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Kompetenz in Fachgeschäften

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Petra Schmidt
Kennerspieler
Beiträge: 231

Der Blinde

Beitragvon Petra Schmidt » 30. November 2001, 14:30

> Peer (der neulich erlebte wie ein Busfahrer einer BLINDEN
> mitteilte, die Namen der Haltestellen ständen doch deutlich
> sichtbar auf der Anzeige...)

Da weiß man dann nicht ob man lachen oder heulen soll ...
... dass jedenfall ist wirklich hart, spiegelt aber zum Teil unsere Gesellschaft wieder: "Laß mir bloß meine Ruhe und stör mich nicht". Der Busfahrer hatte sicher nur noch seinen Feierabend vor Augen?!? Ich weiß es nicht.
Ok, jeder hat mal einen schlechten Tag, aber irgendwo gibt es doch Grenzen.


Wie die obige Diskussion zeigt, haben die meisten doch ähnliche Erfahrungen mit unfreundlichen und / oder unkompetenten Verkäufern gemacht. Aber es gab zum Glück auch ein paar andere und positve Erfahrungen.

Klar, ist dieser negative Trend in allen Geschäften und Branchen sichtbar, aber, wenn ein Verkäufer nett, hilfsbereit und vielleicht sogar kompetent ist, gehe auch ich gerne wieder dort hin, auch wenn ich etwas mehr bezahlen muss.

Petra (die auch schon positve Erfahrungen mit Verkäufern in anderen Geschäften gemacht hat)

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Roman Pelek

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 14:32

Hi Marten,

Marten Holst schrieb:

> auch mal provozieren wollen:
> > > Es geht aber auch um das Auftreten, und das
> > > sollte doch bei banalen, kurzen und neutral vorgetragenen
> > > Fragestellung ("Tschuldigung, können sie mir sagen, wo
> > > Produkt XY steht?") mindestens neutral, wenn nicht sogar
> > > höflich sein ;-)
> Ja, ein Verkäufer sollte freundlich und höflich sein. Aber
> auch: der Kunde muss freundlich und höflich sein. Platt
> gesagt: ich habe kaum Probleme mit Verkäufern, aber ich sage
> auch "Guten Tag", "Entschuldigen Sie", "Danke" und "Bitte"
> (Und jetzt alle im Chor mitsprechen auf drei: 1, 2, 3). Die
> meisten tun das nicht.

Das ist Grundvoraussetzung menschlichen Umgangs, denke ich, der aber leider gar nicht selbstverständlich ist. Deswegen hatte ich im Ursprungsposting auch extra dazu gefügt, dass zumindest eine wertneutrale Frage mit "Entschuldigung, können Sie..." vorausgegangen ist.

> Wer in den Laden geht "Ich bekomme ein
> Spiel für drei Spieler aber Dalli-Klick" - der sollte sich
> lieber nicht wundern. Aber so denken, wenn man mal darauf
> achtet, weit über 50% der Kunden. Und dass Verkäufer dann
> auch ersteinmal eine Grundgriesgrämigkeit (GGGK) entwickeln -
> nun, ich kann es ihnen nicht verdenken.

Sie sollten sie nach dem "Kunde-ist-König"-Prinzip nicht entwickeln, aber menschlich ist es ihnen nicht zu verdenken... So oder so: was für manche Verhaltensweisen bei Verkäufern gilt, gilt auch für Kunden. Mit mangelndem Respekt oder Höflichkeit ist von beiden Seiten kein Blumentopf zu gewinnen.

> Marten (der sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass die
> Teilnehmer an dieser Diskussion im Laden herumschimpfen, aber
> wasweißichdenn?!)

Herumschimpfen bei mir zumindest nicht :) Aber in ein zwei Fällen konnte ich mir einen abschließenden (privaten) Kommentar an den/die Verkäufer/-in nicht verkneifen, nachdem ich eklatant das Gefühl hatte, verarscht zu werden. Aber dazu hat's auch wirklich viel Arroganz und Unverschämtheit in der Art Es-ist-uns-doch-egal-ob-sie-hier-was-kaufen-wollen-oder-nicht gebraucht...

