Beitragvon HBS » 1. November 2001, 17:26
Roman Pelek schrieb:
> Puh, ein "recht hoher" Nichtspieleranteil erschwert die Sache sehr. Einzelne Leute, die nicht abseits stehen möchten, wenn alle anderen spielen, sind sehr leicht zum Spielen zu bewegen (->Gruppenzwang), wenn man sie nicht überfordert. Gegen eine Majorität an Nichtspielern würde ich aber gar nicht "angehen" wollen, weil das Ergebnis nur Frust auf beiden Seiten wäre.
Glücklicherweise sind immer noch die Majorität "Spieler"... aber ein drittel Nichtspieler kommen schonmal vor (die hoffentlich aber auch bald Spieler sind! dank Eurer Tipps und guter Spiele!). Den "Gruppenzwang" muß ich dann wohl mal etwas bewußter einsetzen, z. B. wie weiter oben vorgeschlagen, einfach mit einigen anfangen zu spielen etc.
> Die einzigen echten Argumente, die man hat, sind die Spiele selbst. Gelingt es einem, einzelne Leute durch ein für sie geeignetes Spiel für's Spielen zu begeistern, ist das bei weitem das stärkste Argument.
Zur Spieleauswahl gab es ja schon ausführliche Tips - ich werde mir vor'm Wochenende die Liste nochmal ansehen und mir Gedanken machen, was ich so mitnehme.
> Drüber diskutieren, warum man Spielen toll findet oder warum man seine Freizeit mit solchen "Kindereien" zupflastert bringen nix. Die beste Position, die man hat, ist, eine Gruppe zusammenzuhaben, die gerne spielt, und zu der man andere Leute "zuziehen" kann
Ja, aber genau solche Diskussionen ergeben sich leider immer wieder, trotz der Gern-Spieler-Gruppe... und da kommt wieder der Gruppenzwang usw. Ich habe zur Vorbereitung auf jeden Fall schonmal mit den anderen Gern-Spielern gesprochen, von denen glücklicherweise auch andere etwas über die fruchtlosen Diskussionen frustriert waren. Mit etwas mehr "Spielwillen" hoffe ich auf's beste, denn wenn man erstmal an's Spielen kommt und die Stimmung steigt...
> a) Geeignete Spiele sind all diejenigen, die mit wenig Regeln auskommen und wenig Konzentration/Spielerfahrung erfordern. Primär die Richtung Party-, Biet-, Bluff- und einfache Karten- oder Verhandlungsspiele.
Gute Erfahrungen habe ich auch mit "Sprachspielen", weil da doch die meisten etwas zu zu sagen haben.
> b) Argumente, die überzeugen, sind Gruppenzwang oder interessante Aufmachung des Spiels, weniger das Gerede darum.
!
> d) Absolut tödliche Fehler, die man nie machen darf: Fachsimpeln über Spiele/Spielen in jeder Art.
Passiert sowieso eher selten - dafür hab' ich ja Euch...
> [tödliche Fehler] Beim Regelerklären alles "auf einmal auftischen" (auch wenn's für Spielefreaks notwendig ist, damit diese wissen, worum's geht und planen können), sondern Stück für Stück, auch beim Spielen erläutern. Es ist nicht wichtig, die taktische Komponente bei der Endwertung zu Beginn zu erläutern, die bekommt eh keiner mit.
Ja und nein: zum einen sollten die Regeln bei "Einstiegsspielen" ja eh' nicht so kompliziert sein. Zum anderen kann man einiges sicherlich erst beim Spielen erklären. Was aber gefährlich ist, ist "Neuspieler" zu unterschätzen: Wenn man auf für den jeweiligen Spieler interessantes (und das kann von Person zu Person unterschiedlich sein) zu spät hinweist kommt sehr leicht Frustration auf, weil jemand sich nicht für voll genommen oder ungerecht behandelt fühlt.
Ich neige zum Anspielen, so daß alle den Grundmechanismus ersteinmal verstehen, bevor es auf irgendetwas ankommt. Gerade bei Neuspielern erlebe ich häufig, wie wichtig gewinnen oder gut abschneiden ist. Natürlich hat das Anspielen auch Nachteile, es ist eben kein schon wirklich spannender Einstieg usw.
> Wenn man sich trifft, um sich ernsthaft zu unterhalten, haben Spiele dabei auch nix verloren. Wenn man sich aber zu einem "ungezwungenen" Abend mit Smalltalk trifft, spricht je nach Kondition der Anwesenden ja nix gegen Spiele...
Und wenn man sich zu einem Spieleabend trifft habe ich eben (hoffentlich verständlicherweise) etwas dagegen, "nur" zu reden (was ich an und für sich auch mal gerne tue...).
Dank und Gruß,
Hanna