Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. November 2001, 08:28
Ich versuche mal kurz zusammenzufassen, wie ich die Anleitung verstanden habe:
[b]1. Startaufstellung[/b] Jeder Spieler stellt seine drei Figuren (in Bogenform) wie auf der Abbildung in der Anleitung angegeben in seiner Ecke auf, wobei jeder der beiden Füße eines Bogens im Mittelpunkt eines Feldes steht.
[b]2. Ziel des Spieles[/b] Die gegenüberliegende Ecke des Spielplanes zu erreichen (wie bei Halma). Die Plättchen und der Würfel im Standardspiel [i]nicht[/i] benötigt!
[b]3. Ein Zug[/b] ist die Bewegung einer Figur. Eine Figur bewegt sich, indem sie sich um einen der beiden Füße um sich selbst dreht, so als wäre dieser Fuß drehbar fest mit dem Spielplan verbunden. Die Figur kann sich also auf die 5 anderen Positionen drehen, die auf diese Weise möglich sind. Die Figur kann rechts oder links herum gedreht werden. Ist kein anderer Spielstein in direkter Nähe, ist dies aber unerheblich. Indem beim nächsten Zug das andere Bein als Fixpunkt genommen wird, kann sich die Figur so langsam aber sicher fortbewegen. [i]Wieso ist es so kompliziert, einen derart einfachen Vorgang zu beschreiben?[/i]
[b]4. Blockaden[/b] Wenn auf den Feldern, über die sich der zweite Fuß drehen würde, eine andere Figur steht, kann natürlich nicht weitergedreht werden. Die Drehbewegung ist somit blockiert. In der Startaufstellung ist die mittlere Figur komplett blockiert. Die beiden anderen können sich jeweils nur nach außen herum um den vorderen Fuß drehen. In der Mitte des Spielplanes, wird es automatisch dazu kommen, daß sich die Spieler gegenseitig blockieren. Je mehr Spieler mitspielen, desto interessanter wird das Gewusel werden.
[b]5. Der Spielablauf[/b] Der jüngste Spieler beginnt. Abwechselnd macht jeder Spieler genau einen Zug. Welche seiner drei Figuren er nimmt, ist ihm überlassen. Alle Figuren sind gleichzeitig im Spiel, auch wenn pro Zug nur eine bewegt werden kann.
[b]Variante A[/b] Um mehr Tempo und mehr Glück zu erreichen, kann der Würfel eingesetzt werden. Der Spieler, der dran ist, würfelt und darf so viele Züge machen, wie er gewürfelt hat (1-6).
[b]Variante B[/b] Man legt vor dem Spiel schwarze Plättchen auf den Spielplan, um auf diese Weise das Spielfeld zu verkleinern und Hindernisse einzubauen. Die schwarzen Plättchen wirken so, als wäre da kein Spielpan, d.h. man kann darüber hinwegdrehen, aber die Figur nicht draufsetzen. [i]Variante zur Variante (nicht in der Anleitung)[/i]: Die Plättchen blockieren, d.h. man kann auch nicht darüber hinwegdrehen.
[b]Variante C[/b] Man legt die Plätchen, diesmal mit weiß nach oben?, auf den Spielplan, je Feld ein Plättchen (außer auf den Startfeldern). Jedesmal, wenn man den Fuß einer Figur auf ein Plättchen setzt, kann man es an sich nehmen. Das Spiel ist zu Ende, wenn alee Plättchen weg sind. Sieger ist der Spielermit den meisten Plättchen. [i](Das stelle ich mir zu zweit besonders am Anfang des Spieles recht öde vor. Bei mehreren kann es natürlich sehr reizvoll sein und bewirkt eine eher agressive Spielweise.)[/i]
[b]Variante RGH ;-)[/b] Gerade zu zweit dauert es, bis sich das Spiel entwickelt und Spannung aufkommt, daher folgende Idee: Jeder darf, wenn er an der Reihe ist, mit [i]jeder[/b] seiner drei Figuren einen Zug ausführen. Möglicherweise auch zu dritt noch einen Versuch wert. (Bei mehr Spielern wird es dann u.U. unübersichtlich: "Die Figur hast Du aber schon gesetzt." - "Nein habe ich nicht! Das war die andere!" - ...)
Viel Spaß. Ich hoffe, das hilft Euch weiter!
Roland (der sich gar nicht sicher ist, ob sein Erklärungsversuch verständlicher als die Originalanleitung ist ...)