Ciao,
Roman (der selbst, in anderen Branchen, als Verkäufer oder in der Kundenbetreuung auch schon die andere Seite des Tresens mit ihren Problemchen erlebt hat...)

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Marten Holst

[OT] Ergänzung

Beitragvon Marten Holst » 30. November 2001, 14:36

Moinle,

Vor ca. 2 Jahren gab es bei uns in der Nachbarschaft einen aufsteigenden Gitarrenvirtuosen (es gibt ihn immer noch, nur ist seine Karriere auch zu Ende, bevor er anfing). Da gab es eine Pressekonferenz mit ihm anlässlich seiner ersten CD.

Erste Frage: wie fühlt man sich nun...

Irgendwann dann: "Viele Gitarrenspieler heutzutage können ja keine Noten mehr lesen, sondern bestenfalls noch die Akkordgriffe, wie ist das mit ihnen, halten sie Notenlesen für notwendig und wenn sie eine Partitur in der Hand halten, haben Sie dann eine Vorstellung von den Tönen?"

Auch dieser Gitarrenspieler war blind...

Tschüß
Marten (der a-tens nicht hören will, dass es auch Partituren in Blindenschrift gibt, weil das Reportmensch da auch nicht dran dachte, und b-tens findet, dass auch einem sehenden auf Anfrage Hilfe beim Stationenerkennen gewährt werden darf, ohne gleich makrele, nein, barsch zu werden (Witz ist geklaut))

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Reinhard Pichler

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Reinhard Pichler » 30. November 2001, 14:40

Freundlichkeit alleine in einem Fachgeschäft ist schlicht weg zu wenig. Den Freundlichkeit bekomme ich in jedem Geschäft (Ausnahmen gibt es überall). So wie die Käufer es in der Hand haben Beratung durch den höheren Verkaufspreis zu honorieren und damit den Bestand eines Fachgeschäftes zu unterstützen, haben auch die Verkäufer es in der Hand den Käufer davon zu überzeugen, warum dieses Spiel für Ihn in Frage käme und warum es teurer ist.

Fachgeschäfte sind für mich Geschäfte die über mehr Wissen, Erfahrung, Informationen und einem grösseren Sortiment zu einem Bereich verfügen als andere Geschäfte. Dadurch heben sie sich ja von den anderen Geschäften ab. Und dieser Umstand entschuldigt nicht den momentanen Trend, Fachkräfte in billigere Hilfskräfte umzuwandeln. Die Erwartungshaltung eines Käufers ist eine andere, wenn er den Toy's oder den Obletter betritt. Sollte sich aber herausstellen, dass es keine wesentlichen Unterschiede mehr zwischen den beiden Geschäften gibt, ist das Ende des Liedes eine marktwirtschaftliche Selektion. Der billigere wird überleben.

Das schwierige für Fachkräfte ist ihre zeitintensive Aufklärungsarbeit. Damit meine ich jedesmal den Kunden mit derselben Bereitschaft zu zuhören, zu informieren, zu beraten und davon zu überzeugen hier zu kaufen. Und das nervt, besonders vor Weihnachten. Denn geldudige Kunden kenne ich wenige.

Die Idee eine Mischung zwischen Hilfskräften und Fachkräften einzuführen ist sicher ein Lösungsansatz und wird auch in einigen Geschäften, meines wissens so praktiziert. Eine eigene Beratungsstelle einzuführen wäre neu. Dieser Person dann ein Trinkgeld geben, warum nicht. Aber bei Fachgeschäften wird dies ja als besonderes Service vorausgesetzt, darum nennt man sie ja auch Fachgeschäfte.

reinhard

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 30. November 2001, 14:51

Reinhard Pichler schrieb:

> So wie die Käufer es in der Hand
> haben Beratung durch den höheren Verkaufspreis zu honorieren
> und damit den Bestand eines Fachgeschäftes zu unterstützen,
> haben auch die Verkäufer es in der Hand den Käufer davon zu
> überzeugen, warum dieses Spiel für Ihn in Frage käme und
> warum es teurer ist.

