Beitragvon Roman Pelek » 6. November 2001, 18:10
Hi Marten,
Marten Holst schrieb:
> > Wer auf ebay Mondpreise zahlt ist selbst schuld.
>
> Njet, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt durchaus Leute,
> die versuchen, mit relativ leichten Tricks Preise künstlich
> hochzutreiben (ein guter Freund bietet mit, etc.) oder
> sonstige Behumpsereien durch irreführende Angaben zu starten
> - und nicht jeder Mensch ist im Handel oder sonstwo immer gut
Ja, das sind unschöne "Behumpsereien" und können einen Artikel teurer machen, als er bei der Nachfrage würde. Aber jeder kann sich für einen Artikel ein Limit setzen, um zumindest Extremfälle zu vermeiden.
> informiert. Auch wir nicht - bei Spielen vielleicht schon,
> aber bei anderen Dingen hat wohl jeder von uns schon einmal
> einen massiven Denkaussetzer eingestreut, oder?
Hm, ich muss gestehen, dass ich persönlich nie für einen Artikel steigern würde, dessen Wert ich nicht ungefähr abschätzen kann. Steigern ohne "Rückversicherung" in Form einer ungefähren Information über den Wert wäre mir persönlich zu heikel, da würde ich die Pfoten davon lassen.
Gerade bei aktuellen Spielen frage ich mich, warum Leute bei einer Auktion überhaupt mitbieten, wenn sie nicht ein Limit haben, das zumindest (inkl. Porto) nicht höher ist als der Verkaufspreis im Versandhandel. Mal ganz ehrlich: wer bei EBay mitsteigern kann, wird doch wohl in der Lage sein, im Internet kurz den aktuellen Wert eines noch im Handel erhältlichen Artikels zu überprüfen. Bei Raritäten sieht's natürlich anders aus, da ist das persönliche Limit dann an den eigenen Geldbeutel und die eigene Sammellust gebunden.
So oder so soll das nicht irgendwelche Machenschaften rechtfertigen, im Gegenteil frage ich mich, warum manche mit solchen Sachen durchkommen bzw. wieso einige Leute sogar freiwillig so hoch mitsteigern.
> Und Leute, die Dinge billig aufkaufen mit dem einzigen
> Interesse, diese erst einmal vom Markt zu bekommen um sie
> dann teuer weiterverkaufen zu können, handeln vielleicht im
> Rahmen der Gesetze und auch marktwirtschaftlich korrekt,
> schaffen aber keinen zusätzlichen Volkswirtschaftlichen
> Nutzen und sind dann als Sozialschmarotzer anzusehen, denn
> nicht alles, was legal ist und geht, ist auch in Ordnung.
Ich empfinde solche Aktionen persönlich auch nicht als in Ordnung und würde so nicht handeln. Man kann solchen Phänomenen aber den Wind aus den Segeln nehmen, wenn man eben bei so etwas nicht mitmacht: wo keine Nachfrage, dort auch keine hohen Preise...
> Um das klar zu stellen: das ist [i]keine[/i] Aussage gegen
> den Handel (der ja auch unter anderem den Service einer
> zentralen Anlaufstelle bildet, einiges weitere kommt hinzu)
> und [i]keine[/i] Aussage gegen Leute, die einzelne Dinge, die
> sie haben und nicht benötigen, bei ebay einstellen und dann
> aus Versehen einen Reibach machen. Nur über einige
> Trittbrettfahrer rege ich mich gerne mal auf.
Ja, so sehe ich das auch, wobei ich mich weniger drüber aufrege als einfach persönlich Abstand davon nehme, um dem entgegenzuwirken... Fein sind die Methoden nicht unbedingt, und im Einzelfall habe ich mich auch schon drüber geärgert, etwas nicht mehr zu bekommen, weil's Hobbyzwischenhändler anscheinend in rauhen Mengen zum Weiterverhökern aufgekauft haben. Generell lasse ich mir dadurch aber nicht die Laune verderben und hoffe, dass sich irgendwann die Sache mal wieder auf ein vernünftiges Maß einpendelt, weil eben nicht mehr so viele bereit sind, an so etwas teilzunehmen.
Ciao,
Roman