr der pädagogische Wert sehr wichtig gewesen. ;-)
Da sollte jeder für sich entscheiden, ob er dieses Spiel sechs Stunden spielen will. Ich habe mir jedenfalls lieber auf der anderen Seite Liberté gekauft... :-)
LUdo ergo sum