Gewiß. Aber ich möchte es auch in der Hand haben, OB ich Beratung benötige oder ob nicht. Wenn ich sie bewnötige, will ich sie bezahlen und wenn nicht, dann natürlich nicht.

> Geduld

Geduld ist so eine Sache. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Verkäufer einen Kunden lange und ausführlich berät (im Gegenteil, das ist ja auch gut so), solange mich, der ich im Augenblick keiner Beratung bedarf, das nicht daran hindert zur Kasse zu eilen und zu bezahlen. Wenn es dann aber Berater und Kassierer in EINER Person ist, und ich lange warten muß, um mal eben eine aus dem Regal gegriffene Ware zu bezahlen, dann werde ich sehr wohl ungeduldig. Auch ich muß mit meiner Zeit haushalten! (Bei den meisten Fachgeschäften ist es ja dankenswerterweise so, daß man an der Kasse nur bezahlt und es auch relativ rasch geht, wenn nicht gerade beim Kunden vorher die Rolle zu Ende ist oder der sich dummerweise den einzigsten Artikel ohne Preisauszeichnung gegriffen hat ... ;-))

Roland

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Hanno Schwede
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Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon Hanno Schwede » 30. November 2001, 15:10

Also was muss solch ein Mensch alles können??

fragen über fragen

sigdmwwt schlafen

Hanno

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Roman Pelek

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 15:52

Hi Reinhard,

Reinhard Pichler schrieb:
>
> Freundlichkeit alleine in einem Fachgeschäft ist schlicht weg
> zu wenig. Den Freundlichkeit bekomme ich in jedem Geschäft
> (Ausnahmen gibt es überall).

Natürlich. Wir sind in dem Thread etwas auf die allgemeine Schiene Verkäufer-Käufer abgedriftet, die dann auch um Nichtfachgeschäfte ging. Ansonsten stimme ich Dir voll zu: auch ich habe, wenn ich ein Fachgeschäft betrete höhere Anforderungen, was Beratung oder Service angeht, da ich dafür auch im allgemeinen einen höheren Preis bezahle. Im richtigen Spielefachgeschäft reicht Freundlichkeit alleine nicht, da muss schon fundierte Kenntnis da sein (natürlich nicht jedes einzelnen Spiels, aber so die Schiene "Was ist neu?", "Was empfehlenswert für welchen Geschmack?", "Welche Verlage gibt es?" sollte ein Verkäufer dort unbedingt erfüllen, wenn der Kunde die höheren Preise honorieren soll).

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 16:01

Hi Hanno,

Hanno Schwede schrieb:
> Also was muss solch ein Mensch alles können??

Was mir so spontan hinsichtlich der Fachkenntis ohne Anspruch auf Vollständigkeit einfällt:

- Kenntnis der Produktpalette des Ladens, was steht wo, was kann geordert werden, was wird per se nicht geführt
- Kenntnis vieler Spiele, auch neueren, bzgl. Titel, Verlag, grobem Spielthema zur Identifikation gesuchter Produkte im Kundengespräch (Für die "Ich suche da ein Spiel, das hat grüne Pöppel und es geht und die Gemüseernte in Irkutsk"-Fragen).
- Generelle Kenntnis der Spieleverlage für die gezielte Suche nach Titeln
- Zugang/Kenntnis von Informations-/Vertriebswegen zur Beschaffung auch ausgefallener Spiele, um Phänomene "Da müsste ich XY fragen, aber der ist heute nicht da" zu minimieren.
- Wünschenswert ist natürlich auch die Spielerfahrung, was einige Spiele angeht, um evtl. gezielter aus eigenen Erfahrungen heraus beraten zu können. Gelegentliche Spieletreffs für Mitarbeiter zum Kennenlernen neuer Spiele sind da sicher sinnvoll.
- Kenntnis der Spielepreise und der dort vertretenen Titel, da häufiger mit Nachfragen zu rechnen ist (SdJ und DSP-Top-Titel der letzten 3,4 Jahre sollten halbwegs präsent sein)

Ansonsten muss, über die Fachkenntnis hinaus, natürlich die Freundlichkeit und Bereitschaft zur Beratung da sein. Aber das gilt ja für jeden Verkäufer und ist nicht spielespezifisch...

Ciao,
Roman

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Christian Hildenbrand

Re: Kompetenz in Fachgeschäften - Nachtrag

Beitragvon Christian Hildenbrand » 30. November 2001, 16:35

Ciao noch mal !

Ich muß mich (leider) korrigieren in meiner Mienung zum Obletter. Oder besser: relativieren, was ich vorhin geschrieben habe.

Es gibt sehr wohl eine kompetente Frau da unten drin, aber leider nur die eine. Und das auch nur, weil sie sich privat dafür interessiert, sogar die Spielbox privat (!) aboniert hat.
Die anderen hingegen haben nicht wirklich eine Ahnung. Eben hat mir meine Chefin erzählt, sie war heute beim Obletter und hat nach "Urland" gefragt. Trotz zusammenrotten aller verfügbaren "Fach"-Kräfte konnte sich niemand finden, der auch nur wußte, um was es sich bei diesem Spiel handelt. Bei der Frage nach der Möglichkeit, es zu bestellen, wußte auch niemand weiter.

Muß ich dazu noch was sagen ? Ich denke nicht !

Viele Grüße aus der Hauptstadt der Spielefachverkaufsdilettanten !

Ciao, Christian (...scheint bei Obletter die paar Mal immer irgendwie an die fachkundige gekommen zu sein...)

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Sönke Weidemann
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Beiträge: 531

Krokodils-Tränen

Beitragvon Sönke Weidemann » 30. November 2001, 17:37

Hallo, Ihr Alle!

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit kommt dieses Thema wieder hoch (und zwischendurch auch noch) und sicherlich haben alle Recht, alle bedauern, daß es kaum vernünftige Beratung gibt, alle erheben ihre Stimme für den Erhalt der wirklich kompetenten kleinen Spieleläden, bei denen sie dann auch für die Beratung etwas mehr bezahlen würden - übrigens, kein Mensch zahlt wirklich ausdrücklich für etwas so Nicht-Greifbares wie Beratung; wäre es so, dann gäbe es in den deutschen Banken einen Aufschrei der Empörung für verursachergerechte Bepreisung ;-).

Aber wie sieht es denn auch hier im Forum mit der Realität aus? Hier wird mit Empörung gepostet und im Schnäppchenforum tobt das Leben mit Tips für den billigen Einkauf. Wal-Mart, Penny, Toys etc etc., sie alle tauchen da auf. Finde ich dann doch etwas seltsam...

Auch wenn ich mich zu diesem Thema ebenfalls jedes Jahr wiederhole: Tut doch was für die Kompetenz der Spiele-Fachgeschäfte, fragt nach, ob die nicht Bedarf haben an Aushilfskräften, die wirklich Ahnung von der Materie haben, bietet Eure Hilfe an! Die Kunden sind dankbar dafür!

Gruß Sönke

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Roman Pelek

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 18:22

Hi Sönke,

>Aber wie sieht es denn auch hier im Forum mit der Realität aus? Hier wird mit Empörung gepostet und im Schnäppchenforum tobt das Leben mit Tips für den billigen Einkauf. Wal-Mart, Penny, Toys etc etc., sie alle tauchen da auf. Finde ich dann doch etwas seltsam...<

Sicher hast Du Recht - aber auch hier gibt's verschiedene Facetten der Schnäppchen: man kann Schnäppchen nutzen, um sich Spiele zuzulegen, die man sonst nie erstanden hätte. Oder man kauft Spiele grundsätzlich [b]nur[/b] beim allerbilligsten Anbieter oder bei Rausramschen. Letzteres trägt dazu bei, den Fachhandel und auch die Spielelandschaft generell negativ zu beeinflussen. Ersteres ist eher das Gegenteil davon: ein Bonus an Umsatz für Spiele, die man sich sonst aufgrund zu geringen Interesses daran nicht zugelegt hätte. Bei einem Spiel mal spontan zuzugreifen, eben weil es günstig ist, ist für mich somit nicht generell negativ.

Aber es gibt wie andernorts auch, mindestens zwei klare Mentalitäten: die, die mehrheitlich Sonderangebote kaufen, und die, die Sonderangebote nutzen, um auch weniger Interessantes zu erstehen...

Ciao,
Roman

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 30. November 2001, 21:17

Sönke Weidemann schrieb:

> ..., fragt nach, ob die nicht Bedarf haben
> an Aushilfskräften, die wirklich Ahnung von der Materie
> haben, bietet Eure Hilfe an! Die Kunden sind dankbar dafür!

Bedarf schon, aber kein Geld dafür!

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 30. November 2001, 21:27

Roman Pelek schrieb:

> Aber es gibt wie andernorts auch, mindestens zwei klare
> Mentalitäten: die, die mehrheitlich Sonderangebote kaufen,
> und die, die Sonderangebote nutzen, um auch weniger
> Interessantes zu erstehen...

Es gibt noch eine Mentalität, wenn ihr so wollt. Ich fürchte, jetzt sollte ich mich diesbezüglich outen:

Aufgrund angeborener Ungeduld und Neugier kaufe ich die mich interessierende Spiele da, wo ich sie zuerst sehe! Das Risiko, daß ich dann ein paar Mark mehr ausgebe, gehe ich ein.
(Die meisten Treffer lande ich dann im "Heidelbär Spieleladen", wo ich A) inzwischen eine VIP-Karte habe, B) die Auswahl und Beratung ganz ausgezeichnet ist und ich C) einen nicht unbeträchtlichen Teil des Familieneinkommens lasse ;-))

(Klar: Und Sachen, die mich nicht soooo sehr interessieren, kaufe ich vielleicht dann, wenn ich sie als Schnäppchen sehe ... und bin auch da auf manche Perle gestoßen. Und Schnäppchen gibt es auch im genannten Laden.)

Roland

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Volker L.

Re: Krokodils-Trnen

Beitragvon Volker L. » 30. November 2001, 22:37

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Roman Pelek schrieb:
>
> > Aber es gibt wie andernorts auch, mindestens zwei klare
> > Mentalitäten: die, die mehrheitlich Sonderangebote kaufen,
> > und die, die Sonderangebote nutzen, um auch weniger
> > Interessantes zu erstehen...
>
> Es gibt noch eine Mentalität, wenn ihr so wollt. Ich fürchte,
> jetzt sollte ich mich diesbezüglich outen:

Roman meinte wohl nur 2 verschiedene Mentalitaeten bei denen,
die Schnaeppchen kaufen, nicht allgemein bei Kaeufern.

Gruss, Volker

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: [OT]Keine Krokodils-Tränen

Beitragvon Arno C. Hofer » 30. November 2001, 22:50

Hi Volker,
treibst Du dich noch immer auf Deinem Institut herum? Du, es ist schon spät. Das Wochenende hat schon lang begonnen! Sonst kommst Du morgen zur Schnäppchenjagd zu spät in [b]die[/b] Stadt ...

Gute Nacht. Arno (warum kippt eigentlich Dein PC alle Umlaute aus den Texten?)

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Volker L.

Re: [OT]Keine Krokodils-Trnen

Beitragvon Volker L. » 30. November 2001, 22:58

Arno C. Hofer schrieb:
>
> Hi Volker,
> treibst Du dich noch immer auf Deinem Institut herum? Du, es
> ist schon spät. Das Wochenende hat schon lang begonnen! Sonst
> kommst Du morgen zur Schnäppchenjagd zu spät in [b]die[/b]
> Stadt ...
Gehe um 23:00, um die 23:20 S-Bahn zu erreichen

> Gute Nacht. Arno (warum kippt eigentlich Dein PC alle Umlaute
> aus den Texten?)

Weil es kein PC, sondern eine UNIX-Workstation ist. Die KANN
keine nicht-englischen Zeichen (ausser bei spezieller
Umwandlung durch Programme wie LaTeX). In Netscape werden
Umlaute auch dargestellt, aber im Eingabefenster fliegen sie
automaitisch raus.
Gruss, Volker (in Eile)

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Roman Pelek

[OT] Umlaute

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 23:23

Hi Volker,

ich hatte mir ja schon lange überlegt, ob ich nicht mal auf Deine Umlaute-Geschichte eingehen soll, nun hat's Arno gemacht. Ich hätt's anders geschrieben, z.B.:

a) UNIX ist ganz einfach. Es gibt noch nichtmal Umlaute.
b) Wer keine Viren will, kriegt auch keine Umlaute
c) Volker L. hat kein Geld für deutsche Sonderzeichen
d) Der Volker-L.-Intelligenztest: Setzen sie die Umlaute an die passenden Stellen.
e) "Volker L. kann keine Umlaute, der macht da maximal Tonhöhen draus." - "Echt?" - "Volker, sag mal 'Ägäis'!" - "gis". "Siehste?".

SCNR,
Roman

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Roman Pelek

Re: Krokodils-Trnen

Beitragvon Roman Pelek » 30. November 2001, 23:26

Hi Volker,

Volker L. schrieb:

> Roman meinte wohl nur 2 verschiedene Mentalitaeten bei denen,
> die Schnaeppchen kaufen, nicht allgemein bei Kaeufern.

Du bist als Ghostwriter eingestellt. Momentan kann ich Personal gut gebrauchen ;-)

Ciao,
Roman

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Reinhard Pichler

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Reinhard Pichler » 1. Dezember 2001, 12:35

Sönke Weidemann schrieb:
>
> Hallo, Ihr Alle!
>
> Jedes Jahr zur Weihnachtszeit kommt dieses Thema wieder hoch
> (und zwischendurch auch noch) und sicherlich haben alle
> Recht, alle bedauern, daß es kaum vernünftige Beratung gibt,
> alle erheben ihre Stimme für den Erhalt der wirklich
> kompetenten kleinen Spieleläden, bei denen sie dann auch für
> die Beratung etwas mehr bezahlen würden - übrigens, kein
> Mensch zahlt wirklich ausdrücklich für etwas so
> Nicht-Greifbares wie Beratung; wäre es so, dann gäbe es in
> den deutschen Banken einen Aufschrei der Empörung für
> verursachergerechte Bepreisung ;-).
>

Das sehe ich nicht so, denn Beratung und Information können bei einer Entscheidung sehr wesentlich und hilfreich sein. Damit ist Gewährleistet, dass Du genau ein Spiel für Deinen Geschmack kaufst und nicht eine Niete ziehst. Ein Spiel ist doch kein einmaliger Genuss sondern kann Dir und Deinen Freunden, Verwandten über Jahre Freude und Spass bereiten. Wenn Du dann den Kaufpreis (inkl. Beratungsgeld) auf die etlichen Spieleabende umlegst in denen das Spiel genutzt wird, relativiert sich das Ganze. Bei einem Fehlkauf schaut die Sache bereits ganz anders aus.

Und das mit dem nicht Bezahlen wollen für etwas nicht Greifbares wie Beratung hinkt auch etwas. Du holst Dir Deine Beratung (Vermutung meinerseits) nicht nur im Geschäft sondern auch über das Internet (den Foren). Diese sind zwar kostenlos aber nicht die Leistung Deines Providers und damit bezahlt Du erst wieder für Deine Informationsbeschaffung.

> Aber wie sieht es denn auch hier im Forum mit der Realität
> aus? Hier wird mit Empörung gepostet und im Schnäppchenforum
> tobt das Leben mit Tips für den billigen Einkauf. Wal-Mart,
> Penny, Toys etc etc., sie alle tauchen da auf. Finde ich dann
> doch etwas seltsam...

Das ist richtig, aber der Käufer hat es doch selbst in der Hand ob er den Kauf tätigt oder nicht.

>
> Auch wenn ich mich zu diesem Thema ebenfalls jedes Jahr
> wiederhole: Tut doch was für die Kompetenz der
> Spiele-Fachgeschäfte, fragt nach, ob die nicht Bedarf haben
> an Aushilfskräften, die wirklich Ahnung von der Materie
> haben, bietet Eure Hilfe an! Die Kunden sind dankbar dafür!
>

Da bin ich vollkommen Deiner Meinung. Nur der Spieler (Konsument) selbst kann eine solche Veränderung herbeiführen.

reinhard

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Reinhard Pichler

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Reinhard Pichler » 1. Dezember 2001, 12:50

Roland G. Hülsmann schrieb:

> Gewiß. Aber ich möchte es auch in der Hand haben, OB ich
> Beratung benötige oder ob nicht. Wenn ich sie bewnötige, will
> ich sie bezahlen und wenn nicht, dann natürlich nicht.
>

Der Endpreis eines Spieles beinhaltet ja mehrere Kostenfaktoren. Darin sind ja nicht nur Personalkosten enthalten. Wenn Du ein in die Tiefe gehendes Sortiment führst, und das ist halt bei einem Fachgeschäft so, dann hast Du A Artikel (Schnelldreher), B Artikel (langsam Dreher) und C Artikel (Sonderbestellungen). Diese Artikeleinteilung ist nicht für jedes Geschäft gültig.

Jeder Artikel der längere Zeit in Deinem Laden liegt (langsam Dreher), erzeugt Dir Kosten. Dabei wird versucht, diese Kosten auf die anderen Artikel aufzuteilen.

Wenn Du jetzt in ein Fachgeschäft gehst, erwartest Du Dir nicht nur die gängigen Verlage sondern auch die Kleinverlage. Adlung, Zoch usw. gehören nicht zu den Großverlagen. Das heisst, Du bezahlst nicht nur, eine hoffentlich vorhandene fundierte nette Beratung, sondern auch die Sortimentstiefe mit. Thats it.

> > Geduld
>
> Geduld ist so eine Sache.

Ja, das ist so eine Sache.

reinhard

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Arne Hoffmann

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Arne Hoffmann » 1. Dezember 2001, 15:20

Moin Hanno!

Wenn ich euren Laden hier bei mir um die Ecke haette, kaem bei mir auch kaum noch etwas ueber den Versand ;-) (ups, ist das jetzt Werbung?)


Du schriebst unter anderem:
"Allerdings haben die Fachgeschäfte auch eine Verpflichtung gegenüber dem Kunden. Sie sollten in der Lage sein kompetent zu Beraten, auch aussergewöhnliche Wünsche so zu erfüllen und auch über Informationen zu verfügen die man sonst in der Form nicht bekommt."

Dem stimme ich zu, aber gerade das findet man auch in den Fachgeschaeften nur sehr sehr selten. Da ist schon jemand gefordert, der sich sehr einbringt, der in dem Geschaeft nicht nur einem Job sondern auch einem Interesse nachgeht (und in vielen Fachgeschaeften ueberwiegt nun einmal der Mitarbeitertyp, der nur seinem Job nachgeht).

Tschoe,

- Arne - (geht gleich seinem Hobby des Musizierens nach)

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Arno C. Hofer
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Re: [OT] Umlaute

Beitragvon Arno C. Hofer » 1. Dezember 2001, 15:38

Aber immer noch besser als all die arabischen Sprachen und einige andere: in denen es in der geschriebenen Version oft gar keine Selbstlaute gibt! Weil die eh logisch mitgedacht werden! Deshalb wars unter anderem so schwierig die Hieroglyphen zu entziffern ....

Arno (also das mit der Ägäis war schön - aber wird der Volker das überhaupt in seiner ganzen Tragweite lesen können, wenn ihm ja auch beim Lesen die Umlaute fehlen: also Volker Ägäis heißt das Wort: aegaeis!)

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martina hellmich

Re: Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon martina hellmich » 1. Dezember 2001, 18:23

wenn wir davon ausgehen, dass wir hier in vielen fällen über einen spielwaren-fachverkäufer und nicht spielefachverkäufer diskutieren (letzter ist kein ausbildungsberuf), fällt in der ausbildung eine ganze menge an:
- modellbau
- eisenbahnanlagen
- lego u.a. konstruktionskästen
- puppen plus zubehör
- teddies
- holzspielsommer
- sommerspielwaren
und eine ganze menge anderer kram, der mir greade nicht einfällt und für unseren zusammenhang auch unwichtig ist. und bei allen sortimentsteilen geht es auch noch um die pädagogische eignung, herstellung, pflege u.ä.

und da wundern wir uns noch, wenn wir meist keine, unbefriedigende, dumme, falsche oder agr unverschämte antworten bekommen?

2. problem: häufig arbeiten in solchen läden keine ausgebildeten fachverkäufer, sondern teilzeitkräfte, die vielleicht einen pädagogischen hintergrund haben oder auch nur selbst einige kids haben.

3. problem: gerade zu weihnachten stellen die verlage propagandisten ein, die vorher einen crashkurs durch das aktuelle sortiment des jeweiligen verlages gemacht haben und nach weihnachten mit der gleichen kompetenz käsehäppchen oder bratpfannen an den mann / die frau bringen.

das ist jetzt etwas länger geworden, als geplant - sorry.

ciao
martina

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Hanno Schwede » 2. Dezember 2001, 09:31

Hallo Arne

> Wenn ich euren Laden hier bei mir um die Ecke haette, kaem
> bei mir auch kaum noch etwas ueber den Versand ;-) (ups, ist
> das jetzt Werbung?)

Der Scheck geht dann in den nächsten Tagen auf deinem Konto ein *gg*

> Dem stimme ich zu, aber gerade das findet man auch in den
> Fachgeschaeften nur sehr sehr selten. Da ist schon jemand
> gefordert, der sich sehr einbringt, der in dem Geschaeft
> nicht nur einem Job sondern auch einem Interesse nachgeht
> (und in vielen Fachgeschaeften ueberwiegt nun einmal der
> Mitarbeitertyp, der nur seinem Job nachgeht).

In diesem Punkt verstehe ich die Besitzer und Geschäftsführer dieser "Fachgeschäfte" nicht. Ein "Fachgeschäft" profiliert sich über seine Mitarbeiter, sprich über die Beratung und das lieferbare Programm. Eine Kunde der sich gut bis sehr gut Beraten fühlt wird davon in seinem Bekanntenkreis berichten und so eventuell auch neue Kunden bringen, damit der in der Bezahlung eines guten Verkäufers (Beraters) auch die Werbungskosten für den Laden enthalten.
Also ein schlecht Beratender Mitarbeiter kostet doppelt Geld, unverständlich für mich warum darauf grade bei Fachgeschäften manchmal nicht geachtet wird.

sigdmwwt Forumlesen

Hanno

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Re: Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon Hanno Schwede » 2. Dezember 2001, 09:51

Ein sehr wichtiger Punkt, der nicht vergessen werden sollte, der Ausbildungsberuf enthält wirklich sehr viele Punkte die UNS nicht interessieren.

Ich dachte bei der Frage allerdings an die Hilfskraft zu Weihnachten, die in vielen beratungsintensiven Bereichen eingestellt werden muss. Wie bildet man solche Leute aus??

Wir halten das so, eine Hilfskraft, die bei uns im Wgeschäft arbeiten möchte sollte in einem der Sekundär-Bereiche (Tabletop, Rollenspiel, Tradingcards) gute Kenntnisse haben, und nimmt ab Anfang November an unseren Spielerunden Teil. Dann folgt noch eine Schulung über einige wichtige Produkte im Brettspielbereich (ausgewählte Neuheiten, SDJ und Aktivitätsspiele werden gespielt) und der Auftritt gegenüber Kunden wird auch trainiert. Dann wird die Hilfskraft noch die Struktur unseres Lagers beigebracht, verpacken geübt und der Umgang mit der Kasse verinnerlicht. Wenn eine Hilfskraft das beherrscht kann man Sie meiner Meinung nach einsetzen und kann auch von guter Mund zu Mund Propaganda profitieren und von der lebt ein Laden ist aber schwerer zu erlangen als ein schlechter Ruf.

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